Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

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Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von Harzwinter »

Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Anfahrt: Ettlingen - A8 - München - Salzburg - A10 - Golling - Werfen - Werfenweng staufrei in 4:23 h
Wetter: Wolkenlos, warm, +3 bis +17°C
Schnee: geschätzt 50 cm Maschinen- und Altschnee. Täler und Südhänge abgetaut.
Anlagen in Betrieb: Alle außer SCHL Schnapfenriedl. Stillgelegter SCHL Ladenberg 2 steht noch samt Seil am Berg.
Wartezeit: keine
Gefallen: Panorama, wirklich gute Maschinenschneeabfahrten und Präparation
Nicht gefallen: Beschäftigungsgebiet ist recht klein. Zubringer-Gebiet Rosnerköpfl nicht gut angebunden.
Bewertung: 5 von 6 Punkten

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Dieser Schneebericht ist Teil meiner viertägigen Österreich-Skifahrt im März 2025:

Werfenweng 20. März 2025
Eben / Monte Popolo 20. März 2025
Filzmoos / Papagenobahn 20. März 2025
Skiregion Dachstein West (Gosau / Rußbach / Annaberg) 21. März 2025
Spital am Pyhrn / Wurzeralm 22. März 2025
Hinterstoder 22. März 2025
Göstling / Hochkar 23. März 2025

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Wie jedes Jahr war ich auch im März 2025 wieder auf 4tägiger Soloskifahrt. Eigentlich wollte ich ins Wallis und ggfs. ins Aostatal. Start sollte am Samstag, dem 15. März sein. Eigentlich zu spät für so eine Skifahrt in typischerweise kleine und teilweise niedrig gelegene Skigebiete, aber wegen der sehr späten Faschingsferien ging es diesmal nicht anders. Doch am Wochenende des 15./16. März war das Wetter im gesamten Alpenraum so schlecht, dass ich verschieben musste. Nun wurde es der 20.-23. März. Wie es nicht anders kommen kann, wurde das Wetter auch am Wochenende 22./23. März in den Westalpen von Südwesten her schlecht. Der Plan von Wallis und Aostatal platzte mal wieder, und ich stellte zähneknirschend fest, dass mir wetterbedingt meine letzte März-Skifahrt in die Schweiz im Jahr 2019 möglich war. :( . Nach langem Konsultieren von Alpenvereins-Wetterbericht und Openskimap.org plante ich auf die Nordostalpen um, wo das Wetter am längsten gut bleiben sollte. Somit wurde es das Dreiländereck Salzburg / Steiermark / Oberösterreich. Dort lag zwar im Alpenvergleich wenig Naturschnee. Es waren aber noch diverse, auch niedrig gelegene Skigebiete geöffnet.

Für den Start brauchte ich ein Skigebiet mit guter Verkehrsanbindung. Ich begann mit Werfenweng, das in der Nähe der Salzburger Autobahn 10 liegt. Hier bin ich schon mehrfach wegen anderer Prioritäten vorbeigefahren.

Bei der Fahrt durch Werfenweng war ich etwas irritiert. Das Ortszentrum wurde an der Hauptstraße mit einer riesigen Betonfassade "verschönert" ... sozusagen das Brelin aus Les Menuires passend gemacht. So etwas reduziert den Charme eines Salzburger Urlaubsorts erheblich ... ob die Touristen das wohl ansprechend finden werden? Die ebenso betonklotzige Talstation der mir bis dato gar nicht bekannten Zubringer-EUB Rosnerköpfl besteht dort schon seit 2013. Liftparkplätze gibt es im Ort aber keine. Die Tagestouristen sollen weiterhin hinter Werfenweng im Weiler Zaglau an der Talstation der Ikarusbahn auf die Bischlinghöhe parken.

Früher gab es in Werfenweng zwei verschiedene Zubringerbahnen, nämlich eine zweite als DSB im Weiler Wengerau in einem Nebental. Dort gab es auch eine zweite Talabfahrt und zwei Übungslifte. All das verschwand bereits um das Jahr 2000, keine Ahnung warum. D.h. das Skigebiet war früher etwas größer als heute. Die Bahn von Zaglau auf die Bischlinghöhe war früher eine DSB auf anderer Trasse, die nur bis zu den Beschäftigungsanlagen am Berg fuhr.

