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Verschandelung der Alpen

ski-chrigel schrieb:
Sorry, habe mich vertan. Reinhold Messner spricht sogar von 99%!!! ;-)
Die Tourismus-Industriellen wie Aloys beschwören nach wie vor die Substanz der Alpen: „Wir lassen 95 Prozent völlig in Ruhe.“ Und selbst Reinhold Messner sagt, dass 99 Prozent der Alpenfläche ungenutzt seien.
http://m.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/tv-kritik/rummelplatz-alpen-arte-der-berg-muss-funktionieren-a-380487
Der Film ist übrigens durchaus sehenswert.
Vielleicht sollte man aber schon auch weiter zitieren...
Und selbst Reinhold Messner sagt, dass 99 Prozent der Alpenfläche ungenutzt seien. Allein: Ein Blick auf die schroffen Felswände und den ewigen Schnee zeigt, welcher Teil verschont bleibt: der, den man ohnehin nicht nutzen kann.

Kleine Beispiel zum Thema:
War gestern in Saalbach, da siehts derzeit aus wie in little Dubai. Alle 50 Meter steht ein großer Baukran und gefühlt wird da auf jedes zweite Hotel ein Stock drauf gebaut. Der gute letzte Winter hat den Investitionsstopp der letzten beiden Jahre offensichtlich aufgehoben und es werden wieder fleißig Schulden gemacht.
Nicht schön anzusehen die Ortschaft derzeit, aber da denk ich mir, ok soll so sein, eine gewachsene Tourismusgemeinde da muss man sowas in Kauf nehmen.
"Verschandelung" im Sommer akzeptierbar.

Dann bin ich weitergefahren um hinten im Talschluss ein wenig zu spionieren ob man nicht vielleicht doch noch ne Skitour gehen kann.
Und dort hinten muss man dann, egal wohin man geht, die golden gate bridge betrachten. Für mich eine Paradebeispiel für dieses Topic, eine Verschandelung des ansonsten wie gemalten Talschlusses. Nicht zum Wohle der Allgemeinheit errichtet, sondern getrieben durch die Gier einer Familie.
Im Sommer werden die Araber wie am Fließband hingekarrt, die Fahrverbotstafel wird von den Taxlern gegen ein großzügiges Trinkgeld ignoriert. Eine Freakshow sondergleichen die sich dort abspielt, man steht in langen Schlangen an Kassen an wie im SixFlagsMagicMountain um Tickets zu kaufen um "Naturerlebnisse" erfahren zu dürfen.
Spätnachmittags findet man kaum einen Quadratmeter wo nicht irgendein Plastikmüll herumliegen würde.
Wanderer sieht man keine, ich bin letzten Sommer 3 Wanderungen dort gegangen, mir ist weiter oben niemand sonst begegnet. Und warum sollte man dort auch gehen, der Lärm des Vergnügungszentrums das man im Tal errichtet hat begleitet einen fast bis zu den umliegenden Gipfel. Gemsen, Hirsche die vor Errichtung dieses Vergnügungspark oben rund um den Hochtorsee überall zu sehen waren, sind nicht mehr da, man muss schon ein Ticket für den Streichelzoo kaufen um Wildtiere zu sehen.

Langer Rede, kurzer Sinn... Bautätigkeiten in den Bergen wegen/für den Massentourismus sind ein schmaler Grat.
Was in Saalbach noch ok ist, ist 5 km weiter hinten im Tal definitiv eine Verschandelung.
 
Werna76 schrieb:
ski-chrigel schrieb:
Sorry, habe mich vertan. Reinhold Messner spricht sogar von 99%!!! ;-)
Die Tourismus-Industriellen wie Aloys beschwören nach wie vor die Substanz der Alpen: „Wir lassen 95 Prozent völlig in Ruhe.“ Und selbst Reinhold Messner sagt, dass 99 Prozent der Alpenfläche ungenutzt seien.
http://m.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/tv-kritik/rummelplatz-alpen-arte-der-berg-muss-funktionieren-a-380487
Der Film ist übrigens durchaus sehenswert.
Vielleicht sollte man aber schon auch weiter zitieren...
Und selbst Reinhold Messner sagt, dass 99 Prozent der Alpenfläche ungenutzt seien. Allein: Ein Blick auf die schroffen Felswände und den ewigen Schnee zeigt, welcher Teil verschont bleibt: der, den man ohnehin nicht nutzen kann.
Erstens ändert das nichts an der Aussage, dass 95 oder 99% ungenutzt sind und zweitens stimmt das sowieso nicht: Für Seilbahnen wären viele Flächen trotzdem nutzbar, insbesondere Gletscherflächen. Da könnte man noch zig Gletschergebiete bauen, wenn man unbedingt wollen würde.
 
