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Allrad? Sinnvoll oder völlig überbewertet

gfm49 schrieb:
atsuni schrieb:
Das schöne daran ist, dass man nun den "eigentichen" Fronttriebler, welcher doch eher zum übersteuern neigt,
:?: :?: Ich muß zugeben, daß ich nur sehr wenig Erfahrungen mit Fronttrieblern habe (Renaults meiner Ex), aber die paar mal, wo ich damit bei Schnee unterwegs war, sind mir gruselig in Erinnerung, weil die Kisten einfach geradeaus über die Vorderräder weitergeschoben haben (=untersteuern). Meine Heckschleudern wären da mit sanft dosiertem Gas jedesmal gut eingelenkt; das daraus erlernte intuitive Gasgeben hat bei den Frottrieblern den Übersteuereffekt natürlich weiter verstärkt.

Du hast natürlich recht...
Habe die Ausdrücke Untersteuern und Übersteuern vertauscht! :D

Habe es gerade korrigiert!
 
Das ist der Vorteil der Hecktriebler.
Den Baum der dich umbringt, den siehst du vorher nicht.

Ganz anders beim Untersteuern, da fliegt das Grauen gradwegs auf dich zu. :evil:
 
...wobei heutzutage eigentlich fast jedes moderne Auto (auch Hecktriebler) untersteuernd ausgelegt ist
 
Ja bitte vorsichtig:
Wir schreiben nur über das raufkommen, wir sollten bedenken das die Fuhre auch wieder runter muss!
Ich habe immer noch Ketten dabei, sollten die Verhältnisse mal ganz schlecht werden.
Es ist ja denkbar das dort wo man morgens noch problemlos per Allrad rauf gekommen ist, man nach erfolgreichem Skitag sich die Verhältnisse weiter verschlechtert haben. Und ich versichere, wo nicht raufzukommen ist ärgerlich.
Aber wo abzurutschen ist das allerletzte und sorgt sofort für kalten Handschweiß am Volant.

In diesem Zusammenhang ist auch schade das die Autofahrer heute nach dem Pareto Prinzip ausgebildet sind:
80% der Fahrer kennen 20% der Funktionen ihrer Fahrzeuge und verschenken damit deutlich Sicherheit.
Ein Beispiel, wenn ich den Taster zur Handbremse beim fahren länger als 2 Sekunden bediene, dann schmeiße ich einen virtuellen Stock in die Speichen aller vier Räder.
Gerade wenn man droht wo abzurutschen ist diese Funktion sehr hilfreich.
Es weiß nur kaum jemand....
 
Sauerland_6_CLD schrieb:
In diesem Zusammenhang ist auch schade das die Autofahrer heute nach dem Pareto Prinzip ausgebildet sind:
80% der Fahrer kennen 20% der Funktionen ihrer Fahrzeuge und verschenken damit deutlich Sicherheit.
Ein Beispiel, wenn ich den Taster zur Handbremse beim fahren länger als 2 Sekunden bediene, dann schmeiße ich einen virtuellen Stock in die Speichen aller vier Räder.
Gerade wenn man droht wo abzurutschen ist diese Funktion sehr hilfreich.
Es weiß nur kaum jemand....

Die Funktion kenne ich, aber was bringt es mir wenn ich eh schon rutsche (und wahrscheinlich per Fuß die Bremse betätige) ändert sich doch nichts wenn ich noch mehr bremse oder denke ich da jetzt falsch.
 
Du überstimmst das ABS, kannst dadurch evtl vor dir Schnee aufschieben und dadurch mit komplett blockierten Rädern höhere Bremswirkung als mit ständig lösendem ABS
 
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auf glatter Strasse Handbremse ziehen wird meistens mit einem Dreher belohnt, da hilft auch kein aufgeschobener Schnee :wink:
 
Das funktioniert nur in Ausnahmesituationen, eigentlich auf Schotter besser als auf Schnee. Würde da keine Allgemeingültigkeit ableiten.
 
und man sollte sich sicher sein, auf welche Achse(n) die Feststellbremse wirkt. Aus dem Gedaechtnis heraus fallen mir zumindest Citroen und Fiat als Hersteller ein, die Fahrzeuge gebaut haben bei denen sie nur auf die Vorderachse wirkt...
 
Nix Achse, nix dreher.
Das ist eine Notbremsfunktion die auf alle vier Räder wirkt!
Während das ABS versucht die Räder an der spurgebenden Achse (immer hinten, egal welcher Antrieb) wenigstens ein bisschen drehen zu lassen, setzt die Notbremsfunktion dem ein Ende.
Dann blockiert wirklich alles!

