Cortina d'Ampezzo / Tofana 6. März 2025 - Vermeidbare Defizite

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Harzwinter
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Cortina d'Ampezzo / Tofana 6. März 2025 - Vermeidbare Defizite

Beitrag von Harzwinter »

Cortina d'Ampezzo / Tofana 6. März 2025 - Vermeidbare Defizite

Anfahrt: Wolkenstein - Sellajoch - Alta Badia - Falzaregopass - Cinque Torri / Bai de Dones 1:05 h
Wetter: Sonnig, 0°C bis +5°C
Schnee: Geschätzt 30-50 cm Alt- und Maschinenschnee
Anlagen in Betrieb: Im Tofanagebiet alle außer Gipfel-PB und DSB Cacciatori
Gefallen: Verbindungs-EUB Cortina Skyline, Landschaft, Panorama, Bergrestaurant Duca d'Aosta, Abfahrten der KSB Bus Tofana in der höchsten Etage.
Nicht gefallen: Talkessel Cortina schneelos, unterlassene Pistenpräparation, falsche Internetinfo zum Öffnungsstatus Talabfahrt Cortina, Service-Unwille Bergrestaurant Pomedes, Gipfel-Pendelbahn Tofana geschlossen, DSB Cacciatori geschlossen, grauenhafter Zustand schwarze Abfahrt 51 / Forcella Rossa, grundlose (und von uns ignorierte) Pistensperrung Ra Freza - Olimpia.
Bewertung: 2,5 von 6 Punkten

An unserem gemeinsamen Ausflugstag im Faschings-Skiurlaub in Gröden stellten wir für Harzwinter Junior die Skigebiete Sexten und Cortina d'Ampezzo zur Auswahl. Er entschied sich für Cortina. Schon 2022 hatten wir ohne ihn von Wolkenstein einen Tagesausflug nach Cortina d'Ampezzo unternommen ... bereits damals bei schwacher bis nicht vorhandener Naturschneelage in Cortina, aber mit anständig präparierten Maschinenschneepisten. Da wir 2022 erhebliche Probleme hatten, an der Socrepesbahn einen Parkplatz zu bekommen, parkten wir diesmal schon im Skigebiet Cinque Torri auf halber Strecke zwischen Falzaregopass und Cortina auf dem kostenlosen Parkplatz der KSB Bai de Dones und benutzten von dort die abfahrtslose Verbindungs-EUB Cortina Skyline zu den unteren Skihängen im Tofana-Skigebiet von Cortina, namentlich zur 4KSB Olimpia ganz links auf dem Pistenplan. Das funktionierte gut. Die lange Verbindungs-EUB benötigt ca. 15 Minuten.

Mit Benutzung der 4KSB Olimpia bleibt man im oberen Bereich der leichten Übungshänge von Cortina und muss zum Erreichen der Tofana-Seilbahn nicht bis hinunter nach Socrepes abfahren, sondern landet per Hangquerung direkt an der Talstation 6KSB Tofana Express. Es waren weniger Skifahrer unterwegs als beim Besuch 2022. Im grauenhaften interaktiven Pistenplan von Cortina und in den Öffnungsstatus-Listen war diesmal die Talabfahrt 44 ins Ortszentrum Cortina als geöffnet eingetragen, was uns 2022 verwehrt blieb. Um sie in noch gutem Zustand mitnehmen zu können, fuhren wir zunächst von der Bergstation Tofana Express über die blaue 43 zur Mittelstation der EUB Cortina - Col Druscie. Doch schon hier fiel uns die schlechte, zerfahrene Pistenqualität auf ... von den wenigen Skifahrern des Tages konnte die Abfahrt noch nicht so zugerichtet sein. Man hatte sie für diesen Tag einfach nicht präpariert. :( An der EUB-Mittelstation dann die nächste Enttäuschung: Erneut war die Talabfahrt nach Cortina entgegen allen Internetinformationen geschlossen. :( Also fuhren wir stattdessen die Abfahrt 40 (rot) und die bereits weiche, aber immerhin präparierte 41 (schwarz).

