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Auto ...

Mt. Cervino schrieb:
In unserem Land und auf der ganzen Welt wird es auch in Zukunft Fahrräder und Autos (mit verschiedenen Antriebskonzepten) geben.
Deshalb sollten wir diese beiden Verkehrsmittel nicht gegeneinander ausspielen sondern Lösung diskutieren, wie beide Verkehrsmittel bestmöglich um Straßenverkehr ihren Platz finden und ihre Stärken ausspielen können.

Ich denke, es wird spätestens in 50 Jahren keinen wirklichen Individualverkehr mehr geben. In der Form, wie wir das heute betreiben ist das eine unglaubliche Resourcenverschwendung und es gibt auch schlicht keinen Platz mehr dafür. Spätestens in 20 Jahren wird in auch keiner deutschen oder europäischen Großstadt mehr ein Auto fahren. Von daher geht es eben nicht hauptsächlich darum, für alle einen Platz zu finden, sondern das ganze System grundlegend zu ändern.
 
Und ich fahr halt in der Stadt am liebsten auf der Straße weils mir am ungefährlichsten und schnellsten erscheint
 
Ein Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und die meisten von uns stecken in den alten, vorhandenen (Denk-)Strukturen fest. Das gilt auch für die Mobilität. Eine Wende muss erst im Kopf stattfinden, dann funktioniert es auch in der Praxis.

Wenn man nur mal das Beispiel "Shared Space" hernimmt....https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Shared-Space-Projekte im Prinzip ist das ein Hauch von nichts, wo es praktiziert wird. Und das obwohl es anscheinend in manchen Städten sehr gut funktioniert. Aber die meisten können/wollen sich das nicht vorstellen und deswegen sind sie auch dagegen.

Gerade wir in Deutschland brauchen ja jeden Dreck geregelt, für alles und überall Schilder, alles muss rechtssicher sein, keiner will mehr selbst verantwortlich sein.
Ein gesundes Miteinander ist oftmals gar nicht mehr möglich. Die Wanderer schimpfen über die Radfahrer und überholen am Heimweg mit ihrem SUV die Radfahrer auf der Straße ohne jeglichen Sicherheitsabstand. Radfahrer schimpfen über die Autos und fahren selbst auf der Straße, als gelten für sie die Regeln nicht. Fußgänger haben ihre Hunde nicht im Griff oder laufen Gedankenlos in der Gegend aufs Smartphone starrend umher....

So langsam fällt uns der Reichtum anscheinend immer mehr auf die Füße, anders kann ich es mir eigentlich nicht erklären, warum wir immer weniger miteinander zurecht kommen.
 
Julian96 schrieb:
Oder warum sonst fordert ein Herr Diess von VW einen möglichst schnellen Umstieg auf das Elektroauto? Da geht es einzig und allein darum, möglichst schnell möglichst viele sehr hochpreisige Autos an die zu verkaufen, die es sich leisten können. So nach dem Motto egal was ihr vor einem Jahr gekauft habt, Elektro ist jetzt der neuste Schrei, kauft es euch möglichst alle. Spült wieder ordentlich Geld in die Kassen.

Oh man. Was ein Schmarrn.
Bitte einfach ab und zu Fakten checken und nachdenken.
Die Gewinnmarge bei Elektrofahzeugen ist deutlich niedriger als bei Verbrennern.

Warum Diess das trotzdem fordert liegt in der Tatsache begründet, dass wir Kunden immer viel zu leistungsstarke Autos kaufen und so die gesetzlichen CO2 Ziele ohne Elektrofahrzeuge niemals zu erreichen sind und es somit zu Strafzahlungen führen kann.

Abgesehen davon haben manche Menschen es halt kapiert das ein weiter so nicht mehr funktioniert.

Der Lange
 
ralleycorse schrieb:
Julian96 schrieb:
Oder warum sonst fordert ein Herr Diess von VW einen möglichst schnellen Umstieg auf das Elektroauto? Da geht es einzig und allein darum, möglichst schnell möglichst viele sehr hochpreisige Autos an die zu verkaufen, die es sich leisten können. So nach dem Motto egal was ihr vor einem Jahr gekauft habt, Elektro ist jetzt der neuste Schrei, kauft es euch möglichst alle. Spült wieder ordentlich Geld in die Kassen.

Oh man. Was ein Schmarrn.
Bitte einfach ab und zu Fakten checken und nachdenken.
Die Gewinnmarge bei Elektrofahzeugen ist deutlich niedriger als bei Verbrennern.

