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Zwiespältige Moral?!

Also wenn es in den Urlaub geht, gibt es ja leider keine Alternative zum PKW. Dazu ist der öffentliche Verkehr viel zu schlecht ausgebaut.

Aber im Alltag ist es sicherlich vertretbar, für kurze Entfernungen mal das Fahrrad zu nehmen. Wenn man in der Stadt wohnt, hat man ja in der REgel auch ne gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
 
Alles eine Frage der Relationen:

Punkt 1: indem Du auf dem Gletsher skifährst schadest Du ihm im Zweifel (um ein paar Ecken) mehr, als durch alle Autofahrerei dorthin.

Punkt 2: die Frage ist nicht, wie krieg ich die Leute dazu weniger Autozufahren, sondern wie krieg ich die Autos dazu, weniger Triebhausgase freuzusetzten repsektive die Autohersteller und Tankstellennetzwerke dazu im großen Stil auf z.B. wasserstoff zusetzen.

Punkt3: Güter auf die Schiene ist trotzdem eine sinnvolle Sache - auch aus infrakstrukturellen Gründen.

Punkt 4: sollen die Mullahs lieber Bush in seinen texanischen Sch... Ar... treten - und zwar richtig!

Nur mal zum Thema alternative Energie Versorgung: ich weiß, dass es derzeit ein utopisches Szenario ist (auch wirtschaftlich), aber man stelle sich folgende Situation vor: man stattet Wüsten in Meerlage im großen Stil mit Solarzellen aus. Dazu bieten sich z.B. Wendekreiswüsten an. Mit Hilfe dieser Solarenergie werd aus Meerwasser erst destilliertes Wasser und anschließend Wasserstoffe gewonnen. Damit wiederum kann man ganz sauber jedweden Energiebedarf decken, egal an welchem Ort und egal ob Auto oder Heizung oder Industrie. Der Wasserstoff macht sozusagen die Solarenergie mobil plus die Solarzellen können irgendwo rumstehen, wo sie nicht die Landschaft verschandeln und außerdem noch viel viel besser genutzt werden als auf irgendeinem deutschen Hausdach!

Der Haken ist mir schon auch klar: erstens sind die geeigneten Gebiete politisch allesamt derbst instabil. Zweitens kostet sowas Billionen, wenn man die nötige Forschung mitrechnet. Drittens hat derzeit niemand ein politisches oder wirtschaftliches Interesse daran. Aber in 40 Jahren?

Ist auch nur so 'ne Idee...
 
@floh: für solche Vergnügen musst Du gar nicht in die Schweiz. Das gibt
es in Oberbayern täglich, obwohl man ja gerade von der Arbeit
kommt und das Land nebenan Österreich heisst.

Da sollte man mal lieber drüber nachdenke, was in der
deutschen Innenpolitik falsch läuft.


Übrigens, gab es bis vor zwei Jahren, diese sogenannten ski and rail Tickets von der Bahn, also Bahnfahrt und Skipass zu einem Superpreis.
Das war echt nicht schlecht, da konnte man zum Beispiel mit nach
Garmisch, Oberstdorf, Berchtesgaden, Spitzingsee, usw. fahren.

Nur hat die Bahn dieses sinnvollerweise wieder abgeschafft. Es liegt
wohl eher auch an den ÖPNV, bessere Verbindungen auf Berge und
damit in Skigebiete zu schaffen. Das Problem ist nur, dass diese
Firmen, solchen Service meist nicht kostendeckend anbieten können
und es deswegen auch nicht machen.

Als ich vor fünf Jahren nach Oberaudorf gezogen bin, gab es noch nicht
einmal eine Busverbindung ins Sudelfeld. Quasi Dorf mit Skigebiet, aber
bitte fahren Sie mit Ihrem eigenen Auto den Berg hoch. Hat zwei Jahre
stresserei im Tourismusbüro erfordert, jetzt gibt es den Bus.
 
mal was von mir. Ich habe diesen Winter alle Skigebiete Notabene alle mit dem Zug angefahren obwohl ich ein Auto besitze. Will mir keinen kommen. Ich Leiste meinen Beitrag damit es auch weiterhin Skibetrieb im Sommer geben kann. Nur Leider sind nicht alle so. :? naja wenigstens bin ich nicht schuld und muss nicht meckern. Ich freu mich schon aus Sa. wenn ich über den Gotthard fahr mit 100kM/h und unten auf der Autobahn stehen die Holländer 5 Stunden oder mehr im Stau! Immer wieder eine innerliche befriedigung. :D
 