An der Talstation der Ikarusbahn angekommen, war ich zunächst wenig erfreut. Die EUB-Talstation wurde von mindestens 200 Schülern belagert. War hier heute lokaler Schul-Skitag? Oder waren hier so viele Schulklassen im Skilager? Ich fand es nicht heraus. Aber die Hälfte der Kids blieb sowieso an den Tal-Übungsliften, und die andere Hälfte verteilte sich im Skigebiet gut, also kein Problem.

Am EUB-Einstieg musste ich zunächst warten. Die EUB wurde angehalten, und eine beschädigte Kabine wurde aus dem Verkehr gezogen und für die Reparatur manuell in die Garagierungshalle gefahren. Bei ihr war der komplette Halter für den Zug der Türöffnungsmechanik von der Kabinenaufhängung abgerissen. Nur ein Rest des Halteblechs war noch da. Keine Ahnung, wie so etwas passieren kann. Am Vormittag erklärten mir EUB-Mitfahrer, dass die EUB (wohl deshalb) vor 9 Uhr länger gestanden hatte. Wenn der Zug für die Türöffnung nicht mehr da ist, geht die Kabinentür nicht mehr auf. Wer drin sitzt, hat dann ein Problem.

Wenn man das Zubringer-Skigebiet von Werfenweng am Rosnerköpfl aus dem Jahr 2013 und die Tal-Übungslifte außer Acht lässt, besteht das Skigebiet Bischlinghöhe heute lediglich aus der EUB samt Talabfahrt und den Beschäftigungsanlagen 4SB Strussing und 4SB Ladenberg sowie dem unbedeutenden SCHL Schnapfenriedl, der früher die zweite Zubringer-Sesselbahn mit den anderen Beschäftigungsanlagen verband. Letzterer war bei meinem Besuch außer Betrieb. Die 4SB Strussing hat eine rote Abfahrt, die 4SB Ladenberg eine rote und eine schwarze (und irgendwo dort versteckt sich dort auch ein blauer Ziehweg). Die Abfahrten sind allesamt wirklich schön, aber das war dann auch schon das ganze Skigebiet. Die zweite Zubringerbahn mit eigener Abfahrt in einem ganz anderen Geländekessel wegfallen zu lassen und die Anzahl der Beschäftigungsanlagen am Berg zu halbieren hat dem Skigebiet nicht gut getan. Gute Skifahrer sind hier innerhalb höchstens eines halben Tages durch. Das schöne Panorama des Tennengebirges usw. entschädigt dafür ein wenig.

Da ich ja nicht zum Spaß hier war, sondern zum Kennenlernen des Skigebiets, wollte ich zwischendurch zu den Zubringeranlagen am Rosnerköpfl wechseln. Das erwies sich als nicht einfach. Normalerweise kann man von der Talabfahrt Bischlinghöhe über den Ikarus-Skiweg 1B hinüberqueren. Der war bei meinem Besuch aber schon teilweise abgetaut und darum gesperrt. Also querte ich im Übungsgelände über der EUB-Talstation teils zu Fuß auf einem Asphaltweg, teils auf Schneeresten eines Zubringerweges. So erreicht man den SCHL Schöntal. Von dessen Bergstation kann man zur Rosnerköpfl-Abfahrt wechseln. Die ist breit in den Hang hineingebulldozert, also relativ unnatürlich, aber insgesamt gut zu fahren. Doch an meinem Besuchsvormittag fuhr hier quasi niemand Ski; EUB und Schlepper fuhren geisterhaft leer. Am Ende der Abfahrt Rosnerköpfl bekam ich einen Eindruck des eigentlich schön gelegenen Dorfes Werfenweng, der durch die Großbaustelle voller Baukräne gestört war. Warum die EUB Rosnerköpfl eine Mittelstation hat, erschließt sich mir nicht. Skifahrer werden hier weder aus- noch einsteigen, und die Rodelbahn hätte man auch an der Bergstation starten lassen können. Dort oben befindet sich eine Einkehr, die so spät in der Saison aber geschlossen war ... hier war eh niemand unterwegs außer mir. Ich beließ es bei der einen Abfahrt am Rosnerköpfl und wechselte - teils zu Fuß querend - wieder zurück ins kleine Hauptskigebiet Bischlinghöhe. Mittags lief mein Skipass ab. Es ging weiter zum Monte Popolo in Eben im Pongau.

