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Umfrage: Wer mag KidStop?

Wie steht ihr zum KidStopp-System (und ähnlichen Systemen)?

  • Das ist eine gute Sache, das sollte jede Sesselbahn haben

    Stimmen: 20 26,3%
  • Das ist mir egal

    Stimmen: 13 17,1%
  • Ich finde das System überflüssig, es geht auch ohne / das System stört mich (unbequem oder andere Gr

    Stimmen: 43 56,6%

  • Umfrageteilnehmer
    76
Petz schrieb:
Ich denk auch, daß jedem Amerikaner klar ist das ein ernsthafter Prozeßversuch wegen eines heißen Kaffeebechers ohne Warnhinweis vor einem nichtamerikanischen Gericht vermutlich in einer, vom Richter angeordneten psychiatrischen Untersuchung enden könnte.

Äh nö, ... den Fall gabs wirklich und die Klägerin bekam recht.

Stella Liebeck vs McDonalds

(Sorry für OT)

Ups wer lesen kann ist im Vorteil, Sorry :oops:
 
Dachstein schrieb:
skier3000 schrieb:
Back to Topic:Ein Disclaimer auf Skipässen wäre ebenfalls albern,jeder weiß das man sich beim Skifahren verletzen kann.

Es weiß auch jeder, dass man sich an heißem Kaffee verbrennen kann.... Nur trotzdem steht es in den USA drauf. ;)

Früher habe ich auch über diese skurrilen US-Disclaimerfeuerwerke gelacht. Wie dumm das doch sei, ein "jeder" wisse zb. dass heisser Kaffe heiss wirke, oder dass eine nasse Katze in der Mikrowelle nicht erfolgreich zu trocknen sei usw...

jedoch gibt es einen fundamentalen Unterschied zu Europa wie es sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hat:
* Während in den USA ein adäquater (=präziser) Disclaimer ausreicht, um einen Hersteller/Anbieter von Produkten/Dienstleistungen vor Klagen weitgehend zu schützen, so steht dem europäischen Unternehmer diese Möglichkeit NICHT offen. In EU muss Gefahr prinzipiell beseitigt werden, ein Hinweis auf Gefahr zB. in den AGB ist vielfach wirkungslos. Der europäische Skigebietsbetreuber MUSS damit de facto sein Skigebiet mit quietschenden Polsterungen, Fangnetzen, Sensoren, Fangbügeln etc. zukleistern, auch wenn er und möglicherweise auch viele seiner Gäste diese Plastifizierung/Stupidisierung an und für sich ablehnen würden (zB. im "alten" Alagna). Ein Disclaimer "passen sie auf, Alpines Gelände, schätzen Sie ihre Fähigkeiten richtig ein, blabla" reicht in EU nicht aus, in den USA offensichtlich schon.

* Fällt hingegen in den EU ein Kind vom Sessel, so erwirken hiesige Versicherungen und/oder Rechtsanwälte u.U. sehr hohe Schadensersatzforderungen vom Skigebietsbetreiber, falls dieser nicht sämtliche nach dem Stand der Technik ökonomisch zumutbaren Massnahmen umgesetzt hatte, um zB. dem beispielhaftem Unfall vorzubeugen! (*)

Etwaige Disclaimer am Skipass/AGB sind weitgehend wirkungslos. In den USA reichen hingegen adäquate Disclaimer oft aus, wobei ich die Grenzen der Anwendbarkeit von Disclaimern, die es sicher gibt, nicht kenne. Denn auch in den USA haftet ein Betreiber zB. bei fahrlässigem Handeln. Zb. haftete YAN für seine fehlkonstruierte Gummiklemme und dem daraus resultierenden Sesselliftunfall. Juristen vor ...

