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Wooly schrieb:
Freiburger sind doch normalerweise ein entspanntes Völkchen ...

ich bin eigentlich noch entspannter - ich bin kein Freiburger, sondern Rheinlaender... aber sich so sinnfrei ueber Regeln hinwegzusetzen und internationale Spannungen wegen so etwas unsinnigem zu riskieren, finde ich schon ziemlich verrückt.
 
carvster| schrieb:
Heuer im Sommer macht das mit Sicherheit keiner der Jungen mehr mit nicht Partys zum machen.

ich gehe davon aus, da wird aber kein Weg daran vorbei führen - oder glaubst Du ernsthaft an einen Sommer 2021 ohne massive Kontaktbeschränkungen?
 
albe-fr schrieb:
carvster| schrieb:
Heuer im Sommer macht das mit Sicherheit keiner der Jungen mehr mit nicht Partys zum machen.

ich gehe davon aus, da wird aber kein Weg daran vorbei führen - oder glaubst Du ernsthaft an einen Sommer 2021 ohne massive Kontaktbeschränkungen?
Dann muss sich die Politik was anderes einfallen lassen, entweder ständige Antigentests oder Gurgel Tests für alle unter 30, ansonsten bricht nächstes Jahr das Chaos aus.
 
carvster| schrieb:
Dann muss sich die Politik was anderes einfallen lassen, entweder ständige Antigentests oder Gurgel Tests für alle unter 30, ansonsten bricht nächstes Jahr das Chaos aus.

Wozu das? Notfalls muss halt die Wehrmacht auf die Strasse...
 
carvster| schrieb:
albe-fr schrieb:
carvster| schrieb:
Heuer im Sommer macht das mit Sicherheit keiner der Jungen mehr mit nicht Partys zum machen.

ich gehe davon aus, da wird aber kein Weg daran vorbei führen - oder glaubst Du ernsthaft an einen Sommer 2021 ohne massive Kontaktbeschränkungen?
Dann muss sich die Politik was anderes einfallen lassen, entweder ständige Antigentests oder Gurgel Tests für alle unter 30, ansonsten bricht nächstes Jahr das Chaos aus.

Ich glaube nicht, dass die Politik die Bedürfnisse und Probleme der jüngeren Generation wirklich auf dem Schirm hat und ernst nimmt.

2 Punkte sprechen da in meinen Augen dafür:

a)
Die größte relevante Gruppe der wahlberechtigten Bevölkerung sind nunmal die Alten.
Ab einem gewissen Alter sind manche, durchaus wichtigen Bedürfnisse für Jüngere wie z.B. Bildung, berufliche Perspektiven, Kinderbetreuung, Kontakte, Kennenlernen von PartnerIn, etwas "Erleben", Grenzen austesten, etc. einfach nicht mehr ganz so zentral, wie sie für Jüngere sind.
Auch die persönliche Betroffenheit durch Corona nimmt mit dem Alter rasant zu.
Es ist daher anzunehmen, dass Älteren manche Beschränkungen weniger schwer fallen und Politiker sich dadurch gegenüber dieser Zielgruppe als Macher darstellen können, ohne das die Zielgruppe dadurch allzu große Einschränkungen zu befürchten hat.
Die Politik macht natürlich Politik für die Zielgruppen, die sie zur (Wieder-)Wahl braucht. Das ist völlig legitim und nachvollziehbar, auch wenn es nicht unbedingt richtig ist, denn im Endeffekt kümmern wir uns, zumindest in Deutschland, lieber um die Vergangenheit, als um die Zukunft. Sehr schön sieht man das ja auch bei der Klimakrise, die ja ganz klar ein Problem der Zukunft ist. Hier wird weit nicht so entschlossen gehandelt, wie bei der Corona-Krise, die - wenn ich mal wieder zynisch ein wollte - "nur" ein Problem der Vergangenheit ist.

b)
Zumindest in Deutschland sind die Politiker und auch die Mitglieder der politischen Parteien einfach meistens alt oder sehr alt.
Gerade die Volksparteien CDU/CSU und SPD sind völlig überaltert. Andere Parteien sind aber ja kaum besser.
Spitzenpolitiker dieser Parteien müssen daher eigentlich schon per se aus den in a) genannten Gründen die aktuelle Politik vorantreiben. Natürlich kommt aber auch noch eine persönliche Betroffenheit hinzu, da eben auch die meist alten Spitzenpolitiker eine höhere Gefahr auf einen schweren Corona-Verlauf haben, als die Jüngeren.

