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Umfrage: Helmpflicht

Helmpflicht

  • A: ich bin für eine allgemeine Helmpflicht und trage selbst einen Helm

    Stimmen: 71 27,6%
  • B: ich bin für eine allgemeine Helmpflicht und trage selbst aber (noch) keinen Helm

    Stimmen: 1 0,4%
  • C: ich bin gegen eine allgemeine Helmpflicht und trage selbst aber einen Helm

    Stimmen: 68 26,5%
  • D: ich bin gegen eine allgemeine Helmpflicht und trage selbst keinen Helm

    Stimmen: 21 8,2%
  • E: ich bin lediglich für eine Helmplficht Schutzbefohlener (Kinder) und trage selbst einen Helm

    Stimmen: 82 31,9%
  • F: ich bin lediglich für eine Helmplficht Schutzbefohlener (Kinder) und trage selbst keinen Helm

    Stimmen: 14 5,4%
  • G: ich bin für eine allgemeine Helmpflicht, bin aber als Nicht-Pistenbenutzer nicht betroffen

    Stimmen: 0 0,0%
  • H: ich bin gegen eine allgemeine Helmpflicht, bin aber als Nicht-Pistenbenutzer nicht betroffen

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    257
So, ich besitze seit kurzem auch einen Helm. Wobei dazu noch zu sagen ist, dass ich meinen Kauf nicht aufgrund des allgemeinen Helm-Hypes infolge des Althaus-Unfalls getätigt habe, sondern weil gerade in der Hauptsaison einfach dermaßen viele Leute - darunter auch viele über ihren Verhältnissen fahrende - unterwegs sind und somit die Unfallgefahr einfach höher ist. Auch wenn man die neuralgischten Orte meidet.

Allerdings bin ich primär deshalb strikt gegen eine allgemeine Helmpflicht:
Oscar schrieb:
Man kan auch zuviel vorschreiben und den Menschenverstand und das Verantwortungsbewusstsein ganz ausschalten!
Dazu kommt noch:
BigE schrieb:
jedoch sieht man (fast) nie kinder ohne helm skifahren! deshalb bin ich auch gegen eine helmpflicht für kinder. völlig überflüssig.
Ganz so viele sind es vielleicht nicht - v.a. auf den Großstadtnahen Übungshängen - trotzdem trägt ein Großteil der Kinder Helme. Es ist unwahrscheinlich, dass diese später den Helm wieder weglassen werden. Deshalb wird der Helmanteil unter den Skifahrern imo kontinuierlich steigen und in einigen Jahren ein hohes Level erreichen.

Daher braucht es keine gesetzliche Regelung. Meine Meinung.
 
Also ich hab D angekreuzt, weil es muss jeder selbst wissen ob er einen Helm beim Schifahren aufsetzt oder nicht. Ich mein im Auto gibts auch keine Helmpflicht und Fahrrad soweit ich weiss auch nicht. Allerdings fahr ich auch nicht mit >60-80km/h auf vollen Pisten, sondern vorrausschauend. Wenns voll ist langsamer, bei Leerer Piste Vollgas

mFg Widdi
 
Du hast den Sinn eines Helmes nicht komplett verstanden...
Es geht Vielen darum, besser geschützt vor Anderen zu sein. Und da bist als langsameres Objekt des öfteren ein Zeil von Rasern und Rücksichtslosen.
 
Ich habe E gewählt, vor allem, da ich meine Arbeit auf der Piste verrichte, und diesbezüglich einigen Erfahrungsschatz vorweisen kann.

Eben die Dummheit der Eltern...

Übrigens, ich habe meinen Helm bereits seit 7 Saisonen, und 2 mal schon gebraucht.

Eine Gehirnerschütterung mit Helm läßt doch den Schluß zu, daß man ohne ev. schwerer verletzt wäre...

Und 60 - 80 km/h auf der Piste hat man öfter als man denkt!!!!
 
