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Zukunft der Mobilität!?

Um die Bahn gings hier im Forum ja schon öfters. Ich war grade so ein wenig auf Youtube unterwegs und dachte ich verlinke einfach mal den Helden hierher. Denke ein wenig Unterhaltung darf auch mal sein :mrgreen:
https://www.youtube.com/watch?v=zZ2sY5qNF8g

Es ist doch tatsächlich so, die Bahnhöfe in Deutschland sind das absolute Grauen und für mich tatsächlich auch einer der Gründe, warum ich sehr ungern Zug fahre.

Das Hauptproblem für den Bahnhof als Schandfleck sehe ich aber eigentlich ganz klar einfach im Menschen. Graffiti, Müll, Gestank usw. kommen nicht von allein dorthin.
 
Julian96 schrieb:
Um die Bahn gings hier im Forum ja schon öfters. Ich war grade so ein wenig auf Youtube unterwegs und dachte ich verlinke einfach mal den Helden hierher. Denke ein wenig Unterhaltung darf auch mal sein :mrgreen:
https://www.youtube.com/watch?v=zZ2sY5qNF8g

Es ist doch tatsächlich so, die Bahnhöfe in Deutschland sind das absolute Grauen und für mich tatsächlich auch einer der Gründe, warum ich sehr ungern Zug fahre.

Das Hauptproblem für den Bahnhof als Schandfleck sehe ich aber eigentlich ganz klar einfach im Menschen. Graffiti, Müll, Gestank usw. kommen nicht von allein dorthin.
an den Bahnhöfen sieht man meiner Meinung nach sehr gut, wie wenig pro Kopf in die Bahn investiert wird. Und das Geld wird dann eher für große Prestigeprojekte ausgegeben. Als in Tirol/Österreich Lebender fällt es mir immer wieder auf, wie gut das bei uns ist. Alle mir bekannten Großbahnhöfe (Innsbruck, Salzburg, Wien) sind erst vor einiger Zeit erneuert worden. Auch die von mir meist genutzten Bahnhöfe (Wörgl, Kufstein, Jenbach) sind in einem sehr guten Zustand. Und mit Seefeld und Hall sind nun auch wieder 2 renoviert worden und Schwaz ist im Umbau. Es wird halt konsequent was investiert.

Was mir aber auch sehr auffällt: zu den Hauptreisezeiten und auch eher später am Abend ist Security am Bahnhof. Dadurch wird auch gut verhindert, dass ein Bahnhof zum Schandfleck wird. Wörgl als Verkehrsknoten hat auch noch eine Gastronomie und einen ansprechenden Wartebereich (Jenbach nicht mehr ganz so, aber immer noch einen Bäcker). Wenn ich das mit Kaufering in Bayern vegleiche (Knotenpunkt der Strecke München - Lindau mit der Lechfeldbahn), da gibt es gar nix. Überhaupt nix.

Auch sollte sich die DB bei den großen Bahnhöfen mal überlegen, wofür diese da sind. München ist für mich da immer so ein Negativbeispiel. Wenn man an einem Flügelbahnhof ankommt und an den anderen Flügel muss, braucht mal 15 bis 20 Minuten. Alle müssen erst zum Kopf vor (damit sie an der Fressmeile einkaufen) und erst dann geht es weiter. Warum gibt es da keine Unterführung? Auch wenn man mit einem langen Zug im Hauptbereich ankommt und leider am falschen Ende ist, muss man sehr weit gehen. Auf Höhe des Endes der Halle, da gehört meiner Meinung nach eine Unterführung einmal ganz durch hin.
 
Ja die Flügelbahnhöfe in München sind echt ein Krampf. Ein Tunnel wäre wirklich nötig, das muss ja auch nicht so eine Toilette sein wie der Tunnel in Frankfurt, in der Schweiz gibt es gute Beispiele dass man sogar in Unterführungen Umsatz machen kann, wenn das das Problem ist. (Zürich und Chur)
 
Die gesamte Infrastruktur und die Struktur der Bahn sind für mich eine echte Schande für Deutschland. Ich fahre jetzt eher selten mit der Bahn, aber mir würde spontan kein einziger Bahnhof einfallen, an dem ich mich einigermaßen wohlfühle.

