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Christen Glauben Kirche

Wer heute in der modernen Welt glaubt, sucht nach einem sinnvollen Inhalt für sein Leben. Oder eine persönliche Lebenskrise führt ihn zurück zum Glauben. Auch suchen Menschen einen Weg, mit dem eigenen Tod oder dem eines nahen Angehörigen umzugehen.

Der Neo-Hellenismus ist offen für Gläubige jeden Alters, jeden Geschlechts und jeder Sexualität. Kristin Kieltsch macht in ihrem Vortrag auch darauf aufmerksam, dass wir niemals über die Religion der anderen lachen, sondern immer gemeinsam staunen sollten, wie vielfältig Glaube gelebt werden kann. Die Religionswissenschaftlerin und Kulturanthropologin Kristin Kieltsch stellt dir in ihrem Science-Slam-Vortrag diese brandneue Religion vor. Gerade mal 50 Jahre ist der Neo-Hellenismus alt, inklusiv und modern in seiner Glaubenspraxis.

So beten manche Gläubige an tragbaren Altären oder sogar an virtuellen Orten des Glaubens, etwa in Computerspielen wie Animal Crossing.

Vortrag: https://youtu.be/iTGhxp5Ubtc?si=pQRcsR2F7l-E82hI
Zeitbedarf: 9:24 Minuten

Bezüglich des Vortrags von Kristin Kieltsch über den Neo-Hellenismus ist anzumerken. Es ist wichtig zu betonen, dass Theologie und Wissenschaft keine Gegensätze sind. Wir können über Religionen diskutieren und sogar streiten, jedoch sollten wir den Menschen, die einer bestimmten Religion folgen, mit Toleranz begegnen. Wie überall gibt es auch innerhalb jeder Religion extreme und problematische Vertreter, die nicht toleriert werden sollten. Wer schweigt, der fördert solche Strömungen, sodass sie sich verstärken.

Ein vermehrtes Miteinander und ein grösseres Verständnis füreinander können dazu beitragen, Hass und Hetze zu verringern. Es ist ebenso wichtig, nicht vorschnell zu verallgemeinern, wie es einige machen. Dies ist lediglich meine persönliche Meinung.


Warum ist die Kirche leer? Ein Lied geschrieben und gesungen von Pater Sandesh Manuel vor einem Jahr. Zeitbedarf: 3:27 Minuten





Ein Kommentar von einem User @xantiy.5068 zum Liedtext.

Lieber Sandesh, ich schätze Sie und Ihr Engagement sehr. Und ich danke Ihnen für diese wichtige Frage: Warum ist die Kirche leer?
Ich bin katholisch getauft und erzogen und musste (!) jeden Sonntag in die Kirche. Dort hat es mir aber nur an Weihnachten und am Ostermontag einigermaßen gefallen, sonst eher nicht. Da war keine wirkliche Liebe - und vor allem waren dort keine wirklichen hilfreichen Antworten - weder für mich als wissbegieriges Kind damals noch für die Erwachsenen um mich herum. Die meisten gingen aus Pflichtgefühl in die Kirche und aus Angst vor der Meinung der Nachbarn - und: aus Angst vor Gott! Das ist wohl das Schlimmste, was viele unfähige Priester angerichtet haben: Sie haben den Menschen Angst gemacht und sie dadurch beherrscht. Später habe ich mich von der Kirche abgewandt, bin ausgetreten und lebte lange Zeit ganz gut ohne diesen Gott, wie ich ihn bis dahin kannte. In einer Lebenskrise mit Ende 20 habe ich wieder angefangen zu suchen - und bin Jahre später schließlich beim sogenannten Urchristentum gelandet und habe dort erfahren, dass all die kirchlichen Dogmen gar nichts mit der Lehre Jesu zu tun haben. Das hat mich echt erleichtert. Rückwirkend konnte ich meine unguten Gefühle viel besser verstehen. Und ich habe Jahrzehnte (!) immer weiter geforscht - und auch wieder zum Glauben gefunden, zum Glauben an einen liebenden Gott! . Die Amtskirche hat die Botschaft Jesu sehr verzerrt und in den oberen Rängen wurde sie sogar ins Gegenteil verkehrt!! Wenn Sie unvoreingenommen nachforschen, werden Sie auch zu dieser schrecklichen Erkenntnis kommen. Das könnte dann bei Ihnen und Ihren Mitbrüdern eine Krise auslösen. Aber es wäre eine heilsame Krise!
Lieber Pater Sandesh, Ihre Liebe zu Gott und zu den Menschen scheint mir echt zu sein.
Und nun kommt etwas sehr Provokantes: Verschwenden Sie nicht Ihre Kräfte mit dem Versuch, die Kirchen wieder zu füllen.
Machen Sie sich selbst frei von der Bindung an die Kirche und wirken Sie nur noch für Gott - ganz frei, wie es Franziskus in seinen besten Zeiten war.
Verzichten Sie auf Ihre braune Kutte, lösen Sie sich von den Gelöbnissen, die nur den Mächtigen im Hintergrund dienen und ziehen Sie als wirklich freier Geist durch die Welt und singen und tanzen Sie nach Herzenslust! DAS wird viele Menschen ansprechen, das wird ihnen wieder Mut und Kraft und Zuversicht geben. Ja, führen Sie die Menschen zu Gott, aber nicht zur Institution Kirche!