E, aber mit der Einschränkung das die Krankenkassen einen Teil der Kosten für Kopfverletzungen bei Nicht-Helmträgern einfordern können.
 
skilinde schrieb:
E, aber mit der Einschränkung das die Krankenkassen einen Teil der Kosten für Kopfverletzungen bei Nicht-Helmträgern einfordern können.
Dann kommt man wieder zu dem Punkt, ob generell Personen, die Risikosportarten nachgehen (und das ist Skifahren auf jeden Fall), an den Behandlungskosten zu beteiligen sind bzw. höhere Beiträge zu zahlen haben. Letzteres ist duch den Einheitskrankenkassenbeitrag eh kein Thema (mehr). Diese Modelle haben sich Krankenkassen durchaus schon überlegt. Aber auch wieder verworfen ... denn wenn dies so gemacht werden würde, müssten auch Mitbürger, die anderen Lasten fröhnen (z.B. Raucher) an entsprechenden Krankenkosten beteiligt werden?! Wie gesagt, alles schon mal Thema bei den Krankenkassen gewesen ...
 
snowflat schrieb:
Letzteres ist duch den Einheitskrankenkassenbeitrag eh kein Thema (mehr).
M.E. doch , da 1. ) ich von meiner Krankenkasse schon eine spürbare Rückzahlung erwarte, wie die den Beitrag anheben musste, und es 2. auch jetzt noch (leicht) unterschiedliche unterjährige Beiträge geben kann. siehe auch: http://www.schattenblick.de/infopool/medizin/gesund/mz3ka602.html


snowflat schrieb:
Diese Modelle haben sich Krankenkassen durchaus schon überlegt. Aber auch wieder verworfen ... denn wenn dies so gemacht werden würde, müssten auch Mitbürger, die anderen Lasten fröhnen (z.B. Raucher) an entsprechenden Krankenkosten beteiligt werden?! Wie gesagt, alles schon mal Thema bei den Krankenkassen gewesen ...
Du hasst völlig recht, da ist es schon schwer eine Grenze zu ziehen, nur glaube ich das über finanzielle Anreize / Penalties vieles auch in der öffentlichen Diskussion weiter in der Vordergrund rückt (und nicht nur wenn ein Politiker einen Unfall verursacht). Dass Vater Staat und Krankenkassen sich dieser Themen noch nicht wirklich angenommen haben, ist wohl alleinpolitisch bedingt... eine wirkliche (und nicht das übliche Rillenverschlimmbessern) Gesundheitsreform bekommt man halt nicht in den ersten zwei Jahren einer Legislaturperiode hin.

P.S.:
Ein entfernter Bekannter -aus meiner Zeit im Norden- arbeitet in der Verwaltung einer großen Krankenkasse (in HH-Barmbek, kennst Du dann ja bestimmt). Er meinte, dass Raucher (männlich) die Krankenkassen nicht belasten sondern eher entlasten, da diese eine merklich kürzere Lebenserwartung haben und so andere Gebrechen nicht mehr zum Tragen kommen (klingt jetzt sehr makaber, ich weiss aber nicht, wie ich es anders sagen soll...). Bei Frauen die Rauchen resultiert das finazielle Problem -neben der längeren Lebenserwartung- insbesondere aus den Folgekrankheiten der Kinder...
Wieviel hier wirklich dran ist weiss ich nicht, klingt aber erstmal nicht völlig daneben, wobei eine in die andere Richtung gehende Argumentation auch nachvollziehbar wäre.
 
skilinde schrieb:
E, aber mit der Einschränkung das die Krankenkassen einen Teil der Kosten für Kopfverletzungen bei Nicht-Helmträgern einfordern können.
Und irgendwann auch, wenn ich ohne Helm Fahrrad fahre, einige Jahre später dann, wenn ich ohne Helm Inline Skaten gehe, einige Jahre später dann, wenn ich ohne Helm Cabrio fahre, ein paar jahre später dann, wenn ich ohne Helm Auto fahre, ein paar Jahre später dann, wenn ich ohne Helm die Straße an einer Stelle ohne Ampel und Querungshilfe überquere... Irgendetwas ungesundes oder riskantes, was vermieden werden könnte macht doch jeder. Und wenn es nur übermäßiges Fernsehen oder Computerspielen ist.
Ich denke, Krankenkassen und Politik wissen schon, dass so etwas erstens nie angemessen sein kann, zweitens kaum umsetzbar wäre und drittens eine vollkommen maßlose Überregulierung darstellte, die verwaltet und von allen bezahlt werden müsste. Zum Glück.