Es sei den die Funktion wird beispielsweise auf der Autobahn bei entsprechender Geschwindigkeit ausgeführt.
Dann bremst das Fahrzeug massiv ab solange der Schalter bedient wird.
Ist wie gesagt eine Notfunktion sollte der Fahrer durch einen medizinischen Notfall ausfallen, dann kann der Beifahrer den Anker werfen, so er den um die Funktion weiß....
Und auch hier bremsen alle vier Räder ab.
 
Ich bin immer froh wenn das Auto keine depperte elektronische Handbremse hat - erstens machts mit auf Schnee viel mehr Spaß (ja wie soll ich denn per Knopf die Stärke beeinflussen?) - zweitens gehts halt nur auf die Hinterachse - sprich schönes rumschleudern hinten dann möglich, bzw sogar vorne gasgeben hinten Bremsen.
dazu hab ich schon ein paar mal Fehlfunktionen erlebt - richtig lustig bei Automatik und elektronischer Handbremse. P-Position und dass Auto lässt sich am Hang einfach nicht parken sondern rollt immer los (war ein Passat mit DSG). Lies sich dann halt mit Steinen notdürftig beheben.

Aber ja - dass ASR bei Schnee bergauf am besten auszuschalten - dass wissen auch viele nicht! Evtl bleiben ja auch daher so viel Hängen. Bin da mit ASR ausgeschaltet bei kurzer Anlaufstrecke wo raufgekommen - wo ein paar SUV mit Breitreifen und Allrad nicht raufkamen - wobei die halt nicht wussten wo sie die Antischlupfregelung überhaupt ausschalten können - während ich halt mit Vollgas und stark durchdrehenden Reifen mich übers Steilstück hochzog. Ohne ASR ausschalten was ich dann mal probeweise machte - hatte ich Null Chance. Mit ASR aus musste ich halt ziemlich aufpassen um nicht seitlich im Schnee einzufädeln - da recht schmal - aber wenn man da gefühlvoll aber schnell reagiert geht das auch gut.

Die meisten Autos machen halt zuviel um immer das richtige zu machen. Aber generell ist ESP/ASR natürlich super - nur halt nicht kurz vorm verrecken bergauf im Schnee im 1. Gang - wenn ich merke die Geschwindigkeit fällt unter 35km/h bergauf trotz Vollgas - dann sofort ASR aus.
Anscheinend gibts den Schalter bei vielen Neuen Autos aber einfach nicht mehr - da bleibt einem dann wirklich nur noch Allrad übrig. Weil mit ASR aktiv - wäre ich schon oft wo NICHT raufgekommen. Mit ASR deaktivert ist es viel einfacher (und auf Schnee auch spaßiger - weiß nur nicht ob dann ESP auch deaktiviert ist - daher mache ich es nur aus wenn ich Spaß haben will auf Schnee, oder halt kurz vom runterschalten in den 1. Gang).


- und wenn mit dem Frontkratze vorwärts nichts mehr geht - einfach mal rückwärts mit Speed fahren. Dann geht auch noch einiges, das hat mich eben auch schon ein paar mal gerettet. ASR aus, Rückwärts vollgas rauf (und ja da waren Straßen dabei wo es bei stehenbleiben dann auch mal wieder 20-30m runterging - halt eher Spielerei, hat den Vorteil dass dann wenns wirklich blöd ist - weils retour rutscht, man wieder geradaus schaut.... - in den Fällen hätte es der 4WD auch nicht rauf geschafft, zumindest keiner ohne mechanisches Sperrdifferenzial was ja die ganzen SUV aus Europa nicht haben - sondern den Elektrosperrdiffschrott). Und würde ich wo wohnen wos dauernd schneit - dann gäbs eh nur ein Lösung - Spikereifen! In AT darf man damit ja auch auf die Autobahn im Winter.
 
Der Beste mit Snowboard, Ski und Mountainbike und jetzt auch noch mit dem Auto.
Ein Mann der in Fieberbrunn bei 150cm Neuschnee powdern geht obwohl es nur 10cm geschneit hat.
Dazu auch noch ein Trinkvermögen von 20 Halben ohne pinkeln zu gehen und nen Penis wie ein Unterarm.
Ein Mann zu dem selbst Zlatan Ibrahimovic und Chuck Norris neidisch aufschauen.
 
Ich fahre ca. 100x im Jahr den Flexenpass und habe mich gegen Allrad entschieden. War eine reine Kosten-Frage. Wer Allrad will, kauft häufig unnötig hohe Motor-Leistungen bzw. Automatik mit. Das treibt den Anschaffungspreis um bis zu 10.000 EUR in die Höhe. Dazu kommen dann die höheren Betriebskosten dazu.

