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Coronavirus 2019-nCoV

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maba04 schrieb:
Che schrieb:
Ein Bekannter von mir, 31 Jahre jung, liegt nun übrigens die 2. Woche in Folge komplett flach. Er wurde 2 Mal negativ getestet, der Antikörpertest war nun positiv.
Was soll man dazu noch sagen? Die Frage ist ja, ob diese beiden Test schon nach überstandener Infektion genommen wurden oder ob einfach nur schlecht getestet worden ist :?:
Nein, beide negativen Tests wurden durchgeführt, als er bereits flach lag und wie geschrieben, das ist noch immer der Fall. Sprich alle 3 Tests wurden durchgeführt in einer Zeit, in der er starke Symptome hatte/hat.
 
Che schrieb:
Nein, beide negativen Tests wurden durchgeführt, als er bereits flach lag und wie geschrieben, das ist noch immer der Fall. Sprich alle 3 Tests wurden durchgeführt in einer Zeit, in der er starke Symptome hatte/hat.
Ok, danke. Dann sollte man sich aber ernsthaft darüber Gedanken machen, inwiefern die Tests zuverlässig sind bzw. was es für eine Fehlerquote gibt. Dazu hat man bisher nichts gehört...
 
maba04 schrieb:
Ok, danke. Dann sollte man sich aber ernsthaft darüber Gedanken machen, inwiefern die Tests zuverlässig sind bzw. was es für eine Fehlerquote gibt. Dazu hat man bisher nichts gehört...

Ich meine der Virologe für alle Fälle, Professor Drosten hat mal recht eindringlich geschildert, dass das Abstrichnehmen nicht immer so einfach ist und man schon sehr tief rein müsse. Wenn der "Abstreicher" nen schlechten Tag hat (oder will dass sein Landkreis gut dasteht?) wird das schief gehen.

Hat mir auch ein Kollege bestätigt, der getestet wurde (negativ), dass der Abstrich mitnichten hinter dem Gaumensegel gemacht wurde.
 
maba04 schrieb:
Che schrieb:
Nein, beide negativen Tests wurden durchgeführt, als er bereits flach lag und wie geschrieben, das ist noch immer der Fall. Sprich alle 3 Tests wurden durchgeführt in einer Zeit, in der er starke Symptome hatte/hat.
Ok, danke. Dann sollte man sich aber ernsthaft darüber Gedanken machen, inwiefern die Tests zuverlässig sind bzw. was es für eine Fehlerquote gibt. Dazu hat man bisher nichts gehört...
Ich bin zwar bis dato nur stiller Mitleser gewesen, aber hier muß ich mal kurz etwas posten, weil ich mich mit diesem Thema Antikörpertestung beruflich schon einige Zeit auseinandersetze: Es sind auch Kreuzreaktivitäten u.a. gegen andere Betacoronaviren wie OC-43 und SARS-CoV-1 beschrieben. Die Testhersteller geben die Spezifität für den IgG-Nachweis mit 98,5%, für den IgA-Nachweis mit 92,5% an. Außerdem zeigt der IgA-Test 12,7% positive Ergebnisse in einem Blutspenderkollektiv, das vor der Pandemie gesammelt worden ist. Also viele Fehlerquellen. Hier wird es jetzt stark statistisch, wenn man jetzt noch den positiven und negativen Vorhersagewert hinzunimmt. Also momentan lohnt ein Antikörpertest nur, wenn man bereits PCR durchgeführt hat, und dann aktuell auch eher aus epidemiologischer Sicht. Aber ich bin kein Epidemiologe sondern Praktiker...
Und bitte unterscheidet zwischen dem PCR-Test und dem Antikörpertest!
 
Damit meinst du aber die Schnelltests? Oder Elisa im Labor? Weil da sollten sich die Werte doch stark unterscheiden.
 
Ergänzend aus AT:
Seit der Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen am gestrigen Dienstag gibt es für das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel keine Einschränkungen mehr. Der Passus, wonach zum Gang ins Freie (der nicht bestimmten Zwecken dient) auf die Fahrten verzichtet werden muss, wurde ersatzlos gestrichen. Vorgeschrieben ist freilich für jegliche Benutzung das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.
D.h. man dürfte wieder mit dem Bus auf den Berg fahren und mit den Skiern runter. Sölden ist noch in Quarantäne, also fällt Hochgurgl aus (falls die Talabfahrt noch geht). Bliebe Kaunertaler, falls Straße bis rauf offen und Bus verkehrt. Gibts sonst noch was passendes in AT, ggf. auch ohne offizielle Abfahrt?

