Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

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Chlosterdörfler
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Chlosterdörfler »

Die Barfrau mit Helm, welche den Brand mutmasslich ausgelöst hat, ist gemäss mehreren Zeugen nicht mehr am Leben. Wie die Einvernahme­protokolle zeigen, stand sie dem Betreiber-Ehepaar nahe.

Forensisches Institut Zürich:
Die Überreste der 25 verwendeten Sprühkerzen wurden an mehreren Orten im Untergeschoss der Bar gefunden, vor allem bei den Tischen mit dekorierten Flaschen sowie im Abfallbereich hinter der Theke. Zusätzlich entdeckten die Forensiker in einem als Lager genutzten Nebenraum eine Kiste mit 100 unbenutzten Sprühkerzen.

Weiterhin fanden die Ermittler eine Tasche mit weiteren pyrotechnischen Gegenständen, die vermutlich ein Gast mitgebracht hatte. Sie lag auf dem Boden an der linken Raumseite und enthielt 14 Knallkörper, darunter sechs vom Typ «Thunder King». Keiner dieser Knallkörper wurde durch den Brand ausgelöst.

Brand in italienischem Hotel kurz vor Silvester

Auch bei Hochzeitsfeierlichkeiten in Italien kam es kurz vor der Jahreswende zu einem ähnlichen Fall, wie die italienische Tageszeitung «La Repubblica» berichtete. Auf einer Torte angebrachte Fontänen versprühten dabei Funken, die eine Zwischendecke und die Vorhänge im Kristall Palace in Ariano Irpino (Provinz Avellino) in Brand setzten. Die Gruppe von etwa 200 Personen brach in Panik aus, konnte sich jedoch in Sicherheit bringen.

Brandschutz-Schlamperei in Crans-Montana

SonntagsBlick:
Nach dem Inferno von Crans-Montana steht die Gemeinde in der Kritik. Blick hat alle kommunalen Verantwortlichen aufgespürt. Ein Ex-Gemeinderat (zuständig für die Sicherheit) ist im Brandschutz-Business tätig.

Hat das Personal genauer unter die Lupe genommen, das seit der Gemeindefusion 2017 politisch und operativ für die öffentliche Sicherheit zuständig war – und damit für den Brandschutz in Crans-Montana. Einige offene Fragen im Zusammenhang mit den Kontrollen konnten dadurch geklärt werden. Andere Befunde werfen weitere Fragen auf. Und manches Detail irritiert.

Da wäre zum Beispiel der Hintergrund von Thibaud Beytrison (56), Ex-Gemeinderat (2017 bis 2020) und erster Verantwortlicher für die Sicherheit in Crans-Montana. Nebst seinem öffentlichen Amt war und ist Beytrison im Brandschutzbusiness tätig. Seit 2015 präsidiert er den Verwaltungsrat eines Unternehmens im Rhonetal, das sich auf «die Entwicklung und Überwachung von Brandschutzkonzepten» für private und öffentliche Einrichtungen spezialisiert hat.

Zudem kommandierte Beytrison von 2007 bis 2014 die lokale Milizfeuerwehr. Und seit 2007 sitzt er in der Geschäftsleitung einer Firma, die unter anderem Akustikschaumstoffmatten verkauft. Auch solche, die sich an Decken anbringen lassen.

Wie passt das alles zusammen? Wie ist es möglich, dass Beytrison und seine Kontrolleure kein Problem in der offensichtlich leicht entflammbaren Deckenverkleidung in Le Constellation sahen? Fotos zeigen, dass die Decke des Partykellers bereits 2015 mit Akustikschaumstoff ausgekleidet war. Und, noch irritierender: Ein Video aus dem Jahr 2019 belegt, dass sich das Barpersonal der Gefahr bewusst war. Ein Kellner sagt darin zu Gästen, die mit Partyfontänen hantieren: «Passt auf den Schaumstoff auf!»