Warum Diess das trotzdem fordert liegt in der Tatsache begründet, dass wir Kunden immer viel zu leistungsstarke Autos kaufen und so die gesetzlichen CO2 Ziele ohne Elektrofahrzeuge niemals zu erreichen sind und es somit zu Strafzahlungen führen kann.

Abgesehen davon haben manche Menschen es halt kapiert das ein weiter so nicht mehr funktioniert.

Der Lange


Naja, selbst wenn die Marge prozentual erstmal niedriger ist, absolut dürfte schon noch gleich viel rausspringen. Es ist ihm ja auch nicht zu verüblen Gewinn machen zu wollen, das ist sein Job. Aber dass VW plötzlich sein grünes Herz entdeckt hat, glaube ich auch nicht.
 
ralleycorse schrieb:
Julian96 schrieb:
Oder warum sonst fordert ein Herr Diess von VW einen möglichst schnellen Umstieg auf das Elektroauto? Da geht es einzig und allein darum, möglichst schnell möglichst viele sehr hochpreisige Autos an die zu verkaufen, die es sich leisten können. So nach dem Motto egal was ihr vor einem Jahr gekauft habt, Elektro ist jetzt der neuste Schrei, kauft es euch möglichst alle. Spült wieder ordentlich Geld in die Kassen.

Oh man. Was ein Schmarrn.
Bitte einfach ab und zu Fakten checken und nachdenken.
Die Gewinnmarge bei Elektrofahzeugen ist deutlich niedriger als bei Verbrennern.

Warum Diess das trotzdem fordert liegt in der Tatsache begründet, dass wir Kunden immer viel zu leistungsstarke Autos kaufen und so die gesetzlichen CO2 Ziele ohne Elektrofahrzeuge niemals zu erreichen sind und es somit zu Strafzahlungen führen kann.

Abgesehen davon haben manche Menschen es halt kapiert das ein weiter so nicht mehr funktioniert.

Der Lange

Das ist mir durchaus bewusst, du vergisst aber, dass es einzig und allein um Kundenbindung und den Erhalt der Marke auch in den nächsten Jahren geht. All das wirft in Summe wieder riesige Gewinne ab. Oder glaubst du bei VW hat man nicht erkannt, dass der Verbrenner aufgrund der ganzen Regularien immer unwirtschaftlicher in der Produktion wird, während das Elektroauto in kürzerster Zeit immer wirtschaftlicher wird? Man will das so schnell wie möglich vorantreiben um sich gegen Tesla und chinesische Hersteller behaupten zu können.

Du willst mir nicht weiß machen, dass ein Top Manager der bei VW sitzt, der angeblich auch zuerst nichts von einem Dieselskandal wusste auf einmal eine Aussage trifft, die nicht einfach der Gewinnmaximierung und des Marketing dient? Dass der Mann auf einmal etwas ehrlich und ernst meint? Das wäre sehr schön, aber halte ich für extremst naiv. Es gibt eigentlich keinen Top Manager dem ich irgend eine Art von Ehrlichkeit und Vertrauen entgegen bringe. :lol:
Ich verüble ihm das auch nicht wirklich, damit macht er seinen Job. Er muss halt nur damit leben können, dass ich und ich denke auch viele andere ihm seine Aussagen nicht glaubhaft abnehmen.
 
Warum sind immer alle "da oben" böse?
Egal ob in der Politik oder in der Wirtschaft. Und oh - ich habe die Illuminati vergessen... :roll:
Diese Weltbild fand ich schon immer merkwürdig. Natürlich gibt es mächtige Leute die das missbrauchen. Aber das sind nicht alle.
Am besten immer von einzelnen auf alle schliessen. Ist so schön einfach.
die Manager - die Politiker - die Ossis - die Ausländer. Ihr seht wohin das führt.
Egal - ist halt nicht meine Meinung.

Zurück zum Thema: von einem Top Manager wird in erster Linie Weitsicht gefragt. Nur dann kann er erkennen was in Zukunft wichtig sein wird, damit es der Firma (und dann natürlich auch allen Angestellten!) gut geht. Und damit muss er heute Entscheidungen treffen.
Also geht es dem Diess bei seiner Forderung nach E-Mobilität nicht darum heute Gewinne zu erwirtschaften, sondern zukünftig. Daher fand ich die Aussage oben falsch.
Apropos: Der Diess war zu dem Zeitpunkt der Entwicklung der betrügerischen Dieselsoftware noch gar nicht bei VW...
Also erst mal checken...
 