An und für sich ist die europäische Philosophie ja eine die dem Menschen zugute kommt, indem er diesen vor zu unachtsamen Handeln des Unternehmers schützten will. Jedoch hat sich vieles über das erstrebenswert "subjektiv normale" hin zum Absurden entwickelt, was zB. vielfach auch für Kleinunternehmer in der Umsetzung zu teuer kommt und somit der Kleinunternehmer letztendlich ganz verschwindet (zB. Kleine Personenseilbahnen zur Erschließung von Almen u.dgl.). Was ja auch nicht Ziel einer gesellschaftlichen(!) Entwicklung sein kann...

Daher ist mir die US Variante mittlerweile sympathischer: Hunderte von mir aus auch lächerliche Disclaimer sind mir wesentlich lieber, als die seit etwa zwei Dekaden grassierende Sicherheitsparanoia in Europa! "Sicherheit soll das Unternehmertum nicht stören, vielmehr soll es damit Geld verdienen können" ist die EU Devise. Soll heissen dass mehr und mehr rein privatwirtschaftliche Firmen Zertifizierungen und Überwachungen von Normen und Regeln durchführen und damit die ehemaligen und eher trägen bzw. wenig proaktiven staatlichen Überwachungsbehörden ablösen. Und damit auch in Brüssel "vorstäntdig" werden, um ihren Einfluss weiter zu vergrössern, noch mehr Umsatz mit "Sicherheit" machen zu können...


In Sachen Produkt/Dienstleistungssicherheit gilt für mich somit: USA OK, Europa Fail.



BTW und apropos Disclaimer in Österreich: Wie war das nochmal in der im AF auch heftig diskutierten Urteilsbegründung Kaprun in Bezug auf den Hersteller des deutschen Haushalts-Heizlüfters, bzw. zur Betriebsanleitung beiliegend zu eben diesem Gerät? Der Richter argumentierte (und in der AF-Diskussion Dachstein ebenso), dass die Verantwortung für den Brand letztendlich auf die Herstellerfirma des klapprigen Haushaltsgeräts abzuwälzen sei, da dieser in der entsprechenden Betriebsanleitung lediglich formulierte, dass der Heizlüfter nicht zum Einbau in "Fahrzeugen" geeignet sei. Das war fahrlässig: Denn in Österreich trägt eine Zugsgarnitur einer Standseilbahn gewiss keine Eigenschaften eines Fahrzeugs, wie käme man denn auf so eine Idee? (es handelt sich ausschließlich um ein "Fahrbetriebsmittel", welches jedoch in der Betriebsanleitung nicht explizit erwähnt wurde). Damit trägt in (pseudo-?) juristischer Konsequenz der Heizlüfterhersteller die Last und Schuld am Tode vieler Menschen. Befindet sich im Mac-Do Kaffeebecher heisser Tee, so wäre in AT wohl ein DIsclaimer bzgl. heissem Kaffe wirkungslos...So viele Bananenplantagen stehen in dieser Republik... (vgl. Kaprun-Diskussion...)

(*) Was zB. für Betreiber von Kletterhallen zu einem immensen weil weitgehend unkalkulierbaren Risiko ausarten kann (die von ihm gestellte Sicherungstechnik und -etwaige Überwachung).
 
Zu Kaprun - man möge sich die Diskussion selber anschaun, und nicht diese kurzgefasste Variante hier, weil sie nicht ganz korrekt ist (was meine persönlichen Schlussfolgerungen angeht). Also bitte diese Sache hier raushalten, da sie ja mit dem Thema hier nicht wirklich was zu tun hat.

Daher ist mir die US Variante mittlerweile sympathischer: Hunderte von mir aus auch lächerliche Disclaimer sind mir wesentlich lieber, als die seit etwa zwei Dekaden grassierende Sicherheitsparanoia in Europa!