Balou schrieb:
Wer Hirn hat, schützt es ..
Demnach hätten an den Grands Montets 80-85% der Skifahrer kein Gehirn :-)
 
3303 schrieb:
Und irgendwann auch, wenn ich ohne Helm Fahrrad fahre, einige Jahre später dann, wenn ich ohne Helm Inline Skaten gehe, einige Jahre später dann, wenn ich ohne Helm Cabrio fahre, ein paar jahre später dann, wenn ich ohne Helm Auto fahre, ein paar Jahre später dann, wenn ich ohne Helm die Straße an einer Stelle ohne Ampel und Querungshilfe überquere... Irgendetwas ungesundes oder riskantes, was vermieden werden könnte macht doch jeder. Und wenn es nur übermäßiges Fernsehen oder Computerspielen ist.
1. Warum soll es denn keine unterschiedlichen Beiträge zur Krankenversicherung geben, die die unterschiedlichen Risikofaktoren abdeckt? Ist bei anderen Versicherungen doch üblich und in der Abdeckung des individuellen Risikos liegt ja auch gerade der Sinn einer Verischerung (darum ist die Krankenverischerung ja genau keine Versicherung). Sag mir bitte, warum soll ich dafür (also auch ggf. für Dich) zahlen, dass jemand (ggf. auch Du) anderes bewusst ein höheres Risiko in Kauf nimmt??? Ich begrüße ausdrücklich das Solidaritätsprinzip, dass wir haben, halte eine Erweiterung um individuelle Aspekte für ausserordentlich sinnvoll.

2. Fahrrad und Inline: Hier bewege ich mich i.d.R. im öffentlich rechtlichen Raum. Daher würde ich es für richtig und konsequent -auch gegenüber den Motorradfahren- halten hier auch eine Helmpflicht durchzuziehen.

3. Die weiteren Punkte von Dir sind -wie mein Deutschlehrer immer zu sagen pflegte- Scheißhausparolen für deren Wiederholung es nur eine sechs gibt. (Wortwahl ist nicht böse gemeint, trifft es aber.)



3303 schrieb:
Ich denke, Krankenkassen und Politik wissen schon, dass so etwas erstens nie angemessen sein kann, zweitens kaum umsetzbar wäre und drittens eine vollkommen maßlose Überregulierung darstellte, die verwaltet und von allen bezahlt werden müsste. Zum Glück.
In denke genau das Gegenteil: Politik und Krankenversicherungen wissen m.E. genau das die Abbildung von einzelnen Risikoelementen ein ökonomisch richtiger und gerechter Schritt ist. Wenn Du wirklich der Meinung bist, dass die Politik nur das tut, was Sie für angemessen und richtig hält, dann denke mal über folgende Punkte nach: Steuerpolitik, Arbeitslosenversicherung, der gerade entschiedene Witz bzgl. der Managergehälter, ... es geht halt immer um Lobbyismus.

Wo siehst Du darüber hinaus Umsetzungsprobleme und höhere Verwaltungskosten? Ein Haken bei kein Helm auf der Unfallakte und schon geht das bezahlen los.

Überregulierung: Natürlich besteht die Gefahr immer, mir fallen allerdings einige Punkte ein bei denen die Überregulierung deutlich weiter geht und deutlich unnützer ist, wie z.B. Anzahl der Straßenschilder (schadet mehr als es nutzt), Regulierungen zum Schulwesen, generell die Regulierung zur medizinischen Versorgung (Poilitik und Ärztekammer als quasi Oligopoltreiber), Regulierungen im Bauwesen, ...


3303 schrieb:
Balou schrieb:
Wer Hirn hat, schützt es ..
Demnach hätten an den Grands Montets 80-85% der Skifahrer kein Gehirn :-)
Wie würdest Du es denn bezeichnen, als Veranschlagung der eigenen Fähigkeiten als hoch (=Arroganz), ohne Berücksichtung möglicher Fehleinschätzungen der eigenen Person bzw. des Systems um einen herum?

To sum it up:
Es soll niemanden vorgeschrieben werden (aus Kindern) einen Helm tragen zu müssen, nur zahlen will ich nicht für das bewusst in Kauf genommene Risiko anderer.
 
Einspruch, beim Bauwesen wird nicht zu viel reguliert. Schau dir mal Köln an, da hätte man besser mal eine Regel gehabt die eine genauere Überprüfung bei Rissbildungen vorschreibt und sie auch eingehalten. Woher hast du denn diese Einstellung? Oder ist das jetzt ne Scheißhausparole von dir?
 
In Köln wurde die Überwachung des Baugrundumfelds eingespart....tja...am falschen Eck gespart würd ich mal sagen...
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Einspruch, beim Bauwesen wird nicht zu viel reguliert. Schau dir mal Köln an, da hätte man besser mal eine Regel gehabt die eine genauere Überprüfung bei Rissbildungen vorschreibt und sie auch eingehalten. Woher hast du denn diese Einstellung? Oder ist das jetzt ne Scheißhausparole von dir?