Doch die Behörden sollen nichts gewusst haben? In einer Gemeinde, wo es heisst, dass jeder jeden kennt? Mit all dem konfrontiert, will sich Beytrison nicht äussern.
Thomas Matter: Er hat in der Schweizer Fernsehsendung Arena eine aufschlussreiche Aussage zum Brandschutz gemacht. Er betreibt unter anderem eine Kellerbar in Arosa. Bei der Kontrolle wollten die dortigen Brandschutzexperten selbst wissen, welches Dämmmaterial in den Wänden verbaut ist.
Sendung: https://www.srf.ch/play/tv/arena/video/ ... 81e3c276df


Meinung: Selbst wenn man die Sprühkerzen verbietet, können Gäste weiteres leicht entzündbares Material in Rucksäcken oder Taschen dabeihaben. Hätten die Brandschutzexperten wie in Arosa von Anfang an so kontrolliert, wäre es nicht zu der Brandkatastrophe gekommen. Selbst wenn der Bauherr die Vorschriften, wie im jetzigen Fall, grosszügig zu seinen Gunsten auslegt.
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Seilbahnjunkie
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Theo hat geschrieben: 12.01.2026 - 19:12 Dieser Artikel ist leider eine totale Scheisse und soll wohl von den Problemen in Zürich ablenken.
Der Mattmark ist im Wallis und das ist auch schon alles, Bauherr waren die Vorgänger von der heutigen Axpo und damit ist auch klar dass die Entscheidungen nicht im Wallis getroffen wurden.
Blatten: Ja es war der Matthias und keine Maschine wo in Weissenried gemerkt hat dass auf der anderen Talseite was nicht stimmt und erst daraufhin wurden dann auf sein ausdrückliches Verlangen die Messsysteme angebracht. Ohne den Faktor Mensch hätte es vor Abend des 19.5. keine Evakuierung gegeben.
Beim Unglück von der Tete Blanche wurde gar niemand ab abgekanzelt wo die Gruppe kritisierte und Wetterwarnung hätte es auch keine gebraucht, die rannten ja gerade hinein und sahen schon ein paar Stunden vorher dass das nicht gut gehen kann.
Hochwasser Sierre: Der grösste Teil der betroffenen Hausmieter wehrte sich vor Gericht gegen die Kündigungen der soganennten Alusuisse-Villen, der Abbruch der Häuser war beschlossene Sache.
Blatter / Infantino: Sind Walliser und ich schreibe jetzt mal lieber nicht was ich von den beiden halte und wo zumindest einer der beiden hin gehört. Die Gerichte wo sie freisprechen sind aber in Zürich.
Fehlte nur noch, dass der Autobahnbau thematisiert wurde. Ist zwar auch im Wallis, aber 98% von dem was falsch läuft wird in Bern entschieden.

Das einzige wo mit der Katastrophe von Crans-Montana zu tun hat ist der zweitletzte Punkt vom Vernissage hier in Zermatt. Da waren aber sämtliche Auflagen erfüllt und es ging rein um persönliche Befindlichkeiten. Ob die Auflagen in Crans-Montana jemals erfüllt waren wird sich dann noch zeigen, dass es bei Ausländern lascher gehandhabt wird als bei Einheimischen ist allseits bekannt.
Genau diese Tatsache, dass ein Ausländer kein Einheimischer der Betreiber war und man somit keinen Filz-Vorwurf machen konnte hat das Medienhaus wohl bewogen beim Rest grösstenteils so einen absoluten Quatsch zu schreiben.

Es ist eine Risenfrechheit und die Arroganz dieses Medienunternehmens ist fast nicht mehr zu überbieten und ist angesichts dessen was geschehen ist einfach nur eine Schweinerei gegenüber den hart geprüften Angehörigen und bringt uns der Wahrheit und der Gerechtigkeit keinen Schritt näher.
Klar soll es kritischen Journalismus geben, aber die Wahrheit zu respektieren ist trotzdem Grundvoraussetzung.
Du reagierst jetzt halt genau so wie es im Artikel beschrieben wird, das hilft deinem Standpunkt nicht unbedingt.

