• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Auto ...

judyclt schrieb:
3303 schrieb:
Wenn perspektivisch fast ausschließlich Elektrofahrzeuge mit Akku produziert, transportiert und genutzt werden sollen, wird man das Löschproblem ansich lösen müssen. Nur so kann die Sicherheit in Schiffen, Tunnels, Garagen, etc. gewährleistet werden.

Sehe ich auch so.

Schwierig. Ein Brand ist ja eine Redoxreaktion bei der ich einen Reaktionspartner, in der Regel Sauerstoff, entziehen kann, dann hört die Reaktion auf. Im Akku ist die energieliefernde bzw zehrende Grundlage ebenfalls eine Redoxreaktion nur dass dummerweise alle erforderlichen Reaktionspartner verkapselt im Gehäuse vorliegen und du von Außen deswegen gar nichts machen kannst. Das Löschproblem an sich ist also gar nicht lösbar sondern man muss vielmehr sehen dass die Folgen eines Durchgehens möglichst glimpflich gehalten werden. Die Energiefreisetzung findet statt, dagegen kann niemand was machen, es bleibt nur abzuwarten bis sämtliches energieliefernde Elektrodenmaterial im Akku abreagiert hat, danach kann man drüber nachdenken eventuelle Folgebrände einzudämmen. Man kann vielleicht von Herstellerseite dafür sorgen dass das möglichst kontrolliert geschieht aber im Wesentlichen muss die Infrastruktur wie Tunnels und Garagen auf diese neue Gegebenheit angepasst werden, nur so kanns was werden. Das Baumaterial muss das schlicht aushalten können bzw es müssen zusätzliche Rettungseinrichtungen, Brandschotten etc eingebaut werden. Auch was den Transport solcher Fahrzeuge angeht sehe ich die Lösung eher in einer Trennung von Auto und Traktionsbatterien die dann separat besonders gesichert überführt werden. Da ist natürlich von Herstellerseite irgendwann ein Umdenken in der Hinsicht gefragt dass die Akkublöcke entnehmbar sein müssten. Technisch keine große Sache.
 
Schon mal von LFP Akkus gehört? Sind bereits in diversen E-Autos (z.B. Tesla Model 3/Y SR+) verbaut und können nicht thermisch durchgehen.
 
Natürlich sind Li-Eisenphosphatakkus schon lange bekannt. Dass die nicht thermisch durchgehen können stimmt aber nicht. Das können sie sehr wohl aber sobald die Zellhülle durchbrochen ist verdampft der Elektrolyt sofort und die Energiefreisetzung endet. Deshalb gibt es in einem Block nicht diese Kettenreaktion was einen solchen Batterieblock recht sicher macht. Aber wie immer gehts nicht ohne Aber, für die Elektromobilität als Traktionsbatterie sind sie nur bedingt geeignet (weshalb es mich wirklich wundern würde wenn Tesla die einsetzen würde, bei welchem Modell denn?). Li Eisenphosphat haben einen recht hohen Innenwiderstand und sind deshalb nicht wirklich hochstromfähig, Schnellladen geht damit gar nicht, die Spitzenleistung beim Beschleunigen ist begrenzt und die Verlustleistung ist ziemlich hoch. Dazu ist die Energiedichte pro Zellvolumen höher als bei den klassischen Li-Ion Zellen. Man verwendet sie eher als Versorgungsakku in Wohnmobilen und Speicher für Solaranlagen als Ersatz für Bleibatterien wo es darum geht über längere Zeit vergleichsweise geringe Leistungen bereitzustellen bzw einzuspeichern. Dafür ist es einer der besten Akkutypen.
 