Fab schrieb:
Wie auch immer - da die Weltbevölkerung weiter ansteigt, ist kurzfristig mit dem finalen Exitus der Menschheit nicht zu rechnen.

https://www.heise.de/forum/Technology-Review/News-Kommentare/Forscher-Zeugungsfaehigkeit-bei-Maennern-im-Westen-nimmt-dramatisch-ab/Universum-25-Experiment-zu-Ueberbevoelkerung-unter-sonst-Idealbedingungen/posting-30766107/show/

hoffen wirs mal.....

weil mir macht auch der letzte Satz "Im Gegensatz zu anderen Tieren hat der Mensch nämlich ein ausserordentliches Talent, friedlich in riesigen Gruppen zusammenzuleben" etwas Kopfezebrechen...
 
Fab schrieb:
da die Weltbevölkerung weiter ansteigt, ist kurzfristig mit dem finalen Exitus der Menschheit nicht zu rechnen.
Es gibt Leute, die sehen in dem Anstieg der Weltbevölkerung und den anstehenden Verteilungskämpfen um Wasser, Nahrung und Rohstoffe eines der existenziellen Probleme der Menschheit. Da geht es um etwas mehr als nur eine weitere Seilbahn zwischen zwei Skigebieten. Übrigens, wenn man die Erdgeschichte in einen 24h Tag abbilden würde, dann hat der moderne Mensch im Bruchteil einer Sekunde einen erheblichen Teil der nicht regenerativen Ressourcen wie Öl, Erze oder auch natürliche Lebensräume verheizt.
 
:D Ach ihr Piefkes - null Schmäh. Du hättest vollständig zitieren sollen - und überhaupt, Kontext, weißt schon?
 
Sorry Leute dass ich den Weltuntergang absagen muss aber die Realität sieht gar nicht mal so düster aus:

- 1950 lebten 80 von 100 Menschen in extremer Armut, heute sind es noch 10 von 100.

-Seit etwa 1920 nimmt die Kindersterblichkeit massiv ab, sonst starben immer 40 von 100 Kindern bevor sie das 5 Lebensjahr erreicht hatten, heute sterben noch 4 von 100 Kindern

-Noch nie mussten wir so wenig (in Europa) arbeiten seit 1870 ist die wöchentliche Arbeitszeit um 20-30 Wochenstunden gesunken.

-Noch nie wurden wir so alt vor 100 Jahren betrug die Lebenserwartung in Europa nur 45 Jahre. In Afrika hat sich die Lebenserwartung von knapp 30 auf 60 Jahre mehr als verdoppelt!

-Die Weltbevölkerung wird immer gebildeter: 1800 konnten 85 Prozent der Menschen weder lesen noch schreiben, heute sind noch 12 Prozent der Weltbevölkerung Analphabeten.

- 1820 gingen 17 von 100 Menschen zur Schule (meist nur wenige Jahre), heute sind es 86 von 100 Kindern, die mindestens die Primarschule besuchen können.

-Aber auch politisch geht es aufwärts: 1816 lebte 1 Prozent der Menschen in einer Demokratie, heute sind es 56 Prozent.

-Alle die sich hier über den angeblichen Bevölkerungskollaps aufregen sollten sich mal den Trend der globalen Fertilitätsraten anschauen, der kennt seit 1950 nur eine Richtung: Nach unten!


32513979rc.png

Quelle Wikipedia: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trends_in_TFR_1950-2050.png

Seien wir ehrlich: Seit Jahrtausenden geht es mit der Menschheit (von ein paar kleinen Einbrüchen abgesehen) konstant bergauf. Und es sieht nicht so aus als würde dieser Trend abbrechen. Ich bin überzeugt dass die Zukunft super wird :D
 
Tiob schrieb:
Sorry Leute dass ich den Weltuntergang absagen muss aber die Realität sieht gar nicht mal so düster aus:

- 1950 lebten 80 von 100 Menschen in extremer Armut, heute sind es noch 10 von 100.

-Seit etwa 1920 nimmt die Kindersterblichkeit massiv ab, sonst starben immer 40 von 100 Kindern bevor sie das 5 Lebensjahr erreicht hatten, heute sterben noch 4 von 100 Kindern

-Noch nie mussten wir so wenig (in Europa) arbeiten seit 1870 ist die wöchentliche Arbeitszeit um 20-30 Wochenstunden gesunken.

