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Umfrage Sitzheizung ja oder nein

Sitzheizung: wünschenswert oder überflüssig?

  • Ich liebe die Sitzheizung in der KSB

    Stimmen: 44 23,7%
  • Stromverschwendung für Weicheier

    Stimmen: 80 43,0%
  • Ist mir wurscht

    Stimmen: 62 33,3%

  • Umfrageteilnehmer
    186
T-Bone98 schrieb:
Ich hoffe, dass die ganze "Sitzheizung braucht kein Mensch, im Winter ist es nun mal kalt...und außerdem ist sie umweltschädlich"-Fraktion dann im Sommerurlaub auf Malle auch konsequent auf die Klimaanlange verzichtet. Schließlich ist es im Sommer nun mal heiß und wer die 35°C im Schatten nicht verträgt, sollte besser zu hause bleiben.

Noch besser - Ich fahr im Sommerurlaub nirgend wo hin wo es mir im Normalfalle zu heiss werden dürfte und wenn dann überleb ichs auch ohne Klimaanlage.
 
T-Bone98 schrieb:
Schließlich ist es im Sommer nun mal heiß und wer die 35°C im Schatten nicht verträgt, sollte besser zu hause bleiben.
Aber im Sommer kann mann sich nicht gegen die Wärme kleiden! Im Winter kann mann einfach Wärme Kleidung anziehen, das geht leider nicht im Sommer bei Temperaturen von +35. Bloss durchs Leben gehen functioniert auch nicht gegen die Wärme.

Allerdings muss mann natürlich nicht nach Griechenland fahren im Sommer, wenn mann nicht gegen die Wärme kann. So sieh ich das auch im Winter. Wenn mann nicht gegen Kälte kann, muss mann einfach nicht nach der Bergen fahren.

Foto-Irrer schrieb:
ok, harte Typen wie Du haben dann natürlich Corviglia ganz für sich alleine, wenn ich daran denke, dass wir da letztes Jahr bei -20 Grad unterwegs waren.
Das finde ich genau Super! :D Bei -20 Grad im offene Sessellift wo kein Mensch mehr mit fahren will...

Ich gebe zu, ich kann sehr gut gegen Kalte Temperaturen...

Foto-Irrer schrieb:
Also durch die Kleidung habe ich bisher selten gefroren, wenn ich friere, dann im Gesicht und auf Maske habe ich keine Lust.
Genau, damit hast du vollkommen Recht. Ich will übrigens auch keine Maske... Nur ein bisschen ins Gesicht frieren ist für mich kein Problem. Dagegen brauch ich kein Bubble. Im Sessellift will ich von die Gegend und frisse Luft geniessen.
 
SnarfFlevoland schrieb:
T-Bone98 schrieb:
Schließlich ist es im Sommer nun mal heiß und wer die 35°C im Schatten nicht verträgt, sollte besser zu hause bleiben.
Aber im Sommer kann mann sich nicht gegen die Wärme kleiden! Im Winter kann mann einfach Wärme Kleidung anziehen, das geht leider nicht im Sommer bei Temperaturen von +35. Bloss durchs Leben gehen functioniert auch nicht gegen die Wärme.

Allerdings muss mann natürlich nicht nach Griechenland fahren im Sommer, wenn mann nicht gegen die Wärme kann. So sieh ich das auch im Winter. Wenn mann nicht gegen Kälte kann, muss mann einfach nicht nach der Bergen fahren.

Also ziehst du die Grenze bei der Kleidung. Funktionskleidung ist noch ok, aber wer Bubbles oder gar ne Sitzheizung braucht, sollte zu hause bleiben. Ist ja ne ziemlich arrogante Einstellung. Vielleicht gibt es ja noch viel härter Typen als dich und die sagen: "Wer extra dafür angefertigte Funktionskleidung braucht, um nicht zu frieren, der sollte im Winter zu hause bleiben!" oder "richtige Skifahrer brauchen keine Carving-Ski, richtige Skifahrer fahren auf alten geraden Brettern den Berg hinunter. Wer extra taillierte Ski braucht, um nen Bogen hinzubekommen, der hat den falschen Sport ausgesucht!". Merkste worauf ich hinaus will?

