So, hier die Bilder!
Der Pornoramakertenausschnitt zeigt alle Tallifte mit Nummern, welche in der folgenden Doku bei jedem Lift verwendet werden.
Hier nochmal die von mir bearbeitete und korrigierte Karte.
Schwandlift (6) – Der langsame
Der Schwandlift zählt inzwischen zum Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand und bietet eine Variante für den untersten Teil der Talabfahrt. Dennoch wird er von den Fellhornfahrern praktisch nicht genutzt, vermutlich auch nicht bemerkt. Für die Kleinwalsertaler liegt er insofern zentral als er direkt beim Postamt Riezlern startet. Seine Geschwindigkeit scheint weniger als 2m/s zu betragen.
Kesslerlift (4) – Der betriebsame
Der Kesslerlift – eine typische DM-Konstruktion der 60er – liegt direkt an der Kanzelwand-Talabfahrt, die Piste ist daher stark frequentiert.
Ideallift (5) – Der unscheinbare
Der Idelallift ist neuerdings in den Panoramakarten von Fellhorn/Kanzelwand aufgeführt, liegt aber etwas versteckt. Von der Talabfahrt Kanzelwand muss man einen Tobel auf einer Brücke in einem kleinen Wäldchen überqueren. Der Lift ist zunächst nicht sichtbar. Dieses Jahr fehlt das Hinweisschild und ein ortsunkundiger hat es schwer. Auch die zierliche Konstruktion der grünen Stützen des Tellerlifts trägt dazu bei, dass er nicht auffällt. Vorwiegend genutzt durch die Kinderskikurse in Riezlern.
Ideallift (5)
Blick zur Bergstation.
Parsennlift (9) – Der lange, flache, alte
Der Pasennlift: Ein Unikum. Länge 1500m, HD 180m, Baujahr 1940. Sauflach also. Die Stützen sind Uraltkonstruktionen, die Rollen sind riesig. Das Telefonseil ist teilweise zusätzlich auf Holzmasten geführt. Die Straßenkreuzung hat ein besetztes Lifthäuschen, die Autos haben Stop-Schild. Hier fahren vorwiegend Familien und schwächere Skiläufer. Seit dieser Saison komplett beschneit; Pläne für eine Sesselbahn liegen fertig in der Schublade. Der Lift ist notwendig für die Talverbindung Nord-Süd. Kapazität 720p/h, es gibt ab und zu Andrang und Wartezeiten.
Parsennlift (9)
Hier kann man erahnen wie flach der Lift ist; interessant auch die zusätzlichen Holzmasten zwischen den Stützen für die Telefonleitung.
Parsennlift (9)
Die Straßenkreuzung in Gebrauch mit Beobachtungsgebäude (Lifthäuschen).
Parsennlift (9)
Hier ist gut die altertümliche Stützenkonstruktion zu erkennen.
Parsennlift (9) und Hubertuslift (12)
Gemeinsames Bergstationsgebäude für Parsennlift (rechts) und Hubertuslift (links).
Hubertuslift (12) – Der beleuchtete
Hier findet Dienstags Nacktskilauf - äh - Nachtskilaufstatt. Die Piste ist ganz nett, sie ist oben breit und hat ein paar leichte Wellen – schön zum carven. Erleichtert die Verbindung Süd-Nord (mit etwas schieben geht’s auch ohne diesen Lift, macht aber keinen Sinn, da Piste okay). Abends gibt’s wie so oft beim Nachtskilauf ein paar schwarze Löcher, da die Ausleuchtung nicht optimal ist und auch mal die ein oder andere Lampe ihren Geist aufgibt.
Hubertuslift (12)
Niederhalter (Wechsellast) kurz vor der Bergstation.
Heuberglift (13) – Der zackige
Dieser ESL hat eine Förderleistung von 720p/h und kann es damit mit mancher DSB aufnehmen. Bei einer Sesselfolge von 5s und Einstieg seitlich darf man nicht pennen. Unbequem sind die nicht vorhandenen Fußstützen. Der Lift ist sowohl Beschäftigungsanlage als auch Zubringer (zu Schöntal und Heubergmulde) als auch notwendiger Verbindungslift für Nord-Süd und Süd-Nord. Daher wird er gut genutzt. Von Ersatzplänen ist mir nichts bekannt.
Heuberglift (13)
Blick auf die Strecke; Länge 800m, HD 235m.
Heuberglift (13)
Bergstation: Bei der Höhenangabe wird wie so oft geschummelt; sie befindet sich nur auf 1360m NN.
Schöntallift (14) – Der sichtbare
Der Schöntallift lieg auf einem nordseitigen Höhenrücken 200m über dem Tal und ist daher weithin sichtbar. Da er nur über den Heuberglift zu erreichen ist, ist es eigentlich kein echter Tallift, er wird aber klassischerweise immer zu den Talliften gezählt. Er ist nur gut 300m lang und wird vor allem von der Kinderskischule Hirschegg und Skiclubs mit Kindergruppen genutzt. Für die Talverbindung ist er nicht notwendig (weder die eine noch die andere Richtung). Ich brauche ihn allerdings für Nord-Süd, da ich im Gasthaus Schöntal üblicherweise die Nahrungsaufnahme bewerkstellige und über ihn (plus Heubergmulde) am schnellsten zum Walmendingerhorn komme.