Wohn mal drüben, und dann sag was besser ist. Nachdem eine Mitstudentin grade drüben ist und ich von ihr so manches erfahren habe, scheint es, dass man sagen kann - beide Systeme sind krank. Aber irgendwie neigt der Mensch festzustellen, dass es woanders immer besser ist. Weder das eine noch das andere System sagt mir persönlich zu. Nur leben wir in Europa in einer sehr sozialen Welt, die versucht, möglichst viele Leute vor sich selbst zu schützen, was dann zu manchem Sicherheitsauswüchsen führt. Und alleine die Tatsache, dass es bei uns möglich ist, den Betreiber haftbar zu machen, wenn jemand aus dem Sessel fliegt (durch eigenes Unvermögen), zeugt von einer gewissen Falschauffassung der Gesetzesgeber. Ich warte nur mehr darauf, achtung Ironie, dass jemand den Pistenhalter aufgrund einer eisigen Piste klagt und recht bekommt. ;)

Als Betreiber einer KSB ist für mich die Sache eigentlich sonnenklar: Personenrückhaltesystem einbauen. Ich will ja Geld verdienen, und mir nicht eine juristische Fehde vor dem Richter liefern.

Achtung - Realsatiere: weil wir schon bei der Logik waren: wenn ich in Österreich ein Auto in eine Hofeinfahrt stelle, die von einer Kurzparkzone umgeben ist, muss ich dann, obwohl die Hofeinfahrt nach StVo als Parkverbot definiert ist, ein Kurzparkticket lösen? Jeder normale Mensch sagt nein, weil ein Parkverbot ja eine Kurzparkzone ausschließt. Da hat man dann die Rechnung ohne den Obersten Gerichtshof gemacht, der sagt, dass ein Parkverbot eine Kurzparkzone nicht aufhebt und man daher, trotz Parkverbot einen Kurzkarkschein lösen muss. Damit zaht man dann doppelt - einmal das Kurzparkticket und einmal wegen Verstoß gegen die StVo....

Schlussfolgerung: der logisch denkende Mensch wird hier wie dort bestraft. Einmal bekommt er ein Knöllchen ausgestellt, das andere mal bekommt er ein eventuell unbequeme Personenrückhaltesystem vorgesetzt. Manche Juristereien sind, sagen wir es höflich - weltfremd, aber tatsächlich so ausjudiziert.

MFG Dachstein
 
...die Frage war je "Kidstop".
Stand 10.2010
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=29440&hilit=kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=26207&hilit=kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=25774&hilit=kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=25603&hilit=kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=25459&hilit=kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=24850&hilit=kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=21525&hilit=kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=21385&hilit=kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=20263&hilit=+kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=15484&hilit=+kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=15340&hilit=+kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=14787&hilit=+kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=14175&hilit=+kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=10986&hilit=+kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=10769&hilit=+kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=10769&hilit=+kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=10185&hilit=+kind+Sessellift

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=5018&hilit=+kind+Sessellift
 
@Disclaimer: das mag zwar etwas besser sein, aber nicht viel. Beginnt damit, dass man Betriebsanleitungen heute nicht mehr zu lesen braucht, weil sie so voll mit Disclaimern sind, dass man die Information nicht mehr findet und endet damit, dass es Fälle gibt, wo man tatsächlich gute Gründe dafür findet, Hersteller / Betreiber substantiell verantwortlich zu machen ("Für die Haftung unserer Reifen auf nasser Fahrbahn übernehmen wir keine Gewähr" will vermutlich auch niemand). Letztlich ist das mE ein systemtheoretisch erklärbares System (Stichwort: Niklas Luhmann): es fällt dem Rechtssystem (wie auch dem Gesetzgeber) naturgemäß viel einfacher, neue Verantwortlichkeit zu begründen, als sie zugunsten von Eigenverantwortlichkeit abzulehnen. Denn letzteres bedarf eines erheblichen Begründungsaufwandes und hat immer ein (politisches / berufliches / etc.) Risiko aufgrund der Tatsache, dass man sich exponiert, ohne dass es einen messbaren Gewinn innerhalb desselben Systems geben kann (sprich: als Parlamentarier oder Richter hätte man zwar vermutlich die Welt ein Stück verbessert, das als solches führt aber nicht zu einer Beföderung / Wiederwahl (weil es dafür messbar und erkennbar sein müsste). Umgekehrt ist das Risiko aber hoch, dass man sich politische / berufliche / etc. Hindernisse schafft, wenn man schwerer zu verargumentierende Meinungen vertritt. Das gilt noch stärker, wenn man selbst repräsentativ auftritt, sich also an der Linie der Institution, die man vertritt, auch orientieren muss, welche in der Regel ist, dass man die Institution nicht exponieren sollte (worauf im Übrigen auch alle anderen Verantwortlichen empfindlich reagieren würden). Alles in allem bedeutet das, dass es unglaublich schwierig und unattraktiv ist, sachgerechte Lösungen, die sich nicht unmittelbar aufdrängen, durchzusetzen. Viel einfacher ist es mit den Wölfen zu heulen, weswegen dann mitunter wiederum die gewünschten Instrumentarien auf einer Metaebene eingebaut werden (zB: es gibt eine Menge Verbraucherschutzrechte, aber kaum Klagebefugnisse für Verbraucher... oho!).

