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Coronavirus 2019-nCoV

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Absolut nicht nachvollziehbar für mich, was da in der Lombardei abgeht....auch werden die Zahlen nur zögerlich besser...
Scheint die ziemlich letzte Region zu sein wo Leute immer noch der Regierung glauben dass wenn andere Leute eingeschränkt werden sie selber dadurch automatisch geschützt werden. Alle anderen haben inzwischen scheinbar gemerkt dass dem nicht so ist und dass man um sich selber zu schützen auch selber was tun muss.
 
Ich war gestern auf der Wasserkuppe in der hessischen Rhön zum Kaffeetrinkern. Die Tische waren draußen etwas weiter voneinander entfernt, die Bedienung hat eine Maske getragen, alles hat prima geklappt. Also nicht verrückt machen.
 
Schusseligkite schrieb:
Menja schrieb:
Bei uns in D besteht die Reisewarnung bis 15.06.
Eine Reisewarnung hat nichts Beschränkungen zu tun.

(Darum ist auch nicht nachvollziehbar, warum einige rumheulen, wie böse und gemein das ist. Obwohl...doch nachvollziehbar. Die heulen ja wie üblich bei maximaler Ahnungslosigkeit.)


Natürlich haben wir storniert ( auch Risikopersonen dabei) und wissen derzeit garnicht ob Hotel öffnen würde.
Es wären noch 2 Wochen dahin, bis bei uns die Pfingstferien beginnen ( BaWü).
Es ist wirklich ein unsägliches Theater.....wobei wir so oder so mit den Risikopersonen nicht fahren würden. Aber vielleicht ja Teile der Großfamilie....
Und so lange eine Reisewarnung besteht, kannst du kostenlos stornieren.

Das ist mir persönlich alles klar.
Stornierung war eh kein Problem und ich habe nicht über Beschränkungen gejammert.
Ich sehe das Problem mit der Quarantäne bei Einreise nach A/D. Es ist für mich auch logisch, daß Italien ein gefährdetes Land ist, da die Zahlen in der Lombardei nicht passen und innerhalb Italiens keine Grenze besteht.
Ich habe Mitgefühl mit Südtirol wo die Zahlen passen....
Laut Stol.it wird am Brenner von Österreich Seite auch noch sehr stark kontrolliert.
Nochmals ich habe nicht gejammert, kann die Grenzsituation verstehen finde aber durchaus , daß eine ungerechte Situation entstanden ist gegenüber Südtirol.
Eine Lösung habe ich hierzu aber nicht..... eine Grenze einrichten an der Salurner Klause kommt sicherlich au ned gut...... :nein:
 
maba04 schrieb:
Wie darf ich das dann hier interpretieren? Zumindest das zuständige auswärtige Amt spricht selber von einer Reisewarnung. Es wäre extrem bitter, wenn die Hinweise und Warnungen nicht unterscheiden könnten.

[URL=https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reisenwarnung-europa/2337860]https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reisenwarnung-europa/2337860[/URL] schrieb:
Weltweite Reisewarnung gilt fort

Erstmals in seiner Geschichte hat das Auswärtige Amt am 17. März eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen. Grund hierfür sind der stark eingeschränkte internationale Luft- und Reiseverkehr sowie die Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und Einschränkungen, die viele Länder anlässlich der Ausbreitung von Covid-19 erlassen haben. Auch Rückreisemöglichkeiten sind häufig eingeschränkt.

Da diese Umstände fortbestehen, gilt die weltweite Reisewarnung fort – vorerst bis zum 14. Juni.
Die ganzen Beschränkungen, die hier gelistet sind, sind keine, die von der deutschen Regierung veranlaßt sind, sondern von den potentiellen Besuchsländern bzw. den Airlines/Bahnen etc. Von hier aus hindert Dich keiner, wenn Du unbedingt willst - die Frage ist nur, ob Du woanders reingelassen wirst oder ob Du wieder zurückkommst. Die Reisewarnung sagt: Das alles ist letztlich Dein Bier.
 