Und das Argument, dass man mit Bubbles keine Frischluft bekommt, ist doch albern. Erstens schließt ne Bubble ja nicht komplett ab und zweitens kommt es auf die paar Minuten in der Bahn nicht an. Auf der Piste haste ja keine Bubble um dich rum. Du hast also weder durch Bubbles noch durch Sitzheizung nen Nachteil, aber andere Skifahrer genießen diesen Komfort, ziemlich intolerant, denen das verbieten zu wollen. Und komm jetzt nicht mit "aber ich muss das alles mit bezahlen". Erstens gibt es Skigebiete, die solche Einrichtungen nicht haben, wo du jederzeit hinfahren kannst und zweitens bezahlt man nun mal immer Sachen mit, die man nicht nutzt. Ich fordere ja auch nicht den Abbau des Kinderlandes, der Babylifte oder eines Boarder-Fun-Parks nur weil ich sie nicht nutze, aber trotzdem mit finanziere.

Ich fahre seit mehr als 30 Jahren in allen möglichen Gebieten Ski. Also ich kenne auch die Zeiten, wo es viele Schlepplifte gab und Sesselbahnen zugigen Gartenstühlen ähnelten. Mit offener Sitzfläche und Rückenlehne. Ich fahre auch heute noch im Januar in die Trois Vallees, wo es kaum Bubbles oder gar Sitzheizungen gibt. Aber ich fahre auch nach SFL und hab kein Problem damit, wenn Leute eben genau diese Komforteinrichtungen mögen und nutzen. Hat alles was mit Toleranz zu tun.
 
Ach, mir ist das wurscht. Manchmal wenn die Heizung richtig gut funktioniert ist das doch einfach nur angenehm. Vorallem in der Top-Schemer Bahn ist sie super.

Es gibt echt unsinnigere Erfindungen als die angenehme Sitzheizung.
 
T-Bone98 schrieb:
Also ziehst du die Grenze bei der Kleidung.
Nein, es geht nicht um die Grenze mit Kleidung oder Temperatur. Es geht Hauptsächlich darum das andere Leute mein fahrt im Sessellift verderben wenn der Bubble nach unten muss (auch viel beim schönes Wetter). Dann sieht mann alles durch beschädigte Kunststoff. Und der Hammer ist das teilweise diese Bubbles auch noch Orange sind... Das alles finde ich wirklich ätzend!

T-Bone98 schrieb:
Funktionskleidung ist noch ok, aber wer Bubbles oder gar ne Sitzheizung braucht, sollte zu hause bleiben. Ist ja ne ziemlich arrogante Einstellung.
Es geht darum das jemand kein Problem mit Kalte Temperaturen haben muss. Bergen sind im Winter einfach Kalt. Sitzheizung brauch ich nicht, aber damit hab ich weiterhin kein Problem. Mit Sitzheizung kann ich Prima von die Gegend geniessen. Aber ich fahr nicht 800 Kilometern nach den Alpen um durch beschädigte Kunststoff zu gucken mussen. Genau das ist mein Punkt!

T-Bone98 schrieb:
Und das Argument, dass man mit Bubbles keine Frischluft bekommt, ist doch albern.
Ich weiss, aber mit 6 Personen in einen Bubble hat mann nicht der richtige 'Frischluft'.

T-Bone98 schrieb:
"richtige Skifahrer brauchen keine Carving-Ski, richtige Skifahrer fahren auf alten geraden Brettern den Berg hinunter. Wer extra taillierte Ski braucht, um nen Bogen hinzubekommen, der hat den falschen Sport ausgesucht!"
Ich hab damit kein Problem wenn jemand das findet.

T-Bone98 schrieb:
ziemlich intolerant, denen das verbieten zu wollen.
Dann gehen die Leute doch einfach mit der Gondelbahn fahren? Sesselliften bleiben Sesselliften... Ich fahr mit der Sessellift um das Aussicht geniessen zu können. Wenn ich Wärme brauche, dann fahr ich mit der Gondelbahn oder Pendelbahn.