Aber mal aus Interesse, warum werden denn angeblich bei Ausländern beide Augen zugedrückt? Üblich ist doch eher das Gegenteil.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von schneesucher »

Vielleicht ist es wirklich so, dass Ausländer weniger streng behandelt werden. Die Frage ist aber warum. Vielleicht weil sie häufiger Bestechungsgelder bezahlen?
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Naturbahnrodler
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Naturbahnrodler »

Theo hat geschrieben: 12.01.2026 - 19:12 Dieser Artikel ist leider eine totale Scheisse und soll wohl von den Problemen in Zürich ablenken.
Unsinnige Argumentation deinerseits. Journalisten verdienen ihr Geld mit Problemen. Kein Journalist würde von Problemen ablenken wollen.
Der Mattmark ist im Wallis und das ist auch schon alles, Bauherr waren die Vorgänger von der heutigen Axpo und damit ist auch klar dass die Entscheidungen nicht im Wallis getroffen wurden.
Es waren Walliser Gerichte die die Verantwortlichen freigesprochen haben und die Verfahrenskosten zur Hälfte den Opfern aufbrummte.
Blatter / Infantino: Sind Walliser und ich schreibe jetzt mal lieber nicht was ich von den beiden halte und wo zumindest einer der beiden hin gehört. Die Gerichte wo sie freisprechen sind aber in Zürich.
Das Bellinzona im Kanton Zürich ist, ist mir neu. Aber Hauptsache gegen Zürich schreiben.

Den wichtigsten Punkt aus dem NZZ Artikel erwähnst du aber nicht. Das die Staatsanwaltschaften unterdotiert sind. Das trifft sicherlich nicht nur auf das Wallis zu, aber eben auch.

Die Behörden brauchen endlich genügend Kapazitäten um die Verfahren in vernünftiger Zeit abarbeiten zu können. Dann kann auch keine Einsprache den Hochwasserschutz verzögern. Das sind teilweise Einsprachen ohne Aussicht auf Erfolg, die demjenigen der Einsprache macht aber einfach ein paar Jahre Status Quo ermöglicht. Siehe Hardturmstation in Zürich.

Es geht schon die Angst vor Verjährung um.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von gfm49 »

Naturbahnrodler hat geschrieben: 13.01.2026 - 07:58Die Behörden brauchen endlich genügend Kapazitäten um die Verfahren in vernünftiger Zeit abarbeiten zu können.
Es ist halt populärer. über die vielen Beamten/Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu meckern.
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Seilbahnjunkie
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Stimmt, und dann lautet die Lösung immer Deregulierung und Privatisierung. War ja beim Thema Brandschutz bisher offenbar auch vorgesehen.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Naturbahnrodler »

gfm49 hat geschrieben: 13.01.2026 - 08:44
Naturbahnrodler hat geschrieben: 13.01.2026 - 07:58Die Behörden brauchen endlich genügend Kapazitäten um die Verfahren in vernünftiger Zeit abarbeiten zu können.
Es ist halt populärer. über die vielen Beamten/Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu meckern.
Völlig unberechtigt ist auch diese Kritik nicht. Denn es ist schon so, dass Mittel im öffentlichen Dienst auch gerne einfach versickern.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von GMD »

Da Theo den Autobahnbau erwähnt: Der Skandal dabei betraf nicht die tatsächlich in Bern gefällten Entscheidungen, sondern den Betrügereien bei Baukostenabrechnungen. Es war damals in der Schweiz üblich, dass bei sogenannten Nationalstrassen zwar offiziell der Bund zuständig war, der diese auch finanziert. Bau und Unterhalt wurde aber an den Kanton delegierte, in dem die Strasse liegt. Das hat jahrzehntelang problemlos funktioniert und alle waren zufrieden: Die Kantone weil das lokale Baugewerbe von guten Aufträgen profitierte, und der Bund weil er weniger Aufwand hatte. Tja, und dann kamen einige Walliser Bauunternehmer und kantonalen Beamten auf die Idee, dem Bund mit falschen zu hohen Abrechnungen ein paar Extrataler aus der Tasche zu ziehen. Da sie clever genug waren, den Bogen bei den Preisen nicht zu überspannen, fielen sie lange nicht auf. Der Fall hat dazu geführt, dass der Bund die Vergabe der Arbeiten wieder an sich gezogen hat. Mehr Aufwand (=Kosten) für alle Schweizer Steuerzahler und lokales Gewerbe, welches nun damit rechnen muss, von ein grosses schweizweit oder gar internationalen Bauunternehmen konkurrenziert zu werden, weil im Wallis das System des gegenseitigen Vertrauens missbraucht wurde. Die Zeche bezahlten die Steuerzahler, denn selbstverständlich waren die Täter nicht in der Lage, den Schaden zu ersetzen, den sie angerichtet hatten. Die Bauunternehmen retteten sich in den Konkurs, und es würde mich nicht wundern, wenn sie mit einem anderen Namen heute noch aktiv sind. Was mit den Beamten geschah, weiss ich nicht. Gut möglich, dass sie es sich in der Frühpensionierung gemütlich machen konnten.
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Theo
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Theo »