Danke für den Einspruch. Aber Köln hat nichts mit dem zu tun was ich meine. In Köln wurden die Auswirkungen eines Baus auf andere Gebäude nicht beachtet bzw. nicht ernst genung genommen. Ich meinte Regularien was man beim Hausbau -bezogen auf das eigene Haus- alles stärker als in anderen Ländern beachten muss.

Beispiel aus eigener Erfahrung. Man baut i.d.R. nur einmal im Leben ein Haus, so auch wir (ich mache den Sch... bestimmt kein zweites mal mit). Wir wollten dann natürlich auch möglichst viel genau so haben wir wir es vorstellten. Leider war die Aussage unserer Architektin des öfteren, dass das unsere deutsche Bauverordnung (oder irgendetwas ähnliches) nicht zulässt, aber in Frankreich das Ganze kein Problem wäre. Sie empfahl uns deshalb ein Grundstück jenseits der nahen Grenze. Wir sind schlußendlich in D geblieben (die Nahe Grenze war dann für den täglichen Weg zur Arbeit für mich dann doch zu weit) und mussten mit den Regularien hier leben. Falls Du mal bauen willst, ist wirklich nicht einfach mit den Regelungen falls es nicht immer der Standard sein soll und man nicht Unmenden von Geld investieren will. Also: Einspruch abgelehnt.
 
Wäre schön wenn ein Mod die letzten Beiträge abtrennen und ins OT verschieben könnte.

Ich weiß ja nicht was ihr so an "extravaganten" Wünschen hattet, aber die meisten Vorschriften haben schon ihren Sinn, der sich dem Leien vielleicht auch nicht gleich erschließt. Manche sind eben technischer Natur, andere dienen eher der Estetik. Wenn dich der Grund für eine spezielle Vorschrift interessiert kann ich mal versuchen das rauszufinden.
 
Hier gab es mal vor einiger Zeit einen Risikorechner für´s Skifahren. (Wenn hier jemand den Link einbinden könnte...)

Da hatten User die einen Helm tragen ein höheres Risiko als ich (der keinen Helm trägt)

Müssen dann konsequenterweise diese User (die ja ein höhreres Risiko für eine schwere Verletzung haben, allerdings einen Helm tragen) einen höheren Betrag zahlen wie ich?
 
baeckerbursch schrieb:
Hier gab es mal vor einiger Zeit einen Risikorechner für´s Skifahren. (Wenn hier jemand den Link einbinden könnte...)

Da hatten User die einen Helm tragen ein höheres Risiko als ich (der keinen Helm trägt)

Müssen dann konsequenterweise diese User (die ja ein höhreres Risiko für eine schwere Verletzung haben, allerdings einen Helm tragen) einen höheren Betrag zahlen wie ich?
Weiß nicht, ob ich das schon mal irgendwo geschrieben habe, aber aufgefallen ist mir das auch schon, dass viele Helmträger meinen, sie seien jetzt sicher und rasen scheinbar ohne jegliches Bewußtsein für weiterhin bestehende Gefahren über die Pisten. Vergessen, dass man auch mit Helm immer noch dem Tode ins Auge blicken kann, denn ein Helm schützt nun mal nicht vor innerlichen Verletzungen. Und für diese Erkenntnis muss man noch nicht einmal Arzt sein und traue ich eigentlich jedem Wintersportler zu, der sich auf den Pisten herumtreibt. Ist halt wie bei Automobilen, das teuerste und sicherste Modell ist keine Lebensversicherung ... auch das vergessen viele Autofahrer gerne ... z.B. auch in einem Phaeton kann man ums Leben kommen.

Und das jetzt in Abhängigkeit des Risikos einer Sportart andere Kassenbeiträge zu zahlen sind, entspricht nicht dem derzeitigen Solidaritätsprinzip für die Sozialversicherungen. Also es geht nach Bedürftigkeit und nicht nach dem individuellen Risiko. Dieses gilt nun mal, wie man dazu steht ist eine andere Sache ... aber solange jeder deutsche Arbeitnehmer auch in die AV für Leute zahlt, die sich in der sozialen Hängematte ausruhen und das als "solidar" bezeichnet wird, solange ist es auch "solidar" für Leute in die GKV zu zahlen, die einem risikobehafteteren Sport nachgehen als Hallenhalma.

