Coronavirus 2019-nCoV

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Und wenn dann enorm getestet wird, werden die Zahlen der positiv getesteten angezweifelt, weil ja so viele falsch-positiv sind. Überhaupt soll man ja auf die reinen Zahlen nicht so sehr achten, stimmt ja eh alles nicht. Nicht die Zahl der wirklich infektiösen Menschen, die Zahl der Intensivbetten, die Zahlen der Langzeitschäden....ich kann immer weniger Menschen ernst nehmen, weil alles nur für den eigenen Vorteil ausgelegt werden will.

Da beißt sich die Katze eher in den Schwanz, als das man auf einem für alle akzeptablen Nenner kommt :D
 
WackelPudding schrieb:
Man müsste in meinen Augen in Regionen, in denen eine zu definierende Größe überschritten wird, verpflichtende Massentests durchführen
Und da dreht sich doch die Argumentation bei vielen hier schon im Kreis! "Diese zu definierende Grenze ist doch willkürlich!! Soll mir mal einer sagen, warum die Grenze plus 1 so viel mehr Risiko bedeutet, wie die Grenze minus 1!! Die Krankenhäuser sind doch noch gar nicht voll!!11!!"

Auch bei verpflichtenden Massentest bräuchte man die Mithilfe der Bevölkerung. Aber genau die ist fraglich, wenn für jeden einzelnen als Ergebnis ja dabei rauskommen könnte, dass er dadurch in Quarantäne müsste oder in seiner persönlichen Handlungsfreiheit eingeschränkt wird.
Es haben alleine schon im Forum genug Leute erklärt, dass ihr Mittragen von Maßnahmen ausschließlich an eigenen persönlichen Vor- und Nachteile gekoppelt ist und nicht daran, was man sinnvoll wäre, um die Epidemie in den Griff zu bekommen.
Das ist das große Problem beim Aufstellen der Maßnahmen!
 
Derzeit könnte einem nix besseres passieren als ne unentdeckte Corona Infektion ohne Symptome, die dann per PCR auch verifiziert wird...
Glaub es macht nen Riesenunterschied ob man es tatsächlich hat oder ob man bloß Kontaktperson ist, es wahrscheinlich nicht hat und deswegen in Quarantäne muss und nicht mal die Chance bekommt es überprüfen zu lassen.

Warum hier nicht viel mehr getestet wird verstehe ich auch nicht...
 
Jan Tenner schrieb:
WackelPudding schrieb:
Man müsste in meinen Augen in Regionen, in denen eine zu definierende Größe überschritten wird, verpflichtende Massentests durchführen
Und da dreht sich doch die Argumentation bei vielen hier schon im Kreis! "Diese zu definierende Grenze ist doch willkürlich!! Soll mir mal einer sagen, warum die Grenze plus 1 so viel mehr Risiko bedeutet, wie die Grenze minus 1!! Die Krankenhäuser sind doch noch gar nicht voll!!11!!"

Auch bei verpflichtenden Massentest bräuchte man die Mithilfe der Bevölkerung. Aber genau die ist fraglich, wenn für jeden einzelnen als Ergebnis ja dabei rauskommen könnte, dass er dadurch in Quarantäne müsste oder in seiner persönlichen Handlungsfreiheit eingeschränkt wird.
Es haben alleine schon im Forum genug Leute erklärt, dass ihr Mittragen von Maßnahmen ausschließlich an eigenen persönlichen Vor- und Nachteile gekoppelt ist und nicht daran, was man sinnvoll wäre, um die Epidemie in den Griff zu bekommen.
Das ist das große Problem beim Aufstellen der Maßnahmen!

Man kann sicher trefflich streiten, welche Grenze das sein soll - keine Frage. Ich halte die Neuinfizierten/100.000/7d ja auch nicht für alleine aussagekräftig - in diesem Fall ist das aber doch erst einmal egal.
Wenn man hier aber verbindliche Regeln aufstellt, wäre das ja schonmal ein Fortschritt gegenüber dem Status Quo, bei dem es ja durchaus vorkommt, das man bei steigenden Inzidenzen, die man in der Öffentlichkeit ja fast ausschließlich betrachtet, lockert und bei fallenden Inzidenzen, so wie jetzt, verschärfen will. Ich halte es da nicht für verwunderlich, dass einige Menschen nicht mehr durchsteigen und in Folge dessen die Maßnahmen in Gänze in Frage stellen.
Deadlines sind aber ja grundsätzlich in unserer Gesellschaft keine völlige Unbekannte. Ich denke, wir kämen damit schon klar ;-)
Der springende Punkt wäre doch vielmehr, dass die Grenzen, an Hand derer gehandelt wird, nachvollziehbar sein müssen und da hilft es schon mal, wenn man weiß, dass bei Wert X, Y passiert.