Als Betreiber einer KSB ist für mich die Sache eigentlich sonnenklar: Personenrückhaltesystem einbauen. Ich will ja Geld verdienen, und mir nicht eine juristische Fehde vor dem Richter liefern.

Das trifft es genau auf den Punkt. Und das als solches kann man einem Betreiber auch kaum absprechen (wieder Systemtheorie). Aber für den Nutzer (jedenfalls ca. 57% nach dieser Umfrage) ein erheblicher Nachteil. Das ist letztlch derselbe Grund, warum wohl alle modernen Autos die Funktion haben, dass es piept, wenn man nicht angeschnallt ist. Bringt vermutlich ein paar Punkte in irgendeinem Sicherheitstest, und bevor man die verschenkt, baut man den Quatsch lieber ein (und die Autobesitzer kaufen dann diese Stecker ihne Gurt dran, damit sich doch wieder so fahren können... Absurditäten der Wohlstandsgesellschaft!).

@Rechtssystem_US: Ihr dürft auch nicht vergessen, dass deren Haftungsregime anders als in Continental-Europa einen Strafcharakter hat (darum die hohen Zahlungen) und gleichzeitig ein marktwirtschaftliches Aufklärungssystem bewirken soll (inwieweit das funktioniert, ist eine andere Frage, aber vermutlich besser, weil dynamischer, als die tausend Sätze unverständlichen juristischen Unfug, den man heute an jedes eBay-Angebot GESETZLICH VORGESCHRIEBEN anhängen muss (in DE, in AT ist das besser, in CH gibt es das gar nicht, oder?).

@Eigenverantwortung: das ist etwas, das man lernen muss. Und zwar langsam und Schritt für Schritt. Nicht so, dass man beim ersten Fehler gleich stirbt! Und auch nicht so, dass man mit 35 immer noch von einem Weisen (Staat, Betreiber, wer auch immer) an die Hand genommen werden muss. Wenn man das gelernt hat, eröffnet es viele Potentiale (angefangen von dem unvergleichlichen Erlebnis im winterlichen Hochgebirge abseits der Pisten unterwegs zu sein bis hin zu der Fähigkeit schnell, präzise und erfolgreich unternehmerische Entscheidungen zu treffen, ohne sich in irgendwelche Meta-Ebenen wie fragwürdige Statisken versteigen zu müssen, um die eigene Entscheidung vor sich selbst rechtfertigen zu können und um sich vor anderen verteidigen zu können. Meine Erfahrung in Personalsachen ist übrigens, das Menschen aus Osteuropa das häufig stärker ausgeprägt haben, was möglicherweise damit zusammenhängt, dass sie in einer Welt aufgewachsen sind, die per se bedingt hat, dass man mehr autonome Entscheidungen treffen musste (weil es anders einfach nicht ging, weil sie nämlich niemand gekümmert hat). Das ist einer der Gründe, warum wir aktiv Leute aus Osteuropa für entsprechend verantwortliche Tätigkeiten suchen.
 