Oliver.O schrieb:
gfm49 schrieb:
Das Instrument der Umkehrhypothek ist die beste Methode, den Leuten die Substanz aus der Tasche zu ziehen. Schau Dir mal die Konditionen an, zu denen Du eine Umkehrhypothek bekommst. Letztlich ist die Umkehrhpothek eine Wette u.a. auf Deine Lebenswérwartung - und wie bei jeder Wette gewinnt im Ergebnis immer die Bank.

Probleme mit sehr ungünstigen Konditionen haben wir in so ziemlich allen Bereichen der Finanzindustrie (nimm' nur die Lebensversicherung). Leider auch begünstigt durch mangelnde Vorkenntnisse bei deren Kunden. Ein besser strukturierter Wettbewerb könnte den Zustand allerdings auch hier verändern.

Wieso ausgerechnet auf das selbstbewohnte Wohneigentum los? Dabei wäre das eigentlich eines der besten zum Mittel für den sozialen Ausgleich. Und der einzige Grund wieso in Südeuropa trotz viel schwächer ausgebautem Sozialstaat nach 10 Jahren Krise noch nicht Mord und Todschlag herrscht.

In der Schweiz haben wir übrigens schon was du dir wünschst. Nennt sich Eigenmietwert. Man muss das virtuelle Einkommen das man im Falle einer Vermietung realisieren könnte, als Einkommen versteuern. Da ist man dann bei einem Einfamilienhaus schnell bei 30‘000-40‘000 CHF Einkommen, welches man zwar gar nicht verdient hat, auf das man aber trotzdem Einkommenssteuern zahlen muss. Und auf den Wert der Immobilie zahlt man natürlich auch noch Vermögenssteuern...

Das die Wertsteigerung von Vermögenswerten ordentlich besteuert wird, da kann man m.E. nicht viel dagegen haben. Das würde sich sicher stabilisierend auf Spekulation an Börse und Immobilienmarkt auswirken. Allerdings darf auch hier die Abschöpfung nur dann erfolgen, wenn der Gewinn tatsächlich realisiert wird. Reine Buchungsgewinne zu besteuern wäre hochgradig kontraproduktiv, schliesslich zahlt einem der Staat auch nix zurück wenn die Anlage Wert verliert.

Und an der bösen Spekulation sind viele von uns by the Way indirekt selber beteiligt. Sehr viel Geld drücken nämlich die Pensionskassen in den Markt, welche irgendwie die (zum Teil kaum realistischen) Rentenversprechen finanzieren müssen. Grad in der Schweiz gehören diese im Immobilienmarkt zu den grössten Akteuren. Mit der teuren Miete zahlt man dann halt die Rente von Opa... und eines Tages vielleicht von sich selber.
 
Mal bewusst krass provokativ ausgedrückt: Die COVID-19 Opfer sind bzgl. volkswirtschaftlichem Schaden die teuersten Toten aller Zeiten.

Geht man z.B. von 8000 COVID-19 Fällen mit tödlicherm Verlauf aus. Dies auf über 80 Mio. Einwohner. Und von diesen 8000 verstorbenen Personen wären zahlreiche rein alters-statistik-betrachtet auch COVID-19-unabhängig irgendwann später noch dieses Jahr gestorben (was die Mortalitäts-Peaks entsprechend glättet). Weiterhin waren unter diesen 8000 Verstorbenen zahlreiche dabei, deren gesundheitlicher Zustand aus COVD-19-fremden Gründen problematisch war und von denen ein Teil dann auch ohne COVID-19 an irgendeiner Pathologie noch dieses Jahr gestorben wären.
Zudem sind nicht unbeachtliche Kollateralschäden zu berücksichtigen, zahlreiche Patienten sind frühzeitig gestorben bzw. werden noch dieses Jahr aufgrund reiner epidemie-bedingten Kollateralschäden sterben.

Mir ist klar, dass Risikogruppen geschützt werden sollen und dass die stets allseitig befürchtete Überbelastung des Gesundheitssystems nicht eintrifft, nur sollten Massnahmen entsprechend sinnvoll definiert werden. Stets berichten Medien über seltene Einzefälle (von denen man jedoch nie was genaueres über die Hintergründe erfährt), solche statistische Aussreisser sind jedoch nicht relevant (im Gegensatz zum Fukushima Zwischenfall).

