...alleine im Schatten
Ok, ganz alleine waren wir nicht. Aber alles der Reihe nach.
Traditionell geht es bei uns am 25. oder 26. Dezember Schifahren. Da am 25. das Wetter nicht besonders gut war blieb uns nur der zweite Weihnachtstag. Stellte sich also wie immer die Frage wohin? Das Wetter sollte in den gesamten Nordalpen sehr gut sein einzig die Schneelage schränkte die Auswahl etwas ein. Viele Gebiete, wie Feuerkogel oder Loser, haben noch nicht alles geöffnet, bei anderen war die Talabfahrt entweder noch gar nicht geöffnet oder wurde durch den Regen in eine Eis- oder Sulzbahn verwandelt. Hinterstoder und die 4-Berge meiden wir wegen des großen Andrangs generell und die Tauplitz heben wir uns lieber für den Frühling auf. Also entschieden wir uns für die Galsterbergalm, ein kleines Gebiet im Schatten der 4-Berge - für uns eine Neuentdeckung.
Das Wetter war wie gemeldet sehr gut, gelegentlich zogen ein paar Schleierwolken durch. Durch die nordseitige Ausrichtung und die doch gute Höhenlage blieben alle Pisten den ganzen Tag über schön pulvrig. Der Andrang hielt sich sehr in Grenzen wir konnten eigentlich immer direkt durch das Drehkreuz gehen. Also alles richtig gemacht
Anfahrt: Freistadt - Pruggern in ca. 2:05h
Wetter: Sonne; -6 bis -2°
Schnee Piste: pulvrig; 30-80cm
Schnee Abseits: pulvrig windgepresst; 5-80cm
Wartezeit: max. 1 FBM
Positiv:
keine Wartezeiten
ausreichen Platz auf den Pisten
neues Schigebiet kennengelernt
Negativ:
keine Kuppelbaren Lifte
Aber nun zu den Bildern:
Zweckmäßige Talstation der GUB. Wir bekamen kurz vor Beriebsbeginn noch einen Parkplatz direkt neben der Gondel.
Lost gehts
Ausblick aus der Gondel Richtung Westen. Man erkennt den Sender am Hauser Kaibling.
Die 2.800m lange Bahn bleibt während der Fahrt zwei Mal stehen. Darunter die Talabfahrt.
Blick auf die Galsterbergalm und die 4SB Vorderkar.
Kurz vor der Bergstation.
Weiter gehts zur 4SB, der Hauptbeschäftigungsanlage.
Oben angekommen. So lässt sich ein Schitag starten
Die Pisten fuhren sich hervorragend. Hart aber sehr griffig, kein Eis und sehr gut präpariert.
Blick nach oben. Perfekt zum carven oder einfach "krachen lassen".
Blick über den Kamm nach Süden. Oben am Gipfel wehte den ganten Tag starker Wind. Dementsprechend abgeblasen/windgepresst war das Gelände.
Die 4SB erschließt im Prinzip vier Pisten. Hier die Piste 1, leider etwas knollig.
Neben dem Sessellift und einem kurzen Übungslift gibt es noch diesen Leitner Tellerlift, den Galsterbergalmlift.
Bergstation vom selbigen Lift. Rechts sieht man die Trasse des indirekten Vorgängers der 4SB.
Am Lifthäuschen des Galsterbergalmlifts hängen einige alte Fotos. Hier zwei Bilder des oben genannten Vorgängers.
Letzter Hang der Piste 4.
Piste 1 vorbei an ein paar Hütten.
Zur Abwechslung fuhren wir vor dem Mittagessen die Talabfahrt.
Unter der GUB durch.
Mittelteil der Talabfahrt. Die Piste ist echt nicht schlecht und man kann es gut laufen lassen. Im unteren Drittel merkt man das es reingeregnet hat aber nichts tragisches.
Ohne dieser Piste währe das Gebiet wohl zu klein für einen ganzen Tag.
Haltepunkt der Gondeln.
Wieder oben. Im Bild die Pleschnitzzinkenhütte mit Materialseilbahn.
Vom gesamten Gebiet hat man einen super Ausblick auf das Ennstal. Man erkennt die Bergstation der Mittersteinbahn auf der Tauplitz.
Sowie die Umlenkstation eines Schleppers am Stoderzinken (welcher diese Saison Winterpause macht
Um kurz vor 13:00 Uhr. Auch wenn es nicht immer ganz so leer wir auf dem Foto war, man hatte die Pisten immer fast für einen allein.
Freeridemäßig ging übrigends so gut wir garnichts. Im Wald lag noch zu wenig und oberhalb war alles extrem windgepresst.
Ebenso leere Piste 2.
Auf den Pleschnitzzinken stiegen den ganzen Tag über viele Tourengeher auf und fuhren den Hang daneben ab. Wäre mir bei dem Gefälle und der Lawinenwarnstufe zu gefährlich gewesen.
Übrigends: Auf der Talabfahrt aufsteigende Tourengeher wurden von Seilbahnmitarbeiten kontrolliert ob sie ein Ticket mit haben. Hab ich so auch noch nirgends gesehen.
Blick von der Talabfahrt zurück auf die 4SB, Piste 1 und 3.
Fazit:
Gelungene Neuentdeckung. Der Galsterberg ist neben der Planneralm ein absoluter Geheimtipp um den Massen für einen Tag aus dem Weg zu gehen. Lediglich die lahme 4SB nervt auf dauer da die Bergfahrt doch ein paar Minuten in Anspruch nimmt. Als weiteren Negativpunkt könnte man die nordseitige Ausrichtung betrachten. So liegen im Dezember und Jänner alle Pisten den ganzen Tag über im Schatten. Dies hat uns aber nicht weiter gestört da dafür die Pisten schön pulvrig geblieben sind