Spezialwidde schrieb:
Natürlich sind Li-Eisenphosphatakkus schon lange bekannt. Dass die nicht thermisch durchgehen können stimmt aber nicht. Das können sie sehr wohl aber sobald die Zellhülle durchbrochen ist verdampft der Elektrolyt sofort und die Energiefreisetzung endet. Deshalb gibt es in einem Block nicht diese Kettenreaktion was einen solchen Batterieblock recht sicher macht. Aber wie immer gehts nicht ohne Aber, für die Elektromobilität als Traktionsbatterie sind sie nur bedingt geeignet (weshalb es mich wirklich wundern würde wenn Tesla die einsetzen würde, bei welchem Modell denn?). Li Eisenphosphat haben einen recht hohen Innenwiderstand und sind deshalb nicht wirklich hochstromfähig, Schnellladen geht damit gar nicht, die Spitzenleistung beim Beschleunigen ist begrenzt und die Verlustleistung ist ziemlich hoch. Dazu ist die Energiedichte pro Zellvolumen höher als bei den klassischen Li-Ion Zellen. Man verwendet sie eher als Versorgungsakku in Wohnmobilen und Speicher für Solaranlagen als Ersatz für Bleibatterien wo es darum geht über längere Zeit vergleichsweise geringe Leistungen bereitzustellen bzw einzuspeichern. Dafür ist es einer der besten Akkutypen.

Ich weiß nicht woher du deine Infos hast, aber auf die diversen Modelle wo dieser Akkutyp bereits im Einsatz ist trifft das Genannte überhaupt nicht zu.
Das Model 3 und Y SR+ RWD hat einen 62 kWh LFP Akku im Einsatz, mittlerweile die 3. Generation von BYD namens Blade. Der Akku lädt schneller von 10 auf 80 % als jeder NMC/NCA Akku der LR/P AWD Modelle. Voraussetzung ist nur ein gut vorgeheizter Akku, dann zieht der 170-180 kW. Die Degradation ist lächerlich niedrig (1. Generation 55 kWh LFP wird seit 11/2020 verbaut) und die Laufleistung dürfte die 1 mio. km locker übertreffen. Die Teile sind 100 % fest und benötigen regelmäßige 100 % Ladungen um das BMS kalibriert zu halten, da die Spannungskurve eines LFP Akkus recht flach ist.
Das Gewicht des 62 kWh LFP Akkus ist in etwa gleich hoch wie die des 82 kWh NMC Akkus im Model 3.
325 kW Spitzenleistung lieferte der 55 kWh LFP Akku der 1. Generation, also nichts von kastrierter Leistung zu sehen.
 
Nun ja, bei gleichem Gewicht 20kwh weniger drin nenn ich jetz mal "richtig schlecht".
Wir brauchen Technik wo das genaue Gegenteil der Fall ist.
 
Und außerdem sind die LFP Akkus ja auch in Tesla Kreisen als "lahme Akkus" bekannt, die man zwar über die volle Kapazität nutzen kann aber eben vergleichsweise langsam laden.
 
Theo schrieb:
Es wäre schon wichtig wenn man rausfinden würde was es war, aber um angemessen darauf zu reagieren und es in Zukunft richtig zu machen, aber nicht um einen Ideologiekrieg zu führen.

Viel wichtiger wäre noch eine These, eine Theorie, eine plausible Erklärung woher der ganze Strom kommen soll, wenn alle elektrisch fahren und heizen! 8O

Bereits heute langt ja PEV und Windenergie noch nicht mal ansatzweise. Speichermöglichkeiten für Strom sind weitgehend ausgereizt. Wo also soll der Saft herkommen?
 
Sorry, Sinn erzählt auch viel Unsinn. Aber wie ich schon mal hier geschrieben hatte, schauen wir doch mal am 1. August 2033 wer nun recht hat. Mittlerweile habe ich keine Lust mehr immer wieder darüber zu diskutieren. Mir ist es eigentlich egal, da mein Arbeitsplatz nicht davon abhängt. Die Autofirmen müssen jetzt die richtige Entscheidung treffen. Mein Arbeitgeber, keine Autofirma, hat auch vor ca. 10 Jahren das Geschäftsmodell radikal verändert um mithalten zu können. Alle Mitarbeiter mussten sich da anpassen. Hätten wir es nicht gemacht, wären wir nun pleite. Stattdessen sprudeln die Gewinne.
 
Ja, das ist meine Meinung dazu, deshalb sage ich er hat Unrecht. Aber nochmal, lass uns hier in 10 Jahren nochmal sprechen, wir werden sehen wo die Reise hingeht.