ralleycorse schrieb:
die Manager - die Politiker
Nur am Rande: Es könnte daran liegen, dass die in den jeweiligen Strukturen vorherrschenden Ausleseprozesse stets die gleichen Charaktere in Führungspositionen befördern, während die ehrlichen, aufrichtigen Philantropen dort vorher ausgesiebt werden. Gewinnmaximierung und den Menschen in den Mittelpunkt stellen ist halt ein unlösbarer Widerspruch. Erst recht, wenn es um die Gewinnmaximierung in Quartalsabschnitten geht. In inhabergeführten Firmen, die nicht alle drei Monate Rechenschaftsberichte abiefern müssen und in denen die GF die meisten ihrer Mitarbeiter beim Namen kennen, besteht eher die Chance, dass dort andere Leitlinien gelten.

scratch schrieb:
Ein Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und die meisten von uns stecken in den alten, vorhandenen (Denk-)Strukturen fest.
Ja, da ist was dran. Ich bin lange Zeit die paar Kilometer mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Bis ich gemerkt habe, dass ich mit dem Fahrad bei gemäßigtem Tempo kaum länger brauche, aber dafür morgens und abends mich ein wenig an der frischen Luft bewege. Dafür habe ich dann sogar mal einen Kilometer Radweg mit dem Besen vom Laub befreit, weil ich es leid war, bei Nässe mit jedesmal die Hosenbeine dreckig zu machen.
 
Es sind sicher nicht alle, mein Gefühl und das tägliche Leben hat mir aber schon öfter gezeigt, dass es durchaus einige von den Kollegen gibt die irgendwo mehr oder weniger Dreck am Stecken haben.
Ist auch egal es geht mir hier nicht um irgendwelche Verschwörungstheorien oder sonst was, jeder darf sich dabei denken was er will. Ich bin bei Aussagen von Personen die viel Einfluss und Geld haben einfach immer sehr vorsichtig.

Diess ist im Übrigen seit Juli 2015 bei VW der Dieselskandal wurde im September 2015 bekannt, ich kann mir schon vorstellen, dass der da schonmal davon gehört hat.

Wie auch immer, im Prinzip ist das mit der Weitsicht ja genau der Punkt. Es geht darum wie und womit lässt sich auf einen längeren Zeitraum gesehen die meiste Kundschaft gewinnen und am meisten Umsatz generieren. Und unabhängig davon was das E Auto heute bringt, es ist absehbar, dass es definitiv das Produkt der nächsten Jahrzehnte werden wird und gemessen an der internationalen Konkurrenz ist es doch einfach nur logisch, dass ein deutscher Automobilhersteller sich hier auch durch Unterstützung und Regelungen seitens der Politik möglichst schnell möglich stark positionieren will.
Dass seine Aussagen darauf hin abzielen ist keine bösartige Unterstellung sondern meinerseits einfach eine aus wirtschaftlicher Sicht betrachtete logische Folgerung. Was anderes nehme ich dem Mann einfach nicht ab :lol:

Bei Porsche will man auch möglichst lange am Verbrenner festhalten, nicht weil man was gegen die Umwelt oder so hat sondern einfach weil man weiß, dass die Kundschaft nicht unbedingt aus Leuten besteht die einen elektrischen Antrieb favorisieren. Dementsprechend fordert man von der Politik eben möglichst auf entsprechende Verbote zu verzichten. Da steckt am Ende immer ein wirtschaftlicher Gedanke dahinter. Wenn jemand für einen Konzern spricht, nehme ich dem einfach nichts anderes ab als ein Gewinnversprechen.
 
Letzte Woche habe ich auf irgend einem Sender eine Reportage über Ghana gesehen und was da so alles hin transportiert wird.
Eines der zentralen Dinge waren alte Autos und was aus denen dann so alles gemacht wird. Nur wenn hier eines Tages der grössere Teil Elektros sein sollten und die Dinger wo es dann in Afrika hat nicht mehr reparierbar sind bräuchten die dann Nachschub oder Mechanikerkünste wie die Kubaner mit ihren 70 jährigen Amischlitten.
Ganz egal was wir hier tun, an vielen Orten ( mit insgesamt wesentlich mehr Fahrzeugen als in der industrialisierten Welt ) wird noch Jahrzehnte lang mit der Technologie gefahren wo sie da jetzt haben weil es da nie eine Infrastruktur für Elektros geben wird und wenn es dann keine alten Autos von uns hier sind müssen sie dann halt neue kaufen. Die Chinesen werden denen dann schon was billiges produzieren.
 
Aber wenn nicht die reichen Länder anfangen, wer dann? Soll Ghana denn mit E-Autos anfangen?
 