Ich fordere keineswegs, die Alten zu opfern. Im Gegenteil, es ist unsere Verpflichtung als Jüngere, unsere Vorfahren bestmöglich zu schützen, indem auch die Jüngeren sich zurücknehmen. Dafür gibt es sinnvolle Regeln und Konzepte, die ich gerne bereit bin mitzugehen (Kontaktbeschränkungen, verbesserte Hygienemaßnahmen, besondere Schutzmaßnahmen im Umgang mit Älteren, Tübinger-Modell, etc.) Umgekehrt ist es aber genauso auch die Pflicht der Älteren, auf die Bedürfnisse der Jüngeren zu achten. Da aber der Anteil der Jüngeren immer weiter rückläufig ist, wird diese Seite einer funktionierenden Gesellschaft immer mehr zurückgedrängt.

Nachdem nun viele Schüler seit bald einem Jahr keine reguläre und durchgehende Bildung mehr hatten, insbesondere ganz junge Kinder in den Grundschulen kaum Sozialkompetenz lernen konnten, Jugendliche und junge Erwachsene nur schwierig sich selbst austesten konnten oder eine/n Parter/in finden konnten, uvm. ist es wahrscheinlich nicht verkehrt, von einer vergessenen Generation zu sprechen. Es wäre jetzt an der Politik dafür zu sorgen, dass es keine verlorene Generation wird.
 
flamesoldier schrieb:
carvster| schrieb:
... 100000 Dosen pro Woche will Bayern pro Woche bekommen, bei 7.5 Mio Leute welche allein in Bayern ca geimpft werden müssen um 60% Herdenimunisierung zu erreichen würde das 75 Wochen dauern im besten Fall ....
Es würde 150 Wochen dauern, da jeder 2 Dosen für einen vollständigen Impfschutz benötigt....
Es wird viel schneller gehen, da sich die Zahl der Dosen von Biontech erhöhen wird und dann ja auch noch die anderen Impfstoffe dazu kommen. Ende des Sommers wird man alle Impfwilligen durch haben, denke ich.
 
flamesoldier schrieb:
Wursti schrieb:
Um einmal von den wie gewohnt äußerst gehaltvollen Ausführungen des users albe-fr wegzukommen habe ich einmal eine Frage an die Fachkundigen:

Inwiefern beeinflusst die Impfung mittels RNA Vaccine die Verlässlichkeit des qPCR Tests?

Theoretisch müsste ja jeder qPCR Test auf das Spikeprotein auch anschlagen bei Personen, die frisch geimpft worden sind. Nur wird bei denen nicht die vom Virus stammende RNA sondern die RNA des Vaccines detektiert.
Habt ihr in die Richtung einmal etwas gelesen?

Theoretisch könnte man das vielleicht über eine alternative Codon Usage beim Impfstoff regeln, weiß aber nicht, ob dies auch getan worden ist.

Wieso sollte ein PCR Test auf die Impfung anschlagen? Der mRNA Impfstoff wird in den Muskel des Oberarms injiziert, der Abstrich wird im Nasen-Rachen-Bereich genommen. Damit der Abstrich positiv wird muss dort replikationsfähiges Virus gefunden werden, der Impfstoff kann sich aber nicht selbst vermehren und von der Einstichstelle zum Rachen wandern. Der wird lokal an der Einstichstelle bekämpft, deshalb gibts ja auch die Zweifel ob eine Infektion völlig verhindert wird durch die Impfung oder nur ein schwerer Verlauf.

Im Biontech-System wird die mRNA in LNPs (lipid nanoparticles) verpackt und intramuskulär injiziert.
Dort kommt es schnell zu einer Diffusion in den Blutkreislauf.

Mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit kommt es dann im ersten Schritt zur Aufnahme durch dendritische Zellen, wodurch die Immunantwort initiiert wird.

Nun ist es aber so, dass dendritische Zellen zu einem relativ hohen Prozentsatz im Pharynx (Rachen) lokalisiert sind.
Daher finde ich den Gedanken, dass dies potentiell mit einem Test nach Rachenabstrich interferieren könnte, nicht komplett abwegig.

Dies gilt meines Wissens nach nicht für das original von Drostens Gruppe publizierte Assaysetup, da dort auf Anwesenheit der RdRP-, E- und N-genes getestet wird.

Einige kommerzielle Anbieter wie beispielsweise ThermoFisher mit seinem TaqPath COVID-19 Test testen jedoch u.A. auf Anwesenheit des S genes. Mit eben genau der Sequenz, die über den mRNA-Wirkstoff vermittelt wird.