Ich lass das jetzt lieber, denn seit meinem letzten Beitrag gab es hier doch einige wissentliche Falschaussagen und diese zu korrigieren wäre zu viel Arbeit und gehört sowieso hier nicht rein.
Dass ich fälschlicherweise Gerichte aus Zürich für den Freispruch im FIFA Fall verantwortlich gemacht habe sei mir verziehen.

Dass bei Ausländern lascher gehandelt wird hat damit zu tun dass man sich ja nicht mit Ausländerfeindlichkeit und Rassismusvorwürfen konfrontiert sehen will und darum lieber einmal zu viel schweigt. Schweizer ( nicht nur Walliser ) Mentalität eben.

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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Endmoräne »

stefan1893 hat geschrieben: 11.01.2026 - 19:53 Die Treppe war wohl der verhängnisvolle Flaschenhals:

https://www.krone.at/4011350?fbclid=Iwd ... MK4RULeDOg
Und die Tatsache, dass der andere Notausgang nicht markiert und zudem abgesperrt sowie vorhandene Feuerlöscher unten in einem Lagerraum weggesperrt waren.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Bjoerndetmold »

Theo hat geschrieben: 13.01.2026 - 19:06 Dass bei Ausländern lascher gehandelt wird hat damit zu tun dass man sich ja nicht mit Ausländerfeindlichkeit und Rassismusvorwürfen konfrontiert sehen will und darum lieber einmal zu viel schweigt. Schweizer ( nicht nur Walliser ) Mentalität eben.
Mir scheint das jetzt eher eine xenophobes Stereotyp zu sein, dass Ausländer besser behandelt werden, damit nicht Ausländerfeindlichkeit unterstellt wird.

Ich glaube, man kann schon sagen, dass Fremde es immer und überall eher schwerer haben als Einheimische.

Und ganz bestimmt hat es in einem Bergdorf der Grundschulkamerad und Cousin und Nachbar und Vereinskollege (es dürften ja oft mehrere Links bestehen) einfacher, eine Gefälligkeit oder ein Wegschauen zu erlangen, als der Ausländer.
Wie heißt es schon in Monty Python's "Das Leben des Brian": Gepriesen sind die Skifahrer!

Sie lesen eine amtlich entschärfte Signatur. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung dieses Zitats keinesfalls ein Affront gegenüber Personen sein soll, welche sich nicht auf Skiern bewegen.
↓ Mehr anzeigen... ↓
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von schneesucher »

"Sie hätte sofort Durchsuchungen durchführen müssen, in den Wohn- und Geschäftsräumen der Barbetreiber sowie in der Gemeindeverwaltung."
Ein Strafrechtler wirft der Staatsanwaltschaft aus nachvollziehbaren Gründen Inkompetenz vor.
@ Theo
Wie will der Kanton Wallis verhindern, dass die Inkompetenz der Staatsanwaltschaft nicht auf den Kanton zurückfällt?
Quelle: https://www.nzz.ch/schweiz/ein-strafrec ... ld.1919883
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Chlosterdörfler »

schneesucher hat geschrieben: 14.01.2026 - 11:52 "Sie hätte sofort Durchsuchungen durchführen müssen, in den Wohn- und Geschäftsräumen der Barbetreiber sowie in der Gemeindeverwaltung."
Ein Strafrechtler wirft der Staatsanwaltschaft aus nachvollziehbaren Gründen Inkompetenz vor.
Das hätte ich angesichts der vermeidbaren Brandkatastrophe auch erwartet. Und nicht wie die Gemeinde anlässlich einer Pressekonferenz einige Akten dazu präsentiert hat.
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TPD
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von TPD »

"Sie hätte sofort Durchsuchungen durchführen müssen, in den Wohn- und Geschäftsräumen der Barbetreiber sowie in der Gemeindeverwaltung."
Und dann endet das Verfahren in einem Freispruch, weil U-Haft und Hausdurchsuchungen unverhältnismässig waren...
Kann mir sehr wohl vorstellen, dass die Staatsanwaltschaft jeden Schritt 1000 Mal abwägen muss, bevor sie wirklich handelt. Eine formelle Schlappe kann und darf man sich aufgrund der Brisanz nicht erlauben.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Chlosterdörfler »