Interessant wären klare Statistiken die relevante Faktoren wie u.a. künstliche Beatmung, Intubierung, Krankheitsverlauf, Alter und Comorbiditäten aufführen. Aber bislang tappt man im Dunkeln mit allerlei unvergleichbaren Zahlen.

Mit etwas Glück verschwindet der SARS-CoV-2 saisonbedingt weitgehend noch vor Sommersaison... Mal abwarten.
 
Pilatus schrieb:
Wieso ausgerechnet auf das selbstbewohnte Wohneigentum los?
Wenn man die Posts zurückverfolgt, zum Beispiel bis hier, steht da so etwas:
Oliver.O schrieb:
Sollte es beispielsweise zu flächendeckenden Einkommenseinbußen kommen, reale Vermögenswerte jedoch in geringerem Umfang nachgeben oder in bestimmten Fällen gar steigen, fände ohne eine Einbeziehung von Vermögen eine 'gleichmäßige' Verteilung nicht statt.

Die selbstgenutzte Immobilie kam erst von Fab ins Spiel mit der Hypothese eines Zwangsverkaufs. Die Fehlvorstellung habe ich schlicht entkräftet, mein Schwerpunkt war dieser Sektor gar nicht. Ich habe bewusst nur ein paar Ansätze geschildert und das auch so erklärt.

Um mal bei Immobilien zu bleiben und Corona-Folgen zu erläutern hilft vielleicht diese vereinfachte Darstellung:

Peter hat in einer Großstadt 3 Altbau-Mehrfamilienhäuser in attraktiver Lage geerbt und kann die Wohnungen problemlos zu hohen Preisen vermieten. Er nutzt die Marktlage voll aus und erzielt nach Abzug von Betriebs- und Erhaltungskosten hohe Gewinne, von denen er ein Teil zur komfortablen Lebensführung verwendet und den Rest, zusammen mit niedrig verzinsten Hypotheken, in weitere Immobilien investiert. Lisa ist Ingenieurin bei einem Zulieferer der Flugzeugindustrie, bewohnt eine von Peters Wohnungen und zahlt dafür einen erheblichen Teil ihres hohen Einkommens als Miete. Sie zahlt noch ihren Studienkredit ab und es fällt ihr schwer, schnell genug Eigenkapital aufzubauen, um in der Großstadt Wohnraum zu erwerben. Jetzt kommt Corona. Lisa geht sofort in Kurzarbeit, erhält 60% ihres Gehalts, die Zukunftsaussichten sind unsicher. Lisa kann sich die Wohnung gerade noch leisten, hat darüber hinaus aber keinen finanziellen Spielraum mehr. In dem Fall treffen die Folgen also allein Lisa, die Schwächere, während Peter verlustfrei bleibt.

Wenn man jetzt sagt, wir sind ein reiches Land, wir kommen schon klar, stimmt das in der Summe. Aber ein Verteilungsproblem hatten wir zuvor schon und Corona könnte es verschärfen. Es lohnt sich deshalb mehr noch als bisher, darüber nachzudenken, wie man Chancen und Risiken fair verteilt.

Pilatus schrieb:
Das die Wertsteigerung von Vermögenswerten ordentlich besteuert wird, da kann man m.E. nicht viel dagegen haben.
Sehe ich auch so, aber der Egoist wird das ganz anders sehen und die effektive Besteuerung in D leistet das gegenwärtig nicht.

Pilatus schrieb:
Das würde sich sicher stabilisierend auf Spekulation an Börse und Immobilienmarkt auswirken.
...und geringere Volatilität und eine stärkere Orientierung von Bewertungen an der Realwirtschaft würden dazu beitragen, dass die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite an Produktivitätsgewinnen beteiligt werden könnte. Neben wirksamen Transaktionssteuern wären Haltefristen vielleicht auch eine gute Idee. Sonst hat man als längerfristig orientierter Anleger immer das Problem, gegen hochtechnisierte Hütchenspieler zu verlieren, die statt Wirtschaftswissenschaftlern lieber Pferdewetten-Analytiker beschäftigen.