Fazit:
Werfenweng ist ein nettes Skigebiet, aber für mehr als einen halben oder ganzen Tag entschieden zu klein.

43 Fotos aus Werfenweng:

Werfenweng ist ein gemütlicher Salzburger Ferienort in einem Hochtal.
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Talstation der EUB Ikarusbahn auf die Bischlinghöhe, die eine Sesselbahn auf anderer Trasse ersetzte. Der Übungslift dahinter hat den blöden Namen "IKIs Schlepplift". :rolleyes:
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Mit der EUB über IKIs Schlepplift.
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Bergstation EUB Ikarusbahn auf die Bischlinghöhe.
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Dito mit Panorama.
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Zoom über den Sendeturm auf dem Filzmooser Rossbrand zur Hochwildstelle in den Schladminger Tauern.
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Blick zum Skigebiet Monte Popolo in Eben (mein nächstes Ziel) und zur Skischaukel Radstadt-Altenmarkt.
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Blick auf die Liftanlagen der Skischaukel Flachau-Wagrain am Grießenkareck unterm Mosermandl und Faulkogel.
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Blick auf die Wagrainer Liftanlagen am Grafenberg gegen den Ankogel.
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Zoom zum Ankogel.
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Zoom zum Großglockner.
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Schöne Abfahrt der 4SB Strussing gegen den Hochthron.
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4SB Strussing.
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4SB Strussing.
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Kurz vor der Bergstation der 4SB Strussing hat man einen der Startplätze der Gleitschirmflieger im Blick.
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Abfahrt 4SB Ladenberg.
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4SB Ladenberg mit schwarzer Direktabfahrt.
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Warum der seit Jahren stillgelegte SCHL Ladenberg 2 noch nicht abgetragen wurde, ist mir nicht bekannt.
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Rote Abfahrt Ladenberg neben der Schlepplifttrasse.
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Gelände an der 4SB Ladenberg mit Bergrestaurant. Die Beschneiungsspur von rechts oben kommt vom SCHL Schnapfenriedl, der bei meinem Besuch außer Betrieb war.
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Hüttenidylle am Ladenberg gegen den Hochkönig.
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Blick auf Großes Wiesbachhorn und Hohen Tenn in den Hohen Tauern.
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Zoom zum Großen Wiesbachhorn mit seinem Nordostabsturz über 2700 Höhenmeter.
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Blick von der Bischlinghöhe auf Werfenwengs "Zubringer"-Skigebiet am Rosnerköpfl mit der breiten Piste des SCHL Schöntal.
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Zoom zur Bergstation EUB Rosnerköpfl. Die Bahn war tatsächlich in Betrieb, auch wenn dort quasi niemand unterwegs war.
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Der Start der Talabfahrt führt am Bergrestaurant Bischlinghöhe vorbei.
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Die Talabfahrt verläuft zunächst sehr schön auf einem Kamm, ...
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... bevor es nach einem Knick steiler zur Sache geht.
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Auslauf der Talabfahrt Bischlinghöhe an der Talstation der EUB Ikarusbahn.
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Wieder hoch mit der Ikarusbahn auf die Bischlinghöhe ...
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... und gleich nochmal auf die Talabfahrt, ...
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... weil's so viel Spaß machte. :D
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Diesmal aber geht es unten über Schneereste-Spuren in Richtung Rosnerköpfl bzw. zunächst zum SCHL Schöntal.
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SCHL Schöntal, geisterhaft leer. Ich fuhr hier allein.
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Von der Bergstation des SCHL Schöntal zweigt hier nach links die Abfahrt Rosnerköpfl ab und überquert dabei eine Straße. Hinten sieht man eine attraktive Wanderlandschaft. :D
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Abfahrt Rosnerköpfl unterer Teil. Einsamkeit auf Maschinenschnee.
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Auslauf Abfahrt Rosnerköpfl an der EUB-Talstation (unten rechts im Bild). Werfenweng baut hier eine betönerne "Front de Neige" analog französischen Retorten-Skiorten. Das passt m.E. überhaupt nicht hierher, allein schon baulich nicht. Keine Ahnung, wer so etwas beschließt und freigibt.
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Selbsterklärend. :D Keine Sau da außer mir.
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Nochmal die "Schönheit" der künftigen "Front de Neige" aus der EUB Rosnerköpfl gesehen.
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EUB Rosnerköpfl über ihrer Abfahrt.
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Wozu braucht diese reine Zubringer-EUB eine Mittelstation? Zuviel Budget bekommen?
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Auf der in den Hang und Wald gebulldozerten Abfahrt der EUB Rosnerköpfl. Braucht man nicht wirklich.
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Ich fuhr / lief / schob lieber wieder zurück zur Bischlinghöhe und verbrachte meine restliche Skizeit dort, bevor es nach Eben zum Monte Popolo weiterging.
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[Edit 10.4.2025: Typos korrigiert.]
Zuletzt geändert von Harzwinter am 10.04.2025 - 23:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von Firn77 »

