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Ärger über Wartenschlangen ohne Abstände

Lena Adler schrieb:
Die Skigebiete in Südtirol sind ab morgen zu. Ministerpräsident Conte hat die Schlueßung bis Ende November angeordnet!

Für Südtirol gilt das nicht, Details im Skisaison 2020/20-Topic.
 
starli schrieb:
Malli schrieb:
Hältst du dich an die Regelungen in den Skigebieten? Meine da im anderen Thread gelesen zu haben, dass du die Maske im Lift nicht trägst?!
Wenn ich allein im Lift oder der Gondel bin, trag ich natürlich keine Maske! Und das macht jeder so! In den Gondelstationen oben/unten zieh ich mein verranztes Haltstuch dann rauf. Bei leeren offenen Liftstationen (Sessel, SL) spar ich mir das. Offene Lifte fahr ich nur noch alleine. (Heute nicht KSB gefahren, da alleinfahren nicht möglich schien. Letzte Woche hielt ich mich an die Frühjahrsregeln, dass die Maskenpflicht nur für die Gondeln gilt, nicht für die Sessellifte. Außerdem, wenn ich schon mal Sessel fahr, will ich essen+trinken.)

Was die Maskenpflicht in Anstehbereichen in AT angeht, ist die Gesetzeslage m.E. nicht so ganz eindeutig und gilt wohl jedenfalls erst seit heute so, was die Stationen angeht:

§ 1a.

In Massenbeförderungsmitteln und den dazugehörigen U-Bahn-Stationen, Bahnsteigen, Haltestellen, Bahnhöfen und Flughäfen zuzüglich deren Verbindungsbauwerke ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen. Ist auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen die Einhaltung des Abstands von mindestens einem Meter nicht möglich, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden.
(3) Bei der Beförderung von Personen in Seil- und Zahnradbahnen, Reisebussen und Ausflugsschiffen ist § 1a sinngemäß anzuwenden.
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011162

Zählt jetzt ein Anstehbereich an einem Schlepp- oder Sesselllift als Bahnsteig oder Haltestelle? Und wo beginnt dann der? Ab da, wo eingegrenzt ist? Ab dem Maskentrageschild (auch wenn dahinter noch Leute stehen)? Ab dem Ende der Anstehschlange (und somit dann nicht, wenn es keine Schlange gibt)?

Es ist mir unverständlich warum du und andere daraus so eine Wissenschaft machen. Am einfachsten wäre es ja in geschlossenen Räumen (Dach über dem Kopf) und überall dort, wo man den Abstand von 1-1,5 Meter nicht einhalten kann, eine Maske zu tragen. Das wäre dann die Art von Rücksichtnahme, die du von anderen Skifahrern bei lauter Musik in der Gondel erwartest. ...nach jedem Skitag das abgeranzte Halstuch abkochen schadet auch nicht ;)

Das betrifft nicht nur dich, sondern alle. Durch deine große Aktivität mit den schönen Berichten hier im Forum fällt das bei dir natürlich schneller auf.
 
Malli schrieb:
Es ist mir unverständlich warum du und andere daraus so eine Wissenschaft machen. Am einfachsten wäre es ja in geschlossenen Räumen (Dach über dem Kopf) und überall dort, wo man den Abstand von 1-1,5 Meter nicht einhalten kann, eine Maske zu tragen. Das wäre dann die Art von Rücksichtnahme, die du von anderen Skifahrern bei lauter Musik in der Gondel erwartest. ...nach jedem Skitag das abgeranzte Halstuch abkochen schadet auch nicht ;)
Daran wird es scheitern.
Die menschen sind nicht fähig zur Rücksichtnahme. Und wenn es nur 5% sind, dann sind sind es eben 5% zu viel. Und die Liftunternehmen werden zu wenig tun das durchzusetzen.
Und das mit dem Waschen wird noch weniger funktionieren.

Es ist traurig, dass die, die viel und gerne skifahren mit ihrem Verhalten denen, die auch das skifahren lieben, durch ihr Verhalten unseren Sport nehmen.


