Nachdem ich spontan einen freien Tag in Tirol hatte und bestes Skiwetter bei noch kalten Temperaturen vorhergesagt war, musste dieser Tag einfach zum Skifahren genutzt werden. Und da ich ja normalerweise nicht in Tirol unterwegs bin, wollte ich natürlich ein neues Gebiet kennenlernen. Nachdem das Hotel in Landeck gebucht war fiel die Wahl recht schnell auf SLF. Alternative wäre noch Kappl und oder See gewesen, aber der Skibus bis Ladis war dann attraktiver.
Anlagen waren mittlerweile alle geöffnet und auch bei den Pisten fehlte, bis auf einige schwarze, nicht mehr viel. Bei der aktuellen mauen Schneelage allerdings nicht verwunderlich. Während in St. Anton noch tiefster Winter bis ins Tal herrscht, so liegt in Ladis (trotz ähnlicher Höhenlage) kaum mehr Naturschnee. Und auch oben ist die Auflage oft recht dünn, dort aber eher wegen dem Wind. Abstecher ins Gelände waren dementsprechend nicht drin, denn selbst dort wo die Schneehöhe ausreicht, wars sehr windgepresst.
Obwohl aktuell eigentlich nirgends Ferien sind, war ganz gut was los und so musste man bei den Hauptanlagen auch mal ein paar Minuten anstehen. Auf den Pisten hatte man aber immer genug Platz und Hügelbildung blieb fast komplett aus, wenngleich natürlich oft glatte Stellen hervor kamen.
Wetter: sonnig, am Nachmittag hohe Bewölkung , -15 - 0°
Schnee Piste: pulvrig hart, später abgerutscht; 15 - 75cm (lt. Website)
Schnee Abseits: hart windgepresst; 0 - 75cm
Wartezeit: max. 5 min.
Positiv:
neues Gebiet kennengelernt
teilweise richtig schöne Pisten
Negativ:
stellenweise doch viel los
dringend Neuschnee notwendig
Los gehts pünktlich um halb neun an der Sonnenbahn in Ladis. Gut sichtbar ist die schlechte Schneelage auf 1200m.
Nachdem die Möseralmbahn noch geschlossen war, gings erstmal mit der Schönjochbahn weiter. Im Bild der Ausblick von der Bergstation auf die Fisser Nordseite.
Die schattige Nordseite heb ich mir für den Nachmittag auf, also gehts erstmal in die andere Richtung weiter.
Um nicht wieder bis ins Tal abfahren zu müssen, fahr ich über die sehr harte 52 + den Ziehweg 62 zur Sattelbahn. Links ist die rote 68 zu sehen, rechts die bereits grundpräparierte (und mittlerweile auch geöffnete) 67.
Ausblick von der Bergstation Richtung nächstem Ziel: der Planseggbahn, dahinter die Scheidbahnen und ganz hinten lässt sich die Pezidbahn erahnen.
Nachdem ich die Talstation der Planseggbahn verpasst habe, gibts eine Fahrt mit der kurzen Alpkopfbahn - unter der neuen Komperdellbahn durch.
Ausblick auf den richtig hässlich verbauten Stationsbereich der Komperdellbahn/Lazidbahn.
So, nach kurzer Wartezeit, jetzt aber wirklich in der Planseggbahn, die heute ohne Ausfälle zu laufen schien. Rechts die noch sehr schmale 106.
Um das Gewusel um der Komperdellbahn zu umgehen gehts über die schwarze hinten-rum 110 weiter zur den Scheidbahnen.
Als erstes in der oberen Scheidbahn. Wo auf der ebenfalls schwarzen 116 erstmals Spaß aufkommt - schön trassiert und noch super griffig.
Über die Scheidbahn gehts anschließend auf die 138 weiter zum nächsten Ziel: dem Pezid.
Oben angekommen mit genialem Ausblick Richtung Norden.
Bevor es weiter zum Masner geht...
...muss einfach die noch recht frische schwarze 143 gefahren werden. Diese ging auch noch richtig gut - aber durch den wenigen Schnee musste man noch richtig aufpassen, dass einem eine der Wellen nicht aushebt.
Über die blaue 148 gehts weiter zum hintersten und wohl schönsten Eck in SFL: dem Masnerkopf.
Schöner Ausblick in die Geländekammer mit ebenfalls noch guter schwarzer 160 voraus.
Ausblick von der hinten-rum 163 nach Süden.
Nachdem mir die Wartezeiten an der Masnerkopfbahn schön langsam zu lang werden, mach ich zwischendurch einen Wiederholungsfahrt an der Arrezjochbahn.
Um halb zwölf wars mit dann endgültig zu voll und ich wechsle über die Moosbahn wieder zurück Richtung Serfaus, wo sich die etwas abgelegene Lawensbahn für eine Fahrt anbietet.
Anschließend sind die Pisten am Lazid dran, wo mit der 124 und 128 mittlerweile zwei der schwarzen geöffnet sind. Im Bild die wirklich schwarze 128. Leider durch die anschließend notwendige Fahrt mit der kurzen Laustalbahn nicht wirklich wiederholungstauglich.
Weiter gehts nochmal mit der Planseggbahn wo mich die rote 108 schon am Vormittag gut angeschaut hat. Im Gegensatz zu den griffigen Pisten am Masner und den Scheidbahnen hier leider bereits deutlich schlechterer/härterer Schnee.
Schön langsam beginne ich meinen Rückweg. Um nicht bis ins Tal nach Serfaus abfahren zu müssen gehts weiter mit der Königsleithebahn. Darunter die maue Schneelage.
Seitenblick zurück zur Planseggbahn. Irgendwie verwunderlich, dass zwischen den beiden Bahnen nicht noch eine weitere steht. Weitere Pisten gäbe es bei entsprechender Schneelage ja.
Auch mit der Sattelbahn gibts noch eine Wiederholungsfahrt, bevor es wieder zur Schönjochbahn geht.
Oben angekommen ist nun die Nordseite dran, wo auf der 21 trotz Schatten ganz schön was los war.
Nach der Fahrt mit der Almbahn gehts über die heute neu geöffnete 12 wieder nach unten. Leider oben noch sehr knollig und weiter unten dann recht glatt.
Auch die noch recht neue 12er-Bahn will gefahren werden, auch wenn ich nicht ganz verstehe warum hier zwei Leistungsstarke Bahnen quasi direkt nebeneinander stehen - wird in der Hauptsaison aber wohl notwendig sein.
Nach einer Wiederholungsfahrt mit der Schöngampbahn gehts abschließend über die oben noch recht breite 7 wieder ins Tal nach Ladis.
Fazit:
Immer wieder spannend ein neues Gebiet kennenzulernen, was bei diesem Kaiserwetter natürlich doppelt spaß macht. Durch die meist nur geringen Wartezeiten kommt man schön schnell voran, einzig die vergleichsweise schlechte Schneelage fällt natürlich immer wieder auf und die eine oder andere Abfahrt im Gelände wär schon schön gewesen. Generell ist das Gebiet, wie von allen Großen gewohnt, nahezu komplett durchmodernisiert und bietet viel Abwechslung in den jeweiligen Teilgebieten. Während die Pisten vom Plansegg bis zum Masner absolut überzeugen konnten, so war der Rest irgendwie nichts besonderes und stellenweise echt viel zu verbaut.