Edit: Das passt ganz gut: https://www.heise.de/news/Einer-Studie-zufolge-faehrt-jedes-zweite-Auto-mit-Elektroantrieb-in-China-9232452.html Ja, es gibt Förderungen in China, ja es gibt Kohlekraftwerke in China. Aber wenn die restlichen Autobauer ausserhalb Chinas (Ausnahme Tesla), nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wollen, müssen sie was tun. Mit den IDs und anderem Zeug reißt man in China niemand vom Hocker.
 
ralleycorse schrieb:
Och man. Das ist auch so ne olle Kamelle...
Das ist kein grosses Problem.

https://www.bmuv.de/themen/luft-laerm-mobilitaet/verkehr/elektromobilitaet/strombedarf-und-netze

Sei doch einfach mal ehrlich. Du hast kein Bock auf E-Mobilität. Das ist völlig in Ordnung.
Steh einfach dazu und versuche es nicht mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten zu rechtfertigen.
Das stimmt jetz so auch nich unbedingt. Man kann im Stromtopic nämlich nachlesen dass im letzten Herbst in einem Nachbarland von D die Möglichkeit der Stillegung von E-Autos wegen Strommangel auch von grösseren Parteien mit Fraktionsstärke im Bundesparlament in den Mund genommen wurde.
So alt ist die Kamelle also nicht.
Im Gegensatz zu den Kreisen wo das letzten Herbst ansprachen verhindern die meisten hier aber nicht aktiv den Ausbau der Stromproduktion und deren Transportwegen.

In meinem Heimatort hatte gestern Abend ein junger Mann von dort mit in Norwegen gemachtem Doktortitel in den Bereichen Glaziologie und Geologie die Rede zum Nationalfeiertag. Er lebt jetzt schon seit 10 Jahren dort und arbeitet im Bereich "neue Methoden zur Gewinnung von erneuerbare Energieen".
Was man raushören konnte: Wir sollten es eben auch so machen wie das Musterland, denn wir verweisen zwar immer auf dieses machen es aber dann eben doch ganz anders und wollen alles immer mit Verboten anstatt mit Innovation schaffen.
Das was man uns hier über Norwegen erzählt und das was Norwegen tut sind zwei ganz unterschiedliche Sachen.
Entscheiden wir uns also für den "Norwegischen Weg", dann klappt dass mit der E- Mobilität.
 
Mt. Cervino schrieb:
Und außerdem sind die LFP Akkus ja auch in Tesla Kreisen als "lahme Akkus" bekannt, die man zwar über die volle Kapazität nutzen kann aber eben vergleichsweise langsam laden.

Hast du überhaupt gelesen was ich geschrieben habe? Die LFP Akkus laden so ziemlich am schnellsten bei den Teslas. Voraussetzung ist eben, dass sie ordentlich vortemperiert werden.
Woher willst du eigentlich Tesla Kreise kennen, so als Nicht-Involvierter mit viel Meinung und wenig Ahnung?
 
Alter Hut. Machen sie alle. Aber klar, der Service bei Tesla ist freundlich ausgedrückt "wechselhaft".

Tesla hatte bislang die LFP Dinger in den SR Varianten, weil zumindest keine 500-1000PS Versionen damit möglich waren. Bin gespannt, ob sich das ändert. Ladetempo ist im SR absolut ausreichend. Und mit die leichtesten BEV sind sie bei vergleichbarer Größe und Reichweite auch.
 
Bergwanderer schrieb:
Apropo Tesla, die schummeln bei den Reichweitenangaben wohl genauso wie die Hersteller von Verbrennern beim angeblichen Treibstoffverbrauch.
Sachen gibt's ... :wink:

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wie-Tesla-Kunden-bei-Akku-Problemen-abwimmelt-article24293623.html