Gruß!
der Joe
 
Latemar schrieb:
Malli schrieb:
Es ist mir unverständlich warum du und andere daraus so eine Wissenschaft machen. Am einfachsten wäre es ja in geschlossenen Räumen (Dach über dem Kopf) und überall dort, wo man den Abstand von 1-1,5 Meter nicht einhalten kann, eine Maske zu tragen. Das wäre dann die Art von Rücksichtnahme, die du von anderen Skifahrern bei lauter Musik in der Gondel erwartest. ...nach jedem Skitag das abgeranzte Halstuch abkochen schadet auch nicht ;)
Daran wird es scheitern.
Die menschen sind nicht fähig zur Rücksichtnahme. Und wenn es nur 5% sind, dann sind sind es eben 5% zu viel. Und die Liftunternehmen werden zu wenig tun das durchzusetzen.
Und das mit dem Waschen wird noch weniger funktionieren.

Es ist traurig, dass die, die viel und gerne skifahren mit ihrem Verhalten denen, die auch das skifahren lieben, durch ihr Verhalten unseren Sport nehmen.


Gruß!
der Joe
Ich finde das nicht in Ordnung, ohne gesicherten Nachweis dass dieses Verhalten auch die Infektionszahlen beeinflusst (!), hier einen Schuldigen zu suchen. Mal sinds die Partyjugend, mal die Reiserückkehrer, mal die Arbeiter in Fleischfabriken, mal die unvernünftigen Hochzeiten, Geburtstage oder Familienfeiern und mal neuerdings die Skifahrer. Und immer wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, Hauptsache irgendwer hat die Schuld. Ich glaube, der Einfluss dieser Gruppe an Menschen wird massiv überschätzt, ebenso wie die Hotspot Theorie. Das läuft flächendeckend überall ab, und ist nicht zu verhindern.

Und die Politik versucht gerade mit dem Finger auf jene Gruppen zu zeigen, die dann potentielle Schuldige sind. Sowas macht die Gesellschaft kaputt, schafft Unfrieden, Aggressivität, Entmenschlichung.
Anstatt dass man sich Konzepte überlegt, die in der Praxis funktionieren können - also mit oder trotz hoher Infektionszahlen ein normales Leben ermöglichen, bzw. zu garantieren. Wirtschaft und Privatpersonen brauchen Planbarkeit, nicht willkürliche Erlässe die nicht einzuhalten oder kontrollieren sind.
Unterm Strich steigt gerade wieder massiv der Druck (auf die Psyche!), das sieht man u.a. am entgleisten Ton im Corona-Topic. So kann es auch nicht weitergehen, jeder wird zum Mini-Polizist dem nächsten Gegenüber.

Bemerkenswert fand ich gestern das Ö3 Interview mit Allerberger - hab das am Weg ins Skigebiet gehört :D. Er unterstrich auch nochmal, dass es keine belastbaren Zahlen gibt, die den flächendeckenden Einsatz von Community MNS in eine Korrelation mit der Infektionsentwicklung stellen können, also sprich dass die Einführung nachweisbar Einfluss auf die Zahlen gehabt hätte. Das wir MNS tragen, ist eine hoffnungsvolle Vermutung (Zitat) - oder ist Allerberger auch ein Covidiot und Leugner? So eine Stimme (vgl. https://www.sn.at/panorama/oesterreich/experte-allerberger-corona-impfstoff-fruehestens-juli-2021-zweiter-lockdown-sei-nicht-notwendig-94695067) würde ich mir anstatt unseres Tierarztes in D auch wünschen. Das würde auch mehr Planbarkeit der Skisaison ermöglichen.
 
Das siehst Du falsch.
Es geht darum gerade jetzt am Beginn der Saison ein gutes Vorbild abzugeben und eben lieber etwas mehr tun als sich nur an die Regeln zu halten. Was jetzt positiv oder eben sogar "positiver" läuft kommt uns allen später zu Gute.
Jetzt werden die Zeichen gesetzt.
Ich würde auch gerne skifahren gehen, aber die, die jetzt egoistische Zeichen setzen, machen es für uns alle das später schwierig.