Ich bin mir natürlich relativ sicher, dass das bedacht worden ist, mich würde nur interessieren, wie genau. :wink:
 
Lauterbach hat gesagt, dass wir beim aktuellen Tempo bis Ende Q1 2021 gerade mal 5 Mio. Impfungen durchgeführt haben werden.
Sollte das so bleiben, kämen wir wohl kaum in 2021 einigermaßen aus dem Krisenmodus raus.

Eine erstrebenswerte Alternative zur zügigen Herdenimmunität durch Impfungen sehe ich nach dem gedanklichen durchspielen verschiedener Szenarien leider nicht.

Man wird deshalb um ein erhebliches Anziehen des Impftempos nicht herumkommen.

Sollte die Impfbereitschaft noch weiter sinken, wird die Diskussion um Privilegierung der Geimpften oder die Impfpflicht aufkommen. Beides sollte mE möglichst vermieden werden.
 
wmenn schrieb:
flamesoldier schrieb:
carvster| schrieb:
... 100000 Dosen pro Woche will Bayern pro Woche bekommen, bei 7.5 Mio Leute welche allein in Bayern ca geimpft werden müssen um 60% Herdenimunisierung zu erreichen würde das 75 Wochen dauern im besten Fall ....
Es würde 150 Wochen dauern, da jeder 2 Dosen für einen vollständigen Impfschutz benötigt....
Es wird viel schneller gehen, da sich die Zahl der Dosen von Biontech erhöhen wird und dann ja auch noch die anderen Impfstoffe dazu kommen. Ende des Sommers wird man alle Impfwilligen durch haben, denke ich.

Hinzu kommt der positive Effekt, dass auch Menschen, die zukünftig aus anderen Ländern einreisen teilweise schon geimpft sind und daher weniger Neuinfektionen entstehen. Und je wärmer die Jahreszeit desto stärker das Immunsystem. Ich wette dass es jetzt also nur noch bergauf geht, vorausgesetzt die Hersteller behalten recht, dass auch Virusmutationen ebenfalls mit der Spritze abgedeckt sind.
 
carvster| schrieb:
albe-fr schrieb:
carvster| schrieb:
Heuer im Sommer macht das mit Sicherheit keiner der Jungen mehr mit nicht Partys zum machen.

ich gehe davon aus, da wird aber kein Weg daran vorbei führen - oder glaubst Du ernsthaft an einen Sommer 2021 ohne massive Kontaktbeschränkungen?
Dann muss sich die Politik was anderes einfallen lassen, entweder ständige Antigentests oder Gurgel Tests für alle unter 30, ansonsten bricht nächstes Jahr das Chaos aus.

Zumal man auch den Amateursport Bereich, den Bereich der Jugendfeuerwehr und die Veranstaltungsbranche wieder hochfahren muss. Denn noch ein Jahr dort alles dicht, dann gibt's das alles nicht mehr.

Wenn die Altenheime durchgeimpft sind kann man zb die dort freiwerdenden Schnelltests dann für andere Bereiche nehmen.
 
christopher91 schrieb:
Zumal man auch den Amateursport Bereich, den Bereich der Jugendfeuerwehr und die Veranstaltungsbranche wieder hochfahren muss. Denn noch ein Jahr dort alles dicht, dann gibt's das alles nicht mehr.


und das wuerde vermutlich auch kaum jemandem auffallen - da haben wir derzeit wirkclih dringenderer Probleme.
 
3303 schrieb:
Man wird deshalb um ein erhebliches Anziehen des Impftempos nicht herumkommen.

sprichst du hier von Impfpflicht? da sehe ich ausserhalb der Streitkräfte wenig Möglichkeiten, die durch das Grundgesetz abgedeckt sind.

Ich gehe nicht davon aus, dass bis zur nächsten Skisasopn wir mehr als 45-55% geimpften Bevoelkerung haben. In meinem Umfeld liegt die Breitschaft sich impfen zu lassen irgendwo zwischen 10 und 20%, wobei viele sagen nach einem Jahr kann man ja nochmal sehen.
 
albe-fr schrieb:
christopher91 schrieb:
Zumal man auch den Amateursport Bereich, den Bereich der Jugendfeuerwehr und die Veranstaltungsbranche wieder hochfahren muss. Denn noch ein Jahr dort alles dicht, dann gibt's das alles nicht mehr.


und das wuerde vermutlich auch kaum jemandem auffallen - da haben wir derzeit wirkclih dringenderer Probleme.

Vielleicht für Erwachsene wie dich in Ordnung in meine Augen absolut nicht.
 
albe-fr schrieb:
christopher91 schrieb:
Zumal man auch den Amateursport Bereich, den Bereich der Jugendfeuerwehr und die Veranstaltungsbranche wieder hochfahren muss. Denn noch ein Jahr dort alles dicht, dann gibt's das alles nicht mehr.


und das wuerde vermutlich auch kaum jemandem auffallen - da haben wir derzeit wirkclih dringenderer Probleme.

