Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

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Tyrolens
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Tyrolens »

sheridan hat geschrieben: 01.01.2023 - 18:03 Eisig und schwarz ist keine gute Kombination. Hier sehe ich schon den Betreiber in der Pflicht, davor zu warnen. Das ist nämlich nur etwas für Fachwelt-Skifahrer ;-)
War ja nur eine rote Piste und eine, die nicht mal sonderlich schwierig ist, bis auf ein, zwei Stellen vielleicht.

Da es sich um zwei Frauen handelt, kann man auch davon ausgehen, dass Selbstüberschätzung nicht die Ursache war.

So, wie es sich im TT Artikel liest, schafften es die Verunglückten offensichtlich nicht, nach dem Sturz zu bremsen.
Solche trifft man immer mal. Anstatt die Skikanten in die Piste zu rammen, räumen sie alles mögliche mit den Skiern ab. Skifahrer, die im Weg stehen besonders gerne.

Wie ich schon ein paar mal schrieb: Es ist kein so einfacher Sport, wenn man ihn richtig, sicher und ordentlich ausüben will.

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scratch
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von scratch »

Wooly hat geschrieben: 01.01.2023 - 15:59 Fazit: Wir haben den Skisport wie wir ihn Jahrzehnte geplant haben, jetzt müssen wir auch damit leben.
Ist das in anderen Ländern auch so stark ausgeprägt oder vor allem in AT?

Wenn für einen Sport die Schwelle absichtlich so dermaßen tief gelegt wird muss man sich nicht wundern, wenn es auch entsprechend viele Unfälle gibt.
Und auch wenn es aktuell nicht das Thema ist, aber den gleichen Zirkus machen sie ja (vor allem in AT) auch im Sommer mit dem Bikern. Anfänger, Familien und Kinder, viele Murmelbahnen ohne besondere Schwierigkeiten und bei etwas höheren Tempo zerlegt sie es dann. :buhu:
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Spezialwidde
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Spezialwidde »

Tirolldk hat geschrieben: 01.01.2023 - 18:15

Das ist das kleinste Problem an der Sache. Fakt ist, dass der Kunstschnee durch seine Härte und Kompaktheit zu einer aggressiven und schnelleren Fahrweise verleitet die die meisten Urlauber schlichtweg nicht beherrschen und ihr eigenes fahrerisches Können überschätzen. Zweitens gibt es durch die extrem milden Temperaturen keine ausreichenden Sturzräume wenn man über den Pistenrand hinauskommt (genau deshalb gibt es gerade soviele Tote und Schwerverletzte Gäste). Gerade dieser Faktor ist zur Zeit das gefährliche gepaart mit den wechselnden Verhältnissen von hart bis zu sulzig/eisig innerhalb weniger Stunden.

Wenn man weiß das die Übung fehlt, muss man angepasst fahren und genau das tun die meisten nicht! Jeder hält sein Glück selbst in der Hand!
Das will ich ja gar nicht bestreiten. Aber das ist doch schon längere Zeit so. Warum ist es jetzt plötzlich die Hölle? Weil man sich die ruhige Zeit der Lockdowns zurücksehnt?
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horst_w
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von horst_w »

Mehr Pistenrandabsicherung würde mich persönlich nicht stören. Vielleicht rettet sie mich ja auch Mal. Gefallen tut sie mir aber nicht, das ist jedoch egal – landschaftlich schön ist es eh in den wenigsten Skigebieten. Die Lift- und Pistenanlagen sind halt Fremdkörper in der Natur. Aber das ist der Preis für meinen Lieblingssport.
Eher stört mich, dass das mehr an Absicherung bezahlt werden muss. Und das geht nur über die Liftkarten. Dass ich dann für die Darwin-Award Kandidaten mitzahlen muss, find ich nicht so schön.

Sarkastisch könnte man ohnehin sagen, dass Darwin bei der Menschheit nur schlecht funktioniert. Die meisten verunglücken erst nach der Fortpflanzung …
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Pistencruiser »

So ohne Naturschnee, der die Pisten hin und wieder entschärft geht's eben doch nicht so dolle. Die schattseitigen Kunstschneepanzer, auf die es zigmal draufgeregnet hat sind schnell abgefahren und eisig glatt. Wenn's einmal rutscht, rutscht es. Und die Skikanten ins Eis rammen ist leichter gesagt als getan wenn man bspw. Kopf voran einmal Fahrt aufgenommen hat und dazu muss man die Ski auch erst mal noch unter den Füssen haben.
Sicher sind viele Gelegenheitsfahrer mit den derzeitigen Gegebenheiten überfordert und überschätzen zudem ihre Fähigkkeiten - aber jetzt gleich jeden Verunfallten per se als Darwin-Award-Anwärter zu klassifizieren finde ich angesichts von Todesopfern....naja :rolleyes:
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von sheridan »

