Hallo Wein- und Genussfreunde,
nachdem mein Bruder schon seit Wochen bei Onlineweinproben zugange ist, war es gestern auch bei uns soweit; meine Frau hatte uns zu "Rudi und Reiner mögen Wurst" angemeldet
Ganz ohne Nachwirkungen ging es übrigens nicht vonstatten; Trinkmenge und- geschwindigkeit überstiegen am Ende meine Fähigkeiten
Rudi (Rudolf) Fauth aus Udenheim in Rheinhessen und Reiner Flick aus Flörsheim-Wicker präsentierten 8

Weine zusammen mit Wurstspezialitäten der Metzgerei Brauer aus Wiesbaden Delkenheim.
Beide Winzer sind dem geneigten Mitleser vielleicht nicht unbekannt, hatte ich doch immer mal wieder Weine der beiden hier vorgestellt
Komplettiert wurde die Runde von der Metzgermeisterin Blanca Panchyrz.
100 Teilnehmer über Zoom, also locker 200 Menschen im virtuellen Verkostungsraum
8 Flaschen Wein- und Sekt für 2 Personen ist schon echt heftig; wir hatten nicht vor alles auszutrinken

.
Die Weine im einzelnen:
Rainer Flick
- P.I.N.K. Lion Rose Sekt aus Spätburgundertrauben nach Methode Rurale (also nur eine Gärung, aber wohl doch Sekt)
- Spätburgunder Rose 2020
- Wickerer Nonnberg Riesling Trocken 2016
- Cuvee K Rotwein Trocken 2018 (Cabernet Mitos, Spätburgunder, Dornfelder)
Rudi Fauth
- Riesling Feinfruchtig 2020
- Silvaner Classic 2020
- Cabernet Blanc Trocken 2019
- Cabernet Sauvignon Trocken 2018
Dazu Leberpastete, Jalapenobeisser, Nussknacker, Schinken und Salami vom Metzger aus dem Probenpaket und noch anderes (das Paket reicht als Grundlage nicht aus) z.B. selbstgemachter Spundekäs.
Alles in allem eine sehr bunte Mischung, die durchaus forderte
Los ging es mit dem Sekt, der geschmacklich in Richtung Erdbeere tendierte; ok, aber nicht so meins. Meiner Gattin taugte er.
Danach der Silvaner Classic, erstaunlich fruchtig und mineralisch und gut passend zur luftgetrockneten Salami.
Danach zu Nussknacker und Jalapenobeisser der Cabernet Blanc und die Cuvee K.
Die Züchtung aus der Schweiz (auf eine Frage von mir erläuterte Rudi, dass die Schweiz in den 90ern und 00ern sehr aktiv in diesem Bereich war) taugte mir so gar nicht; Duft und Geschmack erinnerten mich irgendwie an Gewürzgurke. Erfreulicher die rote Cuvee, die gut mit dem Jalapenobeisser harmonierte

.
In der dritten Runde dann der gereifte Riesling aus dem Nonnberg und der Cabernet Sauvignon zum sehr leckeren Schinken "Alter Heinrich".
Gereifter Riesling kann es was Tiefe und Vielschichtigkeit angeht leicht mit dem Roten aufnehmen, der mit schönen Beerenaromen überzeugen konnte.
Zum Schluss der offiziellen Verkostung dann Riesling Feinfruchtig und Spätburgunder Rose zur Leberpastete
Das und das folgende freie Trinken mit Onlinegesprächen lief dann so gut, dass ich leider doch zu tief ins Glas schaute und heute etwas später in die Gänge kam.
Aber Spaß hat es gemacht