Zwecks Panorama und Mittagseinkehr nahmen wir noch nicht die Pendelbahn hinauf in die Tofana, sondern wechselten zunächst ins Pomedesgebiet. Auch hier eher wenige Skifahrer, aber großenteils zerfahrene Abfahrten ohne irgendwelche erkennbaren Präparationsmerkmale. Eigentlich wollten wir um 11:30 Uhr auf der Terrasse des Bergrestaurants Pomedes essen. Dessen Küche öffnet aber erst um 12 Uhr, und die Bedienung hatte - ähnlich wie 2022 - keine Lust, vorher auch nur eine Getränkebestellung aufzunehmen. Also fuhren wir dort unverrichteter Dinge wieder weg. Viel, viel besser war es dann eine Abfahrt tiefer beim Restaurant Duca d'Aosta: Küche geöffnet, freundliche, schnelle Bedienung und günstige Gerichte. Nächstes Mal fahren wir zum Essen gleich dort hin.

Da uns die abgesehen von wenigen Ausnahmen unpräparierten Abfahrten auf Pomedes nicht zusagten, wechselten wir nach dem Essen zur Pendelbahn nach Ra Valles und fuhren mit ihr in die höchste Etage des Tofana-Skigebiets von Cortina. Auch dort war sichtbar nicht präpariert worden, aber die niedrigeren Temperaturen und noch weniger Skifahrer hatten die Pisten besser konserviert als unterhalb. Wie schon 2022 waren sowohl die Tofana Gipfel-Pendelbahn als auch die DSB Cacciatori geschlossen. Man könnte sooo viel mehr draus machen ... in Österreich oder "nebenan" in Gröden würden die Betreiber bei so einem Angebot vor Scham im Boden versinken. Das Heizen über die Abfahrten der 4KSB Bus Tofana in toller Hochgebirgsatmosphäre machte natürlich trotzdem wieder viel Spaß. Harzwinter Junior und ich fuhren erwartungsvoll eine Proberunde über die schwarze, steile Verbindungsabfahrt 51 / Forcella Rossa in die tiefere Skigebietsetage ... und waren entsetzt. Hier war augenscheinlich tagelang nicht präpariert worden; auf der 2022 in gutem Zustand befindlichen, durch ihre Steilheit mit Fahrspaß fordernde Abfahrt kämpften wir uns diesmal durch kniehohe Sulzbuckel, die sich fuhren wie aushärtender Mörtel. Der Zustand der gesamten Abfahrt - auch tiefer im rot ausgewiesenen Bereich - war einfach nur grauenhaft, schlimmer als der Auslauf der Wolkensteiner Ciampinoi-Talabfahrt abends nach Ferien-Massenbetrieb, und das will schon was heißen. Noch nie bin ich in den Dolomiten so schlechte, weil nicht präparierte Pisten gefahren wie diesmal in Cortina. :( Frau Harzwinter (als gute Skifahrerin!) nahm auf unsere Empfehlung für die Talfahrt von Ra Valles nach Col Druscie lieber die Pendelbahn. Harzwinter Junior als jugendliches Kraftpaket wollte noch ein zweites Mal über die Piste 51 abfahren, also begleitete ich ihn sicherheitshalber widerwillig und war nach der zweiten Konditionstortur auf der Forcella Rossa-Abfahrt erschöpft. Mehr als die Rückkehr zum Auto über die Übungshänge und deren Sesselbahnen Ra Freza und Olimpia sowie die Verbindungs-EUB Cortina Skyline war für uns anschließend nicht mehr drin. Gottseidank mussten wir für die Rückkehr nicht die 6KSB Pié Tofana benutzen, die stand nämlich nachmittags lange still und gab bereits Lautsprecherdurchsagen durch. Übrigens ist auf dem Dolomiti Superski-Pistenplan von Cortina die Abfahrt von der kurzen 4SB Ra Freza zur 4KSB Olimpia nicht eingetragen; es gibt sie aber gottseidank, sonst hätten die Benutzer der Verbindungs-EUB ein Problem. Die grundlose Sperrung dieser Abfahrt per Absperrseil ignorierten wir genau so wie alle anderen Skifahrer; anders käme man auch gar nicht zur KSB Olimpia zurück, an deren Bergstation die Verbindungs-EUB startet.