-Noch nie wurden wir so alt vor 100 Jahren betrug die Lebenserwartung in Europa nur 45 Jahre. In Afrika hat sich die Lebenserwartung von knapp 30 auf 60 Jahre mehr als verdoppelt!

-Die Weltbevölkerung wird immer gebildeter: 1800 konnten 85 Prozent der Menschen weder lesen noch schreiben, heute sind noch 12 Prozent der Weltbevölkerung Analphabeten.

- 1820 gingen 17 von 100 Menschen zur Schule (meist nur wenige Jahre), heute sind es 86 von 100 Kindern, die mindestens die Primarschule besuchen können.

-Aber auch politisch geht es aufwärts: 1816 lebte 1 Prozent der Menschen in einer Demokratie, heute sind es 56 Prozent.

-Alle die sich hier über den angeblichen Bevölkerungskollaps aufregen sollten sich mal den Trend der globalen Fertilitätsraten anschauen, der kennt seit 1950 nur eine Richtung: Nach unten!

Seien wir ehrlich: Seit Jahrtausenden geht es mit der Menschheit (von ein paar kleinen Einbrüchen abgesehen) konstant bergauf. Und es sieht nicht so aus als würde dieser Trend abbrechen. Ich bin überzeugt dass die Zukunft super wird :D



ja! wir können uns endlich auf unseren Lorbeeren ausruhen.

Da die Tantalminen laufen wie geschmiert, der toxische Müll der Drittländer nicht mehr ins Grundwasser gelangt und das Bienensterben schon irgendwie umgekehrt wird, können wir uns der Schönheit von 1% der Bergwelt, die im Besitz von Umweltverteidigern ist, zuwenden.
 
Tiob schrieb:
-Die Weltbevölkerung wird immer gebildeter: 1800 konnten 85 Prozent der Menschen weder lesen noch schreiben, heute sind noch 12 Prozent der Weltbevölkerung Analphabeten.
Deswegen gibt es auch weniger Kriege, Völkermord, Vertreibung, Fanatismus und Despoten. Weil die Menschheit immer gebildeter wird. Wie konnte ich das nur übersehen? :wink:
Tiob schrieb:
-Aber auch politisch geht es aufwärts: 1816 lebte 1 Prozent der Menschen in einer Demokratie, heute sind es 56 Prozent.
Ach? Demokratie bedeutet wörtlich übersetzt: Herrschaft des Staatsvolkes. Die Bürger geben also die Leitlinien der Politik vor, die Parteien wirken lediglich an der politischen Willensbildung mit. Glaubst Du, so laufen in Deutschland politische Prozesse ab?

Wahlen werden als demokratisch bezeichnet, wenn sie folgenden Kriterien genügen: Allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim. In Deutschland werden Kandidaten für die Wahl zu Landtagen oder Bundestag in der Regel von den Parteien auf die sicheren Listenplätze gesetzt oder für die sicheren Wahlkreise nominiert. Innerhalb der Parteien entscheiden nicht die Mitglieder, sondern Deligierte. Faktisch dürften es um die 1000 Personen sein, die darüber entscheiden, was 60 Millionen Wahlberechtigte auf den Stimmzetteln zu sehen bekommen. Unser Wahlrecht genügt also in 2 von 5 Punkten nicht einmal einfachsten demokratischen Standards: Gleich und Unmittelbar. Denn die Stimmen besagter 1000 Personen haben ungleich mehr Gwicht bei der Besetzung der Parlamentssitze als die der restlichen 60 Millionen. Und die wählen auch nicht unmittelbar ihre Volksvertreter sondern das, was durch den parteiinternen Ausleseprozess AKA Ochsentour vorab ausgesiebt wurde.

Was gehört denn noch zu einer Demokratie? Information. Also der gleichberechtigte und zeitgleiche Zugang zu für die politische Willensbildung relevanten Informationen. Ist das in Deutschland der Fall? Oder bestimmen wenige Verlegerdynastien und die mit ihnen vernetzten Think Tanks, Stiftungen und Organisationen, welche Nachrichten die Bürger täglich erfährt, welche Schwerpunkte gesetzt werden und welcher Tenor in den Nachrichten (AKA veröffentlichte Meinung) transportiert wird?