Tyrolens hat geschrieben: 01.01.2023 - 18:18 War ja nur eine rote Piste und eine, die nicht mal sonderlich schwierig ist

So, wie es sich im TT Artikel liest, schafften es die Verunglückten offensichtlich nicht, nach dem Sturz zu bremsen.
Ok, hatte angenommen, dass es steil gewesen sein muss, wenn man bergab beschleunigt, abhebt und nach 20m freiem Flug in einen Baum prallt. Auf einer roten sollte es eigentlich möglich sein, zumindest zu verzögern. Mit dem Board geht das durch quer stellen extrem effizient, selbst kopfab. Mit Skiern lösen die Bindungen normalerweise aus, dann hat man natürlich nur noch die Stiefel zum bremsen.

Aber nochmal generell zum Thema rücksichtsloses Fahren (bzw schneller Fahren als das Können zulässt): ich habe das eigentlich in der Schweiz so nicht erlebt. Hat das vielleicht mit übervollen Pisten zu tun ? Oder mit Leuten, die nur 1x pro Saison in den Skiurlaub fahren ?
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von molotov »

Pistencruiser hat geschrieben: 01.01.2023 - 20:12 So ohne Naturschnee, der die Pisten hin und wieder entschärft geht's eben doch nicht so dolle. Die schattseitigen Kunstschneepanzer, auf die es zigmal draufgeregnet hat sind schnell abgefahren und eisig glatt. Wenn's einmal rutscht, rutscht es. Und die Skikanten ins Eis rammen ist leichter gesagt als getan wenn man bspw. Kopf voran einmal Fahrt aufgenommen hat und dazu muss man die Ski auch erst mal noch unter den Füssen haben.
Sicher sind viele Gelegenheitsfahrer mit den derzeitigen Gegebenheiten überfordert und überschätzen zudem ihre Fähigkkeiten - aber jetzt gleich jeden Verunfallten per se als Darwin-Award-Anwärter zu klassifizieren finde ich angesichts von Todesopfern....naja :rolleyes:
als ich neulich einige umfaller auf dem Stück von der karlesjochbahn betrachten durfte, wird schnell klar dass Kopf voraus nicht viel zu machen ist und da wars griffig...
ne freundin ist letztes jahr beim Touren im Bach gelandet als sie seitlich im Aufstieg weggerutscht ist. einmal in fahrt und in ungünstiger Position ist der Handlungsspielraum äußerst klein!
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Tyrolens
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Tyrolens »

Schnell musst du sein. Wenn du erst mal Fahrt aufgenommen hast, wird es sehr sehr schwierig.

Es rutschen auch fast jedes Jahr Wanderer auf Schneefeldern ab.

Am besten, mal fällt erst gar nicht hin. Auf einer Eisplatte auszurutschen bedeutet ja noch nicht, dass man auch stürzt. ;)
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Gleitweggleiter »

Auch von mir ein klares Nein zur weiteren Verfangzaunung nach Südtiroler Vorbild.
2025/25: 6 Tage - 4x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron
2024/25: 18 Tage - 11x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron, Warth/Lech, St. Anton, Zugspitze, See, Hintertux
2023/24: 24 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 2x Zugspitze,Kappl/See, Fendels, Spitzingsee, je 1x Adelharz/Buron, Balderschwang, Hintertux
2022/23: 17 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 1x Venet, Kampenwand, See, Hintertux
2021/22: 24 Tage - 19x Kleinwalsertal, 1x Bödele, 1x Kranzberg, 2x Kitzbühel, 1x See
2020/21: 5 Tage - 2x Samnaun, 3x Kleinwalsertal Spezial
2019/20: 8 Tage - 6x Kleinwalsertal, 1x Fendels, 1x Skijuwel
2018/19: 8 Tage - 4x Kleinwalsertal, 2x Hündle, 1x Venet, 1x Kitzbühel
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Latesn
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Latesn »