Und noch was aus der heutigen PK:
Ein Problem seien hier aber eher die Reisebeschränkungen. Ausnahmegenehmigungen seien möglich, aber es seien prinzipiell dann doch Quarantäne oder Gesundheitstests nötig.

Wenn man in Österreich den positiven Trend fortsetzen wolle, dürfe man nicht riskieren, sich wieder neue Infektionsketten ins Land zu holen. Sonst habe man keine Chance, das Virus nachhaltig einzudämmen.
d.h. alternativ zu einem Impfstoff oder 2-wöchigen Quarantänen in Heimat- und Urlaubsland könnte es in (hoffentlich naher) Zukunft auch Schnelltests an den Grenzen für den Urlaubs/Reiseverkehr geben. Vmtl. müsste man dann vielleicht 50-100 € zahlen, was einige Leute vom Grenzübertritt abhalten würde, aber vmtl. wirds trotzdem lange Schlangen geben. Trotzdem natürlich besser als wenn das mit den Quarantäne-Maßnahmen bis zu einem Impfstoff andauern würde.
 
Diese statistischen Daten kommen sogar aus meinem Labor. Schnelltests werden von vielen Fachverbänden noch abgelehnt. Soweit ich den Überblick habe, erfassen die Schnelltests größtenteils nach nur die IgG- und IgM-Antikörper, aber nicht die IgA-Antikörper. PCR-Abstriche scheinen noch das Maß aller Dinge zu sein, aber natürlich müssen die Proben auch korrekt entnommen werden.

Und hier noch ein paar, so finde ich, gute Aussagen zu den Schnelltests:
https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/gesundheit/corona-antikoerper-test-durchseuchung-immun100.html

Gefährlich sind die falsch Positiven. Diese fühlen sich dann zu sicher...
Ich habe selbst einmal einen Schnelltest vor 1 Woche ausprobiert - schnelles Ergebnis nach 10 Minuten (war negativ) - heißt aber eigentlich nichts, weil ich immer noch mit genügend potentiellen Überträgern täglich zu tun habe.
 
wetterstein schrieb:
Erstaunlich: Der Mainstream verteidigt Trump:
Corona-Verantwortung der WHO: Trump hat ausnahmsweise recht
Trumps Wutrede gegen die WHO ist stillos, hat aber einen wichtigen Kern: Die mutmaßliche Corona-Kungelei der Weltgesundheitsorganisation mit Peking muss dringend aufgeklärt werden.


Sollten in der WHO Erkenntnisse von Ärzten aus Taiwan tatsächlich aus politischen Gründen unter den Tisch gekehrt worden sein – dann ist aller Druck aus Washington gerechtfertigt, um diesen Skandal aufzuklären.
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-corona-verantwortung-der-who-trump-hat-ausnahmsweise-recht/25741310.html?ticket=ST-5197125-dMxeFatOqpyZufhFaqv0-ap1

Richtig. Aber das ist kein Thema mit Corona. Sondern allgemein muß auch der Konflikt China-Taiwan international beendet werden. Und Taiwan in alle internationalen Organisationen aufgenommen werden - zumindest solange es als selbständiger Staat besteht. Die WHO hat alle Indizien von einem Seuchenausbruch in China ignoeriert. Und streichelt seitdem die China bei der Selbstbeweihreucherung als oberste Seuchenbekämpfer.

Die aktuelle Situation ist ein Konstrukt, was nur durch egoistisches Vertuschen und Lügen überhaupt so groß werden konnte! China, WHO, Ischgl, Trump. Dagegen hätte Zusammenarbeit, Kooperation und Verantwortung wesentlich mehr gegen den Virus getan, als jeglicher Lock-Down.

https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/politik/coronavirus-in-wuhan-chronik-der-vertuschung-e418140/
 
Wie komplex sind Schnell-Serologie-Tests herzustellen und welche Zuverlässigkeit kann man erwarten?

Wäre interessant was über die notwendigen Infrastrukturen für die Massenproduktion solcher Kits zu erfahren, insbes. da es um sehr grosse Mengen geht.