Ach Tiob, mit Demokratie ist es wie mit anderen Dingen. Nicht immer ist das drin, was draufsteht. Und wie es wirklich hinter den Kulissen aussieht, stellt man erst fest, wenn man sich mal über gewisse Sachverhalte eigene Gedanken macht.
 
jo26861 schrieb:
Da die Tantalminen laufen wie geschmiert, der toxische Müll der Drittländer nicht mehr ins Grundwasser gelangt und das Bienensterben schon irgendwie umgekehrt wird, können wir uns der Schönheit von 1% der Bergwelt, die im Besitz von Umweltverteidigern ist, zuwenden.

Whataboutism scheint ja wirklich dein Steckenpferd zu sein.
 
NeusserGletscher schrieb:
Tiob schrieb:
-Die Weltbevölkerung wird immer gebildeter: 1800 konnten 85 Prozent der Menschen weder lesen noch schreiben, heute sind noch 12 Prozent der Weltbevölkerung Analphabeten.
Deswegen gibt es auch weniger Kriege, Völkermord, Vertreibung, Fanatismus und Despoten. Weil die Menschheit immer gebildeter wird. Wie konnte ich das nur übersehen? :wink:

http://www.statistiker-blog.de/wp-content/uploads/2017/08/Kriegstote.png

Die Anzahl durch Gewalt Gestorbener steigt zwar seit 2010 wieder (etwas) ist aber noch weit entfernt von den Zahlen allein von um die Jahrtausendwende geschweige denn den 50ern. Genauso ist es ja. Es gibt weniger bewaffnete Konflikte (im Mittelalter konntest du die ja nichtmal zählen), weniger Fanatismus usw. Alles ist nur viel besser sichtbar. Viel bewusster geworden. Und darum, weil wir das alles wissen müssen wir auch aktiver gegen das viele noch vorhandene Übel vorgehen.

NeusserGletscher schrieb:
Tiob schrieb:
-Aber auch politisch geht es aufwärts: 1816 lebte 1 Prozent der Menschen in einer Demokratie, heute sind es 56 Prozent.
Ach? Demokratie bedeutet wörtlich übersetzt: Herrschaft des Staatsvolkes. Die Bürger geben also die Leitlinien der Politik vor, die Parteien wirken lediglich an der politischen Willensbildung mit. Glaubst Du, so laufen in Deutschland politische Prozesse ab?
[...]


die referenzierten Zahlen und Statistiken kommen ja vom letztens verstorbenen Forscher und selbstbezeichneten Realist Steven Pinker.
Kann man sich alles anschauen, kann man alles auch anders einordnen und interpretieren. Letztendlich bleibt trotzdem: Fast alles war früher noch schlimmer...
 
danimaniac schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Tiob schrieb:
-Die Weltbevölkerung wird immer gebildeter: 1800 konnten 85 Prozent der Menschen weder lesen noch schreiben, heute sind noch 12 Prozent der Weltbevölkerung Analphabeten.
Deswegen gibt es auch weniger Kriege, Völkermord, Vertreibung, Fanatismus und Despoten. Weil die Menschheit immer gebildeter wird. Wie konnte ich das nur übersehen? :wink:

http://www.statistiker-blog.de/wp-content/uploads/2017/08/Kriegstote.png

Die Anzahl durch Gewalt Gestorbener steigt zwar seit 2010 wieder (etwas) ist aber noch weit entfernt von den Zahlen allein von um die Jahrtausendwende geschweige denn den 50ern. Genauso ist es ja. Es gibt weniger bewaffnete Konflikte (im Mittelalter konntest du die ja nichtmal zählen), weniger Fanatismus usw. Alles ist nur viel besser sichtbar. Viel bewusster geworden. Und darum, weil wir das alles wissen müssen wir auch aktiver gegen das viele noch vorhandene Übel vorgehen.

NeusserGletscher schrieb:
Tiob schrieb:
-Aber auch politisch geht es aufwärts: 1816 lebte 1 Prozent der Menschen in einer Demokratie, heute sind es 56 Prozent.
Ach? Demokratie bedeutet wörtlich übersetzt: Herrschaft des Staatsvolkes. Die Bürger geben also die Leitlinien der Politik vor, die Parteien wirken lediglich an der politischen Willensbildung mit. Glaubst Du, so laufen in Deutschland politische Prozesse ab?
[...]


die referenzierten Zahlen und Statistiken kommen ja vom letztens verstorbenen Forscher und selbstbezeichneten Realist Steven Pinker.
Kann man sich alles anschauen, kann man alles auch anders einordnen und interpretieren. Letztendlich bleibt trotzdem: Fast alles war früher noch schlimmer...