Skifahrerisch enttäuscht von Cortinas Tofana-Skigebiet entschieden wir uns am Parkplatz Bai de Dones um 15:45 Uhr für eine abschließende Fahrt hinauf zu den Cinque Torri samt Einkehr. Aussicht und Kakao an den Cinque Torri hoben die Stimmung wieder. Und die Abfahrt von den Cinque Torri zum Parkplatz über die rote Abfahrt 14 erinnerte uns daran, wie gut sich Dolomitenpisten eigentlich fahren lassen ... wenn sie denn präpariert werden.

Fazit:
Nächster Cortina-Besuch erst wieder bei guter Naturschneelage und schon gar nicht in 2026, weil dann dort die olympischen Winterspiele stattfinden. Ob das Leistungsniveau von Cortina dann wohl auch so schlecht ist? Aber vielleicht ist dann ja die Tofana-Gipfelseilbahn im Winter geöffnet. :D

39 Fotos aus Cortina d'Ampezzo:

Verbindungs-EUB Cortina Skyline zwischen dem Rand des Tofana-Skigebiets und dem Skigebiet Cinque Torri.
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Die EUB Cortina Skyline endet an der Bergstation der KSB Olimpia am Südrand des unteren (Übungshang-)Bereichs des Tofana-Skigebiets. Hinten Monte Cristallo und Cima Cadin.
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Mit der KSB Tofana Express aus dem Übungsgebiet an den Fuß der Tofanawände.
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Da die Talabfahrt nach Cortina in allen Internetberichten als geöffnet gelistet war, fuhren wir zuerst zur EUB Cortina - Col Druscie. Doch an der Mittelstation: Pustekuchen, Falschinfo. :(
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Wir nahmen stattdessen die schwarze Abfahrt 41 vom Col Druscie unter die Kanten. Hinten Sorapis und Antelao.
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Schwarze Abfahrt 41. Na ja, genau so wenig schwarz wie Grödner schwarze Abfahrten.
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Also wechselten wir zunächst ins Pomedesgebiet. 3SB Pomedes.
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Zwar ist die Pomedes ein hervorragender Aussichtspunkt - hier mit Cristallo, Sorapis, Antelao, Pelmo und Croda da Lago -, aber das gleichnamige Bergrestaurant hat den Service nicht erfunden, also fuhren wir wieder weg.
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Zoom von Pomedes zum Monte Pelmo und Croda da Lago.
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Zoom von Pomedes zur Marmolada.
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Schwarze Abfahrt Stratofana Olimpica von Pomedes.
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Über teilweise vom Vortag nicht präparierte Abfahrten ...
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... bemühten wir uns nach der Mittagseinkehr wieder zur Mittelstation der EUB Cortina - Col Druscie, die als Zubringer zur Tofana-Pendelbahn benötigt wird.
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Kabinen der Pendelbahn nach Ra Valles.
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Pendelbahnstationen Ra Valles und Tofana einträchtig übereinander.
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Tofana-Pendelbahn nach Ra Valles.
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Rückblick mit Sorapis und Antelao. Cortina ist in der Wintersaison mal wieder grün.
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Da geht's nachher auf Ski runter: Schwarze Abfahrt Forcella Rossa.
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Obwohl ebenfalls vom Vortag nicht präpariert, hatten wir Spaß auf den Abfahrten auf Ra Valles.
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DSB Cacciatori auf Ra Valles leider außer Betrieb, wie schon beim letzten Besuch.
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Abfahrt Canalini auf Ra Valles.
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Teilweise exponierte Trassenführung der KSB Bus Tofana.
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Abfahrt Bus Tofana gegen Monte Cristallo.
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Abfahrt Canalini.
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Wie man am zerfahrenen Gelände sieht, hält sich keiner dran.
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Abfahrt Bus Tofana vom Vortag nicht präpariert und darum oben zerfahren.