Antwort von Pater Manuel: Bzw Ich mag auch die Institution nicht aber weil meine Mutter etwas falsches tut , verlasse ich Sie nicht. Aber ich verstehe genau Ihre Argumente und bin froh das wir über solche Dinge reden

@xantiy.5068
Lieber Sandesh, ich bin auch froh, dass wir über "solche" Dinge reden. Ich will Sie auch bestimmt nicht kritisieren oder gar missionieren :-), aber ich möchte diese Gelegenheit nützen, um mein Anliegen zum Ausdruck zu bringen.
So bin ich z.B. der Meinung, dass Ihre leibliche Mutter tatsächlich Ihre Mutter ist und dafür Respekt, Liebe, Dankbarkeit... verdient. Aber die Kirche ist nicht Ihre Mutter! Sie hat sich diesen positiv besetzten Titel nur übergestülpt, quasi zur Tarnung bzw. zur Irreführung der Gutmütigen. ( Mit "Vater Staat" sieht es ähnlich aus. Vielleicht kennen Sie die Unterhaltung von "Vater" Staat und "Mutter "Kirche? In einem literarischen Werk - von Dostojewski (?) sagt die Kirche zum Staat: "Halte DU sie arm, ICH halte sie dumm! " ) Als erwachsene Menschen dürfen - und sollten - wir regelmäßig alles auf den Prüfstand stellen, um immer klarer zu sehen, um auszusortieren, um die Weichen neu zu stellen und - natürlich - , um das Gute in allem zu behalten, zu bewahren, aber nicht kindlich unbewusst, sondern nun voll bewusst. Jeder Mensch reift in Etappen. Ich z.B. habe mir schon oft eingebildet, ich wäre nach all den schmerzhaften Prozessen (ja, sie waren unbequem und schmerzhaft!) nun endlich am Ziel angekommen. Nur um dann feststellen zu müssen, dass lediglich die nächste Runde eingeläutet wurde und (scheinbar) alles wieder von vorne beginnt. Aber zum Glück handelt es sich nicht um eine Kreisbewegung, sondern um eine Spirale...

@xantiy.5068
Dagegen gibt es kein Argument! :-) Wir sollten immer unserem Herzen folgen. Das bedeutet aber nicht, dass uns unser Herz nicht später einmal einen anderen, einen neuen Weg zeigt.

@noraterfani2613
Liebe Xanti Y. ! Ich muss mich vor Ihnen verneigen! Ich danke Ihnen von ganzen Herzen für Ihre Zeilen. ️️️️ ️‍️‍️‍️‍️‍
Ich glaube auch an Gott! Nur kann ich keine Menschenmassen mehr ertragen, oder bestimmte Energien die ich dort spüre. Deswegen muss ich es so frei mit anderen leben. Was nicht bedeutet zusammenzuhalten in einer Gemeinschaft in der man sich verstanden, angenommen und geborgen fühlt! Aber da diese Religionen/Institutionen anscheinend alle für Männer gemacht worden sind, habe ich da eh nichts verloren…
 
Eine aktuelle Studie untersucht die tiefgreifenden und anhaltenden Veränderungen, die Menschen nach einer Nahtoderfahrung (NTE) erleben. Hier die wichtigsten Erkenntnisse.


Langfristige transformative Auswirkungen von Nahtoderfahrungen

Studienmethodik:
- 834 Personen mit Nahtoderfahrungen wurden befragt
- Vergleichsgruppe: 42 Personen, die lebensbedrohliche Situationen ohne NTE erlebten
- Analyse mittels Fragebögen und thematischer Auswertung von Erfahrungsberichten

Hauptergebnisse:
1. Signifikante Werteverschiebung und spirituelle Veränderungen bei NTE-Erfahrenen im Vergleich zur Kontrollgruppe
2. Wichtigste Transformationen:
- Verstärkter Glaube an eine göttliche Kraft und ein Leben nach dem Tod
- Verringerte Angst vor dem Tod
- Gesteigerte Empathie und Mitgefühl
- Stärkeres Gefühl für den Sinn des Lebens
- Neuausrichtung von Lebensprioritäten und -werten
- Höherer Stellenwert von Spiritualität und Religion im Alltag

Umfang der Veränderungen
- 88,5% der Befragten berichteten von Lebensveränderungen nach ihrer NTE
- 54,8% beschrieben diese als gross, 22,4% als moderat, 11,3% als klein
- Nur 5,9% nahmen keine Veränderungen wahr

Schlussfolgerung:
Die Studie legt nahe, dass Nahtoderfahrungen zu einem tiefgreifenden spirituellen Erwachen und einer Neuorientierung im Leben führen, die sich deutlich von Veränderungen nach lebensbedrohlichen Situationen ohne NTE unterscheiden. Diese Transformationen scheinen langfristig anzuhalten und das Leben der Betroffenen nachhaltig zu beeinflussen.
Infoquelle: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S155083072400137X?via=ihub
abgerufen am 13.10.2024

Wer sich dafür vertieft interessiert, kann sich auf dieser Webseite weiter umsehen.: https://www.nderf.org/German/index.htm
 
Victorfoxi schrieb:
Du sollst nicht töten bekommen die meisten von uns im täglichen Leben ja gerade noch so hin :biggrin:
Naja,
Die meisten Christen essen Fleisch und bekommen das somit ganz und gar nicht hin, ein Tier umzubringen gehört nämlich für mich auch unter die Kategorie "töten"
Also lebt fast kein Christ auch nur ansatzweise nach diesem Gebot.