Danke lieber Harzwinter für den schönen Bericht. Ich war als Kind mal in Werfenweng, seitdem leider nicht mehr. Ich hab die Talabfahrt von der Bischlingshöhe noch als wunderschön in Erinnerung. Und wenn ich deine Bilder so seh, fühl ich mich auch eher bestätigt.

Und als du von dem ehemals zweiten Zubringer schriebst, dämmerte dunkel etwas. Daher hab ich mal einen alten Liftplan rausgesucht und tatsächlich, da sieht man die alte Anlage. mit dem Zweiersessel und der Mittelstation zum Ausstieg, wenn man die Talabfahrt fahren wollte. Man konnte aber auch aus der Schnapfenriedlsenke hochfahren, wenn ich mich recht erinnere. Auf Googlemaps ist ein Häuschen zu sehen, das wohl der Rest der Bergstation sein dürfte. Schade um die schöne Talabfahrt eigentlich...

Der Lift wurde übrigens scheinbar nach Tschechien verkauft und dreht als "Lipno Express" dort bis heute seine Runden. https://lift-world.info/de/lifts/12464/datas.htm
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von Firn77 »

und zu dem von dir angesprochenen Betonbunker gab es wohl wilde Kontroversen:

https://www.sn.at/salzburg/politik/nach ... -112951027

https://www.meinbezirk.at/pongau/c-loka ... p_a6531834

vorher stand da das ungleich kleinere Hotel Hochthron.
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von Jay »

Spannend, dass da ein ganzer Teil aufgegeben wurde. Dafür wurde dann aber die Richtung Dorf erschlossen. Im Anbetracht der Zugänge an der Dorfbahn würde ich als Gemeinde aber auch versuchen, weitere Zimmer dort anzusiedeln um das ganze attraktiver zu machen,..

Danke für diese schönen Berichte!
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Harzwinter
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von Harzwinter »

Danke für die Rückmeldungen, fürs GE-Luftbild und für die Links zu den kontroversen Baudiskussionen in Werfenweng!

Die alten Pistenpläne hol' ich mir immer bei skimap.org; die alten von Werfenweng sind hier und hier.

Die Projektskizze vom Bauprojekt in Werfenweng finde ich architektonisch sehr unpassend. Das ist rein städtischer Baustil, null regional oder ortsbildbezogen angepasst. So kann man meinetwegen unten im Salzachtal oder an einem Kärntner See bauen. Aber doch nicht in einem österreichischen Berg-Urlaubsort ... Wo ich persönlich Urlaub in den Bergen mache, möchte ich gern angepassten Baustil mit Bezug auf die lokale Siedlungs- und Baukultur sehen, auch wenn das kitschig klingen mag. Alpin angepasster Baustil mit modernen Elementen drin ist sehr wohl möglich.

Aber was soll ich mich darüber aufregen ... Skiurlaub werde ich in Werfenweng aufgrund der Skigebietsgröße sowieso nicht machen. :D
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von seiiim »

Jedem das Seine aber warum fährt man in 3 Skigebiete an einem Tag? Frage für einen Freund
Harzwinter hat geschrieben: 09.04.2025 - 21:28 [...] besteht das Skigebiet Bischlinghöhe heute lediglich aus der EUB samt Talabfahrt und den Beschäftigungsanlagen 4SB Strussing und 4SB Ladenberg [...]
Die Ikarus EUB IST die Hauptbeschäftigungsanlage.
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von seiiim »

Harzwinter hat geschrieben: 09.04.2025 - 21:28 Wozu braucht diese reine Zubringer-EUB eine Mittelstation? Zuviel Budget bekommen?
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Erklärt sich anhand des Fotos selbst warum es die Mittelstation gibt, oder?
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von phifue »