Zoom von Ra Valles auf Berge der Dolomiti Settentrionale di Zoldo: Sfornioi Nord und Sud, Sasso di Bosconero, Sasso di Toanella und Rocchetta Alta.
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Die Gipfelbahn zur Tofana di Mezzo fährt im Winter quasi nicht ... obwohl sie auch dann ein Magnet wäre.
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Im Winter hat sie nur wenige, nicht kalkulierbare Betriebstage. :(
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Start der steilen, schwarzen Abfahrt Forcella Rossa in die tiefere Skigebietsetage. Hinten Sorapis und Antelao.
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Leider wurde auch die Abfahrt Forcella Rossa nicht präpariert und besteht aus kaum befahrbaren, hohen Sulzbuckeln, was das Foto kaum wiedergibt. Hinten Monte Pelmo und Croda da Lago.
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Frau Harzwinter nahm nach unserer Beschreibung des Zustands der Abfahrt lieber die Pendelbahn für die Talfahrt.
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Je tiefer man kam, desto übler wurde die Abfahrt Forcella Rossa, ...
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... um gegen Abfahrtsende zu nur noch einer schmalen befahrbaren Spur zu verkommen. Noch nie bin ich in den Dolomiten so schlechte Abfahrten gefahren. :(
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Zurück im unteren Übungsbereich der Tofanahänge. Querungsabfahrt von der kurzen 4SB Ra Freza zur 4KSB Olimpia. War offiziell gesperrt, aber augenscheinlich grundlos.
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Mit einer letzten Fahrt in der KSB Olimpia zur Verbindungs-EUB Cortina Skyline verlassen wir das Tofana-Skigebiet.
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Mit der Verbindungs-EUB Cortina Skyline zurück zum Parkplatz an den Cinque Torri.
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Eine Entschädigungs-Fahrt hinauf zu den Cinque Torri ist zeitlich noch drin.
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An den Cinque Torri (besucht 2024) ist es wunderschön!
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Und die Abfahrt von den Cinque Torri beweist, dass Dolomiten-Skiabfahrten gut sind, wenn man sie denn bloß präpariert.
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skilinde
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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 6. März 2025 - Vermeidbare Defizite

Beitrag von skilinde »

Danke auch hierfür.

Cortina kann man meiner Meinung nach nur noch meiden, außer wenn man Panorama schauen will, da ist Cortina ganz groß und für mich hinter St. Martino di Castrozza auf Platz 2.

Ansonsten:
vermutlich der wenigste Natur-Schnee im Durchschnitt von Dolomiti Super Ski. Sehr wahrscheinlich die schlechteste Kunstschneeanlage in Dolomiti Super Ski. Präparation öfter mal Mau. Liftanlagen teilweise zu alt.

Vielleicht passiert jetzt was zu Olympia. Ansonsten brauche ich da nicht mehr hin.

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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 6. März 2025 - Vermeidbare Defizite

Beitrag von Harzwinter »

Wir sind hauptsächlich für Harzwinter Junior für einen Tag nach Cortina d'Ampezzo gefahren, damit er diesen "historischen Wintersportort" auch mal kennenlernt und andere Impressionen geboten bekommt als Gröden, Alta Badia und Sella Ronda. Dass es im Vergleich zu anderen Skigebieten so schlecht werden würde, haben wir nicht erwartet. :D

Als Familie werden wir im Winter von Gröden aus auch nicht mehr nach Cortina fahren. Ich möchte noch ein einziges mal hinfahren, wenn es im Gebiet Faloria/Cristallo endlich eine neue Forcella Staunies-Bahn gibt und viel Schnee liegt, damit ich Faloria samt ehemaliger Talabfahrt mitnehmen kann (mittlerweile hat es gar keine mehr). Danach kommt auch für mich der Deckel drauf.

Ansonsten gebe ich Dir Recht - Cortina schreit vom Leistungsniveau danach, für Alpinski gemieden zu werden. Das hat es teilweise mit einigen der althergebrachten, glorifizierten Alpen-Skidestinationen wie Seefeld, Garmisch, Davos oder Crans-Montana gemeinsam, die vom ehemaligen Weltruf leben und sich selbst zu den "Best of the Alps" gekürt haben, dem Sammelbecken großenteils in die Jahre gekommener Wintersportorte. Olympia 2026 hält Cortina sicherlich nur ab, um die lokale Infrastruktur nicht auf eigene Kosten erneuern zu müssen. Ansonsten sind Winterolympiaden in Mitteleuropa bereits aus der Zeit gefallen.