Gleitweggleiter hat geschrieben: 02.01.2023 - 13:38 Auch von mir ein klares Nein zur weiteren Verfangzaunung nach Südtiroler Vorbild.
Meine Rede ... das Problem ist nur, dass es m.e. nur 2 Möglichkeiten gibt um dem Problem Herr zu werden

a) Die Pisten wieder "schwieriger" machen - weniger intensive Modellierung, weniger Kunstschnee, nicht alles was bei 3 nicht auf dem Baum ist glattpräparieren bzw. durchaus auch mal nur alle 2-3 Tage präparieren -> Da werden aber die Liftbetreiber und der Klimawandel nicht mitspielen

b) Alles verfangzäunen

Beides zusammen ist für mich der Grund viele Gebiete inzwischen einfach zu meiden ... gibt ja noch genug in denen eben nicht Unmengen an Skifahrern rumfahren die ihr Gerät nicht im Griff haben und für die dann entsprechend abgesichert werden muss (und zwar weil man die Pisten geschaffen hat damit diese Leute kommen)
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albe-fr
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von albe-fr »

Latesn hat geschrieben: 02.01.2023 - 22:47
Gleitweggleiter hat geschrieben: 02.01.2023 - 13:38 Auch von mir ein klares Nein zur weiteren Verfangzaunung nach Südtiroler Vorbild.
Meine Rede ... das Problem ist nur, dass es m.e. nur 2 Möglichkeiten gibt um dem Problem Herr zu werden

a) Die Pisten wieder "schwieriger" machen - weniger intensive Modellierung, weniger Kunstschnee, nicht alles was bei 3 nicht auf dem Baum ist glattpräparieren bzw. durchaus auch mal nur alle 2-3 Tage präparieren -> Da werden aber die Liftbetreiber und der Klimawandel nicht mitspielen

b) Alles verfangzäunen

Beides zusammen ist für mich der Grund viele Gebiete inzwischen einfach zu meiden ... gibt ja noch genug in denen eben nicht Unmengen an Skifahrern rumfahren die ihr Gerät nicht im Griff haben und für die dann entsprechend abgesichert werden muss (und zwar weil man die Pisten geschaffen hat damit diese Leute kommen)
c) es sterben halt mal ein paar Jahre lang ein paar mehr Leute und das Problem regelt sich von selbst wieder weg.

Bitte einen sachlichen und höflichen Umgangston verwenden. Danke. / Mod. maba04
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von gorner »

Werna76 hat geschrieben: 01.01.2023 - 17:21 Weiß nicht so Recht wohin damit, hier passt eigentlich am besten, nächster tragischer Unfall:
Am Neujahrstag verunglückten mehrere Skifahrer am Hintertuxer Gletscher, eine 28-Jährige erlitt tödliche Verletzungen. Die Wintersportler hatten auf einem Steilstück einen Sicherheitszaun durchbrochen.
https://www.tt.com/artikel/30841894/wie ... -gletscher

Ich war zwar noch nie dort Skifahren, aber wenn ich das Zeitungsbild richtig interpretiere, wäre dort ein Fangzaun durchaus engebracht. Ist wohl das Ende eines Hanges, wo es dann in einen Skiweg oder so geht. Zumal unter der Piste eine gewisse Absturzgefahr ist. Ungachtet dessen, ob die so tragisch verunglückte Frau gut genug Ski fahren konnte um diese Piste zu fahren, aber auch ein guter Fahrer hätte bei den momentanen prekären Verhältnissen viel Mühe nach dem Sturz irgendwie wieder abzubremsen.
Ich arbeite selbst im Rettungsdienst eines Skigebiets weiss daher leider auch, was bei solchen Verhältnissen passieren kann.
Ich bin auch kein Fan von unnötigen Fangzäunen, wie z.T in Italien, aber da wo es nötig ist, braucht es sie eben, damit zumindest ein Absturz oder ähnliches verhindert werden kann.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von freerider13 »

Ach ja, die Geschwindigkeit. Es fährt sich halt alles so locker flockich heute mit carving Technik. Glatte Pisten tun dann ihr Übriges…

War selber überrascht:
Apps werden ja immer besser. Letztes Jahr schnellste Geschwindigkeit an einem mittelmäßigen 4.3., Pisten schon etwas zerfahren, bloß 2 Lifte schnell weils eigentlich gar nicht so toll war: 111,6 km/h. Auf dem Snowboard.
Hatte ich absolut nicht so empfunden. Und an den schnellen Tagen hatte ich meist die App vergessen…

Nun gehör ich zu denen, die tatsächlich immer kontrolliert und vorausschauend fahren.
Aber ein Gelegenheitsfahrer wird halt auch getäuscht.

Wie man dieses (unterschwellige) Problem in den Griff kriegen kann? Keine Ahnung. Wahrscheinlich doch bloß durch fangzäune.