Cyane Panine, die tote Kellnerin von der Bar.
Samstag, den 10. Januar: Fast 500 Menschen versammelten sich am Samstag in Sète (Hérault), um Tribut zu zollen Cyane Panine. Die 24-jährige Frau starb bei dem Brand in der Schweiz an Silvester. Als Teenager hatte sie in den Marquesas in Nuku Hiva an Bord eines Segelbootes gelebt.

Die Pariser berichtet, dass zwei Marquisianer im Namen der Insel aussagten. " Die gesamte Bevölkerung steht unter Schock. Wir haben viele Nachrichten erhalten und sind hier, um sie an die Familie und Verwandten von Cyane weiterzuleiten ", sagte Haumana zu der französischen Tageszeitung.
Quelle: https://la1ere.franceinfo.fr/polynesie/ ... 60505.html
«Sie wurde nie über die Gefahr der Decke informiert, noch hat sie jemals eine Ausbildung im Bereich der Sicherheit erhalten», erklärt die Anwältin Sophie Haenni, die die Familie der jungen Frau schützt.

Eine Geschichte, die auch der Anwalt der Familie Panine aufgreift: „An diesem Abend hätte Cyane nicht an den Tischen dienen sollen, sondern die Aufgabe gehabt haben, Gäste im Erdgeschoss zu empfangen.“ Dann springt alles: Jessica Moretti, Frau des Chefs, bittet sie, in den Keller zu gehen, um den anderen Kellnern zu helfen. "Es gab 16 Flaschen Champagner zu liefern, oder so", erinnert sich Camille. Von dort aus überschneiden sich die Zeugnisse ein wenig und ein wenig auseinander: Menschen, die ihre Masken aufsetzen, „als Kaninchen, als Clown“. Cyane berührt "einen schwarzen Motorradhelm oder Astronautenhelm". In diesen Momenten, „auf den Schultern eines anderen Kellners“, beginnt die Flamme, die am Flaschenhals befestigt ist, die schallabsorbierenden Platten der Decke in Brand zu setzen.
Quelle: https://torino.corriere.it/notizie/cron ... 5xlk.shtml
Ihre Eltern widersprechen Berichten über eine enge Beziehung zur Familie Moretti und berichten von der enormen Arbeitsbelastung und Erschöpfung ihrer Tochter.

Zur Erinnerung: Jessica Moretti sagte vor der Staatsanwaltschaft, Panine sei für sie wie «eine kleine Schwester» gewesen und hätte gemeinsam mit ihnen Weihnachten gefeiert. Die Berichte der Bar-Betreiberin suggerierten eine grosse Nähe zwischen der jungen Frau und den Morettis. Die Realität sei jedoch eine andere gewesen, wie aus dem Communiqué hervorgeht.

Sehr hohe Arbeitsbelastung

Diese sei nicht so eng gewesen, wie behauptet. «Cyane und die Eheleute Moretti haben sich nie geduzt. Dies geht eindeutig aus den sehr professionellen Nachrichten hervor, die zwischen ihnen ausgetauscht wurden – und dies noch am Tag des Brandes.»

Cyane musste laut Aussage ihrer Angehörigen ohne Unterlass arbeiten und absolvierte «unendliche Tage», die tagsüber im Betrieb Senso begannen und erst im Morgengrauen im Le Constellation endeten. Ein Arbeitsgericht wurde bereits eingeschaltet.

Sie litt an starker Erschöpfung

«Sie hatte das Gefühl, ausgenutzt zu werden», lassen die Eltern über ihre Anwältin verlauten. «Kurz vor ihrem Tod berichtete Cyane der Familie von ihrer starken Erschöpfung, sowohl körperlich als auch seelisch. Sie äusserte ihr Unverständnis über das aus ihrer Sicht fehlende Mitgefühl und Verständnis seitens ihrer Arbeitgeber.»
Quelle: https://www.blick.ch/ausland/realitaet- ... 98031.html
Das Paar sagte, dass Cyane nach dem Brand bewusstlos in eine Bar gegenüber getragen wurde. "Sie war bewusstlos, aber noch am Leben", sagte Astrid. 'Sie haben versucht, sie vierzig Minuten lang wiederzubeleben. Ohne Erfolg.'