^^ Du hast auch ganz andere Voraussetzungen. Die Schweiz ist bahntechnisch wesentlich besser erschlossen. Das kann man mit Deutschland nicht vergleichen.
Ich fahr trotzdem viel Zug, fast alle meine Fahrten von Karlsruhe nach Reutlingen laufen via Schiene. Das kann ich mir aber nur deshalb leisten, weil ich ne BahnCard 50 habe, die ich als Student zum halben Preis bekomme. Dieser halbe Preis liegt aber immer noch bei 100 Euro pro Jahr, das ist eigentlich viel zu viel.
Und zum Skifahren von hier aus mit dem Zug, das kannst du vergessen.
Hängt halt immer alles ein bisschen von den Rahmenbedingungen ab, die man hat. Insofern sehe ich da auch keine Doppelmoral, wenn man mit dem Auto zum Skifahren fährt und gleichzeitig über den Gletscherschwund jammert. Und es gibt ja auch noch andere Faktoren, die dazu beitragen. Das alles dem CO2 anzulasten finde ich schon ein bisschen zu viel.
 
Meier Michael schrieb:
Ich freu mich schon aus Sa. wenn ich über den Gotthard fahr mit 100kM/h und unten auf der Autobahn stehen die Holländer 5 Stunden oder mehr im Stau! Immer wieder eine innerliche befriedigung. :D

Nicht alle :wink:

Aber die meissten haben ein wohnwagen und fahren immer nach Frankreich oder Italiën und sind nicht gewöhnt in die Bergen zu fahren, und haben Angst um mit eine Wohnwagen über einem Alpenpass zu fahren.
 
Für diejenigen die im Stau stehen kann ich nur sagen selber schuld. Wer tut sich das eigendlich an für 3 Tage über Pfingsten 500km mit einem Camper zu fahren der gerade mal 90km/h kriecht und dann noch 5 Stunden vor einem Dummen Loch warten bis man durch kann. Sorry aber sowas kann ich mir nicht mal vorstellen. Ich steige am Samstag 8 Uhr 30 in den Zug der fährt mich in 5 Stunden an die Sonne und ich muss mich weder nerven noch anstrengen. :roll:
 
mic schrieb:
@RATM wenn Du von mir ein paar Takte dazu hören willst sagst uns erst mal wann dein Geburtstag ist bzw. wie alt Du bist. Desweiteren ob Du einen Führerschein hast und ob Du Kinder hast und wie weit das nächste Skigebiet von deinem Wohnort entfernt ist.
....Ich kanns mir aber schon fast denken.

Stimmt genau, mit Kind und Kegel kommt man ohne Auto nicht so gut in die Alpen.
Wenn ich schon mal Urlaub habe, dann möchte ich auch mal mit Familie fahren, und das bitte komfortabel. Da spielt bei mir die Umwelt eher eine geringere Rolle, und trotzdem bezeichne ich mich nicht als "Umweltsau". Soll man wegen CO2 nun auf seine Freizeitaktivitäten einschließlich Skifahren verzichten?
Es fängt doch schon bei dieser Problematik dabei an, daß man z.B. mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren könnte (zumindest in Ballungszentren).
Wenn ich mir die Autos anschaue, in denen morgens und abends eine Person sitzt -> bestimmt 90% :evil: !
Also fahre ich persönlich Fahrrad (insgesamt 40 km pro Tag) oder bei sehr schlechtem Wetter U-Bahn - so schone ich letztlich die Umwelt, wenn es wirklich darum geht. In den Urlaub geht es aber bitte mit Auto!

Ich habe es schon mehrfach von Frankfurt am Main aus probiert, in die Alpen nach Austria, Suisse und France mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Es gibt einfach zu viele Nachteile, die letztlich gegen die Benutzung des ÖPV sprechen: 1. zu teuer im Verhältnis zum Auto 2. zu umständlich 3. zu kundenunfreundlich 4. zu unpünktlich, so daß man seinen Anschlußzug verpaßt (nicht nur einmal!) 5. zu kinderfeindlich! 6. fehlender Komfort (viel schleppen, sperrige Gegenstände wie Ski sind kaum unterzubringen) 7. zu langsam. O.k., kann man auch anders sehen, aber das sind meine Erfahrungen.
Abgesehen davon: Skifahren soll ja angeblich total unweltschädlich sein; mir machts einfach Spaß, deshalb werde ich weitermachen solange ich kann.
Das mit den USA als Hauptverursacher der Umweltprobleme sehe ich genauso - die sollen erstmal ihr Las Vegas oder die Millionen Klimaanlagen oder Ihre Riesenautos als Benzinfresser verschrotten :esreicht: , dann können wir gerne nochmal über Europa reden. Ich frage mich weiterhin, warum Europa (gerade jetzt) nicht die USA "zwingen" kann, endlich mal auf den Boden bezüglich Energieverschwendung zu kommen.
An der Erwärmung der Erdatmosphäre sind Flugzeuge wohl nicht ganz unbeteiligt. Wie ist denn das Verhältnis zum Auto? Hat da jemand Zahlen?
 