Zudem endet der Flying Fox an der Mittelstation und dort startet im Sommer die Moutaincartsstrecke.
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von Harzwinter »

seiiim hat geschrieben: 11.04.2025 - 11:04 Jedem das Seine aber warum fährt man in 3 Skigebiete an einem Tag? Frage für einen Freund
Meine Familie macht gern Urlaub in immer dem selben Großskigebiet. Ich selbst steuere lieber unterschiedliche Kleinskigebiete an, denn das sind diejenigen, die mehr und mehr verschwinden. Also verwirkliche ich das jedes Jahr über ein paar Tage und habe dafür von meiner Heimat in die Zielregion meistens rund 4 Stunden Anfahrt. Da ich als vergleichsweise schneller Skifahrer ein Kleinskigebiet in einem halben Tag vollständig erkunde und das außerhalb der Wochenendreichweite Erlebte gern optimieren möchte, sind es in so einem Skiurlaub typischerweise ein Kleinskigebiet am Vormittag und eines am Nachmittag. Drei Skigebiete werden es nur, wenn diese deutlich klein sind wie an diesem Tag und räumlich nahe genug beieinander liegen. Das kommt sicherlich auch von meinen vielen Skiaufenthalten im Mittelgebirge. Dort werden es durchaus auch mal vier räumlich getrennte Einzellifte pro Tag.
seiiim hat geschrieben: 11.04.2025 - 11:11 Erklärt sich anhand des Fotos selbst warum es die Mittelstation gibt, oder?
phifue hat geschrieben: 11.04.2025 - 11:41 Zudem endet der Flying Fox an der Mittelstation und dort startet im Sommer die Moutaincartsstrecke.
Danke für die Info!
Dass sich an der Mittelstation der Rosnerköpflbahn eine Flying Fox-Station befindet, habe ich vor Ort übersehen und musste erstmal in das Foto hineinzoomen, um die Anlage überhaupt zu erkennen. Der Flying Fox ist auf dem Winter-Pistenplan nicht eingetragen, sonst hätte mir das vor Ort durchaus eingeleuchtet und ich hätte die Frage nach der Mittelstation nicht gestellt. :D Den Flying Fox in Werfenweng hätte ich persönlich als Planer aber gleich von der Bergstation bis zur Talstation hinuntergebaut. Der aktuelle ist ja bloß 400 m lang, was für die Alpen wenig ist (dafür ist er günstig). Der Flying Fox am Monte Pana in Gröden beispielsweise ist 1600 m lang; das ist schon ein anderes Kaliber. Aber die aktuelle Länge des Flying Fox von Werfenweng ist sicherlich an der Familienzielgruppe ausgerichtet.

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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von seiiim »

seiiim hat geschrieben: 11.04.2025 - 11:11 Erklärt sich anhand des Fotos selbst warum es die Mittelstation gibt, oder?
Das Skischulgelände ist gemeint.
Bei der Talstation der EUB ist das Gelände ja wohl ziemlich unpassend und man wird auch keine Hotelkästen in den Ort stellen und mit einer neuen EUB anbinden nur um dann die Kinder und Anfänger erst recht mit dem Bus in die Zaglau transportieren zu müssen.
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von Harzwinter »

Das Förderband an der Mittelstation für die ganz Kleinen hatte ich vor Ort gesehen, ja. Wird es in der Hauptsaison angenommen? Im Pistenplan fehlt es.
Bei meinem Besuch war das gesamte Rosnerköpfl derart verwaist, dass ich mir Skischulbetrieb dort nicht vorstellen konnte.
Ein solches Förderband würde ich eher in den Auslauf der Talabfahrt Rosnerköpfl neben die Talstation stellen statt ins Off.
An meinem Besuchstag waren alle Kinder und Anfänger in der Zaglau ... in dreistelliger Anzahl wegen des scheinbaren Schulskitages, aber es war halt auch schon Nebensaison.
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von Jojo »