Heubergmuldelift (15) – Der Gipfel
Der Heubergmuldelift ist der höchstgelegene Tallift und erreicht die schwindelerregende Höhe von 1480m NN. Da er nur über den Heuberglift zu erreichen ist, ist es eigentlich kein echter Tallift, er wird aber klassischerweise immer zu den Talliften gezählt. Er bedient sowohl einen mittelschweren Nordhang als auch den Verbindungsweg Hirschegg-Mittelberg (Nord-Süd). An dem Türmchen erkennt man, dass er früher einen Mittelspannungsanschluss per Freileitung hatte, die Durchführungen sind noch vorhanden (fällt mir von Berufswegen auf).
Heubergmuldelift (15)
Blick auf die Strecke. Von der Bergstation wäre problemlos eine Verbindung zum Skigebiet Ifen möglich gewesen – der Naturschutz hat’s verhindert.
Schlösslelift (16) – Der Geheimtipp
Uralter SL mit Ampelkreuzung. Schneesicherer Nordhang, normalerweise fast menschenfrei. Leichte Wellen, Rinnen und Kurven, Gefälle super zum Carven. Ist schwer zu finden, man muss von der Talstation Heuberglift um ein paar Ecken hinab fahren. Der Liftmensch pennt manchmal, weil selten Leute kommen; ich habe mir den Kurzbügel dann kurzerhand selbst runtergeholt. Am Nachmittag dieses Tages waren einmal alle Bügel besetzt. Das lässt mich aufatmen. Dann habe ich doch etwas Hoffnung, dass der Lift erhalten bleibt.
Schlösslelift (16)
Straßenkreuzung mit Ampel!! Habe leider das kreuzende Auto und die grüne Ampel fotografisch knapp verpasst. Sogar einer Frau mit Kinderwagen hat der Liftmensch grün gegeben.
Schlösslelift (16)
Zwei einseitige Niederhalter in Fachwerkbauweise im oberen Bereich.
Zafernalift (22) – Der nagelneue
Hier stand bis 2001 ein uralter ESL mit riesigen Rollen. Die Sessel waren allerdings relativ neu mit Überkopf-Schließbügel (a la Balmeregg). Links neben der Talstation ist das Stationsgebäude des ehemaligen ESL zu erkennen. Der Zafernalift (auch jetzt als DSB) dient vor allem der Verbindung Süd-Nord und zum Transport von Fußgängern zum Panorama-Wanderweg. Für die Verbindung Nord-Süd ist er nicht notwendig und als Beschäftigungsanlage wird er selten genutzt, da die direkte Piste unter der DSB schnell ausapert. Sie ist steil und hat eine konvexe Form, so dass die Sonne eine gute Angriffsfläche hat. Guter Schnee lag selten und noch seltner hatte ich die Piste gewalzt gesehen. Am 05.01.04 lag jedoch toller (Tief-)Schnee. Die Abfahrt ist in der Natur nicht markiert, in der Liftübersicht jedoch als schwarz gekennzeichnet. Auf Grund dieser Voraussetzungen hat der Lift ein geringes Beförderungsaufkommen und wurde daher mit relativ wenig Sesseln bestückt. Er schafft nur 500p/h. Gerade deshalb finde ich es schön, dass man den Zafernalift erneuert hat. Offenbar haben die Tallifte im Kleinwalsertal eine Zukunft.
Zafernalift (22)
Das Bild lässt erahnen, dass der Zafernalift vor allem im unteren Teil sehr steil ist. An diesem Tag hatte die Piste tollen Tiefschnee.
Zafernalift (22)
Die Bergstation. Oben, hinter dem Beobachtungsgebäude ist die Bergstation des ehemaligen ESL zu erkennen.
Mooslift (26) – der kurze
Dieser Tellerlift bei der Talstation der Walmendingerhornbahn ist total kurz, hat nur eine einzige Portalstütze und beherbergt vor allem Kinderskikurse.
Maisässlift (27) – Der überdimensionierte
Der komplette Maisässlift. Man sieht, dass sich der Ausstieg diees Tellerlifts direkt hinter Stütze3 befindet. Der Rest, welcher fast noch mal genauso lang ist, fährt ohne Fahrgäste. vermutlich war der Ausstieg früher weiter oben (Baujahr 1959). Vielleicht war dieser obere Teil für einen Tallift zu steil, er ist nämlich Bestandteil der schwarzen Talabfahrt. Der Lift hatte bis 2000 Doppel-Schleppbügel (lang) und wurde erst dann mit Tellern ausgerüstet. Er war der erste Schlepplift überhaupt mit Ein-Mann-Bedienung und Kameraüberwachung am Ausstieg.
Maisässlift (27)
Dieser Teil des Liftes liegt komplett oberhalb des Ausstiegs. Oben ist die schwarze Bühl-Talabfahrt vom Walmendingerhorn zu erkennen; nie präpariert und brutale Buckelpiste – oft vereist.
Maisässlift (27) vorn und Jedermannlift ('28') – Der uninteressante - unterhalb, rechts am Haus zwischen den beiden Straßen.
Mit dem Jedermannlift bin ich nie gefahren, da man die Straße überqueren muss und der Lift (Tellerlift) verdammt kurz ist. Er hat wohl außer den Stationen nur die eine Portalstütze beim Ausstieg.
Auch kurios: Telefonzellen direkt an der Piste (beim Schöntallift).