das problem bei den fliegern sind a) kurzstreckenflüge (zb zürich - genf), wo die triebwerke beim häufigen start ebenso oft volle kraft laufen und b) die tatsache, dass die abgase in großer höhe freigesetzt werden. das greift die atmosphäre stark an.
 
.. also ich fahr leider fast täglich mit dem Auto in die Arbeit. Per Rad sind mir die 5km zu anstrengend (voll verschwitzt ins Geschäft zu kommen), per Auto sinds 10km.

Wenn ich mit dem Bus fahr, muß ich ca. 10-15 Minuten früher aufstehen, um zur gleichen Zeit im Geschäft zu sein. (Voraugesetzt es ist kein Stau auf der Autobahn ;) )
Obwohl der Bus im 7,5min-Takt fährt, die Haltestelle von daheim in 2min zu erreichen ist, und ich ohne umsteigen durchfahren kann. An der Ausstiege-Haltestelle hab ich ca. 3-4min Fußweg bis zum Geschäft.

Ich nehm nur den Bus fast nur, wenn ich in die Stadt will/muß, manchmal auch so, also ca. 1x alle 2 Wochen, tendenz fallend.

Warum fahr ich so selten mit dem Bus?
- Weil ich früher aufstehen müsste
- Im Winter ists arschkalt, auf den Bus zu warten
- Im Sommer ists so heiß, auf den Bus zu warten. Und nicht jeder Bus hat eine Klimaanlage, wohl aber mein Auto ;-)
- Auch Busse haben manchmal verspätung, nachmittags z.B. sinds eher 20 Minuten, wo ich mit dem Bus länger brauch als mit dem Auto, wo ich meistens in ca. 15 Minuten daheim bin.
- ich das Glück hab, daß mein Zuhause und meine Arbeitsstelle recht nah an einer Autobahnausfahrt liegen und ich nicht durch die Stadt fahren muß

Zum Skifahren ists für mich indiskutabel, weil ich
a) keine Lust hab, mit den Schischuhen so weit zu laufen und auch die Schuhe nicht extra schleppen will
b) man 1-3x umsteigen müßte
c) die Busse in den Tälern oft nur alle paar Stunden fahren
d) die Skier bequem das ganze Jahr im Auto liegen

Bahnfahren lohnt sich dann, wenn man's öfters macht, und sich dadurch eine Bahncard lohnt. Allerdings würd ich selten innerhalb Österreichs mit der Bahn fahren, und bei Busse gilts nicht. Also müßt ich nach Italien und Deutschland doch wieder mehr zahlen bzw. zusätzliche Bahncards kaufen. Näh...

Also komm ich halt leider nicht mehr zum Bahnfahren .... weil für 1x nach Nürnberg und Retour ists mir dann auch wieder zu teuer.

Stadtverkehr München, Nürnberg und Innsbruck tu ich mir allerdings mit dem Auto auf keinen Fall an => hier nehm ich liebend gern die Öffis ;)
 
zugfahren ist nicht teurer als autofahren (besonders in der schweiz wo es für touristen ganz günstige angebote gibt wie swisspass, tageskarten,e.t.c). für engelberg z.b. (gletscher) gibt extra angebote die nur ca 5 sfr. teurer sind als die tageskarte. und antehen musste auch nicht am morgen.
auch ich fahre mit dem auto zum skifahren. warum? weil es bequemer ist. das ist der einzige grund. alle anderen gründe sind ausreden um sein schlechtes gewissen zu beruhigen.
 
Zum Thema Auto sag ich nur, man sollte den Dieselhype STOPPEN. Auch wenn die 2-3 Liter weniger verbrauchen ist der Dreck der hinten rauskommt unverhältnismäßig schädlicher. Und der Verbrauch eines Autos hängt stark vom Fahrstil ab, das macht bei mir bis zu 30% aus.