Harzwinter hat geschrieben: 11.04.2025 - 13:51
seiiim hat geschrieben: 11.04.2025 - 11:04 Jedem das Seine aber warum fährt man in 3 Skigebiete an einem Tag? Frage für einen Freund
Meine Familie macht gern Urlaub in immer dem selben Großskigebiet. Ich selbst steuere lieber unterschiedliche Kleinskigebiete an, denn das sind diejenigen, die mehr und mehr verschwinden. Also verwirkliche ich das jedes Jahr über ein paar Tage und habe dafür von meiner Heimat in die Zielregion meistens rund 4 Stunden Anfahrt. Da ich als vergleichsweise schneller Skifahrer ein Kleinskigebiet in einem halben Tag vollständig erkunde und das außerhalb der Wochenendreichweite Erlebte gern optimieren möchte, sind es in so einem Skiurlaub typischerweise ein Kleinskigebiet am Vormittag und eines am Nachmittag. Drei Skigebiete werden es nur, wenn diese deutlich klein sind wie an diesem Tag und räumlich nahe genug beieinander liegen. Das kommt sicherlich auch von meinen vielen Skiaufenthalten im Mittelgebirge. Dort werden es durchaus auch mal vier räumlich getrennte Einzellifte pro Tag.
Kann ich vollkommen nachvollziehen. Ist bei mir ganz ähnlich und ich praktiziere das, wenn möglich, auch so.

Hatte das Gebiet auch mal als erste Station einer Solo-Tour gehabt: viewtopic.php?p=4677297&hilit=werfenweng#p4677297 ;).
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von Richie »

seiiim hat geschrieben: 11.04.2025 - 11:11
Harzwinter hat geschrieben: 09.04.2025 - 21:28 Wozu braucht diese reine Zubringer-EUB eine Mittelstation? Zuviel Budget bekommen?
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Erklärt sich anhand des Fotos selbst warum es die Mittelstation gibt, oder?
Zusätzlich startet dort im Winter die Rodelbahn.
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von Bjoerndetmold »

Firn77 hat geschrieben: 10.04.2025 - 18:56 Und als du von dem ehemals zweiten Zubringer schriebst, dämmerte dunkel etwas. Daher hab ich mal einen alten Liftplan rausgesucht und tatsächlich, da sieht man die alte Anlage. mit dem Zweiersessel und der Mittelstation zum Ausstieg, wenn man die Talabfahrt fahren wollte. Man konnte aber auch aus der Schnapfenriedlsenke hochfahren, wenn ich mich recht erinnere. Auf Googlemaps ist ein Häuschen zu sehen, das wohl der Rest der Bergstation sein dürfte. Schade um die schöne Talabfahrt eigentlich...
Ich glaube auch, dass das Häuschen rechts die alte Bergstation am unteren Teilstück der Schnapfenriedlabfahrt ist. Man kann ja die Schneise aus dem Tal noch im Wald erahnen, oben auf dem Plateau in der Bildmitte stand die Mittelstation (oder Bergstation I). "Aus der Senke" hochfahren trifft es glaube ich nicht. Auf Openskimap.org kann man gut erkennen, dass der Lift die Senke überspannt haben muss. Das scheint eine relativ waagerechte Fahrt gewesen zu sein, beide Stationen auf ca. 1415m, aber die einzige Möglichkeit, um zu den Liften 1, 10 und 13 zurückzukehren. Lift 9 müsste der Schnapfenriedllift sein und von dort kommt man nicht auf die Bergflanke des Wenghofköpfles.
Wie heißt es schon in Monty Python's "Das Leben des Brian": Gepriesen sind die Skifahrer!

Sie lesen eine amtlich entschärfte Signatur. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung dieses Zitats keinesfalls ein Affront gegenüber Personen sein soll, welche sich nicht auf Skiern bewegen.
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Re: Werfenweng 20. März 2025 - Oho, aber klein

Beitrag von Peter1905 »

Überspannt hat der Lift das Tal nicht. Es ging auf der einen Seite des Grabens, von der Wengerau kommend, steil hinunter und nach gefühlt sechs oder acht in sich fast nahtlos übergehenden Niederhaltern wieder auf der anderen Seite rauf zu dem Häuschen auf dem Bild (das kann man übrigens auch sehr gut auf einem YouTube-video erkennen, das jemand gemacht hat der den blauen Ziehweg zum Schnapfenriedl befuhr), bzw von Ladenberg kommend in die Gegenrichtung.
Aus der Wengerau herauf konnte man somit an der Mittelstation (die die höchste der Bahn war) aussteigen oder weiterfahren, in die Gegenrichtung musste man erinnerlich aussteigen und die Talabfahrt fahren.

Finde auch, dass Werfenweng sich mit der Aufgabe dieses Gebietsteils keinen Gefallen getan hat.
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