Nochmal ein einfaches Beispiel:

Autos fahren viel schneller als KSBs. Es gibt viel mehr Kinder in Autos als in KSBs. Es gibt vielmehr Todesfälle in Autos als in KSBs, sowohl absolut wie auch auf die Strecke gerechnet.

Automatische Schließbügel in Autos vorschreiben (so wie in Achterbahnen)?

Oder sinnvoller: Eltern sorgen dafür, dass Kinder sich anschnallen, bringen ihnen bei warum das wichtig ist und Kinder schnallen sich auch, wenn sie mal bei anderen mitfahren, an?

(Gibt noch tausend andere Beispiele aus dem Straßenverkehr).

P.S. Wenn Kinder nicht in der Lage sind, KSB zu fahren, weil ihnen die nötige Reife fehlt, dann ist es Aufgabe der Eltern, das zu unterbinden (genau wie beim Fahrrad im Straßenverkehr). Umgekehrt glaube ich, dass die meisten Kiddies das hingekommen. Wie gesagt, für mich mit 8 Jahren kein wirkliches Problem, hab allerdings paar mal den Schließbügel in die Fresse bekommen, das war ungeil, aber heute lache ich drüber. :D
 
Dachstein schrieb:
Warum ich mittlerweile für ein Personenrückhaltesystem plädiere hat zwei Gründe:
Bei deinen Erlebnissen würd ich eher für einen Eignungstest zum Fahren von Seilbahnen plädieren..

.. oder einfach solche Skigebiete meiden (!)

albe schrieb:
irgendwie ist das ein reines Alpenproblem - der Rest der Welt kommt schliesslich ohne diese bloeden Buegel aus:
Wenn du von Griechenland bis zum Nordkapp alles zu den Alpen zählst...

PS: Ich hab übrigens noch keinen aus dem Lift rutschen sehen.
 
Ich möchte nicht in der Mitte einer 3er SB ohne Schließbügel sitzen wenn neben mir Unbekannte sitzen.

Auch möchte ich nicht mit meinen Kids in der SB ohne Schließbügel fahren.


Mag sein das ich ne Pussy bin - aber bei einer potentiellen Todesgefahr muss in meinen Augen einfach eine Sicherung hin.
 
Zum Thema Sessellifte ohne Schliessbügel und Fussraster in USA als "Gefahrenwuelle":
Ist es dort nicht so, daß es üblich ist, beim Sesselliftfahren beide Arme über bzw. hinter die Rücklehne zu legen? Jedenfalls für jene, die dies für Sinnvoll erachten? In dieser Position sollte man als Erwachsener nun wirklich nicht vom Sessel fallen, Höhenangst hin oder her ...


Kleine Kinder sind unglaublich Agil und können Bewegungsabläufe intuitiv und mühelos Lernen und probieren das spielerisch auch aus ständig. Die Aufgabe nicht von einem Sessel (mit normalem Schliessbügel) zu fallen sollte eigentlich lösbar sein. Nur geht das wohl nicht mit erklären, sondern nur durch kindlicher Selbsterfahrung!
Deshalb: Einen Demosessel an der Talstation vor dem Eingang aufhängen, und Eltern/Skilehrer dazu verdonnern, mit dem Kind das sichere Aufsitzen und Verweilen am Sessel zu üben!

