Neandertaler
Fichtelberg (1214,6m)
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Danke für den Link.wmenn schrieb:Ams schrieb:....Andererseits verstehe ich nicht, wieso die Schweiz trotz ähnlicher Gesamtkapazität in den Krankenhäusern pro Einwohner erst mit viel höheren Inzidenzen an die Grenze der zertifizierte Intensivbetten gekommen ist. ...
Tobi-DE schrieb:Hat man aus Spanien und Frankreich doch im Frühjahr gehört: Wenn Du aus dem Alten- und Pflegeheim wegen "Aussichtslosigkeit" oder den teilweise auch hier beschworenen "Q-Jahren" erst gar nicht ins KH kommst oder dort von Normal nicht mehr auf Intensiv, dann belegst Du auch keinen Platz. Vielleicht belegen im Münchner Umland mehr alte Menschen einen Platz, den sie in einem anderen Land nicht bekommen hätten?
Wenn ich mir die Anzahl der Todesfälle pro Einwohner anschaue (ich habe hier mal D, A, CH und USA verlinkt):
https://ourworldindata.org/coronavi...ng=7&pickerMetric=total_cases&pickerSort=desc
Schweiz und Österreich hatten vor ein paar Tagen noch dreimal so viele Todesfälle wie in Deutschland, und immerhin noch doppelt so viele wie in den USA. Ich denke mal, "Tobi-DE" liegt mit seiner Vermutung nicht so ganz falsch...
Wenn man bei der Durchführung und Auswertung der Tests Symptomatik und Infektiösität berücksichtigen und die Tests standardisieren würde, wäre immerhin ein erster Schritt getan. Dann hätte man eine bessere Grundlage um die Entwicklung zu beurteilen. Dann könnte man sich auf die Menschen konzentrieren, die wirklich erkanken oder andere anstecken können und würde nicht die Zeit mit der Kontaktverfolgung von Menschen vergeuden, die jetzt positiv getestet werden, deren Kontakt mit Corona aber bereits Wochen zurück liegt. Auch würden Patienten, die "positiv" auf Corona getestet, aber weder daran erkrankt noch infektiös sind, Krankenhäuser weniger belasten, wenn ein standardisierter Test hierzu eine klare Aussage geben würde.Pistencruiser schrieb:Ein Zahlenwert, welcher das Geschehen gänzlich exakt abbildet wird sich nie ermitteln lassen - wie soll das funktionieren?
Wenn wir den EU-Chart noch hinzu nehmen, sehen wir Werte über denen der USA. Das ist allemal eine beunruhigende Entwicklung: https://ourworldindata.org/coronavirus- ... rSort=desc
is' a Wunder? In Deiner Version liegt Österreich schon ganz weit oben - ist allerdings ein kleines Land. Nimm aber beispielsweise noch Italien und Frankreich dazu (oder auch das allerdings ebenfalls eher kleine Belgien), dann wird schnell klar, daß die EU-Durchschnittswerte kräftig nach oben rutschen.Bergwanderer schrieb:...
Wenn wir den EU-Chart noch hinzu nehmen, sehen wir Werte über denen der USA. Das ist allemal eine beunruhigende Entwicklung: https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&time=2020-06-04..latest&country=DEU~AUT~CHE~USA~Europe~EuropeanUnion®ion=World&deathsMetric=true&interval=smoothed&perCapita=true&smoothing=7&pickerMetric=total_cases&pickerSort=desc
Genau deshalb habe ich den EU-Chart mit aufgenommen, um die Daten der EU mit denen der USA zu vergleichen. Da bin ich bei Dir.baeckerbursch schrieb:Wenn wir den EU-Chart noch hinzu nehmen, sehen wir Werte über denen der USA. Das ist allemal eine beunruhigende Entwicklung: https://ourworldindata.org/coronavirus- ... rSort=desc
Sicher ist die Entwicklung beunruhigend, und möchte ich hier auch nicht relativieren.
Interessant ist jedoch, das das ständige "USA- Bashing", oder "Zahlen nicht in Relation setzen" wohl anscheinend doch wirkt, wenn man eine solche Information als schockierend wahrnimmt.
Das könnte man zynisch so interpretieren, daß in anderen Ländern die Alten- und Pflegeheime bereits coronamäßig "ausgeräumt" sind, so daß jetzt dort die Todeszahlen heruntergehen können und die Intensivstationen entlastet bleiben, während bei uns die Heime kontinuierlich weiter dran sind mit Todesfällen und Intensivpatienten.Tobi-DE schrieb:Hat man aus Spanien und Frankreich doch im Frühjahr gehört: Wenn Du aus dem Alten- und Pflegeheim wegen "Aussichtslosigkeit" oder den teilweise auch hier beschworenen "Q-Jahren" erst gar nicht ins KH kommst oder dort von Normal nicht mehr auf Intensiv, dann belegst Du auch keinen Platz. Vielleicht belegen im Münchner Umland mehr alte Menschen einen Platz, den sie in einem anderen Land nicht bekommen hätten?
Diese These könnte durch das Alter der Personen auf Intensiv in den verschiedenen Ländern untermauert werden.
Aber da wird es wohl keine "einfachen" Zahlen geben...