Hier noch was zum Hydroxychloroquin, in Frankreich ist eine riesen Debatte um dessen Einsatz ausgebrochen, anderswo wird glaub nicht so heftig darüber gestritten:
https://www.sermo.com/
und insbes.
https://techstartups.com/2020/04/02/hydroxychloroquine-is-the-most-effective-therapy-for-coronavirus-treatment-a-global-survey-of-over-6000-doctors-shows/
Leider fehlen jedoch Rohdaten. Stelle es mal rein informativ hier rein, kann mich dazu nicht näher äussern.

Hier noch ein Video von Pr. Dr. Didier Raoult in dem er erwähnt, dass er ein natürliches Saisonales Verschwinden des Viruses vermutet (übrigens empfängt er als Arzt weiterhin Patienten einen Tag pro Woche, um den direkten Kontakt nicht zu verlieren):

Coronavirus : Recul de l'épidémie à Marseille
IHU Méditerranée-Infection 2020-04-14
https://www.youtube.com/watch?v=5gMj6r9t-F4


Zu den gebastelten Atemschutzmasken kann man kaum was repräsentatives sagen, die Typenvielfalt ist derart gross, dass die Eigenschaften zu stark variieren. Zudem muss das Riskiko infolge nicht fachgerechten Einsatzes berücksichtigt werden.
Mein persönliches Fazit wäre, dass es u.U. besser als nicht sein kann, dass jedoch Fehler bei der Anwendung (insbes. auch. bei wiederverwendbaren waschbaren Textil-Ausführungen) in gewissen Fällen letztendlich zu einer Erhöhung des Infektionsrisikos führen.
Hier als rein persönliche Einschätzung, die lediglich auf Beobachtungen des Verhaltens ungeübter PSA-Anwendern beruht.

Nach wie vor befürworte ich eine erhöhte soziale Distanzierung (nebst der selbstverständlichen Hygienemassnahmen), die je nach Land unterschiedlichen offiziellen Emptehlungen berücksichtigen m.E. zuwenig Sicherheitsmarge.
Der Einsatz von PSA ist sinnvoll sofern sie anforderungsgerecht eingesetzt wird, inkl. Wahl der richtigen PSA, diese ist von den jeweiligen Einsatzbedinugungen abhängig (z.B. intubieren oder einfach spazieren gehen).
 
starli schrieb:
Ergänzend aus AT:
Seit der Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen am gestrigen Dienstag gibt es für das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel keine Einschränkungen mehr. Der Passus, wonach zum Gang ins Freie (der nicht bestimmten Zwecken dient) auf die Fahrten verzichtet werden muss, wurde ersatzlos gestrichen. Vorgeschrieben ist freilich für jegliche Benutzung das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.
D.h. man dürfte wieder mit dem Bus auf den Berg fahren und mit den Skiern runter. Sölden ist noch in Quarantäne, also fällt Hochgurgl aus (falls die Talabfahrt noch geht). Bliebe Kaunertaler, falls Straße bis rauf offen und Bus verkehrt. Gibts sonst noch was passendes in AT, ggf. auch ohne offizielle Abfahrt?

Und noch was aus der heutigen PK:
Ein Problem seien hier aber eher die Reisebeschränkungen. Ausnahmegenehmigungen seien möglich, aber es seien prinzipiell dann doch Quarantäne oder Gesundheitstests nötig.

Wenn man in Österreich den positiven Trend fortsetzen wolle, dürfe man nicht riskieren, sich wieder neue Infektionsketten ins Land zu holen. Sonst habe man keine Chance, das Virus nachhaltig einzudämmen.
d.h. alternativ zu einem Impfstoff oder 2-wöchigen Quarantänen in Heimat- und Urlaubsland könnte es in (hoffentlich naher) Zukunft auch Schnelltests an den Grenzen für den Urlaubs/Reiseverkehr geben. Vmtl. müsste man dann vielleicht 50-100 € zahlen, was einige Leute vom Grenzübertritt abhalten würde, aber vmtl. wirds trotzdem lange Schlangen geben. Trotzdem natürlich besser als wenn das mit den Quarantäne-Maßnahmen bis zu einem Impfstoff andauern würde.