Das ist nicht der Punkt auf den ich hinaus wollte. Ich stellte nur die Frage in den Raum, was machen die in ein paar Jahrzehnten wen sie das was sie bisher von uns gebraucht gekauft haben nicht mehr erhältlich ist und das was sie dann bekommen können mangels Infrastruktur nicht nutzen können?
 
Gerade dort dürfte aber Strom durch Photovoltaik verhältnismässig günstig und effizient zu produzieren sein: Die Sonne scheint im Schnitt länger und gleichmässiger verteilt übers Jahr, dazu braucht es kein ausgefeiltes Verteilnetz, direkt vom Dach ins Auto.
Natürlich nicht heute und natürlich nicht morgen, aber vielleicht in 10-20 Jahren schon... die Solarpanel werden immer günstiger und effizienter, dazu beginnt die Massenproduktion gerade erst.
 
Theo schrieb:
Das ist nicht der Punkt auf den ich hinaus wollte. Ich stellte nur die Frage in den Raum, was machen die in ein paar Jahrzehnten wen sie das was sie bisher von uns gebraucht gekauft haben nicht mehr erhältlich ist und das was sie dann bekommen können mangels Infrastruktur nicht nutzen können?
Die Frage sollte doch keine Rolle spielen.
Für die Volkswirtschaften der „3. Welt“ (krasser Terminus eigentlich) wäre weniger Abhängigkeit sowieso langfristig das Bessere. Die Abhängigkeit von den reichen Ländern führt ja gerade zu Nachteilen dort. Nähmen die also nichts mehr ab, müssten wir unseren bisher dorthin elegant exportierten Wohlstandsmüll endlich mal selbst entsorgen und die dortigen Volkswirtschaften könnten sich langfristig freier entwickeln.
 
Theo schrieb:
Das ist nicht der Punkt auf den ich hinaus wollte. Ich stellte nur die Frage in den Raum, was machen die in ein paar Jahrzehnten wen sie das was sie bisher von uns gebraucht gekauft haben nicht mehr erhältlich ist und das was sie dann bekommen können mangels Infrastruktur nicht nutzen können?

Hatte ich unlängst als Thema, weil unser Renault nach 16 Jahre ausscheiden sollte. Nur, den wollte keiner. Er ging dann direkt auf den Schrottplatz. Der Export nach Afrika ist zu teuer geworden. In Osteuropa wollen sie nur deutsche Autos oder japanische Geländefahrzeuge.
MQB lebt weiter. Skoda wird weiterhin Verbrenner für Afrika, Südamerika und Russland bauen.
Aber eigentlich sollten Leute, die Seilbahnen nutzen, die ersten sein, die auf E-PKW umsteigen. ;)
 
Bin eher gespannt wie das mit den E Autos in Ländern funktionieren soll, die noch nicht mal die Strom Infrastuktur zuverlässig aufgebaut haben. Da braucht man gar nicht so weit zu reisen um so etwas zu sehen. Und reist man etwas weiter gibts nicht mal Strom um zum kochen.

Kraftstoff ist halt ungleich leichter zum transportieren und zu lagern.
 
In solchen Ländern ist die Versorgung mit Benzin und Diesel aber auch eine Herausforderung.
Je nach Region ist PV die beste und sicherste Energieversorgung. Platz haben die ja.
 
Aus dem Sondierungspapier der möglichen zukünftigen Ampel Koalition: "Ein generelles Tempolimit wird es nicht geben" :D 8) :dankeschoen:
 
br403 schrieb:
Aus dem Sondierungspapier der möglichen zukünftigen Ampel Koalition: "Ein generelles Tempolimit wird es nicht geben" :D 8) :dankeschoen:

Das ist gar nicht gut... Wahrscheinlich kommt dann: wir lassen es den Markt regeln und erhöhen die Co2-Steuer auf XX€
 
molotov schrieb:
Das ist gar nicht gut... Wahrscheinlich kommt dann: wir lassen es den Markt regeln und erhöhen die Co2-Steuer auf XX€
Das ist doch eh schon beschlossene Sache. Der CO2 Preis wird so lange erhöht, bis wir 5.000 % CO2 einsparen und das Weltklima im Alleingang retten :lol:

br403 schrieb:
Aus dem Sondierungspapier der möglichen zukünftigen Ampel Koalition: "Ein generelles Tempolimit wird es nicht geben" :D 8) :dankeschoen:
Freu Dich nicht zu früh. Solche Meldungen werden gerne mal "durchgestochen", um die Empörungsmaschinerie hoch zu fahren.
 
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