Ab und an bemerke ich am Sessel völlig steif verkeilte Kinder, die sich die ganze Fahrt nicht zu bewegen getrauen, die kein Gefühl für ihre Körperposition verspüren, deren Arme irgendwohin zeigen: Sie sehen sehr wohl dass das da an der Sesselkante tief hinunter geht. Diese Angst immobilisiert, versteift. Und im unglücklichen Fall rutschen sie in der Haltung ab. Denn sie konnten nicht (in gefahrloser Situation) lernen, diese an und für sich extrem simple Situation sinnvoll zu meistern.
Hingegen: Ein Kind das ein paar mal auf einen schaukelnden Demosessel aufsteigt und sich dann unter Anweisung "zurechtrückt", das die ganze Sache druchspielt ... wird dann aus dem "echten" Sessel nicht herausfallen. Dauert wohl keine zwei Minuten ...

Gibt es hier Vorbilder, also frei schwingbare Demosessel'? Oder wäre ein solcher per se schon wieder eine Gefahrenquelle...?
 
"Übungssessel": Bei uns hieß das früher Schaukel und befand sich in Gärten, oder auch am Spielplatz ...

.. da ist die Fallhöhe dann auch nicht so hoch - und ich glaub jedes Kind fliegt irgendwann mal aus Übermut von einer Schaukel..

Oder haben die Schaukelsitze auf den Spielplätzen inzwischen auch schon Sicherheitsketten?
 
starli schrieb:
"Bei uns hieß das früher Schaukel und befand sich in Gärten, oder auch am Spielplatz ...
die Assoziation liegt nahe, paßt aber nur eingeschränkt; jedes Kind hält sich an der Schaukel instinktiv an den Seilen fest, schon um aufzusteigen und erst recht beim Schaukeln - da ist der Ablauf beim Sessellift schon zu Beginn doch ein wenig anders (außerdem soll man dort nach meiner Erinnerung gerade nicht schaukeln :lol: )

starli schrieb:
- und ich glaub jedes Kind fliegt irgendwann mal aus Übermut von einer Schaukel..
ich nicht :wink: - mir wurde es beim Schaukeln ziemlich schnell kotzübel, so daß ich die immer zur Freude anderer Kinder freigelassen habe. Sessellift geht ünrigens trotzdem.
 
Ok, wenn sich das Kind "instinktiv" (oder vielleicht nicht doch: erlernt?) an den Seilen festhält - was spricht dagegen, dass es sich beim Sesselliftfahren genauso am Sicherheitsbügel festhält?
 
starli schrieb:
Ok, wenn sich das Kind "instinktiv" (oder vielleicht nicht doch: erlernt?) an den Seilen festhält - was spricht dagegen, dass es sich beim Sesselliftfahren genauso am Sicherheitsbügel festhält?
zunächst gar nichts - wenn man ihn denn schließt und nicht für überflüssig hält (bin jetzt zu faul, die entsprechenden Posts aus diesem Thread hier zu listen; man muß nicht weit zurückblättern). Ich fürchte allerdings, daß kleinere Kids viel zu weit vorrutschen müssen, um sich am Bügel festhalten zu können, und damit schon halb in "Abflughaltung" sind
 
baeckerbursch schrieb:
Mag sein das ich ne Pussy bin - aber bei einer potentiellen Todesgefahr muss in meinen Augen einfach eine Sicherung hin.

Ja, du bist ne Pussy, wenn ich mir die Ergebnisse anschaue, ich übrigens auch; oder doch nicht? ;)

Denn: es stellt sich die Frage, ob die Umfrage hier überhaupt repräsentativ ist. Und ich sage, nein, sie ist es nicht. Erstens, denke ich, ist das Unterforum, obwohl es sich um eine technische Sache handelt, nicht korrekt gewählt - viele Leute schauen hier meiner Erfahrung nach gar nicht rein. Im Skigebiete in aller Welt würden wir vermutlich ein etwas anderes Ergebnis bekommen. Zweitens: und selbst dann wäre es nicht repräsentativ (was am Forum an sich liegt). Im Grunde verhält sich die Sache so: in einem Forum, wo vermutlich 90% gut schifahren können und mit Seilbahnen auf du und du sind, wird die Minderheit für ein Personensicherungssystem plädieren. Würde man es im Anfängerskiforum abhalten, würde die Sache anders ausschaun.
Genau so wäre es falsch, so eine Umfrage in einem Skigebiet, welches auf Familien spezialisiert ist, zu machen (was eine deutliche Mehrheit für das Personenrückhaltesytem ergeben dürfte). Das verhält sich in etwa so wie eine Umfrage an einer Loipe, die die Menge an Alpinschifahrer erheben soll.