Sorry, der musste jetzt sein, nachdem ich den ganzen Thread hier durchgelesen habe :wink:
 
Also wenn man die Bibel so durchliest, dann gilt das eher nicht für Tiere und auch nicht für Menschen. Ich hab aber noch nicht rausgefunden auf was es sich bezieht.
 
Skiwelt07 schrieb:
Naja,
Die meisten Christen essen Fleisch und bekommen das somit ganz und gar nicht hin, ein Tier umzubringen gehört nämlich für mich auch unter die Kategorie "töten"
Also lebt fast kein Christ auch nur ansatzweise nach diesem Gebot.

Der Quran, die Tora und die Bibel teilen sich ja einiges vom alten Testament. Daher bin ich stutzig geworden da die Moslems ja Schweinefleisch als unrein ansehen und nicht verspeisen dürfen (die Christen aber schon).
Schlussfolgerichtig muss eine entsprechende Passage auch in der Bibel vorkommen und siehe da:
https://www.die-bibel.de/bibel/EUE/LEV.11[/url]

Die Christen folgen ja bekannterweise dem neuen Testament und in diesem wird diese Aussage ja relativiert durch meinen Namesvetter von vor 2000 Jahren https://dailyverses.net/de/markus/7/18-19

Ich glaube das Töten in den Geboten ist explizit auf andere Menschen bezogen wobei ich mir sicher bin, dass ich irgendwo noch einen Vers gelesen habe der das Töten von Tieren ohne Nutzen auch verurteilt.
 
Skiwelt07 schrieb:
Doppelmoral :lol:

Puh da könnten wir uns jetzt natürlich in ein Rabbithole reinstürzen woher "Moral" eigentlich kommt: Woher kommt die Definition von "gut" und "böse" was ist demnach moralisch verwerflich und was nicht. Warum ist das Töten von Tieren generell etwas "Böses" (Sind demnach alle Raubtiere defacto "Böse"). Wo fängt das Böse an? Bin ich böse weil ich die nervige Fliege gestern mit der Fliegenklatsche getötet habe. Ist meine Windschutzscheibe demnach Massenmörder?

Wenn man nach der Bibel geht ist es in dem Fall falsch das Töten von Tieren auf die selbe moralische Ebene zu heben wie das Töten eines Menschen.
 
She ich eben anders, aber gut, wegen mir soll jeder glauben was er will, ich kann eben manches nur nicht wirklich ernstnehmen.
Tut mir Leid.
Mich störts ja auch nicht wenn jetzt irgendjemand Christ, Moslem oder sonst was ist, aber dann zu behaupten dass das das einzig wahre ist, und jeder so leben muss find ich nicht gut.
Solang man mich damit in Ruhe lässt kann man aber gern 500 Tiere am Tagu mbringen und jemanden verurteilt der einen Menschen in seinem Leben umbringt.
Darum ging's mir aber auch garnicht, ich wollte nur aufzeigen dass die Bibel halt einiges an Doppelmoral und fragwürdigem Inhalt zu bieten hat.

Ich glaub es reicht jetzt für mich auch in diesem Thread :wink:
Hab hier auch eigentlich nichts verloren.

Viel Spaß noch, glaubt was ihr wollt, aber lässt andere in Ruhe wenn sie es nicht tun.
Gut.
 
Man kann sich nur sachlich mit Theologische Themen auseinandersetzen, wenn man das wichtige Element des Glaubens nicht mit seinen eigenen Weltansichten in Konflikt bringt.
Für jemanden innerhalb des Glaubens wird es eben immer anders aussehen wie für jemanden außerhalb.

Übrigens was du da ansprichst ist ja der unterschied zwischen Radikalen und gemäßigten Strömungen innerhalb einer Religion. IdR. sind es Radikale die einem ihren Glauben aufzwingen wollen (wie eigentlich in jeder anderen Ideologie auch außerhalb des religiösen Spektrums) während die gemäßigten ihren Glauben für sich persönlich bzw. zurückgezogen ausleben. Und das trifft auf die große Mehrheit zu.

Wenn alle Moslems oder Christen in Europa so radikal wären wie es manche Leute glauben wäre schon einiges mehr los.
 
Jetzt muss ich doch nochmal meinen Senf dazu geben, ich hab nie gesagt dass das alle sind.
Ich hab gesagt, solange mich alle damit in Ruhe lassen, ist aber nicht so.
 
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