Victorfoxi schrieb:
Im Grundsatz beschreibt die Bibel das der Mensch böse ist- dass ist wohl auch in der Realität kaum zu leugnen.
Die Bibel vertauscht Böse aber gern mit Fehler. Ausserdem gibt die Bibel zusätzliche Moralvorstellungen, welche laut Bibel "Böse" sind, aber in unseren Welt doch überhaupt nicht schlimm sind. Schonmal an ein attraktiven Frau/Mann gedacht? Pfui...
Mattheus 5 (Einheitsübersetzung) schrieb:
27 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.
28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
Jesus gibt danach sofort auch noch ein paar sehr hilfreiche "Tipps" mit auf die Hand:
Mattheus 5 (Einheitsübersetzung) schrieb:
29 Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
30 Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.
Jesus hätte besser mal eine psychologische Beratungsstelle gegründet und dort professionelle Psychologen angestellt, die Menschen mit Gottes Segen helfen würden, ohne sich selbst verletzen zu müssen. Diese "Tipps" sind einfach widerlich und - rate mal - früher haben Menschen sich genau wegen solche Bibeltexte sich selbst verletzt!
Victorfoxi schrieb:
In unserer auch so aufgeklärten Welt gehen die Menschen mehr aufeinander los als je zuvor.
Nein, einfach nein... Die Idee das alles immer nur schlimmer wird, entspricht einfach nicht die Realität. Die Welt macht grosse Fortschritte, auch wenn noch genug Elend um uns herum ist. Aber ich wette mit dir, du würdest lieber jetzt als im Mittelalter leben wollen.
Victorfoxi schrieb:
Für mich zeichnet sich ein gläubiger Christ nicht durch die Anzahl seiner Kirchenbesuche aus, sondern eher ob er wenigstens versucht nach den 10 Geboten zu leben.
Jesus nimmt es aber auch mit den 10 Geboten gar nicht so genau, siehe seine Sonntagsarbeit. Das hat man in Zeiten vom neuen Testament bereits Gotteslästerung gefunden. Gehe bloss nicht Sonntags Skifahren, ins Restaurant oder so, denn dann müssen Leute für dich arbeiten.
Victorfoxi schrieb:
Ich habe mir beispielsweise privat als auch im Geschäftsleben zu eigen gemacht möglichst nicht zu lügen.
Das ist eine sehr gute Eigenschaft von dir, aber dafür brauchst du hoffentlich keine Bibel.
Victorfoxi schrieb:
Christlicher Glaube macht in meinen Augen das Zusammenleben einfacher, weil sich jeder an gewisse Regeln hält.
Naja, das gleiche kann man auch für andere Religionen sagen. Und Atheisten sind auch keine chaoten, ganz im Gegenteil... Schau dir dazu mal ein paar Vorträge von Richard Dawkins an.
Pancho schrieb:
Aussicht auf das Paradies nach dem Tod lässt einen vieles davor ertragen, was sonst nicht hinnehmbar wäre.
Richtig. Und wenn das nicht funktioniert, gibt es noch die Hölle, wo man auf Ewig leiden muss. Das ist als würde ich meine Freundin eine Pistole auf der Stirn setzen und sagen: "Liebe mich, denn ich liebe dich auch. Aber falls du dich gegen mir entscheidest - knalle ich dich ab." Das nennt man Erpressung.
valdebagnes schrieb:
Die 10 Gebote fördern auch nicht die wirklich die Toleranz anderen gegenüber wenn ich mir das erste ansehe:
"Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir. "
Ist leider in vielen Religionen Bestandteil und fürht und führe schon immer dazu 'Andersgläubige' zu bekehren oder wenn nicht erfolgreich zu bekämpfen.
Absolut richtig! Diese Exklusivität ist besonders bei Abrahamitische Religionen präsent, also Christentum, Judentum und Islam, welche alle auf die 10 Gebote zurückgreifen. Gläubige diese Weltreligionen sind eigentlich auch Atheisten, mit Ausnahme von einen Gott. Früher war es in viele kleine Religionen aber üblich, mehrere Götter zu verehren. Und wieso sollen die ausgerechnet alle Unsinn sein, aber dein eigenen Gott nicht?
Victorfoxi schrieb:
Im übrigen würde ein gläubiger Christ für mein Dafürhalten niemals Waffen segnen, oder gar Kriege auch nur gutheißen.
Das kollidiert doch schon sehr offensichtlich mit " Du sollst nicht töten".
In unsere heutigen Zeit nicht nein, weil unsere Moralvorstellungen sich grundsätzlich geändert haben. Aber lehne dich bloss nicht allzu weit aus dem Fenster raus, Christen waren Jahrhunderte lang sehr gut darin dieses fünfte Gebot zu ignorieren. Sogar Gott selbst nimmt es mit dieses Gebot gar nicht so genau. Lies dazu einfach mal die Bibel von vorne bis hinten und staune, was da so ab geht. Was moderne Christen unter "Glauben" verstehen, ist Rosinenpickerei. Es werden nur die schönen Bibeltexte zusammen gesucht, die konform des christlichen Dogmas sind, und den Rest wird ignoriert. Aber der christliche Gott ist gar nicht so lieb als wir denken. Nochmal ein Zitat aus der 10 Gebote:
Exodus 20 (Einheitsübersetzung) schrieb:
5 Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation;
Oh-ha, ich könnte sogar noch bestraft werden, wenn meine Urgrosseltern Feinde von Gott waren. Das nenne ich mal Top Moral!