Laut Verhörprotokollen, die der Schweizer Zeitung Tages-Anzeiger vorliegen, identifizierten die Eigentümer den 24-Jährigen auf Fotos, die während des Vorfalls aufgenommen wurden, eindeutig.

Jacques und Jessica Moretti lieferten einen detaillierten Bericht über die Katastrophe, sagten Cyane, letzte Minuten am Leben fassten den vollen Horror des Abends zusammen.

Frau Moretti, 40, hatte sie ermutigt, in den frühen Januarstunden im Le Constellation, im alpinen Skigebiet Crans-Montana, die Atmosphäre in Schwung zu bringen.
Die Familie der verstorbenen Frau gab laut Tages-Anzeiger eine Stellungnahme über ihre Anwälte ab.

Darin steht: 'Was auch immer die Untersuchung ergibt, diese junge Frau hat die Anweisungen ihrer Arbeitgeber befolgt. Sie tat, was der Geschäftsführer von ihr verlangte. Das war nichts Ungewöhnliches. (...) Dieser junge Mitarbeiter trägt keinerlei Verantwortung."
Im Anschluss an die Tragödie verurteilten Cyanes Eltern, Astrid und Jerôme, die Besitzer des Nachtclubs und behaupteten, ein Notausgang sei geschlossen worden, um zu verhindern, dass die Feiernden ohne Gebühr von 1.000 € hereinkommen – anstatt einen Portier zu engagieren.

Im Gespräch mit dem französischen Sender France 3 Occitanie sagte Astrid, dass die Budgetentscheidung der Barbesitzer Jacques und Jessica Moretti Menschenleben gekostet haben könnte.

'Jacques hatte den Notausgang geschlossen, weil er Angst hatte, dass Leute ohne Zahlung hereinkommen könnten', sagte sie.

'Die Tische kosten 1.000 Euro. Und wenn du nicht mal einen Wächter an diese Tür stellen kannst... Wenn die Tür offen gewesen wäre, hätte es vielleicht keine Todesfälle gegeben.'
Herr Moretti 'Da waren viele Leute. Ich habe versucht, hineinzukommen, aber es war unmöglich. Es war viel zu viel Rauch.'

Herr Moretti zeigte auf die 'Servicetür' statt auf einen Ausgang, sagte sie, sie sei 'von innen geschlossen und mit einem Riegel verriegelt, was normalerweise nicht der Fall war.'

'Wir haben sie aufgebrochen – sie gab schließlich nach ein paar Sekunden nach. Als die Tür aufging, lagen mehrere Menschen bewusstlos auf dem Boden.
Quelle: https://www.dailymail.co.uk/news/articl ... wners.html

Neue Bilder, unveröffentlicht, in der Nacht des Massakers in der Costellation gedreht, wurden von Tg3 gezeigt. In einem Rahmen einer internen Sicherheitskamera können Sie einen Korridor mit einer kleinen Tür auf der Seite sehen, die die Besitzer des Crans-Montana-Veranstaltungsortes als Sicherheitsausgang angeben. Diese Tür jedoch, wie aus dem Rahmen gesehen, wenige Minuten vor dem Feuer und dem Massaker wurde von einem Schrank blockiert, vielleicht einem Couchtisch.

<iframe framespacing='0' frameborder='n ... ></iframe>
Alle Quellen abgerufen am 14.01.2026

In diesem Beitrag habe ich einige Informationen aus verschiedenen Medienquellen zusammengetragen. Ich habe das gemacht, um mir ein Bild von den Arbeitsbedingungen der Kellnerin vor ihrem Tod zu machen. Die Kellnerin hatte das Feuer an der Decke verursacht. Hätte sie den Brand überlebt, wäre sie aus meiner Sicht eher ein Opfer als eine Beschuldigte gewesen. Die Hauptschuld liegt bei der Besitzerfamilie, doch durch die Schlamperei der Behörden kam es zu der Brandkatastrophe in diesem schrecklichen Ausmass.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von schneesucher »