Im Schnitt montiere ich 2-3 x im Jahr Ketten.

Kurze Überschlagsrechnung: bei 10 Jahren Lebensdauer des Autos und 25x Ketten montieren und der Annahme, dass die Mehrkosten für den Allrad in Summe 5.000 EUR betragen (konservativ geschätzt), spare ich mir pro 1x Ketten montieren 200 EUR.

Der mögliche Sicherheitsgewinn, der bereits erwähnt wurde, scheint mir derart gering zu sein (irgendwo im Grenzbereich kann ich unter ganz bestimmten Vorraussetzungen ggf. 2 km/h schneller fahren bevor ich aus der Kurve fliege?), dass er gar nicht erst in die Rechnung einfließt.
 
Die Situationen wo man als Ü40er die Feststellbremse zum schleudern nutzt werden weniger.
Dafür das ganze Jahr über den Prengel in der Mittelkonsole wäre dann nicht so wirklich meins.

Ich stelle fest, die Eingangsfrage kann nicht pauschal beantwortet werden.
Jeder hat mit seiner Argumentation für sich recht und es kommt auf den Einsatzzweck des Fahrzeuges an.
Wenn zum Beispiel eine Anhängerkupplung am Fahrzeug installiert ist und der Wagen alternativ zum Allrad als Frontantrieb zu nehmen ist, dann würde ich in jedem Fall den Allrad nehmen.

Wenn man hingegen ein eher kleines und vor allem leichtes Auto kaufen möchte, das auch nicht als Zugfahrzeug eingesetzt werden soll, dann ist Allrad für die meisten verzichtbar.

Was garnicht geht, ich aber sogar in meiner Nachbarschaft sehen kann, ist SUV Allrad und Sommerreifen.
Bei solchen Leuten hilft keine Beratung sondern nur drakonische Strafe wenn was passiert.
 
Sauerland_6_CLD schrieb:
Was garnicht geht, ich aber sogar in meiner Nachbarschaft sehen kann, ist SUV Allrad und Sommerreifen.

Habe ich im Sommer drauf und mich erwartet deshalb doch keine Strafe.
 
Bergfan schrieb:
Sauerland_6_CLD schrieb:
Was garnicht geht, ich aber sogar in meiner Nachbarschaft sehen kann, ist SUV Allrad und Sommerreifen.

Habe ich im Sommer drauf und mich erwartet deshalb doch keine Strafe.

Nur für das sinnlose SUV. Sommerferien im Sommer sind ganz ok.
 
danimaniac schrieb:
... Sommerferien im Sommer sind ganz ok.
Da wird Dir wohl niemand widersprechen, egal ob Einrad-, Zweirad-, Dreirad- oder Allradfahrer. :lol:

Wir sollten doch mal eine Sammlung der besten Rechtschreibkorrekturergebnisse anlegen.
 
cake schrieb:
Wer Allrad will, kauft häufig unnötig hohe Motor-Leistungen bzw. Automatik mit.

Das ist leider wirklich so.

Mein jetziger Octavia hat 118kW aus 1,8l. Wollte ich diesen ersetzen, gibt es nur noch einen 2,0l mit 140kW. Der Sinn muss sich keinem erschließen, vor allem, wo die Autoindustrie jammert, dass sie den CO2-Flotten-Grenzwert nicht einhalten kann.
 
cake schrieb:
Der mögliche Sicherheitsgewinn, der bereits erwähnt wurde, scheint mir derart gering zu sein (irgendwo im Grenzbereich kann ich unter ganz bestimmten Vorraussetzungen ggf. 2 km/h schneller fahren bevor ich aus der Kurve fliege?), dass er gar nicht erst in die Rechnung einfließt.
Auch Allrad kann die Gesetze der Physik nicht aufheben. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass man mit Allrad schneller Kurven fahren könne. Es geht bei Allrad nur um Spurtreue und mehr Halt beim Beschleunigen. Beim Bremsen nutzt Allrad gar nichts und in der Kurve nur solange, wie man nicht schneller fährt als die Reifen die Kräfte noch übertragen können.

Und Extremecarver hat leider recht, dass die vielen Automatikfunktionen oft auch hinderlich sind. Es geht halt nichts über eine mechanische Handbremse, sowohl beim Anfahren am Berg als auf auf Schnee. Und ASR am Berg mit Frontantrieb macht nur Sinn, wenn man es ausschalten kann.
 
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