Pilatus schrieb:
Allerdings darf auch hier die Abschöpfung nur dann erfolgen, wenn der Gewinn tatsächlich realisiert wird. Reine Buchungsgewinne zu besteuern wäre hochgradig kontraproduktiv, schliesslich zahlt einem der Staat auch nix zurück wenn die Anlage Wert verliert.
Naja, Wertverluste müsste ich steuerlich selbstverständlich ebenso geltend machen können. Fairness ist keine Einbahnstraße. Die Besteuerung fiktiver Gewinne kann allerdings problematisch sein, wenn die Bewertungsgrundlagen unsicher sind. Alles andere ließe sich mit geeigneten (und sauber regulierten) Finanzinstrumenten abfedern, ohne dass jemand überfordert wird.

Pilatus schrieb:
Und an der bösen Spekulation sind viele von uns by the Way indirekt selber beteiligt. Sehr viel Geld drücken nämlich die Pensionskassen in den Markt, welche irgendwie die (zum Teil kaum realistischen) Rentenversprechen finanzieren müssen. Grad in der Schweiz gehören diese im Immobilienmarkt zu den grössten Akteuren. Mit der teuren Miete zahlt man dann halt die Rente von Opa... und eines Tages vielleicht von sich selber.
Wohl wahr. Es gibt überall Blasen und ungünstige Netzwerkeffekte. Sich allein ein Bild eines "bösen Spekulanten" vorzustellen, greift selbstverständlich zu kurz. Man sollte sich, solange alles legal abläuft, sowieso vom Freund/Feind-Denken verabschieden und einfach schauen: Was sind die Effekte? Was wollen wir als Gesellschaft? Und welche Handlungsoptionen nutzen wir?
 
Schusseligkite schrieb:
(Darum ist auch nicht nachvollziehbar, warum einige rumheulen, wie böse und gemein das ist. Obwohl...doch nachvollziehbar. Die heulen ja wie üblich bei maximaler Ahnungslosigkeit.
Mir gefällt Dein Post nicht. Passt aber ins Bild, das ich von Dir seit Covid19 erhalten habe.
Natürlich darf man jammern. Wir haben hier in der Schweiz heute gerade mal noch 15 Ansteckungen (die letzten Tage so 30-50). Das rechtfertigt die immer noch bestehenden Grenzschliessungen zu DE und AT überhaupt nicht und es ist eben genau nicht nachvollziehbar. Wieso soll man noch fast einen Monat warten? Natürlich kann jetzt jeder mit einer Selbstdeklaration irgendeine gefakte sterbende Tante im anderen Land besuchen. Aber hat sowas mit Logik noch was zu tun? Nein!
 
Ich muss hier zustimmen. Nach Rügen innerhalb Deutschlands darf ich über 900 KM reisen. Nach Salzburg oder Zürich aber nicht vor dem 16.05. ( 380 bzw 290 KM). So ganz ist das für mich nicht einleuchtend, zumal Infektionsketten innerhalb Österreich und Schweiz und Deutschland nachverfolgt werden könnten. Diese Nachverfolgung hat auch hervorragend vom Elsass zu Deutschland geklappt.
Das deutsche Gesundheitsamt wurde von französischer Seite über Verdachtsfälle informiert.
Auch die Pendler und Geschäftsreisenden dürfen/müssen wieder los.
Eine Grenzöffnung erst nach dem 15.06 ist nur den Ferien in Bayern und Baden-Württemberg geschuldet. Aber ein Verreisen innerhalb Deutschlands erschwert genauso das Nachverfolgen der Infektketten.
Gut es wurde angegebenen man warte auf Frankreich, da dort die Zahlen noch etwas zu hoch sind,aber dann hätte man durchaus Österreich und Schweiz öffnen können und Frankreich eben etwas später.
So ganz kann ich es nicht verstehen.....kein Gejammere eher Unverständnis!
 
Tag 68

br403 schrieb:
Ich war gestern auf der Wasserkuppe in der hessischen Rhön zum Kaffeetrinkern. Die Tische waren draußen etwas weiter voneinander entfernt, die Bedienung hat eine Maske getragen, alles hat prima geklappt. Also nicht verrückt machen.
War ich heute und gestern auch. Geht alles irgendwie und ist nur halb so schlimm wenn man davon absieht, das diese Masken eindeutig keine Steigerung in der Mode darstellt. Kann aber alles noch werden.