Gruß!
der Joe
 
Stäntn schrieb:
Ich finde das nicht in Ordnung, ohne gesicherten Nachweis dass dieses Verhalten auch die Infektionszahlen beeinflusst (!), hier einen Schuldigen zu suchen.
Es ist doch erstmal völlig egal ob dieses Verhalten letztendlich die Infektionszahlen beeinflusst. Es gelten erstmal diese Regeln gemacht und werden, so diese nicht eingehalten werden, entsprechend sanktionieren.
Ob nun berechtigt oder nicht, die Skigebiete werden dann eben zugesperrt. Ich weiß nicht ob das in deinem und unserem Interesse sein kann?
Wenn ich in der 30er Zone geblitzt werde bringt mich eine Diskussion, mit dem Polizisten, über die Sinnhaftigkeit auch nicht weiter.
 
Also aus persönlicher Beobachtung kann ich sagen - es ist weit weniger schlimm als das in den Medien gerade wieder dargestellt wird. Die allermeisten geben sich wirklich Mühe alles einzuhalten (ja - sogar ich, auch wenn ich die Regeln nicht akzeptiere halte ich mich dran um keine Konflikte zu provozieren). Auch die Liftler achten gut darauf, wenn auch der Ton oftmals aggressiv ist weil einem mal der Schal unter die Nase rutscht. Man bewegt sich und hat die Hände nicht immer frei! Manchmal ist es schlichtweg gar nicht möglich - z.B. weil man beim Anstehen vor Drehkreuzen vor Sesselliften eine Mulde oder Gefälle hat wo sich die Masse der Anstehenden einfach staucht. Wenn man Entzerren wollte ginge das wohl nur durch Kapazitätsbeschränkung, und die müsste am Taleingang stattfinden und nicht an der Talstation. Nicht umsetzbar!

Und es war ein Fehler, die Regeln beim Skifahren strenger anzusetzen wie beim ÖPNV - man hätte von Anfang an sagen sollen man behandelt das gleich, weil eben die Abstände kaum eingehalten werden können. Dann hätte man jetzt auch diese Diskussion nicht. Vom ZOB in der Stadt XY macht auch keiner ein Fass auf wenn da alle am Steig nebeneinander warten. Man hat hier unrealistische Erwartungen geweckt.
Übrigens auch bei mir, ich hätte erwartet dass die Bahnen spätestens um 7 Uhr öffnen und schneller fahren ;)

noisi schrieb:
Stäntn schrieb:
Ich finde das nicht in Ordnung, ohne gesicherten Nachweis dass dieses Verhalten auch die Infektionszahlen beeinflusst (!), hier einen Schuldigen zu suchen.
Es ist doch erstmal völlig egal ob dieses Verhalten letztendlich die Infektionszahlen beeinflusst. Es gelten erstmal diese Regeln gemacht und werden, so diese nicht eingehalten werden, entsprechend sanktionieren.
Genau das wäre doch absoluter Wahnsinn - das wäre Gesetzgebung ohne Grundlage, und daher alles andere als egal sondern zentral fundamental! Ich bin dann doch überrascht, dass man an solchen Sachen unterschiedlicher Meinung ist, aber ich akzeptiere den Standpunkt auch wenn ich es anders sehe. Mal sehen wie die Gerichte das sehen, das wird die spannende Frage bleiben die kommenden Wochen. Daran können wir uns dann orientieren, das kann ich dann auch besser akzeptieren. Nur weil die Regel erstmal von der Politik gemacht wird ist noch lange keine Akzeptanz damit geschaffen.
Ein Deutschlehrer würde jetzt sagen - Wortwiederholung, das Wort Akzeptanz kommt ständig vor :) aber darum gehts ja wenn man solidarisches Handeln erwartet - man muss Akzeptanz dafür schaffen. Wenn man Mitternacht vor einer Schule (30er) einen Blitzer aufstellt und man verschickt Bußgelder für Tempo 45 dann ist das auch rechtens, aber weit weg davon akzeptiert zu werden. Um mal das Beispiel aufzugreifen.
 