Mit dem Zug zur Uni dauert bei mir 3 mal solang, und ich muss fast 2 Kilometer laufen. Warum ich trotzdem 1-2 mal die Woche Zug fahre? Warscheinlich hab ich ein zu ausgeprägten Ökogedanken.

Aber über die Emission von Autos in Industrieländern zu diskutieren ist für die Füsse, schaut wieviel Abgase die Industrie erzeugt und dann wisst ihr dass die Autodiskussion soviel bringt wie eine einzelne Schneekanone am Aletschgletscher.
 
Natürlich gibts die, aber der Anteil ist nicht nenneswert. Es wird doch nur Diesel gefahren weil der Staat das durch günstige Steuern auf den Diesel subventioniert.
Ihr Schweizer habt es da besser gemacht, da richten sich die Spritpreise nach dem Brennwert des Kraftstoffs. Das ist sinnvoll, in derschweiz seh ich auch kaum Dieselfahrzeuge, zumindest bei den PKW.
 
es reicht, wenn der Partikelfilter einfach vom Staat her vorgeschrieben werden müßte .. Dann sind Dieselfahrzeuge wesentlich besser im Vgl. zu Benzinern...

Also wenn es in den nächsten 1-2 Jahren einen leistbaren Partikelfilter für meinen Fusion gibt oder wenn man wie beim Kat damals eine "Subvention" bekommt, werd ich mir sicher einen einbauen lassen.

Im Endeffekt darf man aber nicht pauschalisieren, ein 200 PS Sportwagen mit Benzin-Motor ist vermutlich in jeder umwelttechnischer Hinsicht schädlicher als ein moderner 70 PS - Commonrail-Turbodiesel ...
 
Alpin-Forum|LSAP schrieb:
ein grund mehr, NICHT in die schweiz zu fahren, so lange es nicht a la schengener abkommen geregelte möglichkeiten zum grenzübertritt gibt.
Als Jugendlicher/Junger Erwachsener wirst dann an der Grenze (im Zug) auch noch vor den Augen der mitreisenden gefilzt, weil du ja sicherlich ein Drogenschmuggler bist. Mein Erlebnis mit der Bahn nach Oberstdorf habe ich ja bereits mehrfach erzählt. Die Version eines "alles andere als" perfekten Tages.

Soviel ich in den Nachrichten gehört hab, haben sich die EU und die Schweiz vergangene Woche in den Punkten Grenzverkehr, Zinsbesteuerung und Bankgeheimnis geeinigt. Es wurde wohl ein Kompromiss gefunden mit dem alle leben können. Ich gehe davon aus, dass die bescheuerten, überzogenen Grenzkontrollen der Deutschen jetzt passee sind. Als häufiger Grenzüberquerer bin ich da heilfroh.
 
Meier Michael schrieb:
mal was von mir. Ich habe diesen Winter alle Skigebiete Notabene alle mit dem Zug angefahren obwohl ich ein Auto besitze. Will mir keinen kommen. Ich Leiste meinen Beitrag damit es auch weiterhin Skibetrieb im Sommer geben kann. Nur Leider sind nicht alle so. :? naja wenigstens bin ich nicht schuld und muss nicht meckern. Ich freu mich schon aus Sa. wenn ich über den Gotthard fahr mit 100kM/h und unten auf der Autobahn stehen die Holländer 5 Stunden oder mehr im Stau! Immer wieder eine innerliche befriedigung. :D

Ich bin bis jetzt in Sommerurlaub fast immer mit dem Zug gefahren, obwohl ich notabene für Benzin nichts bezahlen muss. Bin also trotz erheblicher Mehrkosten Bahn gefahren, weils meines Erachtens viel stressfreier und umweltfreundlicher ist. Außerdem muss ich mir über Stau und den Kram keine Gedanken machen. Die nächsten Jahre werde ich allerdings notgedrungen wieder mitm Auto fahren müssen, da das Bahnfahren mit 2 kleinen Kindern und Gepäck kaum geht.
 
@grenzkontrollen: da bin ich mir nicht so sicher... am letzten wochenende hats jedenfalls noch ordentlich gestaut in kreuzlingen und basel...
 
^^naja ein paar Tage dauert es in der Regel schon wenn internationale Verträge umgesetzt werden sollen
 
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