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Tödlicher Liftunfall

Ich sollte vielleicht dazu schreiben, dass ich nur ein Brett unter den Füßen habe (was das eigentliche Schlepplift fahren eigentlich schwieriger macht).
Ich bin das Teil diese Saison an die 30 mal gefahren. Nein bitte nicht abreißen. Ich stell mich sicher nicht für die Varianten über 30min an der Gipfelbahn an!

Wieso muss man aus dem Lift aussteigen? nen großen(!) Bogen machen, das hält das Seil schon aus (es gibt welche die machen Frontflips im Lift).
 
Immer wieder Lustig wie leute meinen man könnte bremsen wenn man so eine Spur runter saust. Und wenn dir einer mit 30 entgegen kommt auch noch Ausweichen..... Dummschwatz pur.

Von mir jedenfalls gute Besserung!
 
Fahrt ihr blind in som Lift?
Der hat keine 30 Sachen drauf, wenn der 2 Bügel vor dir rausfällt.
Und alles ab dem 3. Bügel sieht doch was da vorne passiert...

wenn ich erst mal richtig rutsche kann ich nicht bremsen ja, aber wenn ich leicht anfange zu rutschen kann man sich auch auf dem eis halten bzw. zu sehen das man anhält.
Außerdem zieht dich ein Luft ja nach oben, du musst also erst mal quasi die negative Geschwindigkeit überwinden bevor du Geschwindigkeit aufnimmst. Wirst mit ca. 10kmh den Berg hochgezogen, dann musst erst mal zum stillstand kommen und dann nimmste erst Geschwindigkeit in Richtung Tal auf.

Kein Grund gleich ausfallend zu werden.
 
Powderjunky schrieb:
Und alles ab dem 3. Bügel sieht doch was da vorne passiert...
Letzte Saison in Z am Gandegglift (gleich nach dem Start, da wos kurz "steil" wird), hats 2 Bügel vor mir auch eine Frau rausgehauen. Während dem aufstehen fiel sie wieder um und rutschte, mit den Schi quer zur Lifttrasse, genau auf mich zu... Wer den Lift kennt weiss dass da die Trasse sehr schmal ist (links Felsen, rechts steil abfallend), ausweichen war also nicht. Ich hatte mir auch kurz überlegt einen Frontflip über die Frau zu machen, aber mit einem Schuh aus der Snowboardbindung raus kommt das irgendwie nicht so sexy, also die Idee gleich wieder verworfen :wink: . Tja, in den restlichen 3-4 Sekunden Entscheidungszeit hab ich es dann doch vorgezogen, mich nur noch am Bügel festzuhalten damit beim Not-Abbügeln die arme Frau wenigstens nicht noch den T-Bar beim aufrollen an die Birne kriegt.
Das Fazit der Geschichte: Kippt jemand 2 Bügel vor dir in einer steilen Trasse aus dem Lift, bleiben ca. 4-5 Sekunden um darauf zu reagieren. Fährt der Lift aber nicht mit 30kmh den Berg hoch, wirds verdammt schwierig dass die Kante vom Board/Schi greift und man an sowas wie ein ausweichen überhaupt denken kann. Und wenn die Trasse noch sehr schmal ist dann ist das Thema sowieso gegessen...dann kommts nur noch auf Glück oder Pech an.
 
Schmal ja, aber der Fellhorn lift ist nicht schmal, da kann man rechts links beliebig raus, keine großen Steine, Felsen, Abbrüche!
 
Mit einem fest an die Füsse geschnallten grossen snowboard lässt sich eventuell leichter bremsen als mit einzeln an den Füssen hängenden Skiern, welche sich dann auch lösen können.
 
GMD schrieb:
Mit einem fest an die Füsse geschnallten grossen snowboard lässt sich eventuell leichter bremsen als mit einzeln an den Füssen hängenden Skiern, welche sich dann auch lösen können.
Stimmt soweit, dass man nach einem Sturz beim Rutschen leichter Bremsen kann, jedoch fährt man SL nur mit dem vorderen Fuß in der Bindung und das Ausweichen erfordert mehr Können beim Gleichgewicht halten im Vergleich zu Ski.
 
Powderjunky schrieb:
Schmal ja, aber der Fellhorn lift ist nicht schmal, da kann man rechts links beliebig raus, keine großen Steine, Felsen, Abbrüche!
Das Gelände neben der Trasse ist zweitrangig, das grosse Problem ist der Faktor Zeit: In einer Steiltrasse hast du keine Chance, genügend schnell ausweichen zu können...besonders wenns "nur" 2 Bügel vor dir knallt. Es bleibt also nur noch das abbügeln als Alternative, und genau da kommt dann wieder der Steilhang ins Spiel. Aus Erfahrung weiss ich dass man mit einem Board an den Füssen nicht in 1-2 Sekunden aus der Liftspur rausgehüpft ist (umkurven erst recht nicht), speziell in einem solchen Hang wie der am Fellhornlift.
GMD schrieb:
Mit einem fest an die Füsse geschnallten grossen snowboard lässt sich eventuell leichter bremsen als mit einzeln an den Füssen hängenden Skiern, welche sich dann auch lösen können.
Meiner Meinung nach hat der Ski in dem Fall eine grössere Bremswirkung, da theoretisch 2 Kanten zum bremsen/verlangsamen vorhanden sind.
 