Wenn jetzt das Argument kommt, dass es Skigebiete gibt ohne Gondelbahnen oder Pendelbahnen. Ja, dann muss mann einfach da nicht hin gehen, wenn du Wärme Seilbahnen brauchst.
 
Wenn Dir Bubbles nicht passen, dann fahr doch einfach in Gebiete, wo es keine Bubbles gibt (Trois Vallees, Bivio, Stuben/Albona).
Hey, es ist Entscheidung der Liftgesellschaften, was sie bauen und ob die Kunden bereit sind, für Komfort auch Geld auszugeben.
Lech hat nunmal sein Klientel, Stammgäste wie meine Eltern, die mit fast 70 zu Weihnachten ein paar Schwünge ziehen wollen, auch an kalten und schlechten Tagen. Sowas will Lech natürlich halten, denn die zahlen schließlich den Skipass und machen an einigen Tagen vielleicht auch nur 4-5 Liftfahrten und die Unterkünfte sind auch belegt. Gäbe es Bubble und Sitzheizung nicht, würden meine Eltern das nochmal überdenken, ob die wirklich so viel Geld (Skipass und Unterkunft in Lech) ausgeben wollen.
 
ChaosB99 schrieb:
Mhmm...scheinbar brauchen hauptsächlich die Südschweden ne Sitzheizung :lol:
Ohne die ist aber ein Skigebiet nicht überlebensfähig!!!
Im Endeffekt ist es eine Frage von Angebot und Nachfrage, siehe pleite gegangene Skigebiete Erner Galen, Hungerberg, die am Brenner etc. Von Tagesausflüglern südlich des Weisswurstäquators, die auch noch selber ihre belegten Brötchen mitbringen und am besten ihren Tageskipass noch aufgrund irgendwelcher Vergünstigen für lau bekommen, kann kein Skigebiet überleben.

Wer einen Tagesausflug macht, weil er eh vor Ort wohnt, kann sich das Wetter aussuchen. Wer eine Woche in einem großen Appartement bucht, dass 500,- PRO TAG kostet, der erwartet Komfort.
Campen tue ich hier an der Ostsee, mit dem Rad erkunde ich Sylt, aber Hotel will ich auf den Kanaren oder im Skiurlaub.
 
Foto-Irrer schrieb:
Wenn Dir Bubbles nicht passen, dann fahr doch einfach in Gebiete, wo es keine Bubbles gibt (Trois Vallees, Bivio, Stuben/Albona).
Hey, es ist Entscheidung der Liftgesellschaften, was sie bauen und ob die Kunden bereit sind, für Komfort auch Geld auszugeben.
Lech hat nunmal sein Klientel, Stammgäste wie meine Eltern, die mit fast 70 zu Weihnachten ein paar Schwünge ziehen wollen, auch an kalten und schlechten Tagen. Sowas will Lech natürlich halten, denn die zahlen schließlich den Skipass und machen an einigen Tagen vielleicht auch nur 4-5 Liftfahrten und die Unterkünfte sind auch belegt. Gäbe es Bubble und Sitzheizung nicht, würden meine Eltern das nochmal überdenken, ob die wirklich so viel Geld (Skipass und Unterkunft in Lech) ausgeben wollen.

Das würd ich jetzt nicht so verallgemeinern. Ich denke, auch den älteren Leute ist es wurscht, ob jetzt da Hauben, Sitzheitzung, Kindersicherung oder sonst was drauf ist. Deine Eltern werden Lech sicher noch von früher kennen, von daher ist es jetzt eine Sache der Gewohnheit. Würde aber nicht behaupten, dass überhaupt irgendein Skigebiet in den Alpen zumachen musste, nur weil sie keine Bubbles haben... :roll:
 
Das hat nur was mit dem Alter zu tun und nicht mit Gewohnheit. Hab damit begonnen, ein paar alte Dias mit Liftaufnahmen von meinem Vater rauszusuchen (werden dann zur Digitalisierung an Intermezzo geschickt). Da sind die in Serfaus Anfang der 70er und es gibt nur SLs. Damals waren die aber auch 40 Jahre jünger und daher wird heute die DSB Rotschrofen in Lech gemieden.