Vom Güterverkehr will ich mal gar nicht anfangen, da ist die Politik und die LKW Lobby aber natürlich auch mit schuld dran. Wie viel in den letzten 10 Jahren von der Güter Infrastruktur immer weiter verloren gegangen ist ist echt traurig.

Erbärmlich trifft es eigentlich eher, weil Deutschland als die Industrienation eigentlich eines der besten Bahnnetze überhaupt haben müsste und auch locker die Mittel dazu hätte dieses zu haben. :nein:
 
Ähnlich hatte ich bereits vor einiger Zeit mal argumentiert und als positives Beispiel die Flughäfen in Deutschland zitiert.
Da war der Tenor noch das man Verhältnisse wie am Flughafen ja nicht wolle.... habe ich damals schon nicht verstanden.
Die Bahn könnte zum selber Fahren eine echte Alternative sein, aber wie bereits beschrieben, wer will den aus dem Zug steigen und durch die halbe Unterwelt zu seinem Auto laufen um die letzte Meile zu fahren?

Und die richtig guten Angebote gibts ja auch nicht mehr- TEE (soll wohl wieder aufleben)
Rheingold, Intercity Night, alles gestorben.
Die Autos sind in den letzen Jahrzehnten immer luxuriöser geworden, die Bahn hat Einheitsholzklasse.

Aber es liegt auch und vor allem daran das sich heute niemand mehr etwas zutraut.
Vor 15 Jahren gab es schon die Idee unter der A 40 eine Art Rohrpostsystem zu installieren und die Städte Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg, Mühlheim nachts unterirdisch zu versorgen.
Passiert ist natürlich nichts.

Man hatte vor Hamburg und Berlin mit einer Transrapid Verbindung zu erschließen.
Es waren hauptsächlich die Grünen die sich dagegen ausgesprochen haben.
Klar, die Technik hat sich nicht durchgesetzt, aber das wäre dann eben mal eine echte Alternative zu Flugzeug gewesen.

Und generell, nicht nur Bahnhöfe sehen aus wie in einem Entwicklungsland.
Und das liegt eben nicht nur an „denen da oben“ sondern vordergründig an uns allen.
Es ist sehr offensichtlich nötig das beispielsweise das Entsorgen der Fastfoottüte aus dem Autofenster mal mit einem Busgeld von 1000€ belegt wird.
Ich bin überzeugt das unser öffentliches Umfeld sofort rapide partizipieren würden.
 
die letzte Meile wird man wohl, zumindest in der Fläche, immer mit dem Auto oder Rad fahren müssen. Alles mit Bus etc. ausstatten, wird exorbitant teuer.
Aber es gibt auch gute und schnelle Lösungen:
z.B. Bahnhof Stolberg bei Aachen: https://avv.de/files/avv/files/aktuelles/2017/parkhaus_stolberg.jpg Vom Parkhaus kommt direkt zur Treppe/Aufzug der Überführung, um an die Gleise zu gelangen.

Auch bei uns in Tirol sind die meisten Park and Ride Plätze nah an den Bahnhöfen. Wenn ich nach München fahre, parke ich oft in Sauerlach - da ist ein kostenloses Parkhaus direkt neben den Gleisen.
 
kaldini schrieb:
Auch sollte sich die DB bei den großen Bahnhöfen mal überlegen, wofür diese da sind. München ist für mich da immer so ein Negativbeispiel. Wenn man an einem Flügelbahnhof ankommt und an den anderen Flügel muss, braucht mal 15 bis 20 Minuten. Alle müssen erst zum Kopf vor (damit sie an der Fressmeile einkaufen) und erst dann geht es weiter. Warum gibt es da keine Unterführung? Auch wenn man mit einem langen Zug im Hauptbereich ankommt und leider am falschen Ende ist, muss man sehr weit gehen. Auf Höhe des Endes der Halle, da gehört meiner Meinung nach eine Unterführung einmal ganz durch hin.

Es wird wohl immer mal wieder dran "gearbeitet" und geplant (SZ-Artikel von 2019). Es soll dann allerdings eine Überführung in 6 m Höhe und keine Unterführung werden. Ist wahrscheinlich billiger, aber auch unbequemer, da mehr Höhe überwunden werden muss. Bis das mal steht wird aber sicher noch viel Wasser die Isar runterfließen.
 