Jetzt, Frage. Was machen wir mit diesem Artikel?
Causa Ischgl: Tiroler Behörden missachteten Erlass des Gesundheitsministeriums
...
Nach heutigem Wissensstand reagierte der Bund zu spät: Bei der Einstufung
von Risikogebieten orientierte sich das Gesundheitsressort stark am deutschen Robert-Koch-Institut. Doch das Gefahrenpotenzial von Ischgl hätten die österreichischen Behörden selbst erkennen müssen. Erst ab dem 13. März, als das Paznaun unter Quarantäne gestellt wurde, galt das Tal österreichweit als Risikogebiet. Das heißt: Alle österreichischen Ischgl-Urlauber, die vor dem 13. März mit Symptomen zurückkamen, wurden nach damaliger Teststrategie nicht als Verdachtsfälle gewertet – und nicht getestet. Dabei urlaubten etwa 5000 Österreicher in der ersten Märzhälfte im Bezirk Landeck. Viele von ihnen schleppten das Virus unbemerkt in ihre Heimatbundesländer.
...
https://www.profil.at/oesterreich/causa-ischgl-tiroler-behoerden-erlass-gesundheitsministerium-11478893
Die Reaktion aus dem Landhaus in Innsbruck war dann wieder sehr, sagen wir eigenwillig:
Ischgl: Scharfe Kritik nach Tiroler "Ultimatum" an "profil"
...
Die NEOS sahen in der Aufforderung Tirols an "profil", eine Landes-Stellungnahme innerhalb von 24 Stunden zu publizieren, einen Einschüchterungsversuch. Herausgeber Christian Rainer ortete darin Drohungen gegenüber Journalisten.
Das Land erklärte indes am Sonntag, dass es sich bei der samstäglichen Stellungnahme lediglich um eine "Aufforderung zur Richtigstellung" handelte. So habe man dies auch formuliert. Als Klagsdrohung sei dies nicht zu werten.
...
Eine Vorgangsweise, die "profil"-Herausgeber Rainer scharf kontern ließ. "Tirol versucht, mit Drohungen Journalisten einzuschüchtern."
...
https://www.derstandard.at/story/2000117543506/ischgl-scharfe-kritik-nach-tiroler-ultimatum-an-profil
Erkläre mir mal einer, was da jetzt schon wieder los ist. Irgendwie muss da noch eine Goldader für den Journalismus sein, die das Land nicht hergeben will.

Sieht aber hinter dem Brenner nicht viel besser aus:
Die Grüne Brigitte Foppa hat aufgedeckt, wie die Landesregierung in Sachen Notdienst schwindelt.
...
Minimale Einschreibungsfristen, überstrenge Kriterien, schlechte Kommunikation mit dem Personal etc. haben den ,Not’-Dienst gleich schon in die Kritik gebracht. Auffallend ist aber auch, dass der Dienst nur in den deutschen und ladinischen Schulen und Kindergärten angeboten wird.
...
Brigitte Foppa weiter:

„Auch im folgenden Absatz heißt es im Deutschen, dass der Notdienst BEGINNT, im Italienischen steht: PUÒ INIZIARE.

Das sind keine Übersetzungsfehler, werte Landesregierung. Das ist bewusstes Kaschieren von unterschiedlichen Wegen. Die Landesregierung kann sehr wohl beschließen, in der deutschen Schule andere Wege zu gehen als in der italienischen (auch wenn viele Eltern sicher gern einen gemeinsamen „Notdienst“ gesehen hätten, der auch noch ressourcenoptimierend gewesen wäre). Aber man hat nicht einmal die Courage, dazu zu stehen, sondern zieht es vor, bei der Übersetzung zu „schwindeln“.
...
https://www.tageszeitung.it/2020/05/17/der-kleine-schwindel/
Wie immer halt, die Weltbestigsten mit einer Bauerschläue wie sie im Buche steht. Das kann man aber noch mehr auf die Spitze Treiben:
Der Sanitätsbetrieb wird die zweite Lieferung an Schutzausrüstung im Wert von 20 Millionen Euro nicht bezahlen. Oberalp solle sich das Geld von den Chinesen holen, sagt Florian Zerzer.
...
https://www.tageszeitung.it/2020/05/17/die-chinesen-sollen-zahlen/
Äh wie bitte? Das schießt jetzt echt den Vogel ganz ab! :fluchen:

Weil es aber so schön ist, es geht noch weiter:
In einer E-Mail wirft Athesia-Direktor Michl Ebner dem LH vor, bei den Corona-Infokampagnen zu knausrig zu sein. Das Land unterlasse „lebensnotwendige“ Aufklärung.

von Artur Oberhofer

Hatte sich die Tageszeitung „Dolomiten“ Anfang März noch über Covid-19 lustig gemacht („Da bringt ein Südtirol-Urlauber nach dem anderen ein ganz spezielles Mitbringsel namens Covid-19 mit nach Hause, und wir bleiben mit (…) einer Frage zurück: Warum kriegen die, was wir nicht haben?“), möchte das Medienhaus nun, wo das Virus auch das Tourismusparadies Südtirol in die Knie gezwungen hat, „lebensnotwendige Aufklärung“ für die Südtiroler Bevölkerung betreiben.

Gegen Bezahlung, versteht sich.
...
https://www.tageszeitung.it/2020/05/17/sehr-bescheiden/
Da droht aber einer nicht mehr mit Liebesentzug, sondern mit der Scheidung wenn nicht sofort Geld fließt. Ist der Sumpf tief geworden...

Und sonst? Nix, wie immer.
 
Menja schrieb:

Ich habe dazu auch keine eindeutige Antwort, kann mir aber vorstellen, dass es daran liegt, dass die Regierung erstmal die Wirkung der bisherigen Lockerungen abwarten möchte. Man hat grade in sehr kurzer Zeit sehr viele Lockerungen durchgewunken und da folgen noch weitere. Jetzt mit diesen Lockerungen gleich in 2-wöchige Ferien mit Auslandsreisen zu gehen könnte sehr riskant sein. Bei uns (ich lebe in BW) wird deshalb z.B. der 2-Schichtbetrieb nicht bereits zu Anfang Juni beendet, sondern läuft voraussichtlich noch einen vollen Monat länger, weil man nicht am Ende der Pfingstferien plötzlich zig neue Fälle haben möchte und dann ganze Abteilungen 14 Tage dicht machen will. Wenn das nicht passiert werden wir wohl auch zu normalen Arbeitszeiten zurückkehren können, was ich mir natürlich durchaus wünsche. Gleichzeitig bleibe ich aber skeptisch, ob all die Lockerungen wirklich ohne Auswirkungen bleiben. Ich wünsche mir, dass es unproblematisch bleibt, aber mein Unterbewusstsein bemerkt eben das Verhalten vieler Leute auf der Straße und sonstwo und da ist nun mal Skepsis angebracht.
 
Lagorce schrieb:
Mal bewusst krass provokativ ausgedrückt: Die COVID-19 Opfer sind bzgl. volkswirtschaftlichem Schaden die teuersten Toten aller Zeiten.

Diese Feststellung ist minderintelligent, sorry. Gar nix verstanden. Das sind ja nicht die potenziellen Toten die durch die Massnahmen gerettet wurden, sondern die die trotzdem gestorben sind. Zwischen diesen Zahlen gibt es überhaupt keinen Zusammenhang!
 
Was machen die da in der Lombardei? Wie geht das? Das erinnert mich irgendwie an das Phantom aus Heilbronn.
Heilbronner Phantom
Das Heilbronner Phantom, in der Medienberichterstattung auch Frau ohne Gesicht, von der Polizei Unbekannte weibliche Person (UwP) genannt, war nach dem Polizistenmord von Heilbronn das Ziel einer umfangreichen Fahndung von 2007 bis 2009 in Süddeutschland, Österreich und Frankreich. Aufgrund von DNA-Spuren am Tatort wurde ein Zusammenhang zwischen diesem Mord und einer ganzen Reihe weiterer Straftaten im Zeitraum 1993 bis 2009 vermutet, da in Spuren von 40 weiteren Tatorten übereinstimmende genetische Fingerabdrücke gefunden worden waren.