Du verbreitest hier nur kompletten Humbug!

Ganz sicher würde das auffallen, denn die fehlende soziale Interaktion hat Auswirkungen auf die Entwicklung der Jugend und fehlende Bewegung langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit.
 
christopher91 schrieb:
Du verbreitest hier nur kompletten Humbug!
Beleidigungen sind in einer Diskussion immer toll - Du bist bestimmt total beliebt....

christopher91 schrieb:
Ganz sicher würde das auffallen, denn die fehlende soziale Interaktion hat Auswirkungen auf die Entwicklung der Jugend und fehlende Bewegung langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit.

ich habe zwei Kinder, beide leiden weder unter fehlender sozialer Interaktion noch unter Bewegungsmangel - der 12 jährige hat heute schon 1800 hm im Aufstieg und in der Abfahrt hinter sich :D
 
albe-fr schrieb:
christopher91 schrieb:
Du verbreitest hier nur kompletten Humbug!
Beleidigungen sind in einer Diskussion immer toll - Du bist bestimmt total beliebt....

christopher91 schrieb:
Ganz sicher würde das auffallen, denn die fehlende soziale Interaktion hat Auswirkungen auf die Entwicklung der Jugend und fehlende Bewegung langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit.

ich habe zwei Kinder, beide leiden weder unter fehlender sozialer Interaktion noch unter Bewegungsmangel - der 12 jährige hat heute schon 1800 hm im Aufstieg und in der Abfahrt hinter sich :D
Ein 12 jähriger ist wohl auch kaum so betroffen von den Maßnahmen wie die über 16. Oder ist es für einen 12 jährigen normal viele neue Kontakte auf Partys zu sammeln? Ich spreche nicht von Kindern sondern explizit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und diese treffen die Einschränkungen mit Abstand am schlimmsten.
 
Kann nicht mal jemand in Freiburg das Netz abstellen :rolleyes:
 
carvster| schrieb:
Ein 12 jähriger ist wohl auch kaum so betroffen von den Maßnahmen wie die über 16. Oder ist es für einen 12 jährigen normal viele neue Kontakte auf Partys zu sammeln?

vor 'nem Jahr war er zumindest noch jede Woche auf einer - das hat sich jetzt halt alles ins Netz verlegt - ich glaube nicht, dass die Kids darunter leiden. Ob die 16 jährigen damit ein Problem haben kann ich jetzt noch beurteilen.
 
wmenn schrieb:
flamesoldier schrieb:
carvster| schrieb:
... 100000 Dosen pro Woche will Bayern pro Woche bekommen, bei 7.5 Mio Leute welche allein in Bayern ca geimpft werden müssen um 60% Herdenimunisierung zu erreichen würde das 75 Wochen dauern im besten Fall ....
Es würde 150 Wochen dauern, da jeder 2 Dosen für einen vollständigen Impfschutz benötigt....
Es wird viel schneller gehen, da sich die Zahl der Dosen von Biontech erhöhen wird und dann ja auch noch die anderen Impfstoffe dazu kommen. Ende des Sommers wird man alle Impfwilligen durch haben, denke ich.

In der Realität wird es sicherlich schneller gehen, keine Frage. Ich wollte aber lediglich diese Milchmädchenrechnung richtigstellen.
Im Laufe des Frühjahrs werden einige Faktoren die Impfaktion wesentlich beschleunigen. Zunächst einmal wird sehr bald wohl der Moderna-Impfstoff auch bei uns die Zulassung erhalten, sodass zwei Impfstoffe zur Verfügung stehen. Weitere Hersteller sollen im Laufe von Q1 und Q2 folgen. Dazu wird die Produktion bei BioNTech und Moderna derzeit stark ausgeweitet. Der Mangel an Impfstoff wird sich meiner Prognose nach also wohl nur auf Q1 und Q2 beziehen, danach sollte mehr Impfstoff zur Verfügung stehen als Impfwillige. Und dann wird die Diskussion über Vorteile für Geimpfte oder eben Nachteile für nicht Geimpfte zwangsläufig folgen.
 
flamesoldier schrieb:
Und dann wird die Diskussion über Vorteile für Geimpfte oder eben Nachteile für nicht Geimpfte zwangsläufig folgen.

...und da hat sich Seehofer - immerhin unser Innenminister - heute ja dahingehend geäussert, dass man da auf keinen Fall hin will.
 
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