Im Grunde müssten wir uns überlegen, wo man so eine Umfrage am besten abhält, um ein repräsentatives Ergebnis zu bekommen. Und das ist bei Gott nicht trivial.

MFG Dachstein
 
Das was bei mir als ich 6 war die Schaukel war, ist bei den meisten heute doch sowieso die PS3 und die XBOX :wink:

Denn: es stellt sich die Frage, ob die Umfrage hier überhaupt repräsentativ ist. Und ich sage, nein, sie ist es nicht. Erstens, denke ich, ist das Unterforum, obwohl es sich um eine technische Sache handelt, nicht korrekt gewählt - viele Leute schauen hier meiner Erfahrung nach gar nicht rein. Im Skigebiete in aller Welt würden wir vermutlich ein etwas anderes Ergebnis bekommen. Zweitens: und selbst dann wäre es nicht repräsentativ (was am Forum an sich liegt). Im Grunde verhält sich die Sache so: in einem Forum, wo vermutlich 90% gut schifahren können und mit Seilbahnen auf du und du sind, wird die Minderheit für ein Personensicherungssystem plädieren. Würde man es im Anfängerskiforum abhalten, würde die Sache anders ausschaun. 

Das stimmt,wäre ein Verschieben dorthin möglich???(Skigebiete in aller Welt)
 
mic schrieb:
ja macht doch mal einer die Umfrage im Forum von ELTERN! :biggrin: (gibts das?)
Dort wäre das Ergebnis aber dann wieder genausowenig repräsentativ wie jenes hier...:ja:

Ich glaube auch nicht, daß es in Europa viele Leute gäbe die sich generell gegen ein Rückhaltesystem aussprächen - nur kann meiner Ansicht nach das was im Moment als Kidstop etc. angeboten wird noch nicht der Weisheit letzter Schluß sein. Da müssen andere für Erwachsene weniger behindernde bzw. praktikablere Vorrichtungen entwickelt werden.
 
Jaja der berühmte Kidstop ... Was soll ich dazu sagen? Ich find das System unsinnig zmd. in seiner derzeitigen Form ... sowohl als Skifahrer als auch als Liftangestellter ... Wobei ich dazu sagen muss, dass die die sich blöd spielen bei uns sowieso erst garned in den Lift reinkommen... Und dann hat man halt eh nochmal n extra Auge drauf, dass der Bügel zu ist. -> Wieso? Erstens find ichs als Skifahrer unbequem und habs selber auch noch anders gelernt also warum heute nicht? (Und ich hatte auch schon mit 4 das zweifelhafte Vergnügen 4KSB zu fahren und mit 5 oder 6 das erste mal allein den ESL am Grubigstein... Und als Liftler seh ich das so, dass das System für den m.E. eher geringen Nutzen (wer sich wirklich blöd spielt fliegt eh raus) extrem viele unnötige Halte produziert und mehr Leute unzufrieden als zufrieden macht ... aber gut ich lass mit mir reden.

Verriegelbarer Bügel mit nem reinen Dreieck zwischen den Füßen finde ich wiederum akzeptabel ist denke ich ein guter Kompromiss aus Eigenverantwortung und Sicherheit ... würde im Zweifel sogar soweit gehen, dass die Verriegelung durch den Liftler vorgenommen werden sollte ... nur is das aus eigener Erfahrung halt nochmal n Punkt mehr an dem man schauen muss und lenkt einen von anderen Dingen ab ergo bräuchte man da fast an jeder Station nen 2. Mann...

so long Chense
 
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