Die Notwendigkeit der Mithilfe der Bevölkerung bei verpflichtenden Tests ist aber bei weitem nicht so groß, wie bei freiwilligen Tests ;-)
Man könnte und sollte es ja eher auch so verkaufen: "Wenn du zum Test kommst, hast du eine große Wahrscheinlichkeit, einen negativen Test zu erhalten. Wenn du gar nicht kommst, wird angenommen, dass du Corona-positiv bist und entsprechend in Quarantäne musst".

Es ist sicherlich ein Problem, dass viele Menschen die Maßnahmen nur nach ihren persönlichen Vor- und Nachteilen bewerten. Ich halte dies aber für eine Folge der chaotischen Kommunikationspolitik, weswegen die Akzeptanz der Maßnahmen, auch aus Egoismus, nicht mehr die Gleiche ist, wie wir diese im Frühjahr hatten. Diese Entwicklung jetzt aufzuhalten ist wahnsinnig schwierig und ich sehe gerade keine Tendenzen, dass die Politiker dies aktuell maßgeblich versuchen würden.
Es gab, gibt und wird sicherlich immer gute Konzepte geben, die Corona-Situation zu verbessern - die tatsächliche Umsetzbarkeit aufgrund der Akzeptanz in der Bevölkerung in Folge des unpopulären und wohl wenig wirksamen Dauerlockdowns wird aber tendenziell in meinen Augen immer schwieriger. Massentests könnten da in meinen Augen ein tragbarer Kompromiss zwischen Mitwirkung eines jeden Einzelnen und langsamer Wiederherstellung der Normalität sein.
 
Wennschon Massenstests in einem Landkreis, dann sollte man aber gleich alle negativen schleunigst impfen!! So würde man den Impfstoff auch dort einsetzen, wo er wirklich gebraucht wird und ein weiterer Ausbruch verhindert werden kann.
Landkreis X hat sehr hohe Inzidenz -> alle werden getestet -> alle negativen gleich darauf geimpft. Meines Wissens werden aktuell keine positiven Leute geimpft, darum diese Unterscheidung. Könnte man ohne Nebenwirkungen auch positive Leute impfen, so müsste man natürlich gleich den Landkreis oder das Dorf oder so durchimpfen... den nötigen Impfstoff natürlich vorausgesetzt.
 
WackelPudding schrieb:
Ich halte dies aber für eine Folge der chaotischen Kommunikationspolitik, weswegen die Akzeptanz der Maßnahmen, auch aus Egoismus, nicht mehr die Gleiche ist, wie wir diese im Frühjahr hatten.
Absolut richtig. Im Frühjahr war ja noch der Bonus der Unbekanntheit der Situation dabei. Sowas gab es vorher noch nicht also verzeiht man der Politik auch mehr Fehler. Mittlerweile ist der Tenor groß dass die Politik den Sommer verpennt hat. Und va Versprechen die nach dem ersten Lockdown gegeben wurden jetzt wieder übergangen werden. Außerdem fehlt das sichtbare Verzicht-zu Nutzen-Verhältnis. All das zusammen mit den wirklich teilweise unlogischen Beschlüssen die fast alle 3 Tage rausgehauen werden kostet Akzeptanz und regt Widerstand, ich sehe klar die Gefahr dass die Maßnahmen irgendwann niedergeschlagen werden und das Ergebnis davon sehr unschön wird.
 
Das mit der verfehlten/ schlechten/ oder sogar nicht stattgefundenen Kommunikationspolitik sehe ich auch.
Auf der anderen Seite war es möglich, sich durch eigene initiative zu informieren. Damit will ich die berechtigte Kritik keinesfalls schmälern, nicht falsch verstehen.

So gesehen kommt mir das Verhalten mancher mündiger und intelligenter Zeitgenossen etwa so vor:

„Niemand hat mir das mit der roten Ampel erklärt, denen zeig ich’s aber!“ - sprach es und sprang vor den Bus...

Keine Alternative. Auch nicht für Deutschland.
:wink:


Edit:
Im Sommer wäre der Politik KEINE SAU GEFOLGT!
Ist ja selbst jetzt zunehmend so (und wird hier bejubelt)

Aber ja, ich hätte mir gewünscht, da wäre mehr und bessere Führung erfolgt, oder wenigstens der Versuch.
 
