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Tödlicher Unfall auf der Harakiri

Heute wieder: Grad hatte die Pistenrettung einen geborgen, alles war wieder in Ordnung gebracht nur noch eine Pistenraupe und eine BB-Bedinsteter waren vor Ort, da rauschte wieder einer von oben runter. Da waren sie wenigstens gleich vor Ort.

Nachmittags: Mit der Knorren hochgefahren, lag unten in der flachen Zone ein Kind, im Mittelteil des Steilhangs ein Ski, der andere ganz oben beim Einstieg in den Hang. Die Antwort auf die Frage, was geschehen ist, kann sich jeder selber geben.

Auf jeden Fall, da gebe ich Wiede recht, sollten sie wie im Weltcup Fangnetze an den Pistenrändern installieren, sowie auf Körperhöhe davor Matten, damit sich die Ski nicht in den Netzen verfangen. Schön wirds nicht aussehen, aber die Sicherheit geht vor, damit wenigstens keiner über den Pistenrand hinauskatapultiert werden kann.
 
Aber vielleicht sieht man mit diesen Gegebenheiten auch wie wichtig der Bergbahn die Gäste sind. Denn am Samstag hab ich in Hinterglemm erlebt, daß man die Zwölfer-Nord um die Mittagszeit wieder zugesperrt hat. Morgens wiede sie wieder geöffnet, war erst 7 Tage in der Saison offen, wir sind dann so um 11.30 runtergefahren, der letzte Steilang, eine einzige Eisplatte, da hatten viele und auch ich meine Probleme (aber bevor die Frage kommt) bin aber nicht gestürzt und als wir dann nach dem Mittagessen wieder an der Zwölfer-Nordbahn standen, haben sie grad das Schild gedreht und den roten Punkt aktiviert. So sollte es sein, einfach auch mal Courage zeigen....
 
HarakiriPiste.JPG


^^ Um 5° gedrehtes Bild von Yeshar, zeigt die reale Steilheit des Piste.
 
^^ Bild ist nicht von mir, ich habe nur den Link angegeben ...
 
So, ich will ich hier auch mal meinen Kommentar zu der Piste abgeben:

Ich bin sie am 9.2. zusammen mit Hollywood gefahren. Sehe mich als zimelich guten Skifahrer an, hatte aber auch meine Probleme, die ersten zwei Schwünge bin ich eigentlich schon den halben Hang runtergerutscht. Dann habe ich mich aussen mit kurzen Schwüngen im weicheren Schnee nach unten gekämpft...

Denke auch das die beste Lösung Fangzäune und Matten an den Seiten sind und ein Schutz für alle Markierungen auch im unteren Bereich, da der Unfall ja anscheinend im Flachen geendet hat.

Dann sollte man im oberen Bereich neben einem Gate vielleicht noch eine Tafel aufstellen mit den aktuellen Verhältnissen auf der Piste, wie z.B. stark vereist heute.

Und die Schilder oben warnen eher nicht sondern sind so aufgemacht das sich der Skitourist da gerne vor fotografieren lässt da sie doch schon sehr wirksam gestaltet sind.

Zur Werbeaktion seitens der Bergbahnen: Die TV-/Kinowerbung finde ich persönlich gelungen und sollte auch ruhig bleiben. Überdenken sollte man vielleicht dagegen die Termine mit einem Fotografen auf der Piste. Denke das zieht viele Leute an, die dann nach dem Uralub schön den Freunden/bekannten und Arbeitskollegen im Internet auf der HP der Bergbahnen die Bilder zeigen können. Dazu ist dieser Termin meistens Freitags nachmittags, gehen wir mal davon aus das die meisten Urlauber von Samstag bis Samstag fahren steckt den meisten schon eine Woche Ski fahren in den Beinen und der Urlaub steht kurz vor dem Ende. Dazu noch ein fast kompletter Skitag.

Daher meine Meinung, bessere Sicherungen am Rand, Werbung etwas eindämmen und weniger Promitionaktionen wie ein Fotoshooting wöchentlich.
 
SupaJan schrieb:
Und die Schilder oben warnen eher nicht sondern sind so aufgemacht das sich der Skitourist da gerne vor fotografieren lässt da sie doch schon sehr wirksam gestaltet sind.

Ich kenne nur die beiden oberen die hier schon mehrfach gezeigt wurden. Die warnen schon ("nur für gute Skifahrer")
Aber bei dem hier stimme ich zu.
(Fragt mich bitte nicht wo oder ob es noch steht)!
zillertal-harakiri-2.jpg
 
Also haben sich die Herrn jetzt auf folgendes verständigt:

- bessere Beschilderung
- mehr Fangnetze
- Matten bis umgefähr zur Körpermitte

Leider schützt aber alles nicht vor Selbstüberschätzung...
 
Carvergirl schrieb:
Leider schützt aber alles nicht vor Selbstüberschätzung...
...aber es mildert die Folgen, werden sich die Herren in ihrer männlichen Logik gedacht haben.
 
@Carvergirl

Darüber haben wir auch schon nachgedacht... :wink:
Wiede schrieb:
Natürlich sollte zudem jeder Skifahrer sein Können realistisch einschätzen. Falscher Mut ist da fehl am Platz!

Zu diesem Vorfall im Speziellen können wir uns aber alle keine richtige Meinung bilden, da wir nicht wissen, wie gut/schlecht der junge Mann Skifahren konnte.

Auf alle Fälle ist das natürlich sehr tragisch und die MBB sollten deshalb ernsthaft überlegen, ob sie nicht im Rahmen des ihnen möglichen etwas ändern - wie z.B. Fangnetze am Rand etc.
 
Ich weiss ja nicht wie gut solche Fangnetze verankert sind und vorallem frage ich mich, ob die Verankerungen nicht ansich wieder ein Risiko darstellen.
 
Besser wie die dicken Holzbalken der Schneegitter dürften die Fangnetze allemal sein...

Zudem kann man ein Restrisiko NIE ausschliessen.
 
Pilatus schrieb:
Ich weiss ja nicht wie gut solche Fangnetze verankert sind und vorallem frage ich mich, ob die Verankerungen nicht ansich wieder ein Risiko darstellen.
Eben so wie es im Weltcup gemacht wird.
 
Edit: Beitrag glöscht.Wurde schon auf Seite 2 erwähnt. Habs leider zu spät gesehen. :wink:
 
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