Nachdem ich mal ein bisschen den Keller umgegraben habe, fiel mir die Chronik der SSAG zum 35-jährigen Bestehen (ja, ist jetzt 10 Jahre her..) in die Hände. Ich hoffe, dass ich damit eventuelle Unklarheiten, zu bestehenden oder nicht bestehenden Liften in der Vergangenheit, beseitigen kann.
18.04.1961 Gründung der SSAG
16.03.1963 Beim Probebetrieb anlässlich der Abnahme durch das Bundesministerium kommt es durch einen Seilüberschlag zum Riss eines Tragseiles, wobei eine Kabine abstürzt und der Bedienstete Johann Zangerl schwer verletzt wird.
15.12.1963 Inbetriebnahme der PB Silvretta
21.12.1963 Inbetriebnahme des SL Idjoch
05.03.1965 Durch Entgleisung des Seiles des SL Idjoch wird die Stütze 17 weggerissen. Bereits am 10.03.1965 wird der Betrieb wieder aufgenommen.
18.12.1966 Inbetriebnahme SL Höllboden
1967 Anschaffung des 1. Pistenfahrzeuges im Februar; auch werden aufgrund der langen Wartezeiten erstmals eigene Platzkarten für die Auffahrt mit der Silvrettabahn ausgegeben.
24.12.1968 Inbetriebnahme Übungslift Idalpe
31.12.1969 Inbetriebnahme SL Madlein in Ischgl
14.01.1970 Inbetriebnahme 1. SL Velill
1971 Im Juni wird die Baugenehmigung für die Pardatschgratbahn, der 1. EUB Österreichs, erteilt.
17.03.1972 Inbetriebnahme 4EUB Pardatschgrat, dadurch kann erstmals auf die Ausgabe von Platzkarten verzichtet werden. Auch werden in dem Sommer die Trassierungen für den 1. SL Höllkar sowie SL Palinkopf durchgeführt, eine Montage erfolgt jedoch nicht. Im Dezember geht der von Ischgl nach Mathon verkaufte SL Edelweiß in Mathon in Betrieb.
08.03.1973 Inbetriebnahme 1. SL Höllkar
22.12.1973 Inbetriebnahme SL Palinkopf
1974 Ende Dezember Aufnahme des Probebtriebes beim SL Sassgalun
1975 Ende Dezember Inbetriebnahme SL Taja und SL Bodenalp
24.12.1976 Inbetriebnahme SL Pardatschgrat (Die Trassierung hat sich bis zum Ersatz durch die 6KSB-B Grat nicht verändert!!)
31.12.1976 Inbetriebnahme 4EUB Fimba
27.07.1977 In der Aufsichtsratssitzung wird mit großer Mehrheit der Beschluss gefasst, sich mit 4,6 Mio SFR (51 %) an der Luftseilbahnen Samnaun AG zu beteiligen.
14.12.1977 Inbetriebnahme SL Sonnen
06.01.1978 Inbetriebnahme SL Höllspitz
06.02.1978 Inbetriebnahme DSB Höllboden
21.01.1979 Inbetriebnahme 80PB Ravaisch-Alp Trida Sattel, SL Alp Trida, SL Visnitz und 1. SL Viderjoch. Auf Ischgler Seite werden in dem Jahr der SL Schwarzwand neu und die 3KSB Idjoch (1. 3KSB Österreichs) als Ersatz für den SL Idjoch errichtet.
26.03.1980 Inbetriebnahme der 3KSB Idjoch. Über den Sommer Errichtung des 2. SL Höllkar, SL Greitspitz, 2. SL Viderjoch, SL Muller und SL Plais Gronda sowie Planierung der Zeblasabfahrt nach Samnaum.
1981 Erweiterung des SL Velill zum Doppel-SL
07.12.1983 Inbetriebnahme 6EUB Silvretta als Ersatz für die PB Silvretta
1985 Errichtung DSB Palinkopf und SL Milo (Alp Trida)
1988 Errichtung 4KSB-B Gampen (Damals längste 4KSB Österreichs)
1989 Errichtung 4SB Höllboden als Ersatz für die DSB Höllboden
1990 Modernisierung 4EUB Pardatschgrat
1991 Errichtung 4SB Muller als Ersatz für SL Muller. Der SL wird als SL Alp Trider Eck neu errichtet.
1992 In mehreren Sitzungen wird im Aufsichtsrat der SSAG, im Verwaltungsrat der LSBS AG sowie in den örtlichen Gremien beider Orte die Errichtung einer zweiten Zubringeranlage vom Samnaun in das Skigebiet diskutiert. Obwohl allgemein die Errichtung der Anlage in das Zeblasgebiet skitechnisch als die beste Lösung angesehen wird, können die dahin zielenden Projekte letztlich aus verschiedenen Gründen nicht durchgebracht werden (Gründe wurden in der Chronik jedoch nicht genannt!).
1993 Errichtung 4KSB-B Flimjoch und DSB Velilleck
1994 Errichtung 4KSB Höllspitz als Ersatz für SL Höllspitz, 4KSB Visnitz als Ersatz für SL Visnitz und 4KSB-B Flimsattel neu.
1995 Errichtung 6KSB-B Velill als Ersatz für Doppel-SL Velill und 180DPB Ravaisch-Alp Trida Sattel (weltweit erste Doppelstock-PB)
1996 Errichtung 4KSB Palinkopf als Ersatz für DSB Palinkopf (nach meinem Wissen wurden damals Stützen und Förderseil NICHT ausgetauscht) und 4KSB Grivalea neu
1997 Errichtung 6SB Sassgalun als Ersatz für SL Sassgalun
1998 Abbau der 1. Sektion 6EUB Silvretta und Aufbau als neue 1. Sektion 6EUB Fimba, 2. Sektion 6EUB Silvretta wird in 6EUB Fimba umbenannt. Neubau der Silvrettabahn als Funitel mit 2 Sektionen. Errichtung 6KSB-B Höllkar als Ersatz für Doppel-SL Höllkar und 6KSB-B Greitspitz neu (in der Chronik war hier nur von einer 4KSB Greitspitz die Rede!!)
Im Schlusswort vom Vorstand Mag. Hannes Parth heißt es dann noch:
… So wird es neben der immer wieder erforderlichen Erneuerung und Modernisierung der bestehenden Anlagen unabdingbar sein, das Schigebiet mit den bestehenden Möglichkeiten im Samnaun und im Bereich Vesil und hinteres Fimba abzurunden. Auch gilt es für die weitere Zukunft selbstverständlich, die Wünsche der Nachbargemeinden Serfaus und Schuls im Engadin, sich mit dem Ischgler Schigebiet zu vereinen, genau zu prüfen. …