Und sollte an dem System der GKV etwas geändert werden, wie z.B. eine Riskikostaffelung der Beiträge bekommt es zwangsweise den Charakterzug einer PKV, wo das individuelle Risiko beim Beitrag berücksichtigt wird (dazu zählen neben Sportarten auch Alter, Geschlecht etc.). Und wie so ein System ohne GKV aussieht, sieht man in USA, wo 47 Mio. Menschen (ca. 16%) ohne KV sind.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Wenn dich der Grund für eine spezielle Vorschrift interessiert kann ich mal versuchen das rauszufinden.
Vielen Dank für das Angebot. Habe unsere Architektin beim Bau vor 2 Jahren damit schon genervt, sie meinte auch, dass bei den Sachen die uns störten viel sinnvolles (aber nicht zwingend notwendiges) dabei ist. Manche Sachen aber nur bedingt Sinn machen und vor allem Kostentreiber sind. Genau wie der Skihelm, der vielleicht nicht zwingend notwendig, aber auf jeden Fall sehr sinnvoll ist.



snowflat schrieb:
Und das jetzt in Abhängigkeit des Risikos einer Sportart andere Kassenbeiträge zu zahlen sind, entspricht nicht dem derzeitigen Solidaritätsprinzip für die Sozialversicherungen ... Und sollte an dem System der GKV etwas geändert werden, wie z.B. eine Riskikostaffelung der Beiträge bekommt es zwangsweise den Charakterzug einer PKV sieht man in USA, wo 47 Mio. Menschen (ca. 16%) ohne KV sind.
Da gibt es aber noch ein paar Grauschattierungen zwischen dem Schwarz und Weiss, dass Du hier aufzeigst. Das Solidaritätsprinzip ist entstanden als defacto kaum bis gar keine Leute Zeit / Geld hatten in der Hängematte zu liegen bzw. sich auf der Piste zu vergnügen und daher die Menschen ausserhalb des Berufslebens vergleichbarere Risiken hatten.

Der Hauptgrund für die Entstehung des Solidaritätsprinzips war nicht die Abdeckung von Risikosportarten sondern der Grundgedanke (und den unterstütze ich voll und ganz - darum bin ich ja nicht in der PKV), dass Leute mit geringeren Einkünften bzw. Personen mit überdurchschnittlichen natürlichen "medizinischen Kostenpotenzial" im Vergleich zum Einkommen (i.d.R. Frauen wegen / und Kinder) die Möglichkeit für einer kostenseitig akzeptablen (ob das heute noch so ist - darüber will ich hier nicht diskutieren), gleichwertigen Versorgung haben.

Ich würde gerne wieder diesen Grundgedanken der GKV belebt wissen und darüber hinaus gehende Risiken durch PKV's abdecken lassen. Da wäre m.E. sozial verträglich, für mich sogar steurungspolitisch sinnvoll. Bei anderen gesundheitsschädlichen Themen wird aktuell ja auch schon -teilweise- eingegriffen (zwar nur durch Vater Staat und nicht durch die KV´s, wo es m.E. herkommen bzw. das Geld hingehen sollte), wie z.B. Branntwein und Tabaksteuer.
 
skilinde schrieb:
3303 schrieb:
Balou schrieb:
Wer Hirn hat, schützt es ..
Demnach hätten an den Grands Montets 80-85% der Skifahrer kein Gehirn :-)
Wie würdest Du es denn bezeichnen, als Veranschlagung der eigenen Fähigkeiten als hoch (=Arroganz), ohne Berücksichtung möglicher Fehleinschätzungen der eigenen Person bzw. des Systems um einen herum?

Du bis Journalist(in)?
 
Zu snowflats obigem Beitrag hab ich mich gerade spontan an die Diskussionen (mehr Sicherheit, mehr Sicherheit)bei Einführung der Audi Quattros in den 70er Jahren erinnert.
Schnell waren die in den Versicherungsklassen ganz oben, weil die Fahrer offenbar glaubten, die physikalischen Gesetze gelten nicht für Quattros. :D
 
3303 schrieb:
Du bis Journalist(in)?

Nein, ich bin Controller und von daher naturgemäß an einer sauberen Kostenzuordnung interessiert :D .

Wie kommst darauf das ich Journalist sein könnte. Aus Tiermedizin lag mir glaub ich kein Studium ferner als Journalismus, obwohl ich gut recherchierte Berichte und Reportagen sehr schätze. Ich bin journalistisch leider völlig unbegabt, so sehr leider meine Schneeberichte hier im Forum gegen die Anderer auch immer aus wie eine Lachnummer :cry:.
 
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