Die offenbar chronisch maue Naturschneesituation teilt sich Cortina durchaus mit anderen Dolomiten-Destinationen. Pozza und Vigo di Fassa zum Beispiel oder St. Ulrich habe ich noch nie in weiß gesehen, immer nur in braun. Deshalb könnte ich dort eben so wenig Skiurlaub machen wie in Cortina. :rolleyes:
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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 6. März 2025 - Vermeidbare Defizite

Beitrag von skilinde »

Stimme Dir in allen Punkten zu, außer das ich zweimal in Pozza als Basis war (2009 und 2020 genau vor den Lockdown) und es beides Mal Schnee im Tal hatte … 2009 viel, 2020 wenig, aber weiß war es. In Vigo war es 2020 schon anders.

Auch dass Du weniger Schnee in Alta Badia als in Wolkenstein hattest, finde ich ungewöhnlich (Weihnachten war das gefühlt noch anders).

Pauschal würde ich bzgl. der Schneemenge an der Sella Ronda sagen: Fodom > Fassa > Badia > Gardena

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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 6. März 2025 - Vermeidbare Defizite

Beitrag von Harzwinter »

skilinde hat geschrieben: 15.03.2025 - 05:44 Auch dass Du weniger Schnee in Alta Badia als in Wolkenstein hattest, finde ich ungewöhnlich (Weihnachten war das gefühlt noch anders).
Val Badia unterhalb von La Ila, nicht Alta Badia. Colfosco und Corvara hatten dieselbe Schneelage wie Wolkenstein und St. Christina. Nur unterhalb von La Ila sah es so unwinterlich aus.
skilinde hat geschrieben: 15.03.2025 - 05:44 Pauschal würde ich bzgl. der Schneemenge an der Sella Ronda sagen: Fodom > Fassa > Badia > Gardena
Die Schneelage von Arabba ist rund um die Sella immer die beste (zumindest an den Nordhängen), weil der Ort ca. 100 m höher liegt als Alta Badia oder Wolkenstein und das Tal etwas tiefer eingeschnitten ist. Arabbas Südhänge sind aber auch beeinträchtigt. Beim Fassatal haben wir beide bei der Schneeversorgung offenbar gegenteilige Erfahrungen gemacht, aber das ist ja durchaus möglich. :wink:
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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 6. März 2025 - Vermeidbare Defizite

Beitrag von skilinde »

Harzwinter hat geschrieben: 15.03.2025 - 12:43 Val Badia unterhalb von La Ila, nicht Alta Badia. Colfosco und Corvara hatten dieselbe Schneelage wie Wolkenstein und St. Christina. Nur unterhalb von La Ila sah es so unwinterlich aus.



Die Schneelage von Arabba ist rund um die Sella immer die beste (zumindest an den Nordhängen), weil der Ort ca. 100 m höher liegt als Alta Badia oder Wolkenstein und das Tal etwas tiefer eingeschnitten ist. Arabbas Südhänge sind aber auch beeinträchtigt. Beim Fassatal haben wir beide bei der Schneeversorgung offenbar gegenteilige Erfahrungen gemacht, aber das ist ja durchaus möglich. :wink:
Ahh, zu schnell gelesen. Ist klar, da ist die „Heilikreuzseite“ ja sehr schnell bis in große Höhen schneefrei.

Arabba dürfte aufgrund der Lage im Schnitt auch merklich mehr Schnee bekommen als der Rest um die Sella.

@Fassa: ja 😂

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Re: Cortina d'Ampezzo / Tofana 6. März 2025 - Vermeidbare Defizite

Beitrag von Harzwinter »

Hier noch ein Beweisbild der Schneelage im Fassatal im März 1973, fotografiert von der Alpe Lusia aus. :lach:
Das ist ein gescanntes Dia von Opa Harzwinter.
Meine Familie war damals mit der Frankfurter Naturfreunde-Sektion in Pozza di Fassa. Beschneiung gab es damals noch nicht. Das war so "überzeugend", dass sie im Folgejahr zum Skifahren auf die Bettmeralp wechselten ... und dort jahrelang blieben.
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