Die Skigebiete, die dicht gemacht haben, haben nicht wegen einer Fehlentscheidung bzgl. Bubbles dicht gemacht, sondern weil sie von Tagesgästen nicht überleben konnten und Wochengäste sich Gebiete herausgesucht haben, die ein Mehr an Komfort aufweisen.
 
Foto-Irrer schrieb:
Die Skigebiete, die dicht gemacht haben, haben nicht wegen einer Fehlentscheidung bzgl. Bubbles dicht gemacht, sondern weil sie von Tagesgästen nicht überleben konnten und Wochengäste sich Gebiete herausgesucht haben, die ein Mehr an Komfort aufweisen.

Die Meinung teile ich nicht. Die mittlerweile geschlossenen Skigebiete haben einfach nicht genügend Umsatz mehr gemacht, um ihre konzessionslosen Anlagen ersetzen zu können. Andere haben ihre Anlagen modernisieren können, haben sich verbunden, ein gutes Marketing betrieben und eben nicht geschlafen.
Wenn es danach ginge, dass Skigebiete ohne Komfort nicht mehr überleben können, dann frage ich mich, wieso es in Frankreich trotzdem rund läuft, in Zermatt ganz lange keine Bubble Lifte bzw. kuppelbare Sesselbahnen vorhanden waren und trotzdem immer alles ausgebucht war oder ein Skigebiet wie die Berger Alm bei Innsbruck trotz langen, eiskalten 2er Sessellift eines der beliebtesten Skigebiete im Raum Innsbruck ist?
 
Ja so und so. Ich verstehe Dich.

Deine Beispiele können aber z.T. auch mit anderen Argumenten punkten und benötigen die Komfortsteigerung nicht bzw. können es sich sogar leisten, sowas wie Stockhorn zu schließen.
Die 60,- Euro Tickets im Sommer für das Kleine Matterhorn finanzieren dann meinetwegen auch den Winter mit. Zermatt ist da ein schlechtes Beispiel, da im Sommer dort mehr Leute rumlaufen als im Winter. Lech hingegen ist ja im Sommer ausgestorben.

Und das kleine Skigebiet bei Innsbruck hat dann meinetwegen ein enorm hohes Einzuggebiet an Tagesgästen, die halt ein Gebiet vor der Haustür wählen, aber denen der Weg bis auf den Brenner zu weit ist.

Die Skigebiete in Frankreich haben dann halt ihre dauervermieteten bzw. verkauften Appartements, was z.B. in Lech nicht geht und ausserdem die Größe der Gebiete.
 
Ich brauche weder Bubble noch Sitzheizung.
Bubbles finde ich bei schönem Wetter fürchterlich störend (vor allem die Rundumsicht ist gestört) und auch bei schlechtem Wetter sollte man in der Lage sein einen Lift ohne Bubbles zu "übertehen". Zum Glück gibt es in Frankreich und auch in Teilen von Italien fast keine Bubbles. Das Gleiche gilt übrigens für die Sitzheizungen, total üebrflüßig.
 