Auffällig war, dass in allen Fällen keinerlei sonstige kriminalistisch verwendbare Spuren ermittelt werden konnten. Insbesondere gab es zu Alter oder Aussehen der gesuchten Person keine brauchbaren Hinweise. Die Fahndung blieb ohne Ergebnis.

Ende März 2009 wurde schließlich nachgewiesen, dass es sich bei den in Heilbronn und an den anderen Tatorten erhobenen Spuren um diagnostische Artefakte gehandelt hat. Die zur Spurensicherung verwendeten Wattestäbchen waren verunreinigt, die DNA konnte einer Verpackungsmitarbeiterin eines an der Herstellung beteiligten Unternehmens zugeordnet werden.
...
https://de.wikipedia.org/wiki/Heilbronner_Phantom
Die Zahlen:
In Italien sind in den letzten 24 Stunden 145 Corona-Infizierte verstorben. Die meisten Neuinfektionen gibt es nach wie vor in der Lombardei.

Die Zahl der Corona-Toten in Italien lag in den vergangenen 24 Stunden bei 145. Damit sind jetzt 31.908 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

Die Zahl der aktuell Positiv ist erstmals seit 28. März unter 70.000 gesunken.

Und auch bei den Neuinfektionen sähe es gut aus – wenn es nicht die hohen Zahlen in der Lombardei gäbe.

Von den 675 Neuinfektionen der letzten 24 Stunden wurden 326 in der Lombardei registriert.

In Kalabrien und in Aosta gab es keine Neuinfektionen, in Molise und auf Sardinien jeweils nur einen Fall.

Aus den Regionen Friaul Julisch Venetien, Kampanien, Basilicata, Sardinien, Umbrien, Kalabrien und Trentino Südtirol wurden keine Corona-Tote gemeldet.

In den Intensivstationen werden noch 762 Patienten behandelt, 13 weniger als noch am Samstag.
 
ski-chrigel schrieb:
Natürlich darf man jammern. Wir haben hier in der Schweiz heute gerade mal noch 15 Ansteckungen (die letzten Tage so 30-50). Das rechtfertigt die immer noch bestehenden Grenzschliessungen zu DE und AT überhaupt nicht und es ist eben genau nicht nachvollziehbar.
Das hat die Grenzschließungen noch nie gerechtfertigt. "Grenzen zu" hätte zu jenem Zeitpunkt (vielleicht) etwas gebracht, als das ganze noch in China/Italien, d.h. ein außenpolitisches Problem war. Da hatte Jens Spahn aber noch erklärt, dass das Virus an Grenzen nicht Halt machen würde. Als alles schön flächendeckend in Zentraleuropa verbreitet war, kamen dann die völlig überflüssigen Schließungen (Engpässe inkludiert), als würden die Leute nur aus Jux und Dollerei über Staatsgrenzen fahren.

Es ist und bleibt eine Seehofer-Nummer, um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren.
 
Lagorce schrieb:
Mal bewusst krass provokativ ausgedrückt: Die COVID-19 Opfer sind bzgl. volkswirtschaftlichem Schaden die teuersten Toten aller Zeiten.

Geht man z.B. von 8000 COVID-19 Fällen mit tödlicherm Verlauf aus. Dies auf über 80 Mio. Einwohner. Und von diesen 8000 verstorbenen Personen wären zahlreiche rein alters-statistik-betrachtet auch COVID-19-unabhängig irgendwann später noch dieses Jahr gestorben (was die Mortalitäts-Peaks entsprechend glättet). Weiterhin waren unter diesen 8000 Verstorbenen zahlreiche dabei, deren gesundheitlicher Zustand aus COVD-19-fremden Gründen problematisch war und von denen ein Teil dann auch ohne COVID-19 an irgendeiner Pathologie noch dieses Jahr gestorben wären.