Stäntn schrieb:
noisi schrieb:
Stäntn schrieb:
Ich finde das nicht in Ordnung, ohne gesicherten Nachweis dass dieses Verhalten auch die Infektionszahlen beeinflusst (!), hier einen Schuldigen zu suchen.
Es ist doch erstmal völlig egal ob dieses Verhalten letztendlich die Infektionszahlen beeinflusst. Es gelten erstmal diese Regeln gemacht und werden, so diese nicht eingehalten werden, entsprechend sanktionieren.
Genau das wäre doch absoluter Wahnsinn - das wäre Gesetzgebung ohne Grundlage, und daher alles andere als egal sondern zentral fundamental! Ich bin dann doch überrascht, dass man an solchen Sachen unterschiedlicher Meinung ist, aber ich akzeptiere den Standpunkt auch wenn ich es anders sehe. Mal sehen wie die Gerichte das sehen, das wird die spannende Frage bleiben die kommenden Wochen. Daran können wir uns dann orientieren, das kann ich dann auch besser akzeptieren. Nur weil die Regel erstmal von der Politik gemacht wird ist noch lange keine Akzeptanz damit geschaffen.
Ein Deutschlehrer würde jetzt sagen - Wortwiederholung, das Wort Akzeptanz kommt ständig vor :) aber darum gehts ja wenn man solidarisches Handeln erwartet - man muss Akzeptanz dafür schaffen. Wenn man Mitternacht vor einer Schule (30er) einen Blitzer aufstellt und man verschickt Bußgelder für Tempo 45 dann ist das auch rechtens, aber weit weg davon akzeptiert zu werden. Um mal das Beispiel aufzugreifen.
Ich hab mich da vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt und ich gllaube wir liegen da eigentlich garnicht soweit auseinander wie es vielleicht den Anschein hat.
Es ist nicht gesichert ob das Verhalten die Infektionszahlen beeinflusst - die Möglichkeit besteht aber nunmal. Je größer der Anteil der Infizierten, desto größer die Wahrscheinlichkeit.
Wahnsinn wäre auch meiner Sicht, so zu tun, als gäbe es diese Möglichkeit nicht. Wir haben dazu im Moment einfach nicht die Zeit. Wir können nicht erstmal abwarten ob jemand dagegen klagt, bis die Klage durch alle Instanzen geht und dann die Regel einführen oder eben nicht. Ob nun sinnvoll oder nicht, die Zeit haben wir nicht. Falls sich das ganze als sinnlos erweist, wir die Regel dann eben nach einigen Wochen wieder kassiert und das ist dann auch gut so.
Zum Thema Akzeptanz :wink:. In dieser speziellen Situation akzeptiere ich, dass im Eifer des Gefechtes, aus Unwissenheit oder (vielleicht) übertriebener Vorsicht auch mal eine falsche Entscheidung getroffen wird.
Besser Skibetrieb mit diesen Regeln, als keiner.

Stäntn schrieb:
Wenn man Mitternacht vor einer Schule (30er) einen Blitzer aufstellt und man verschickt Bußgelder für Tempo 45 dann ist das auch rechtens, aber weit weg davon akzeptiert zu werden. Um mal das Beispiel aufzugreifen.
Kein Einwand von meiner Seite, nur wird hier weder meckern noch klagen etwas bringen. Damit müssen wir dann eben leben - und das akzeptiere ich.
 
Und sogar das Blitzen nachts vor Schulen wird regelmäßig erfolgreich angefochten, weil eben kein Grund dafür da ist.
 
Bei dieser Diskussion sollte man auch im Blick haben, dass der Gesetzgeber nicht jede Lebenssituation haarklein regeln kann, sondern auch darauf setzt, dass die Bürger in bestimmten Bereichen ihren gesunden Menschenverstand einsetzen. Es gibt aus gutem Grund kein Gesetz, dass man nicht in Steckdosen fasst oder bei Gewitter sein Altmetall sortiert. Je mehr Menschen ohne gesetzliche Grundlage vernünftig handeln, desto weniger strikte Vorschriften bedarf es. Und derzeit sollte eigentlich klar sein, dass man Menschenmassen und Gedrängel meidet - ob es nun dafür eine konkrete Regel gibt oder nicht. Das sagt mir mein Hausverstand. Auch wenn es zuweilen ärgerlich oder unangenehm ist.
 