TPD hat geschrieben: 14.01.2026 - 20:15
"Sie hätte sofort Durchsuchungen durchführen müssen, in den Wohn- und Geschäftsräumen der Barbetreiber sowie in der Gemeindeverwaltung."
Und dann endet das Verfahren in einem Freispruch, weil U-Haft und Hausdurchsuchungen unverhältnismässig waren...
Kann mir sehr wohl vorstellen, dass die Staatsanwaltschaft jeden Schritt 1000 Mal abwägen muss, bevor sie wirklich handelt. Eine formelle Schlappe kann und darf man sich aufgrund der Brisanz nicht erlauben.
Du willst also dem renomierten Strafrechtler widersprechen, der sich in der NZZ äusserte? Es ist doch klar, dass Verdunkelungsgefahr bestanden hat. Eine Hausdurchsuchung hätte in dem Moment bei denjenigen erfolgen müssen, die im Verdacht standen, nicht korrekt gehandelt zu haben. Bereits wenige Stunden nach dem Unfall lagen genügend hinweise vor, die auf eine Schuld von den Betreibern und der Gemeinde vorlagen. Sicherlich wäre eine Durchsuchung durch einen Richter genehmigt worden. Für eine Durchsuchung braucht es keinen Beweis, sondern nur einen hinreichenden Verdacht. Ob es dann später einen Freispruch gibt oder nicht, hat mit den Beweissicherungsmassnahmen gar nichts zu tun.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Seilbahnjunkie »

TPD hat geschrieben: 14.01.2026 - 20:15
"Sie hätte sofort Durchsuchungen durchführen müssen, in den Wohn- und Geschäftsräumen der Barbetreiber sowie in der Gemeindeverwaltung."
Und dann endet das Verfahren in einem Freispruch, weil U-Haft und Hausdurchsuchungen unverhältnismässig waren...
Kann mir sehr wohl vorstellen, dass die Staatsanwaltschaft jeden Schritt 1000 Mal abwägen muss, bevor sie wirklich handelt. Eine formelle Schlappe kann und darf man sich aufgrund der Brisanz nicht erlauben.
Bei euch wird man freigesprochen wegen einer Hausdurchsuchung? Komisches Rechtssystem.

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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von GMD »

Es gibt ein Heer von Anwälten, die darauf spezialisiert sind, nach solchen Formfehlern zu suchen um für ihre Mandanten einen eigentlich ungerechtfertigten Freispruch oder zumindest Strafmilderung herauszuholen. Ist nicht schön, aber leider Tatsache.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von schneesucher »

Aber doch nicht wegen einer Hausdurchsung in so einem offensichtlichen Fall.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von TPD »

Und was genau ist da so offensichtlich?
Für eine Durchsuchung braucht es einen Verdacht.
Da müssen die Untersuchungsbehörden schon Indizien haben, dass der Beschuldigte relevante Informationen verheimlicht obwohl er bereits die Kooperation angeboten hat.
Zudem das Lokal war als GmbH organisiert. Deswegen läuft die Untersuchung gegen die Rolle des Geschäftsführers und nicht die Privatperson. Somit müssen auch da Indizien vorhanden sein, dass man in den privaten Räumlichkeiten relevante Beweise sichern könnte.

Und ja, man kann sich nicht direkt gegen einen Durchsuchungsbeschluss wehren. Aber man kann danach Rekurs einlegen. Mit der Konsequenz dass allenfalls das beschlagnahmte Material unter Verschluss bleibt und nicht für das Verfahren verwendet werden kann.
Und da kann ich das zögerliche Verhalten der Untersuchungsbehörden durchaus verstehen, weil man sich solche "Patzer" schlichtweg nicht erlauben darf.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Smo »

GMD hat geschrieben: 14.01.2026 - 22:07 Es gibt ein Heer von Anwälten, die darauf spezialisiert sind, nach solchen Formfehlern zu suchen um für ihre Mandanten einen eigentlich ungerechtfertigten Freispruch oder zumindest Strafmilderung herauszuholen. Ist nicht schön, aber leider Tatsache.
Also zumindest in DE müssen Durchsuchungen richterlich angeordnet werden. Ich weis nicht, wie es in der Schweiz ist. Aber wenn ähnlich, sehe ich die angeführte Gefahr eher weniger.
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TPD
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von TPD »

Nein, in der Schweiz ist die Anordnung der Staatsanwaltschaft ausreichend.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Chlosterdörfler »

Cyane Panine, die tote Kellnerin von der Bar. Teil 2
Die Kellnerin, die für den Neujahrsbrand in einer Schweizer Skibarbar verantwortlich gemacht wird, musste einen Werbe-Crashhelm tragen, der ihr laut einer Zeugin das Sehen von Wunderkerzen verwehrte.