Kann ich nicht nachvollziehen. Im Display wird beim Tippen aufs % Symbol ein errechneter Km-Wert nach EPA Norm angezeigt, bei mir waren das beim Kauf 570 km = 100 %. Mit jedem % weniger ging die angezeigte Reichweite um ca. 5,7 km zurück, wobei die Berechnung etwas komplizierter ist da bei 100 % die ca. 4 % Puffer unter 0 % enthalten sind, bei 0 % aber noch 4 % Rest da sind. Somit geht der Wert minimal schneller runter als er wirklich kapazitätsmäßig sinkt.
Das Navi rechnet aber nicht mit diesen Angaben, sondern zeigt den prognostizierten SoC am Ziel unter Einfluss von Wetter, Fahrgeschwindigkeit und Klima/Heizeinstellungen an. Und das ist meiner Erfahrung nach äußerst präzise. Wenn mein Navi sagt ich komme mit 20 % an kann ich bei gleich bleibender Fahrweise davon ausgehen mit 18-22 % anzukommen.
Der Fahrer im Artikel hat wohl schlicht vergessen, dass man auf Langstrecke meist nur den Bereich 10 - 80 % des Akkus nutzt und so schon nur 70 % der offiziellen Reichweite nutzen wird. Bei einem Model 3 SR+ waren das nach EPA lange Zeit weniger als 400 km, aktuell sind es glaube ich 409 km. Sind dann ca. 285 km fürs 70 % Fenster, in der Realität auf der Autobahn dann 200-250 km. Und wenn man in den Staaten eine Route nutzt wo die SuC nicht optimal im Abstand liegen kommt man potentiell auf die 12 Ladestops. Das klappt hier in Mitteleuropa besser dank mehr HPCs.
 
Bergwanderer schrieb:
Apropo Tesla, die schummeln bei den Reichweitenangaben wohl genauso wie die Hersteller von Verbrennern beim angeblichen Treibstoffverbrauch.
Sachen gibt's ... :wink:

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wie-Tesla-Kunden-bei-Akku-Problemen-abwimmelt-article24293623.html
Naja, es gibt einen standardisierten Zyklus zur Verbrauchsmessung, der nebenbei die Vergleichbarkeit der Angaben unterschiedlicher Hersteller erst ermöglicht.

Dass diese Zyklen nicht sonderlich praxisnah sind, ist seit Jahren bekannt. Meiner Erfahrung nach ist es nur bei sehr sparsamer und langsamer Fahrweise möglich, diese Werte (mit Verbrennern) zu erreichen oder um ca. 10% zu unterbieten.
 
Will mich an dieser undifferenzierten und hier seit mittlerweile Jahren stattfindenden "Diskussion" pro/contra Elektroautos nicht beteiligen.

Nur zu den absurden Behauptungen bezüglich keine größere Brandgefahr...
Die Weltschifffahrtsorganisation IMO hat Sicherheitsvorkehrungen für den Transport von Elektrofahrzeugen auf Schiffen nach eigenen Angaben „ganz oben auf der Tagesordnung“
Dies sei eine „Reaktion auf die zunehmende Zahl von Zwischenfällen mit Bränden, die auf die Beförderung von Fahrzeugen mit alternativen Energien, einschließlich Autos mit Lithium-Ionen-Batterien, zurückzuführen sind
 
GIFWilli59 schrieb:
Naja, es gibt einen standardisierten Zyklus zur Verbrauchsmessung, der nebenbei die Vergleichbarkeit der Angaben unterschiedlicher Hersteller erst ermöglicht.

Dass diese Zyklen nicht sonderlich praxisnah sind, ist seit Jahren bekannt. Meiner Erfahrung nach ist es nur bei sehr sparsamer und langsamer Fahrweise möglich, diese Werte (mit Verbrennern) zu erreichen oder um ca. 10% zu unterbieten.

So isses. Tesla kann seine Fahrzeuge eben besonders gut auf die Messung "vorbereiten". Ändert nichts daran, dass die Kisten im Vergleich zu vielen anderen BEV äußerst sparsam sind.
Ja, die Normwerte sind idR schwer zu erreichen. Interessant finde ich, dass es da je nach Modell große Unterschiede gibt. Passat GTE ist mit 1,6l/15kWh angegeben. Das ist auch bei
größter Schleicherei und ohne Heizung etc. kaum zu schaffen. Beim uralten Audi A4 mit 170PS TDI stehen 5,7l im Prospekt. Den kann man inkl. Komfortelektronik problemlos mit 5l fahren.
 
Zurück
Oben