Der Text stammt von mir. Ich verstehe die Aufregung nicht. Denn derartiges lesen wir doch jeden Tag und nahezu überall. Immer dann, wenn ein Akteur nebst der eigentlichen Botschaft ("es ist das und jenes geschehen etc.") zusätzlich offensichtliche oder subtil verpackte Bedürfnisse ("du sollst so und so fühlen, so und so denken, so und so handeln; das ist gut, das ist böse, ..") transportieren will.
Übrigens ist alles korrekt in dem Text. Alles Hand-Crafted, kein chatGPT. Es gäbe doch nichts zu beklagen, und dennoch so viel Aufruhr?

Einzig der Name "Eisgrat-Shuttle" entstammt meiner Fantasie. Die Stubaier können das Ding gerne tatsächlich so taufen, in stiller Anerkennung - mitlesen tun die ja
Zum Abschluss, also, die Stubaier machen insgesamt eine gute Arbeit: Denn der Touristisch-Wirtschaftliche Kontext lässt kaum Freiheiten, auf Problemstellungen signifikant anders zu reagieren. Anerkennung.
PS:
Ein wunderschönes Beispiel zu manipulativer Sprache enthüllt ein jeder Einkauf im Aldi/Hofer. Wer hat es nicht schon gehört das
"WIR öffnen Kasse 3 FÜR SIE". Ist das nicht mitfühlend, fürsorglich und nett? Der Mensch steht im Mittelpunkt. Ah, hier fühle ich mich als Kunde wohl!
Hingegen, sobald die Kassiererin von Kasse 2 kurz darauf von der Personaldisposition wegbeordert wird, heißt es leider nicht mehr "
WIR schließen Kasse 2
GEGEN SIE, bitte warten SIE länger bei Kasse 3" (=unsere Kosteneffizienz), was ja konsequent wäre.
Stattdessen heißt es lapidar in passiver-Form "
Kasse 2 schließt, bitte nicht mehr anstellen". Die Kasse schliesst sich selbser, das menschlichende "WIR" / "SIE" ist aus der Botschaft verschwunden. Warum wohl?
Noch weiter ausschweifend, speziell deutschsprachige Medien betreffend: Sobald zentrale Schlagzeilen oder Textstellen immer wieder dasselbe Vokabular bzw. Formulierungen verwenden – "nächste
operative Phase im Konflikt", "Ziele wurden angegriffen", "Armeeverbände
rücken vor", "erste Verbände
erreichen das Stadtzentrum", "Bevölkerung soll in den Süden
ausweichen", "die Stadt wurde
eingenommen" usw. –, transportiert das subtil aber sehr bewusst die Botschaft, der Angreifer sei von Kritik zu schonen. Wohl da dieser in der Blattlinie unverrückbar fest als der Gute verankert ist, ungeachtet seiner tatsächlichen Intentionen und Handlungen.
Denn jegliche einhergehende Gewalteinwirkung an
Menschen, jegliche Verstöße gegen internationale Konventionen, jedes Leid von Menschen (!) wird dabei bewusst ausgeblendet. Jeder von euch wird allein an der Sprache erkannt haben, um welchen Krieg („Konflikt“) es hier geht …
Hoffe, meine Erklärungen haben nicht zu sehr genervt. Und dass die Auffahrt im neuen modernen Eisgrat-Shuttle in seiner Panoramaverglasung ein unvergleichliches Erlebnis für uns alle wird.