NeusserGletscher schrieb:Wenn man bei der Durchführung und Auswertung der Tests Symptomatik und Infektiösität berücksichtigen und die Tests standardisieren würde, wäre immerhin ein erster Schritt getan. Dann hätte man eine bessere Grundlage um die Entwicklung zu beurteilen. Dann könnte man sich auf die Menschen konzentrieren, die wirklich erkanken oder andere anstecken können und würde nicht die Zeit mit der Kontaktverfolgung von Menschen vergeuden, die jetzt positiv getestet werden, deren Kontakt mit Corona aber bereits Wochen zurück liegt. Auch würden Patienten, die "positiv" auf Corona getestet, aber weder daran erkrankt noch infektiös sind, Krankenhäuser weniger belasten, wenn ein standardisierter Test hierzu eine klare Aussage geben würde.
Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt. Corona legt nun schonungslos offen, was die Politik in den letzten Jahrzehnten in Kliniken und Gesundheitsämtern vergeigt hat. (...)
Das sagt sich so leicht. Der Konsum in der Vorweihnachtszeit ist extrem wichtig für unsere Wirtschaft. Daran hängen Millionen von Existenzen und damit unsere ganze Gesellschaft. Ich will damit nicht sagen "Wirtschaft über Menschenleben" aber das ist eine Abwägungssache und eine ganz schwere Entscheidung. Die Politik wollte einerseits das Weihnachtsgeschäft ermöglichen und andererseits das Virus eindämmen. Dass das scheinbar nur mäßig gut klappt konnte man nicht voraussehen.Jan Tenner schrieb:
Tiob schrieb:Ich will damit nicht sagen "Wirtschaft über Menschenleben" aber das ist eine Abwägungssache und eine ganz schwere Entscheidung.
Während die Volkswirtschaften in weiten Teilen der Welt noch voll mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie beschäftigt sind, dürfte es China gelingen, seine Ausgangslage immer weiter zu verbessern: Das bevölkerungsreichste Land der Welt hat das Coronavirus nach eigener Darstellung seit Sommer weitestgehend im Griff und vermeldet nur noch vereinzelte Infektionen.
Tobi-DE schrieb:Was meinst Du mit 'standardisiert'?
Pancho schrieb:Tiob schrieb:Ich will damit nicht sagen "Wirtschaft über Menschenleben" aber das ist eine Abwägungssache und eine ganz schwere Entscheidung.
Das ist eine ganz leichte Entscheidung. Es ist inzwischen immer klarer, dass es da keinen Zielkonflikt gibt. Möglichst entschiedene Bekämpfung der Pandemie ist das Optimum für den Schutz von Menschenleben und Gesamt-Schadensminimierung der Wirtschaft.
Hatten wir in diesem Thread schon öfter.
Das Problem ist, dass die Leute meutern würden.
Wer’s nicht glaubt, schaue nach Wuhan. Wobei ich um keinen Preis eine Diktatur wie in China möchte, die Maßnahmen natürlich mit Gewalt rücksichtslos durchdrücken kann.
Edit:
Wer das Virus schnell drückt, mach sogar fett Kasse.
Während die Volkswirtschaften in weiten Teilen der Welt noch voll mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie beschäftigt sind, dürfte es China gelingen, seine Ausgangslage immer weiter zu verbessern: Das bevölkerungsreichste Land der Welt hat das Coronavirus nach eigener Darstellung seit Sommer weitestgehend im Griff und vermeldet nur noch vereinzelte Infektionen.
Quelle:
https://www.dw.com/de/nach-corona-krise-china-vermeldet-exportboom/a-55842406
Tiob schrieb:Das sagt sich so leicht. Der Konsum in der Vorweihnachtszeit ist extrem wichtig für unsere Wirtschaft. Daran hängen Millionen von Existenzen und damit unsere ganze Gesellschaft. Ich will damit nicht sagen "Wirtschaft über Menschenleben" aber das ist eine Abwägungssache und eine ganz schwere Entscheidung. Die Politik wollte einerseits das Weihnachtsgeschäft ermöglichen und andererseits das Virus eindämmen. Dass das scheinbar nur mäßig gut klappt konnte man nicht voraussehen.Jan Tenner schrieb:
molotov schrieb:mag ja alles sein, aber das gilt halt nur für die Gesamtwirtschaft, nicht für die einzelnen Akteure, die es momentan knüppelhart trifft.
zum meutern: das passiert doch längst, halt sehr subtil. Und deswegen ändert auch ein harter lockdown nix, so schade das sein mag. Vor allem auch deswegen nicht, weil viele nicht mehr daran glauben, dass es zeitlich begrenzt ist. sieht man ja jetzt.... angeblich klare Regeln (Weihnachten und Silvester) werden kaum verabschiedet wieder verschärft und massiv verlängert. Das mag rational geboten sein, aber rational ist halt nicht alles. Und auch deswegen sucht jeder einzelne nach Schlupflöchern und tut genau das was noch erlaubt ist, und viele wahrscheinlich auch ein bisschen mehr.
Denke ichPancho schrieb:Das große Mißverständnis ist immer meiner Meinung nach:
Die Regeln, die langfristige Strategie, das diktiert das Virus. Verhandel das mit dem.
Oder man überlegt sich doch noch mal, ob der Tod nicht zum Leben dazugehört und man die ganzen Kennzahlen aus dem Fokus rückt und abgesehen von einigen Hygienemaßnahmen alles laufen lässt. Das kann natürlich auch nach hinten losgehen und ist moralisch etwas zweifelhaft.Pancho schrieb:Die einzige verlässliche Strategie, die auch durchgehalten werden kann, wäre ein harter Lockdown bis zur weitergehenden Unterdrückung der Infektionen. (Wuhan-Style)
Wer will das...?
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