Ich schließe mich hier Arlbergfans Argumentation an. Natürlich ist es legitim, dass die Elten von Foto-Irrer großen Wert auf den Liftkomfort in Lech legen, gar keine Frage. Ich wünsche mir auch nicht den Liftzustand von vor 40 Jahren zurück mit elend langen Wartezeiten und schlechter Präparierung.
Die wichtigsten und repräsentativsten Befragungen von Gästen zu ihrer Destinationswahl zeigen aber, dass Liftkomfort nicht zu den wichtigsten Entscheidungskriterien gehört. Am wichtigsten sind wohl die (gefühlte oder tatsächliche?) Schneesicherheit, die Skigebietsgröße (und Abwechslungsreichtum), die Unterkunftsqualität, ob es Wartezeiten hat oder nicht und danach erst die Aufstiegshilfen. Und Wartezeiten kann ich (à la Frankreich) auch mit dreifachen Stangenschleppern und einer Unmenge an fixgeklemmten 4-SBs bekämpfen, beides Anlagen, die ja nicht gerade für Komfort bekannt sind.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Wochengäste nicht mehr in die klassischen Brenner-Kurorte fahren (weil jetzt die Autobahn über dem Hotel verläuft z.B.), da es keine Großraumskigebiete sind (warum hat SFL erst ab 1999 den großen Sprung nach vorne getan?), sie als inneralpine Föhnlagen klimatisch benachteilgt sind etc. Aber ich denke nicht, dass es ernstzunehmend viele Leute gibt die aus Gründen mangelnden Liftkomforts (keine Bubbles, keine Sitzheizung) ein Gebiet meiden. Es sind eben keine Basisfaktoren der Kundenzufriedenheit, sondern die im SFL-Topic genannten Zusatzfaktoren.

Sitzheizung ist für mich ein Komfortfeature, der den Kunden wenig fühlbaren Nutzen stiftet (siehe der Forum-User, der gar nicht bemerkt hat, dass es in Sölden gar keine Sitzheizung gibt), den Betreibern nicht die Gästezufriedenheit signifikant verbessert, aber für alle (am Ende für die Gäste) höhere Kosten verursacht. Die einzigen wirklichen Profiteure sind die Seilbahnhersteller.
Ich warte ja nur darauf, dass es ein sog. "no frills"-Skigebiet gibt, dass à la Ryanair die Leute nur nach oben transportiert, mit wenig Komfort und keinem Drum und dran und dafür deutlich günstigere Skipasspreise bietet. Einzelne Beispiele gibt es ja bereits.

@Foto-Irrer: Richtig ist, dass Zermatt eine gute Sommersaison hat. Aber man müsste mal die Geschäftsberichte wälzen, welche Umsatzanteile wirklich auf den Sommer entfallen. Und auch bei Skigebieten mit sehr guter Sommersaison läuft das nur in seltenen Fällen auf 50:50 hinaus. Eine interne Quer-Finanzierung Sommer zu Winter halte ich fast für ausgeschlossen. Bei 95% der Skigebiete ist es sicherlich anders herum, wenn nicht mehr. Theo kann zum Thema Zermatt sicherlich wie immer Fundiertes beitragen.
 
Arlbergfan schrieb:
Foto-Irrer schrieb:
Die Skigebiete, die dicht gemacht haben, haben nicht wegen einer Fehlentscheidung bzgl. Bubbles dicht gemacht, sondern weil sie von Tagesgästen nicht überleben konnten und Wochengäste sich Gebiete herausgesucht haben, die ein Mehr an Komfort aufweisen.

Die Meinung teile ich nicht. Die mittlerweile geschlossenen Skigebiete haben einfach nicht genügend Umsatz mehr gemacht, um ihre konzessionslosen Anlagen ersetzen zu können. Andere haben ihre Anlagen modernisieren können, haben sich verbunden, ein gutes Marketing betrieben und eben nicht geschlafen.
Wenn es danach ginge, dass Skigebiete ohne Komfort nicht mehr überleben können, dann frage ich mich, wieso es in Frankreich trotzdem rund läuft, in Zermatt ganz lange keine Bubble Lifte bzw. kuppelbare Sesselbahnen vorhanden waren und trotzdem immer alles ausgebucht war oder ein Skigebiet wie die Berger Alm bei Innsbruck trotz langen, eiskalten 2er Sessellift eines der beliebtesten Skigebiete im Raum Innsbruck ist?

Und wieso zieht denn Zermatt jetzt langsam nach mit Bubbles??? Richtig, weil es sehr viele Gäste gibt, die diesen Komfort wollen.
 