Sauerland_6_CLD schrieb:
Man hatte vor Hamburg und Berlin mit einer Transrapid Verbindung zu erschließen.
Es waren hauptsächlich die Grünen die sich dagegen ausgesprochen haben.
Klar, die Technik hat sich nicht durchgesetzt, aber das wäre dann eben mal eine echte Alternative zu Flugzeug gewesen.

Es wäre keine echte Alternative zum Flugzeug gewesen, denn die wäre schon ein normaler ICE ohne große Probleme.

Ich kanns nur immer wieder wiederholen ... der Fehler im System liegt woanders, nämlich gerade am HGV-Ausbau ohne Maß und Ziel und dem gleichzeitigen Verlottern des Systems in der Breite. Heute feiert es die DB ja schon als Weltwunder wenn man in Zukunft mal in 2:30 von München nach Lindau kommt ... und damit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 70km/h - ein Quantensprung wäre es endlich ALLE deutschen Mittelstädte mit mind. 100km/h Durchschnittsgeschwindigkeit an die Zentren anzuschliessen und das ganze mit Rollmaterial das nicht aus den 70ern stammt.
 
Chense schrieb:
Ich kanns nur immer wieder wiederholen ... der Fehler im System liegt woanders, nämlich gerade am HGV-Ausbau ohne Maß und Ziel und dem gleichzeitigen Verlottern des Systems in der Breite. Heute feiert es die DB ja schon als Weltwunder wenn man in Zukunft mal in 2:30 von München nach Lindau kommt ... und damit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 70km/h
Es sind immerhin 1:54 h (8:56 bis 10:50 Uhr, alle zwei Stunden mit einer Lücke) und damit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von immerhin 94 km/h, aber deinem ersten Satz kann ich durchaus zustimmen. Dummerweise muss man weiter nach Zürich noch bis Dez 2021 30 min zwischen Bregenz und St. Gallen verbummeln, weil die Lauteracher im Florianiprinzip den Streckenausbau zwischen Bregenz und St. Margrethen verzögert haben, sodass sich der neue Fahrplan noch nicht ausgeht.
 
Heu sorry ich Schlauberger hab natürlich mit den 2:30 gerechnet die ich inklusive Bus brauche ... 1:54 klingt gut.

Damit würde man immerhin nahezu konkurenzfähig zum Auto und das muss imo das Ziel sein ... und dazu müssen wir das Netz in der Fläche ausbauen - Hatte es hier schonmal angebracht bringt nix wenn ich zwischen Berlin und München deutlich schneller als mit dem Auto bin, aber trotzdem die meisten Leute die die Achse nutzen langsamer sind, weil dann genau die nicht Bahn fahren werden.
 
rower2000 schrieb:
Es sind immerhin 1:54 h (8:56 bis 10:50 Uhr, alle zwei Stunden mit einer Lücke) und damit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von immerhin 94 km/h, aber deinem ersten Satz kann ich durchaus zustimmen. Dummerweise muss man weiter nach Zürich noch bis Dez 2021 30 min zwischen Bregenz und St. Gallen verbummeln, weil die Lauteracher im Florianiprinzip den Streckenausbau zwischen Bregenz und St. Margrethen verzögert haben, sodass sich der neue Fahrplan noch nicht ausgeht.

Es liegt auch am Wechsel von PZB auf ETCS welches die Astoro Züge nur im Stand im Moment können. Ausnahmsweise mal keine Schuld aus Deutschland...aber die anderen Dinge die genannt werden sind natürlich korrekt. Es ist ein Trauerspiel.
 
br403 schrieb:
Es liegt auch am Wechsel von PZB auf ETCS welches die Astoro Züge nur im Stand im Moment können. Ausnahmsweise mal keine Schuld aus Deutschland...aber die anderen Dinge die genannt werden sind natürlich korrekt. Es ist ein Trauerspiel.

Staatsgrenzen sind auch immer noch ein Problem. Warum sonst gibt es immer noch keinen schnellen Stundentakt (notfalls mit Umsteigen) von Innsbruck nach München? Hier ist die Fahrzeit der Bahn gegenüber dem Auto mehr als konkurrenzfähig, aber ein 2 Stunden Takt der nicht einmal den Tagesrand mit abdeckt schreckt sehr ab.
 
hch schrieb:
br403 schrieb:
Es liegt auch am Wechsel von PZB auf ETCS welches die Astoro Züge nur im Stand im Moment können. Ausnahmsweise mal keine Schuld aus Deutschland...aber die anderen Dinge die genannt werden sind natürlich korrekt. Es ist ein Trauerspiel.