Pancho schrieb:
So gesehen kommt mir das Verhalten mancher mündiger und intelligenter Zeitgenossen etwa so vor:

„Niemand hat mir das mit der roten Ampel erklärt, denen zeig ich’s aber!“ - sprach es und sprang vor den Bus...
Wenn schon drastische Vergleiche dann müsste es so sein:

"Ich hab grün, was schert mich der abgelenkte oder blinde Fußgänger der da über die Straße geht"

das Nutzen-Verzichts-Verhältnis gefällt mir gut, vielleicht kann man da ne Kennzahl draus bilden ;)
Was auch noch wichtig wäre das Verzichts-"Nicht" getroffene Maßnahmen"-Verhältnis wie Tests an Pflegeheimen, Massentests/freiwillige Tests.
 
Pancho schrieb:
Im Sommer wäre der Politik KEINE SAU GEFOLGT!

Das glaube ich nicht Mal. Im Sommer war ja eigentlich die Zeit, um entsprechende Konzepte zu entwerfen.
Leider ist dies nicht in dem Maße geschehen, wie das notwendig war. Weder wurde ein "Fahrplan" sichtbar, anhand dessen für die Bevölkerung klar war, was wann passieren könnte, also eben ab Wert X passiert Y, noch wurde eine Langfriststrategie oder ein Frühwarnsystem entworfen. Dies hätte uns jetzt insoweit helfen können, als dass allen klar gewesen wäre, welche Einschränkungen oder Lockerungen wann passieren und ich glaube auch, dass dies bei der Bevölkerung grundsätzlich für Verständnis gesorgt hätte. Zu diesem Zeitpunkt hätte man das sicherlich einfacher und besser kommunizieren können, als jetzt, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Im Sommer wäre daher in Meinen Augen eine solche koordinierte Vorgehensweise sicherlich noch tragbar gewesen, wie z.B. das Festlegen von Grenzwerten für Massentests oder was auch immer.

Da man dies aber versäumt hat und dementsprechend von Seiten der Politik im Herbst im Blindflug reagiert hat und dabei leider auch Regeln erlassen hat, die für den Bürger nicht nachvollziehbar waren, wird es eben jetzt immer schwieriger die Kontrolle zurück zu erlangen. Viele Bürger - vielleicht nicht die Mehrheit, aber eben doch "viele" - möchten nicht mehr folgen, weil für sie der Sinn nicht mehr erkennbar ist.

Pancho schrieb:
Auf der anderen Seite war es möglich, sich durch eigene initiative zu informieren. Damit will ich die berechtigte Kritik keinesfalls schmälern, nicht falsch verstehen.

Absolut richtig. Jeder konnte sich immer frei informieren.
Damit Eigeninitiative aber auch bei einem großen Teil der Bevölkerung funktioniert ist es aber in meinen Augen unerlässlich, dass die Bürger auch verständlich, umfassend und neutral, aber auch aktiv, informiert werden. Nur wenn für Jeden die Informationen verständlich zugänglich sind, kann sich jeder auch für sich seine eigene Meinung bilden.
Ich denke nicht, dass wir hier im Forum ein grundsätzliches Verständnisproblem mit den Verlautbarungen der Regierung oder des RKI, etc. haben, aber es gibt eben große Bevölkerungsschichten, die sich mit der Sprache und den Fachbegriffen sehr schwer tun. Passive Informationen, die der Bürger selbst abrufen muss, kommen bei diesen Gruppen eben nur sehr schlecht an - stattdessen besteht dann die Gefahr, dass diese Gruppen Aussagen egal welchen "Lagers" ungefiltert nachplappern und keinen eigenen Hirnschmalz mehr investieren.

Edit:
Mit "Sommer" im ersten Abschnitt meine ich die Zeit ca. im Juni nach dem ersten Lockdown.
Später im Sommer mag die Aussage dann schon weniger zutreffend sein ;-)
 
molotov schrieb:
Wenn schon drastische Vergleiche dann müsste es so sein:

"Ich hab grün, was schert mich der abgelenkte oder blinde Fußgänger der da über die Straße geht"

das Nutzen-Verzichts-Verhältnis gefällt mir gut, vielleicht kann man da ne Kennzahl draus bilden ;)
Was auch noch wichtig wäre das Verzichts-"Nicht" getroffene Maßnahmen"-Verhältnis wie Tests an Pflegeheimen, Massentests/freiwillige Tests.
Berechtigte Punkte, dein Vergleich gefällt mir.
 