Emilius3557 schrieb:
Ich schließe mich hier Arlbergfans Argumentation an. Natürlich ist es legitim, dass die Elten von Foto-Irrer großen Wert auf den Liftkomfort in Lech legen, gar keine Frage. Ich wünsche mir auch nicht den Liftzustand von vor 40 Jahren zurück mit elend langen Wartezeiten und schlechter Präparierung.
Die wichtigsten und repräsentativsten Befragungen von Gästen zu ihrer Destinationswahl zeigen aber, dass Liftkomfort nicht zu den wichtigsten Entscheidungskriterien gehört. Am wichtigsten sind wohl die (gefühlte oder tatsächliche?) Schneesicherheit, die Skigebietsgröße (und Abwechslungsreichtum), die Unterkunftsqualität, ob es Wartezeiten hat oder nicht und danach erst die Aufstiegshilfen. Und Wartezeiten kann ich (à la Frankreich) auch mit dreifachen Stangenschleppern und einer Unmenge an fixgeklemmten 4-SBs bekämpfen, beides Anlagen, die ja nicht gerade für Komfort bekannt sind.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Wochengäste nicht mehr in die klassischen Brenner-Kurorte fahren (weil jetzt die Autobahn über dem Hotel verläuft z.B.), da es keine Großraumskigebiete sind (warum hat SFL erst ab 1999 den großen Sprung nach vorne getan?), sie als inneralpine Föhnlagen klimatisch benachteilgt sind etc. Aber ich denke nicht, dass es ernstzunehmend viele Leute gibt die aus Gründen mangelnden Liftkomforts (keine Bubbles, keine Sitzheizung) ein Gebiet meiden. Es sind eben keine Basisfaktoren der Kundenzufriedenheit, sondern die im SFL-Topic genannten Zusatzfaktoren.

Sitzheizung ist für mich ein Komfortfeature, der den Kunden wenig fühlbaren Nutzen stiftet (siehe der Forum-User, der gar nicht bemerkt hat, dass es in Sölden gar keine Sitzheizung gibt), den Betreibern nicht die Gästezufriedenheit signifikant verbessert, aber für alle (am Ende für die Gäste) höhere Kosten verursacht. Die einzigen wirklichen Profiteure sind die Seilbahnhersteller.
Ich warte ja nur darauf, dass es ein sog. "no frills"-Skigebiet gibt, dass à la Ryanair die Leute nur nach oben transportiert, mit wenig Komfort und keinem Drum und dran und dafür deutlich günstigere Skipasspreise bietet. Einzelne Beispiele gibt es ja bereits.

Na dann fahr doch da hin und reg dich nicht im SFL-Thread darüber auf, dass dort ein anderer Weg gegangen wird.

Außerdem würde ich diese Umfragen mal gerne sehen. Wenn du schon sowas behauptest, dann solltest du auch die Quellen dafür liefern.
 
Na dann fahr doch da hin und reg dich nicht im SFL-Thread darüber auf, dass dort ein anderer Weg gegangen wird.

Das tue ich dort nicht (schon gar nicht aufregen, das ist dann doch eher Deine Spezialität :D ) und auch hier nicht. Ich äußere lediglich meine Ansicht dazu.
Es geht hier nicht um ein "fahr doch dort hin/nicht hin" sondern um einen grundsätzlichen Meinungsaustausch. Wenn mir ein Skigebiet zusagt, dann wird ein Besuch nicht daran scheitern, dass es dort (keine) Bubbles/Sitzheizungen gibt. Für mich ist das kein relevantes Destinationswahlkriterium.

Zu möglichen Quellen für meine "Behauptungen":

Die Befragung wurde vor wenigen Tagen hier verlinkt (und von einigen mal wieder vorschnell verrissen).
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=37213

Die Originalquelle:
http://www.mountain-management.com/.../Medien_Special/Presse-Info_BestSkiresort.pdf (Folie 3)

http://solden.at/main/files/schneesicherheit_snowdata_test.pdf (Folie 4)

Fachwissenschaftliche Artikel habe ich jetzt keine Lust herauszusuchen. Wenn ich über etwas stolpere, steuere ich es gerne bei.
 