Staatsgrenzen sind auch immer noch ein Problem. Warum sonst gibt es immer noch keinen schnellen Stundentakt (notfalls mit Umsteigen) von Innsbruck nach München? Hier ist die Fahrzeit der Bahn gegenüber dem Auto mehr als konkurrenzfähig, aber ein 2 Stunden Takt der nicht einmal den Tagesrand mit abdeckt schreckt sehr ab.
Noch schlimmer auf der Mittenwaldbahn, wo von beiden Seiten ein (mindestens) Stundentakt bis Mittenwald bzw. Scharnitz existiert, aber über die Grenze kommt man nur alle 2h.
 
Skitobi schrieb:
Noch schlimmer auf der Mittenwaldbahn, wo von beiden Seiten ein (mindestens) Stundentakt bis Mittenwald bzw. Scharnitz existiert, aber über die Grenze kommt man nur alle 2h.

Stimmt. Die Mittenwaldbahn ist auch im Nahbereich IBK schlimm mit dem 30/90 Takt am Wochenende. Nicht mal da kriegt man einen Stundentakt zusammen.
 
Kann man eigentlich irgendwo die Fahrpläne in Deutschland ab Fahrplanwechsel einsehen? Im DB-Navigator als auch auf der Webseite funktioniert es bis jetzt nicht.

Gerade die neue Verbindung von Zürich nach München und die Anschlüsse Richtung Norden täten mich interessieren.

Und Zürich - Stuttgart... kommt da jetzt endlich der durchgebundene Stundentakt?
 
Moin,

Zürich-Stuttgart wird wohl bis auf weiteres beim 2h-Takt für durchgehende Verbindungen stagnieren, die Bordgeräte des ETCS des IC2 und der zugehörigen Loks sind nach wie vor in CH nicht zugelassen, nach den verfügbaren Infos wird dies in naher Zukunft auch nicht geschehen, zumindest habe ich die Versuchskomposition schon lange nicht mehr in Gümligen rumgammeln sehen.
Und grossartig RIC-Taugliches Wagenmaterial ist nicht vorhanden, solange der RABe 503 nicht zuverlässig Richtung München verkehrt.

Weiteres Problem sind die schleppenden Ausbauten der Strecke. Ich meine dies ginge nur zulasten des Güterverkehrs, was so nicht umsetzbar ist. Die Strecke ist ein wichtiges Backup im Fall, falls das Rheintal mal wieder zu ist, wenn entweder die Strecke einsackt oder eine Brücke auf die Schienen fällt :evil:

Gruss
 
Pilatus schrieb:
Kann man eigentlich irgendwo die Fahrpläne in Deutschland ab Fahrplanwechsel einsehen? Im DB-Navigator als auch auf der Webseite funktioniert es bis jetzt nicht.

Gerade die neue Verbindung von Zürich nach München und die Anschlüsse Richtung Norden täten mich interessieren.

Und Zürich - Stuttgart... kommt da jetzt endlich der durchgebundene Stundentakt?
Deutschland hat den neuen Fahrplan IIRC noch nicht veröffentlicht. Die grenzüberschreitenden Züge nach AT und in die Schweiz findest du aber in den ÖBB- und SBB-Online-Fahrplänen.
 
Also bei mir werden auch in der SBB und der ÖBB-App keine Verbindungen angezeigt nach dem 13.12.2020
 
Pilatus schrieb:
Also bei mir werden auch in der SBB und der ÖBB-App keine Verbindungen angezeigt nach dem 13.12.2020

Moin,
damit dies funktioniert muss die DB die Daten an das jeweilige EVU übermitteln. Dies wird nicht vor Veröffentlichung des neuen Fahrplanes geschehen.
Wir Schweizer sind da etwas verwöhnt, dass wir neue oder veränderte Angebote idr schon ein halbes Jahr im Voraus anschauen können ;) . Änderungen sind bis zum jeweiligen definitiven Fahrplanentwurf natürlich noch möglich.
Dank dem Dachverband das VöV funktioniert dies sogar bei allen Schweizer Verkehrsunternehmen.

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.

Grüsse
 
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