Cyane Panine, 24, wurde gefilmt, wie sie den Helm von Dom Perignon, der Marke, trug, als sie auf die Schultern von Mateo Lesguer, 23, dem Haus-DJ, gehoben wurde. Der Dom-Pérignon-Helm' bedeckte Cyanes Gesicht vollständig mit einem schwarzen Visier, sodass sie kaum etwas sehen konnte, während sie Champagnerflaschen mit Wunderkerzen trug. Mateo Haus-DJ, der eine Karnevalsmaske trug, die auch sein Gesicht verbarg, starb tragisch zusammen mit Cyane in der Brandnacht.

Dies geschah "auf Anforderung" der Barmanagerin Jessica Moretti, 40, wie die Zeugin in einem offiziellen Bericht der Schweizer Behörden angibt.

Die Barmanagerin, der derzeit auf Kaution ist und eine elektronische Fussfessel (sie muss sich täglich auf dem Polizeiposten melden) trägt, hat bestätigt, dass der batteriebetriebene Helm, der von Grün zu Pink aufblitzte, Teil eines Stunts war, der Champagner verkaufen sollte. "Das sind Dom-Pérignon-Helme", sagte sie. 'Diese Helme werden von unserem Champagnerlieferanten geliefert, und wir tragen sie von Zeit zu Zeit, wenn wir Champagner ausschenken.'

Da ihr Sichtfeld deutlich eingeschränkt war, konnte Cyane die Wunderkerzen, die 'die Decke berührten', nicht sehen, heisst es im offiziellen Bericht.
Quelle: https://www.dailymail.co.uk/news/articl ... -with.html

Die französische Kellerei „Moët & Chandon” produziert die Champagnermarke „Dom Pérignon”. Die Präsentation mit den Dom-Pérignon-Helmen war eine Marketingidee des Champagnerherstellers.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Kakadu »

TPD hat geschrieben: 15.01.2026 - 20:13 Nein, in der Schweiz ist die Anordnung der Staatsanwaltschaft ausreichend.
Die Stawa kann es war selbst anordnen – aber soll es länger als 48 Stunden sein, muß es auch in der CH richterlich genehmigt werden. NB: war im Verfahren hier auch mal Thema, da nach der Festnahme noch nicht klar war, für wie lange diese erfolgen wird.

Etwas anderes geisterte gestern durch die Medien: in der Bar sei billiger Wodka in Flaschen von teurem umgefüllt worden (und entsprechend teuer angeboten); dazu sei eine Kiste leerer Flaschen des teuren rumgestanden, um nicht den Anschein zu erwecken, daß gar nicht der teure über die Theke ging ...

Nun wird's interessant ... Hier wird erwähnt, daß 16 Schampagnerflaschen serviert werden sollten – natürlich mit Sprühfontänen versehen. Ich gehe davon aus, daß bei 16 Stück die Distanz zur Decke keine so große Rolle mehr gespielt haben dürfte – bei so vielen auf's mal kann auch aus sonst üblicher Traghöhe gar nicht soviel Hitze auf die Seite entweichen, daß der Schaumstoff nicht überhitzt wird und in Brand gerät. Erinnert mich an die "Versuche, 20 oder mehr Rechaud-Kerzen nebeneinander anzuzünden: die entwickeln eine dermaßen große Hitze mit viel flüssigem Wachs, daß das gar nicht mehr so einfach zu löschen ist.
Zuletzt geändert von Kakadu am 16.01.2026 - 13:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Mt. Cervino »

Die 16 Flaschen sollten sicherlicht nicht auf einmal geliefert und serviert werden.
Wenn die Aussage mit der hohen Anzahl an Flaschen denn stimmt, waren es bestimmt 16 Bestellungen, die dann nach und nach abgearbeitet werden sollten.
So hatte die Kellnerin ja beim Enstehen des Brands 2 und nicht 16 Flaschen in der Hand.
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