Rein Subjektive Sichtweise: Die Menschheit hat ihren Zenit hinter sich ... der war irgendwann kurz nach dem 2. Weltkrieg bis hin in die späten 70er -> Seitdem geht es langsam aber sicher wieder bergab und der Berg wird steiler ;)

Die Demokratie-Diskussion wäre wieder ein eigenes Thema wert von daher äußere ich mich dazu hier garnicht weiter ;)
 
Chense schrieb:
Rein Subjektive Sichtweise: Die Menschheit hat ihren Zenit hinter sich ... der war irgendwann kurz nach dem 2. Weltkrieg bis hin in die späten 70er -> Seitdem geht es langsam aber sicher wieder bergab und der Berg wird steiler ;)

Und woran machst du das bitte fest? Weil es heute kuppelbare Sesselbahnen gibt?
 
Ich muss jetzt hier auch mal mit einsteigen. So eine unterhaltsame Diskussion gabs im Forum schon lange nicht mehr! :lach:

noisi schrieb:
Chense schrieb:
Rein Subjektive Sichtweise: Die Menschheit hat ihren Zenit hinter sich ... der war irgendwann kurz nach dem 2. Weltkrieg bis hin in die späten 70er -> Seitdem geht es langsam aber sicher wieder bergab und der Berg wird steiler ;)

Und woran machst du das bitte fest? Weil es heute kuppelbare Sesselbahnen gibt?

Freilich, die kuppelbaren Bahnen sind das letzte!

Wann die Menschheit ihren Zenit hinter sich hat, wird man erst 100te Jahre später erkennen. Aber doch bitte nicht in der kleinen Zeitspanne von 1970 bis heute!

Aber bei der ganzen Diskussion frage ich mich schon, warum der liebe Chense überhaupt beruflich mit Seilbahnen arbeitet, wenns doch alles so ein Mist ist?
 
Chense schrieb:
Rein Subjektive Sichtweise: Die Menschheit hat ihren Zenit hinter sich ... der war irgendwann kurz nach dem 2. Weltkrieg bis hin in die späten 70er -> Seitdem geht es langsam aber sicher wieder bergab und der Berg wird steiler
Richtig steil wurde es wahrscheinlich erst Anfang der 90er Jahre :wink:
 
Christopher schrieb:
Freilich, die kuppelbaren Bahnen sind das letzte!
Na immerhin besser als fixgeklemmte, da fährt man immer so lang.


(Nur um mal zu zeigen, wie ein Zitat aus dem Zusammenhang gerissen was anderes meinen kann. Wenn Messner sagt, dass 99% der Alpen ungenutzt sind, sagt er das doch sicherlich nicht mit der Intention, dass man ruhig viel mehr "verschandeln" kann..)
 
starli schrieb:
(Nur um mal zu zeigen, wie ein Zitat aus dem Zusammenhang gerissen was anderes meinen kann. Wenn Messner sagt, dass 99% der Alpen ungenutzt sind, sagt er das doch sicherlich nicht mit der Intention, dass man ruhig viel mehr "verschandeln" kann..)
:P
Bin ich also doch nicht der Einzige der findet, dass dies eine äußert unlogische Argumentation ist

Die Diskussion geht ja schon fast ins philosophische.
Diese Fertilitätsrate fand ich gut, musste erst googeln was das ist. Also Bevölkerungswachstum gibts gar nicht bzw wird gestoppt.
*kopfrechne*
Wenn 5 Mio Frauen 2 Kinder bekommen ist das aber noch immer mehr als wenn 1 Mio Frauen 4 Kinder bekommen...
Verdammt
Bevölkerungswachstum in Afrika doch nicht gestoppt, scheiß Mathematik. :twisted:
 
Chense schrieb:
Rein Subjektive Sichtweise: Die Menschheit hat ihren Zenit hinter sich ... der war irgendwann kurz nach dem 2. Weltkrieg bis hin in die späten 70er -> Seitdem geht es langsam aber sicher wieder bergab und der Berg wird steiler ;)

Die Demokratie-Diskussion wäre wieder ein eigenes Thema wert von daher äußere ich mich dazu hier garnicht weiter ;)
Denk doch mal alleine daran welchen Innovationssprung uns die die Informationstechnologie und das Internet gebracht haben. Heute können sich Menschen aus aller Welt austauschen und haben in jeder Sekunde einen Zugang zum Wissen der Welt. Außerdem wurden viele Kommunistische Unrechtsstaaten nach dem Zusammenbruch des Ostblocks zu Demokratien erst nach den siebzigern. Auch in der Medizin gab es enorme Fortschritte: Anfang der siebziger Jahre ist mein Urgroßvater an einer Krankheit gestorben die wahrscheinlich heute heilbar wäre. Die Liste ließe sich noch unendlich fortführen, was ich damit sagen will: Die Menschheit hat noch lange nicht ihren Zenit überschritten :wink:



NeusserGletscher schrieb:
Ach Tiob, mit Demokratie ist es wie mit anderen Dingen. Nicht immer ist das drin, was draufsteht. Und wie es wirklich hinter den Kulissen aussieht, stellt man erst fest, wenn man sich mal über gewisse Sachverhalte eigene Gedanken macht.
Deutschland, Österreich, und die Schweiz sind alle drei gut funktionierende Demokratien. Und dass wir Deligierte in Form von Abgeordneten wählen hat rein praktische Gründe. Oder wie stellst du dir die politische Entscheidungsfindung vor? Eine direkte Abstimmung wie bei der Glarner Landsgemeinde funktioniert bei 60 Millionen Wahlberechtigten einfach nicht. Wer sich politisch in Deutschland mehr engagieren will der hat auch immer das in der Verfassung garantierte Recht sich in den Parteien zu engagieren. Der einzige Wehrmutstropfen ist für mich dass es keine Bundesweiten Volksabstimmungen wie in der Schweiz in Deutschland gibt. Ich glaube das würde unsere Demokratie nochmal immens bereichern!



NeusserGletscher schrieb:
Unser Wahlrecht genügt also in 2 von 5 Punkten nicht einmal einfachsten demokratischen Standards: Gleich und Unmittelbar. Denn die Stimmen besagter 1000 Personen haben ungleich mehr Gwicht bei der Besetzung der Parlamentssitze als die der restlichen 60 Millionen. Und die wählen auch nicht unmittelbar ihre Volksvertreter sondern das, was durch den parteiinternen Ausleseprozess AKA Ochsentour vorab ausgesiebt wurde.
Wenn du mal auf deinen Wahlzettel schaust dann wirst du sehen dass du zwei Stimmen hast: Eine für eine Landesliste, und eine für einen direkten Kandidaten in deinem Wahlkreis. In Deutschland hat man dieses duale sogenannte "personalisierte Verhältniswahlrecht" bewusst eingeführt um das beste aus zwei Welten zu haben. Denn sowohl ein Mehrheitswahlrecht als auch ein Verhältniswahlrecht bietet Vor- und Nachteile (die ich jetzt nicht alle erläutern will).
Auf Kommunaler Ebene hast du mit dem Kumulieren und Panaschieren dann noch mehr Möglichkeiten deine Wahl zu spezifizieren. Also ich kann deine Kritik ehrlicherweise nicht verstehen....
 
starli schrieb:
(Nur um mal zu zeigen, wie ein Zitat aus dem Zusammenhang gerissen was anderes meinen kann. Wenn Messner sagt, dass 99% der Alpen ungenutzt sind, sagt er das doch sicherlich nicht mit der Intention, dass man ruhig viel mehr "verschandeln" kann..)
Da hast Du völlig Recht. Das war bestimmt nicht Messners Absicht. Mir ging es damit nur darum, auf Illhorns Unsinn zu antworten, wir stünden vor der endgültigen Zerstörung.
Wenn ich jeweils mit meinem Flieger über die Alpen fliege, dann sehe ich vor allem diese 99%.
 
ski-chrigel schrieb:
Da hast Du völlig Recht. Das war bestimmt nicht Messners Absicht. Mir ging es damit nur darum, auf Illhorns Unsinn zu antworten, wir stünden vor der endgültigen Zerstörung.
Ich wollte eigentlich hier nichts mehr schreiben. Aber nicht nur diese Aussage hier zeigt mir wieder einmal deutlich, wie grosse die Unterschiede zwischen "lesen" und "verstehen" für einige User hier ganz offensichtlich sind. Nirgends habe ich was davon geschrieben, wir "stünden vor der endgültigen Zerstörung".
Christopher schrieb:
Aber bei der ganzen Diskussion frage ich mich schon, warum der liebe Chense überhaupt beruflich mit Seilbahnen arbeitet, wenns doch alles so ein Mist ist?
Auch hier das selbe - völlig abwegige Interpretation - Chense hat nirgends davon geschrieben, dass "alles so ein Mist" sei. Weiter macht der von Naturbahnrodler angemahnte Whataboutismus das Ganze hier auch nicht besser. Tja.
 
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