Emilius3557 schrieb:
Ich schließe mich hier Arlbergfans Argumentation an. Natürlich ist es legitim, dass die Elten von Foto-Irrer großen Wert auf den Liftkomfort in Lech legen, gar keine Frage. Ich wünsche mir auch nicht den Liftzustand von vor 40 Jahren zurück mit elend langen Wartezeiten und schlechter Präparierung.
Die wichtigsten und repräsentativsten Befragungen von Gästen zu ihrer Destinationswahl zeigen aber, dass Liftkomfort nicht zu den wichtigsten Entscheidungskriterien gehört. Am wichtigsten sind wohl die (gefühlte oder tatsächliche?) Schneesicherheit, die Skigebietsgröße (und Abwechslungsreichtum), die Unterkunftsqualität, ob es Wartezeiten hat oder nicht und danach erst die Aufstiegshilfen. Und Wartezeiten kann ich (à la Frankreich) auch mit dreifachen Stangenschleppern und einer Unmenge an fixgeklemmten 4-SBs bekämpfen, beides Anlagen, die ja nicht gerade für Komfort bekannt sind.

Danke für die Ausformulierung meiner - während der Arbeitszeit - schnell hingescheschriebenen Sätze. ;-) Genau das gleiche denke ich auch. Gäste wie Foto-Irrers Eltern oder meine Eltern fahren nicht von heut auf morgen in ein anderes Gebiet, nur weils in dem Stammgebiet immer noch keine Sitzheizung gibt. Derartige Gäste fahren ins Skigebiet - in unserem Fall nach Lech - weil sie die Atmosphäre im Ort schätzen, das liebgewonnene Hotel, das Skigebiet in und auswendig kennen, sich einfach ohne große Umstände im Urlaub zu Hause fühlen. Eine Sitzheizung, ein neuer Lift, eine neue Wohlfühlstation oder gar eine Rolltreppe zum Lift spielen für derartige Gäste so gut wie keine Rolle.

Es könnte sogar in Lech nur 10cm Schnee haben und überall anders 2 Meter - meine Eltern würden trotzdem hinfahren...
 
Mt. Cervino schrieb:
Bubbles finde ich bei schönem Wetter fürchterlich störend (vor allem die Rundumsicht ist gestört) und auch bei schlechtem Wetter sollte man in der Lage sein einen Lift ohne Bubbles zu "übertehen".
Ganz genau, das finde ich auch! Sicher beim schönes Wetter sind Bubbles wirklich Gegenstand der Abscheu.

Und für Wärme und geschlossenen Kabines gibt es Gondelbahnen und Pendelbahnen. Dafür brauchen wir keine Sesselliften mit Bubbles.
T-Bone98 schrieb:
Und wieso zieht denn Zermatt jetzt langsam nach mit Bubbles??? Richtig, weil es sehr viele Gäste gibt, die diesen Komfort wollen.
Wie befragt diese Gäste dann? Fragt der Liftbetrieber jeden Tag an der Fahrgäste ob Sie Bubbles brauchen?
 
Kerker schrieb:
Mir fehlt bei dieser Abstimmung noch der dritte Button: "Ist mir wurscht!" Hat der Lift eine Heizung, gut, kann ganz ok sein, hat er keine, erfriere ich deshalb auch nicht...
Dito.
Ich brauche keine Sitzheizung, hat es eine, störrt es mich aber auch nicht. Es ist ein nettes Nice-to-Have, gerade bei garstigen Temperaturen, mehr aber auch nicht.

In Sachen Bubbles kommt es auf den Standort der Bahn an. An Windexponierten Stellen war ich schon manches Mal froh, konnte ich den Bubble runterklappen um so dem Wind zu entgehen. Aber auch hier: Eine Bubble ist ein Nice-to-Have, mehr nicht. Hats eine, benütze ich sie bei schlechtem Wetter, hats keine, machts mir auch nicht aus.

Ein absolutes No-Go sind für mich aber die in den letzten Jahren aufgekommene Unsitte der farbigen Bubbles in Orange.
 
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