Stäntn schrieb:
...
Manchmal ist es schlichtweg gar nicht möglich - z.B. weil man beim Anstehen vor Drehkreuzen vor Sesselliften eine Mulde oder Gefälle hat wo sich die Masse der Anstehenden einfach staucht.
...
Warum nicht? Es ist immer möglich auch mehr als den Mindestabstand zu halten um bsp. erst in die Mulde einzufahren, wenn diese wieder frei ist.
Ist aber für viele offensichtlich schwierig, letztes im Freizeitpakt habe ich beim Anstehen (im Freien) vor einem kleinen Tunnel gewartet bis ich gesehen hab, das dieser am Ende genug Platz geboten hat um durchzulaufen, und nicht im Tunnel mit anderen warten zu müssen.

Erkenntnisse, die die Wissenschaft wohl nicht revolutionieren werden:
1. Ich war dadurch nicht später an der Achterbahn
2. das scheint für viele nicht verständlich gewesen zu sein, vor und nach mir wurder der Tunnel wieder dicht gefüllt und die hinter mir vor Tunnel Wartenden waren sichtlich nevös, sind permanent aufgerückt und haben erst nach dem freundlichen Hinweis 'es geht nicht schneller wenn Sie näher kommen' etwas widerwillig wieder ein paar cm rückwärtd gemacht.

Edit: @Mods: ich denke das der Ausflug in Wartenschlagen außerhalb von Skigebieten nicht allzu off-topic ist... :wink:
 
valdebagnes schrieb:
Es ist immer möglich auch mehr als den Mindestabstand zu halten um bsp. erst in die Mulde einzufahren, wenn diese wieder frei ist.

Wie schräg bist Du denn drauf...? ;D
 
Antwort aus der Praxis: Weil Gruppen (Familien etc.) ja dennoch zusammen bleiben, also gemeinsam am Drehkreuz ankommen möchten. Und da es bei "sozialen Freizeitaktivitäten" wie Skifahren oft um kleinere Gruppen einer Stärke von 2-5 Personen handelt (nein ich hab keine Studie außer Augen), müssten sich dann am Beginn der Trichter der Netzzäune diese Gruppen anhalten, mit Abstand absprechen wer als erstes startet und in das "Gefälle/Mulde" fährt. Geht schon an der Sprache los, Osteuropa vs. Deutsch vs. Schwyzerdytsch etc.
Und dann einfach noch die mangelnde skifahrerische Fähigkeit stehen zubleiben ohne umzufallen. Klingt blöd, ist aber so. Gerade bei Kindern unkontrollierbar, da fehlt Können, Einschätzung der Situation - das kann man auch einfach nicht erwarten. Das kennt jeder, der mit Kindern im Skigebiet unterwegs war.

EDIT: Und ich hoffe inständig dass es niemals vorkommt, dass jemand ein fremdes Kind zurechtzuweisen will weil es irgendwelche Regeln nicht beachtet die ja für Kinder nicht mal gelten. MNS müssen unter 6 Jahren eh nicht getragen werden, und den einen oder anderen Nieser in der Gondel (oder im Sportgeschäft, Supermarkt, Alltag eben) muss man aushalten können.
 
Stäntn schrieb:
Antwort aus der Praxis: Weil Gruppen (Familien etc.) ja dennoch zusammen bleiben, also gemeinsam am Drehkreuz ankommen möchten.
...
Muss man jetzt ein Exptertenteam mit einer wissenschafftichen Analyse beauftragen um auf die Idee zu kommen: dann fährt halt der erste der Grupppe erst dann los, wenn die Mulde frei ist?
 
Moment, fällt mir jetzt erst auf:
Stäntn schrieb:
Antwort aus der Praxis: Weil Gruppen (Familien etc.) ... müssten sich dann am Beginn der Trichter der Netzzäune diese Gruppen anhalten, mit Abstand absprechen ... Geht schon an der Sprache los, Osteuropa vs. Deutsch vs. Schwyzerdytsch etc.
Sorry, ich lebe hier in ganz normalen Familienverhältnissen, dachte nicht an die multinationalen Patchworkfamilien.. :wink:
 
Stäntn schrieb:
EDIT: Und ich hoffe inständig dass es niemals vorkommt, dass jemand ein fremdes Kind zurechtzuweisen will weil es irgendwelche Regeln nicht beachtet die ja für Kinder nicht mal gelten. MNS müssen unter 6 Jahren eh nicht getragen werden, und den einen oder anderen Nieser in der Gondel (oder im Sportgeschäft, Supermarkt, Alltag eben) muss man aushalten können.
Nein würde ich auch nicht tun, habe selbst Kinder.
Die Eltern oder den Skilehrer hingegegen schon.
Geht auch nicht um Rechweisung, sonder um vernünftiges Mitdenken und Handeln.
 