Pancho schrieb:
molotov schrieb:
Wenn schon drastische Vergleiche dann müsste es so sein:

"Ich hab grün, was schert mich der abgelenkte oder blinde Fußgänger der da über die Straße geht"

das Nutzen-Verzichts-Verhältnis gefällt mir gut, vielleicht kann man da ne Kennzahl draus bilden ;)
Was auch noch wichtig wäre das Verzichts-"Nicht" getroffene Maßnahmen"-Verhältnis wie Tests an Pflegeheimen, Massentests/freiwillige Tests.
Berechtigte Punkte, dein Vergleich gefällt mir.

Gute oder schlechte Neuigkeiten?
SPIEGEL schrieb:
Studie: Jeder Achte in England hat Infektion durchgemacht
14.31 Uhr: Einer Antikörper-Studie der britischen Statistikbehörde zufolge haben bis Dezember rund zwölf Prozent der Menschen in England eine Coronavirus-Infektion durchgemacht. Das entspricht ungefähr jedem Achten. Im November hatte die Rate noch bei knapp neun Prozent gelegen. Allerdings haben Analysen gezeigt, dass die Menge an Antikörpern nach einer Infektion rasch schwinden kann – der tatsächliche Wert könnte deshalb höher liegen. Analysiert werden für die Auswertung Proben Tausender Menschen ab 16 Jahren aus Privathaushalten. In Pflege- und Altenheimen betreute Menschen sind nicht in die Studie einbezogen.
WEnn bis Mitte Februar auch die Ü70 und gesamt 15 Mio. Menschen geimpft sind könnten Sie an die 40% rankommen und damit schon ne sehr viel langsamere Ausbreitung haben. Zudem kaum noch Betroffene aus der Risikogruppe.

EDIT: Wenn man annimmt dass Immune wieder reisen dürfen, keine gute Nachrichten für Mallorca und Co ;)
 
Spezialwidde schrieb:
Da hab ich mal was wirklich informatives gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=44I1ywJJqHc

Ich hab’s ja wirklich ernsthaft versucht mit den kenFMs, den Einblicken von Tichy, bin sogar wetterstein-Links gefolgt Jedes Mal wieder. Ich denke mir, komm vergiss deine Vorbehalte, lass mal fünf gerade sein. Ehrlich.

So auch jetzt.

Schon im Standbild die Überschrift erzählt mir etwas von Zwangsisolation, Tatsächlich kenne ich diese Geschichte, der Mann wurde an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit versetzt. Haben die da Isolationszellen?

Nicht falsch verstehen, die Sache erscheint schon seltsam. Diese Meinung habe ich mir schon längst gebildet und zwar nach Lektüre eines ausgewogenen Artikels, der beide Seiten zu Wort kommen lässt, und ohne Isolationszellen auskommt.

Übrigens hab ich den in den bösen Maimstreammedien gefunden, und den fand ich auch interessant.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/versetzter-gesundheitsamts-chef-kritisiert-staatsregierung,SFYyuwS
 
Pancho schrieb:
Spezialwidde schrieb:
Da hab ich mal was wirklich informatives gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=44I1ywJJqHc

Ich hab’s ja wirklich ernsthaft versucht mit den kenFMs, den Einblicken von Tichy, bin sogar wetterstein-Links gefolgt Jedes Mal wieder. Ich denke mir, komm vergiss deine Vorbehalte, lass mal fünf gerade sein. Ehrlich.

So auch jetzt.

Schon im Standbild die Überschrift erzählt mir etwas von Zwangsisolation, Tatsächlich kenne ich diese Geschichte, der Mann wurde an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit versetzt. Haben die da Isolationszellen?

Nicht falsch verstehen, die Sache erscheint schon seltsam. Diese Meinung habe ich mir schon längst gebildet und zwar nach Lektüre eines ausgewogenen Artikels, der beide Seiten zu Wort kommen lässt, und ohne Isolationszellen auskommt.

Übrigens hab ich den in den bösen Maimstreammedien gefunden, und den fand ich auch interessant.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/versetzter-gesundheitsamts-chef-kritisiert-staatsregierung,SFYyuwS

Muss zugeben, dass es mir hier gleich wie dir geht, habe bei der Überschrift eine Art zweiter Gustl Mollath erwartet. Ja ich finde auch so das Vorgehen durchschaubar, aber ne Zwangsisolation ist es Gott sei Dank nicht.
 
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