Aber wenn man mal überschlägt, wie viele Reihen da bei einem Abfahrtsrennen aufgestellt werden, sich dann den Hang da in Hintertux anschaut - dann kann man so grob schätzen, dass die Skifahrerin mit so 50-60 Sachen da durchgerauscht sein dürfte. Und dass dieser Einzelzaun dafür eh niemals ausgereicht hätte.
Jeder, der mal im rennmodus Bekanntschaft mit fangzäunen gemacht hat unterschreibt das sofort.
Man müsste also schon sehr viel mehr aufbauen. Generell. Ob das gewollt ist - keine Ahnung…
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von albe-fr »

gorner hat geschrieben: 03.01.2023 - 00:27aber auch ein guter Fahrer hätte bei den momentanen prekären Verhältnissen viel Mühe nach dem Sturz irgendwie wieder abzubremsen.
ich seh das 'en bissl wie im Strassenverkehr, man sollte halt auf halbe Sichtweite anhalten koennen, und das haben hier halt drei Skifahrer offensichtlich nicht gekonnt. Damit sehe ich in erster Sicht den Fehler bei den Fahrern, die der Piste nicht gewachsen waren. Wir wollen doch nun wirklich nicht, dass demnaechst Pisten gesperrt werden, nur weil sie ein bissl griffig sind - oder?
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Tyrolens »

Übrigens gilt in AT die StVO nicht auf Skipisten. ;)
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Kris »

Liftbetreiber vor schweren Entscheidungen

Bereits elf Menschen sind in dieser Skisaison in Tirols Skigebieten ums Leben gekommen. Viele Skigebietsbetreiber überlegen derzeit, mit welchen Mitteln die Sicherheit erhöht werden könnte.

Mit dem Skiticket würden sich die Gäste nicht nur die Beförderung auf den Berg kaufen, sondern dürfen sich auch darauf verlassen, dass die Pistensicherungspflicht von den Skigebietsbetreibern eingehalten wird.

https://tirol.orf.at/stories/3188772/
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von NeusserGletscher »

Die Diskussion erinnert mich ein wenig an die elektrischen Installationen in manch südlichen Ländern. Die spotten in nicht wenigen Fällen unserer Vorstellung von Sicherheit Hohn. Trotzdem glaube ich nicht, dass dort mehr Menschen durch elektischen Stromschlag ums Leben kommen als hierzulande. Die Menschen wissen halt von Kindes Beinen an, dass man die schönen freiliegenden Drähte nicht anfassen darf. Vor allem bei Regen. Hierzulande macht dagegen manches Erdenkind die Erfahrung, dass man keine metalischen Gegenstände in die eingemauerten Schweine stecken sollte. Irgendwie wächst der Anspruch an "Sicherheit" halt mit jeder Maßnahme und man verlässt sich halt dann auch darauf, dass andere für einen das Denken übernehmen.

Aber das soll bitte keine Wertung für die hier konkret beschriebenen Fälle sein, weil mir deren Umstände und die Örtlichkeiten nicht näher bekannt sind.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Spezialwidde »

Bei den ganzen Sicherheitsmaßnahmen seh ich auch die Gefahr eines Reboundeffektes. Was man bei Autofahrern auch immer mehr beobachtet weil die Karre einem immer mehr abnimmt. Man verlässt sich drauf dass ja nichts passieren kann und schaltet erstrecht den Verstand aus.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von 3303 »

Wenn der Anspruch an die Pisten zu hoch wird, muss man eben weg von den Pisten.

Aus diesem Kreislauf hin zur ausschließlich vorhandenen, eingezäunten Standardpiste wird man vielleicht nur ausbrechen können, wenn man die Klassifizierung und Kennzeichnung der Abfahrten ähnlich zu dem in den USA und Kanada üblichen System vornimmt.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von talent »

albe-fr hat geschrieben: 02.01.2023 - 22:59
Latesn hat geschrieben: 02.01.2023 - 22:47
Gleitweggleiter hat geschrieben: 02.01.2023 - 13:38 Auch von mir ein klares Nein zur weiteren Verfangzaunung nach Südtiroler Vorbild.
Meine Rede ... das Problem ist nur, dass es m.e. nur 2 Möglichkeiten gibt um dem Problem Herr zu werden

a) Die Pisten wieder "schwieriger" machen - weniger intensive Modellierung, weniger Kunstschnee, nicht alles was bei 3 nicht auf dem Baum ist glattpräparieren bzw. durchaus auch mal nur alle 2-3 Tage präparieren -> Da werden aber die Liftbetreiber und der Klimawandel nicht mitspielen

b) Alles verfangzäunen

Beides zusammen ist für mich der Grund viele Gebiete inzwischen einfach zu meiden ... gibt ja noch genug in denen eben nicht Unmengen an Skifahrern rumfahren die ihr Gerät nicht im Griff haben und für die dann entsprechend abgesichert werden muss (und zwar weil man die Pisten geschaffen hat damit diese Leute kommen)
c) es sterben halt mal ein paar Jahre lang ein paar mehr Leute und das Problem regelt sich von selbst wieder weg.
Das Problem hat zwei Facetten:
wer (mangels Können/ Rücksicht) unkontrolliert fährt könnte selbst sterben UND gefährdet andere

Gerade das zweite macht mir zunehmend Angst. Als guter Skifahrer ist man immer wieder in der Situation, dass wesentlich schlechtere „Kollegen“ aggressiv fahren. Dagegen helfen Fangnetze leider nur bedingt, sind aber besser als der bestehende Pro-Forma-Zaun.