Also wenn man schon die Perspektive einnimmt bei der man Menschenleben gegen Geld aufwiegt, sollte man wenigstens richtig rechnen.

Pilatus hat schon darauf hingewiesen. Die Coronakosten gegen die Verstorbenen aufzurechnen macht überhaupt keinen Sinn. Wenn schon, dann muss man sie gegen Zahl derjenigen aufrechnen, die durch die Maßnahmen nicht sterben. Wenn man ohne Maßnahmen der Natur freien Lauf gelassen hätte, wären irgendwann mal 60% bis 70% infiziert worden und ein Anteil von 0,2 % bis 1% davon daran gestorben. Das wären in Deutschland einige Hundertausend, die wir durch die Maßnahmen größtenteils retten, für zugegebermaßen sehr viel Geld. Aber diese Hundertausende wären keineswegs die teuersten verhinderten Toten aller Zeiten, wie folgende Beispiele zeigen.

- Es werden immense Summen für den Brandschutz ausgegeben. Die Zahl durch die durch Brandschutzmaßnahmen verhinderten Toten dürfte bescheiden gering sein im Vergleich zu den paar Hundertausend und pro verhinderten Toten ist der Brandschutz sicher weitaus teurer als der Lockdown.
- Nach den Tunnelunfällen im Tauerntunnel und Montblanctunnel wurden hunderte von Millionen, wenn nicht gar Milliarden in die Tunnelsicherheit gesteckt. Die Zahl der verhinderten Toten dürfte bei einigen Dutzend bis maximal einige Hundert in Europa pro Jahrzehnt liegen.
- Seit 2001 und nochmal verstärkt seit 2015 wird sehr viel in die Terrorbekämpfung investiert. Die Zahl der dadurch verhinderten Toten dürfte geringer sein als die Zahl der Toten durch Corona an einem einzigen Tag in Europa Anfang April.
 
Am schlimmsten war’s ja in der Schweiz. Grenzschliessungen kamen als die Mauer rundherum schon hochgezogen waren. Hatte keine Konsequenz mehr ausser die Verhinderung eines Gesichtsverlustes...

@ Martin_D: Danke für die Richtigstellung. Lagorce gehört eh in die Kategorie extremcarver. Von der frei drehenden Corona-Panik zum Corona-Skeptiker innerhalb weniger Wochen. Dabei hat sich an den Fakten nichts relevantes geändert die letzten Monate.

Lagorce schrieb:
Weiterhin waren unter diesen 8000 Verstorbenen zahlreiche dabei, deren gesundheitlicher Zustand aus COVD-19-fremden Gründen problematisch war und von denen ein Teil dann auch ohne COVID-19 an irgendeiner Pathologie noch dieses Jahr gestorben wären.

Dein Unwissen ist unerträglich. Man rechnet aktuell im Schnitt für jeden Toten mit 11-12 verlorenen Lebensjahren. Eine 80 jährige Frau hatte 2018 eine statistische Lebenserwartung von 10.5 Jahren!

Lagorce schrieb:
Zudem sind nicht unbeachtliche Kollateralschäden zu berücksichtigen, zahlreiche Patienten sind frühzeitig gestorben bzw. werden noch dieses Jahr aufgrund reiner epidemie-bedingten Kollateralschäden sterben.

Die gesundheitlichen Kollateralschäden wären bei freilaufender Pandemie viel viel grösser. Der Sinn des Lock down war ja explizit die Vermeidung von Kollateralschäden.
 
Fab schrieb:
Zwei Studien der ETH kommen zu einem anderen Ergebnis:
:arrow:
Die Schweiz hätte die Kurve auch mit weniger Einschränkungen gekriegt: War der Lockdown übertrieben?

Zwei ETH-Studien zeigen: Die Epidemie war schon am 21. März unter Kontrolle. Und einige Massnahmen hatten einen geringen Effekt. Die Zahlen bilden die Grundlage für eine Debatte über die Bilanz des Notregimes. Ging der Bundesrat zu weit?
https://www.luzernerzeitung.ch/schweiz/die-schweiz-haette-die-kurve-auch-mit-weniger-einschraenkungen-gekriegt-war-der-lockdown-uebertrieben-ld.1221111
 
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