Stimmt, da fährt man ja nur mit einem Fuss Schlepper. Aber das board bleibt wenigstens am einen Fuss, die Skier können sich lösen. Was ja meistens auch gut ist, durch Verdrehung entstehnde Frakturen sind ziemlich böse!
 
eistroll schrieb:
Meiner Meinung nach hat der Ski in dem Fall eine grössere Bremswirkung, da theoretisch 2 Kanten zum bremsen/verlangsamen vorhanden sind.
Im Gegenteil, während Du bei Ski ja am Boden hüftabwärts auf der Seite liegst, kannst Du nur nach rechts und links Kraft ausüben, was m.E. deutlichst weniger ist als wenn Du mit dem Board entweder oben oder unten liegst und dementsprechend Deine Kraft voll auf die Zehenspitzen oder Hacken geben kannst.
 
Powderjunky schrieb:
Schmal ja, aber der Fellhorn lift ist nicht schmal, da kann man rechts links beliebig raus, keine großen Steine, Felsen, Abbrüche!

Ich kenne nun den Lift nicht - aber z.B: beim Valuga-Lift in St. Anton habe ich es mal erlebt, dass die Liftspur regelrecht "eingefräßt" war - zu beiden Seiten war eine Kante von ca. 30-50 cm.
Da hat man keine Chance so direkt hochzukommen.
Als der Lift dann auch noch im Steilstück angehalten hat, habe ich auch Blut & Wasser geschwitzt, was passiert, wenn ich (oder jemand vor mir) rausfällt.
Dadurch, das die Spur schon fast wie Bob-Bahn begrenzt war, hätte man hier m.E. keine Chance zum Ausweichen gehabt - das hätte eine schöne Domino-Rally gegeben :sniff: :sniff:
 
Foto-Irrer schrieb:
und dementsprechend Deine Kraft voll auf die Zehenspitzen oder Hacken geben kannst.
Funktioniert bei niedrigem Tempo mit dem Board so, soweit korrekt. Bei höheren Tempi auf dem Board, bedingt durch nur 1 Kante, beginnt das Brett beim bremsen zu "stottern" (verlieren des Bodenkontaktes). Kann auf den Skis auch passieren, jedoch ist da praktisch immer mind. 1 Kante vom Ski am Boden. Das Bremsverhalten eines Skis ist einfacher zu dosieren als auf einem Board.
Bei einem Sturz auf einer steilen SL-Trasse ist der Skifahrer (mal vom Bremseffekt abgesehen) mit seiner Sicherheitsbindung klar im Vorteil, während der Boarder (1 Fuss fix, 1 Fuss aus der Bindung) bei einem solchen Sturz grosse Gefahr läuft, das Brett um die Ohren gepfeffert zu bekommen (die ev. Verdrehungen des Unterschenkels sind noch das kleinere Problem...).
 
Genau deswegen schnall ich auch nicht ab im Lift...
Und wer der Lifttyp sagt, machen, ok, dann bin ich aber nach 50m im Lift wieder mit beiden Füßen drinn in der Bindung.
 
Ja genauso wie ich normal auch fahre. Geht besser wenn ma allein fährt, aber wenn man zu zweit drinn steht und der andere nen bissl aufpasst, kann man sich dann auch im Lift anschnallen. Natürlich nicht bei einer großen Steigung.
 
Nun, mit beiden Füssen festgeschnallt wirds noch schwieriger irgend ein Manöver (ich gehe immer noch von einem Sturz des Vordermannes in steilem Gelände aus) durchzuführen. Bist du mit beiden Füssen in der Bindung & musst wegen sowas weg vom Bügel, bleibst du praktisch an Ort und Stelle stehen (oder rauschst gleich selber gen Tal hinunter).
 
Powderjunky schrieb:
harten Front oder Backsideturn, ganz aus der Spur raus.
Und wie weit kommst du mit einem Turn/Flip aus einem fahrenden SL raus? 1m? 1.5m? (immer noch auf einen Steilhang bezogen.)
Sei mir nicht böse, aber ich war mind. gefühlte 10 Mal in solchen Situationen und wohl genausoviele hab ich als Unbeteiligter mitangesehen... Jedoch habe ich noch nie einen Boarder gesehen, der mit deiner Methode aus der Nummer rausgekommen wäre (versucht wurde es, geklappt hats aber nie...). Daher meine Skepsis.
 
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