Wenn sich die Piste an einem einsamen SL in der Schweiz befände, der zu entsprechend geringen Frequenzen führt, fände ich die im Bild des Artikels gezeigte Absperrung ausreichend. Bei einer durch 2 Gondeln erschlossenen Talabfahrt eines Zillertaler Ski-Industrie-Gebiets darf man meiner Meinung nach schon über Verbauung à la Dolomiti Superski nachdenken. ;-)
Saison 24/25: Ischgl-Samnaun, Sonnenkopf, Hochlitten, Hochoetz, Kühtai, Kitzbühel, Arosa-Lenzerheide, Vals Dachberg, Adelboden-Lenk, Tschentenalp, Elsigenalp, Lenk-Betelberg, Elsigen-Metsch, St. Moritz Corviglia, Corvatsch

Saison 23/24: Ski Dubai, Serfaus-Fiss-Ladis, Ski Arlberg, Grasgehren, Ifen & Walmendinger Horn - Heuberg, Lermoos & Wettersteinbahnen, Crans-Montana, Grimentz-Zinal, St. Luc & Chandolin, Vercorin

Saison 22/23: Ladurns, Kronplatz, Gitschberg-Jochtal, Grimentz-Zinal, St. Luc & Chandolin, Malbun, Kühtai, Ratschings, Stubaier Gletscher, St. Moritz Corviglia
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von skifuzziWi »

Ist die Talabfahrt am tuxer eine Piste oder eine Route ?
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von GIFWilli59 »

skifuzziWi hat geschrieben: 03.01.2023 - 11:14 Ist die Talabfahrt am tuxer eine Piste oder eine Route ?
War lange eine Route und wurde vor ein paar Jahren zur Piste gemacht. Beschneiung gab es aber schon vorher.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von skifuzziWi »

GIFWilli59 hat geschrieben: 03.01.2023 - 11:19
skifuzziWi hat geschrieben: 03.01.2023 - 11:14 Ist die Talabfahrt am tuxer eine Piste oder eine Route ?
War lange eine Route und wurde vor ein paar Jahren zur Piste gemacht. Beschneiung gab es aber schon vorher.
Ok,dann hatte ich es von früher doch noch richtig in Erinnerung, dass es eine Route war.

Als ausgewiesene Piste sollten sie sie halt einfach schließen bei eisigen Verhältnissen.
Wer dann fährt hat selber Schuld
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von talent »

GIFWilli59 hat geschrieben: 03.01.2023 - 11:19
skifuzziWi hat geschrieben: 03.01.2023 - 11:14 Ist die Talabfahrt am tuxer eine Piste oder eine Route ?
War lange eine Route und wurde vor ein paar Jahren zur Piste gemacht. Beschneiung gab es aber schon vorher.
Ein paar Jahre ist etwas untertrieben. ;-) Laut Newsforum ist sie schon seit 2013/14 eine Piste. Damals wurde die Lawinenverbauung ausgebaut. Beschneiung gibt es schon seit 2006.
Saison 24/25: Ischgl-Samnaun, Sonnenkopf, Hochlitten, Hochoetz, Kühtai, Kitzbühel, Arosa-Lenzerheide, Vals Dachberg, Adelboden-Lenk, Tschentenalp, Elsigenalp, Lenk-Betelberg, Elsigen-Metsch, St. Moritz Corviglia, Corvatsch

Saison 23/24: Ski Dubai, Serfaus-Fiss-Ladis, Ski Arlberg, Grasgehren, Ifen & Walmendinger Horn - Heuberg, Lermoos & Wettersteinbahnen, Crans-Montana, Grimentz-Zinal, St. Luc & Chandolin, Vercorin

Saison 22/23: Ladurns, Kronplatz, Gitschberg-Jochtal, Grimentz-Zinal, St. Luc & Chandolin, Malbun, Kühtai, Ratschings, Stubaier Gletscher, St. Moritz Corviglia
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von GIFWilli59 »

Bei meinem ersten Besuch 2012 war es jdfls noch eine Route :wink:
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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