valdebagnes schrieb:
Stäntn schrieb:
Antwort aus der Praxis: Weil Gruppen (Familien etc.) ja dennoch zusammen bleiben, also gemeinsam am Drehkreuz ankommen möchten.
...
Muss man jetzt ein Exptertenteam mit einer wissenschafftichen Analyse beauftragen um auf die Idee zu kommen: dann fährt halt der erste der Grupppe erst dann los, wenn die Mulde frei ist?
Schön dass es wieder persönlich wird anstatt dass man das in der Praxis einfach mal realistisch durchspielt.

Aber ich versuch immer realistisch an der Praxis zu bleiben - das ist schlichtweg unvorstellbar, dass das umzusetzen zu versuchen wäre gar weltfremd. Manchmal gehts auf leicht bergauf zum Drehkreuz, die einen nehmen Schwung, die anderen müssen sich am Stecken hochziehen lassen, wieder andere stehen quer... PRAXIS!
valdebagnes schrieb:
Stäntn schrieb:
EDIT: Und ich hoffe inständig dass es niemals vorkommt, dass jemand ein fremdes Kind zurechtzuweisen will weil es irgendwelche Regeln nicht beachtet die ja für Kinder nicht mal gelten. MNS müssen unter 6 Jahren eh nicht getragen werden, und den einen oder anderen Nieser in der Gondel (oder im Sportgeschäft, Supermarkt, Alltag eben) muss man aushalten können.
Nein würde ich auch nicht tun, habe selbst Kinder.
Die Eltern oder den Skilehrer hingegegen schon.
Geht auch nicht um Rechweisung, sonder um vernünftiges Mitdenken und Handeln.
Da bin ich voll dabei.
valdebagnes schrieb:
Moment, fällt mir jetzt erst auf:
Stäntn schrieb:
Antwort aus der Praxis: Weil Gruppen (Familien etc.) ... müssten sich dann am Beginn der Trichter der Netzzäune diese Gruppen anhalten, mit Abstand absprechen ... Geht schon an der Sprache los, Osteuropa vs. Deutsch vs. Schwyzerdytsch etc.
Sorry, ich lebe hier in ganz normalen Familienverhältnissen, dachte nicht an die multinationalen Patchworkfamilien.. :wink:
Ich glaub wir haben uns an der Stelle schon verstanden :) aber ich stelle klar, auch wieder dieses Wochenende beobachtet: Es sind so viele verschiedene Nationen unterwegs, die können UND wollen sich gar nicht verstehen. Auch eine seit Jahren bekannte Frage der Mentalität - Beispiele mangelnder Rücksichtnahme sind seit jeher bekannt (zB dieses Klientel "ich schrei 10 Minuten lang in der EUB laut in mein Walkie Talkie egal obs andere stört"), warum sollte sich das jetzt ändern?
 
Stäntn schrieb:
Auch eine seit Jahren bekannte Frage der Mentalität - Beispiele mangelnder Rücksichtnahme sind seit jeher bekannt (zB dieses Klientel "ich schrei 10 Minuten lang in der EUB laut in mein Walkie Talkie egal obs andere stört"), warum sollte sich das jetzt ändern?
Und genau diese Aussage bringt es doch auf den Punkt. Rücksichtnahme und gesunder Menschenverstand scheinen nicht zu funktionieren, Appelle bewirken nichts - also müssen Regeln und Sanktionen her. Traurig aber war und scheinbar nicht zu ändern...

Im übrigen gilt das nicht nur für den Skifahrerpöbel. :wink: Ich arbeite in einem großen Münchner Uni-Klinikum und selbst in diesem Tempel der Wissenschaft schafft man es nicht, den Herdentrieb im Zaum zu halten. Letzte Woche nach Semesterbeginn zur Stoßzeit in der Mensa dachte ich, mich trifft der Schlag...da könnten sie in München auch gleich jeden Club wieder öffnen... :rolleyes:
 
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