Also ich sehe den Aufwand für Radwege an vielen Orten marginal. Ein Radweg braucht im Gegensatz zu einer Straße keinen besonders befestigten Untergrund und vielerorts sind heute Radwege an Straßen angebaut, die Flächenversiegelung ist auch bei einem getrennten Radweg nicht viel größer. Da man ja an der Straße wieder einen Teil rückbauen könnte.
Lässt sich die Zahl der Unfälle reduzieren kann man sich eh fragen in wie fern das Geld dann eine Rolle zu spielen hat.
Ich sehe da bisher hauptsächlich das Problem eines nicht wollens.
Und in der Tat ist es so, dass der Radfahrer im Gegensatz zum Autofahrer keine Steuern zahlt, die Belastung durch einen Radfahrer ist aber auch nicht zu vergleichen mit der eines Autos oder gar LKWs.
Bestimmte Gesetze für Radfahrer, wie eben z.B. eine Kennzeichenpflicht müssten aber längst her. Grade weil ja auch immer vom Radfahrer als gleichberechtigtem Verkehrsteilnehmer gesprochen wird.
Wooly schrieb:
Und mit steigenden Benzinpreisen, dem Umstieg auf E-Mobilität und dem überfälligen Tempolimit hat die Autolobby doch eh schon genug zu plärren ...
Das verstehe ich nicht ganz. Warum sollte die Autolobby deswegen rumheulen? Das sind alles Punkte die der Autoindustrie aktuell sehr zu gute kommen.Das E Auto ist das Geschäft des Lebens für die Autoindustrie von heute. Oder warum sonst fordert ein Herr Diess von VW einen möglichst schnellen Umstieg auf das Elektroauto? Da geht es einzig und allein darum, möglichst schnell möglichst viele sehr hochpreisige Autos an die zu verkaufen, die es sich leisten können. So nach dem Motto egal was ihr vor einem Jahr gekauft habt, Elektro ist jetzt der neuste Schrei, kauft es euch möglichst alle. Spült wieder ordentlich Geld in die Kassen.
Auch Aussagen von ihm die sich z.B. für den Radverkehr stark machen dienen doch nur dazu den Ruf aufzupolieren. Man muss sich nur vor Augen halten, wer viel mit dem Rad unterwegs ist, ist oft ein umweltbewusster Mensch, oder er sucht eine günstige Alternative zum Auto. Also eingentlich genau die Leute, die die Autoindustrie in ihrem Kundenkreis nicht braucht. An einem Kleinwagen wird nichts verdient, voll ausgestattete Luxusschlitten sind heute das was Geld bringen. Die bringt man mit einem guten Ruf besser an das Zielpublikum und gleichzeitig zieht man mit solchen Aussagen möglichst keinen Groll auf sich. Alles nur Marketing.
Auch steigende Benzinpreise führen dazu, dass sich der ein oder andere vielleicht schneller ein Elektroauto zulegt und das Tempolimit kommt dem E Auto hinsichtlich der Reichweite auch noch entgegen.