Verstehe den Sinn der Grenzsperren eh nicht so ganz. Wenn sich ein wenig betroffenes Land gegen ein stärker betroffenes abschirmt (so zB Mecklenburg-Vorpommern), OK. Aber mittlerweile sind doch die Länder weitgehend ähnlich betroffen (Ausnahme sicherlich immer noch Norditalien). Zumindest DE/AT/CH sollten doch etwa gleich betroffen sein und fahren auch zu ähnlichen Zeiten wieder hoch (AT als Vorreiter).

Geht es um die Nachvollziehung von Infektionsketten? Den Punkt verstehe ich, aber das sollte doch grenzüberschreitend organisierbar sein. Wenn eine Kette von Tirol nach Vorarlberg wandert müssen sich die Behörden auch lokal abstimmen. Das muss auch gehen wenn was nach Bayern reinschwappt. Eventl. könnte man auch die Apps, wenn es die gibt, verschalten oder gleich EU-weit aufsetzen.
Die Kommunikation Island-Tirol lief zwar nicht so gut, aber da lag das Problem ja beim Empfänger in Tirol bzw. lokal im Paznaun ;)
 
Tag 36

Hui, ist hier viel Information drin, da werde ich ja den ganzen Nachmittag brauchen um das alles mal zu lesen. Aber, nach einem kleinen Überflug über all diese Beiträge eine kleine Bitte an die Fachleute: Könntet ihr vielleicht bitte all diese wunderschönen Abkürzungen, die ihr all aus dem FF versteht einmal kurz ausschreiben? Macht das für interessierte Laien im Verständnis viel leichter. :dankeschoen:

Heute sind wir mal, nach dem es ja wieder Erlaubt ist, gute drei Stunden durch den Wald spaziert. Tat echt gut, ich merke das aber trotzdem, das ich die letzen vier Wochen ein Stubenhocker war.

Und kaum sind Lockerungen da, ist der Verkehr wieder auf der Strasse explodiert. Warum muss das so laut sein? Ja, alles wieder beim Alten.

Und sonst? Nix weiter, wie immer
 
maba04 schrieb:
Che schrieb:
Nein, beide negativen Tests wurden durchgeführt, als er bereits flach lag und wie geschrieben, das ist noch immer der Fall. Sprich alle 3 Tests wurden durchgeführt in einer Zeit, in der er starke Symptome hatte/hat.
Ok, danke. Dann sollte man sich aber ernsthaft darüber Gedanken machen, inwiefern die Tests zuverlässig sind bzw. was es für eine Fehlerquote gibt. Dazu hat man bisher nichts gehört...

Davon hab ich so vor geschätzt 100 Seiten mal berichtet. Um das Virus nachweisen zu können, muss in der Probe auch Virus sein. Bei gewissen Patienten ist im Rachen kein Virus nachweisbar, wieso auch immer (vielleicht liegt’s an Zeitpunkt der Probeentnahme oder der Infekt hat bei diesen Patienten nicht im Nasenrachenraum begonnen). Haben sie aber im CT eine Lungenentzündung, dann ist es sehr wahrscheinlich dass man das Virus in einer BAL (bronchoalveoläre Lavage) nachweisen kann.
 
Tobi-DE schrieb:
Hat mir auch ein Kollege bestätigt, der getestet wurde (negativ), dass der Abstrich mitnichten hinter dem Gaumensegel gemacht wurde.

Wir machen nur Abstriche durch die Nase. Und man muss die Bürste bis zum Anschlag stossen. Wenn einem der Patient anschliessend noch mag, hat man es nicht gut genug gemacht :wink:

Aber wie gesagt glaube ich nicht dass es immer an der Abstrichtechnik liegt. Ich denke es gibt auch einfach Fälle, in den es kein Virus gibt an dieser Stelle. Diese Patienten haben dann vermutlich auch eher Husten und Fieber und nicht Halsschmerzen.
 
Tobi-DE schrieb:
Julian96 schrieb:
(...)
Das ganze bei einer aktuell in Deutschland unter 2% liegenden Letalität (wenn man von einer gewissen Dunkelziffer ausgeht).
(...)

Man, bei so einer miesen Quote würde keiner in ein Flugzeug steigen! Am Zielflughafen warten schon mal die Leichenwagen und ein paar Passagiere werden es halt nicht bis ins Hotel / das Meeting schaffen?

Bentze einfach mal einen Taschenrechner und versuche diese Zahl mit den Einwohnern Deines Landes und der für Herdenimmunität nötigen Quote zu kombinieren - ist die Zahl der Toten akzeptabel? Sicher nicht. Da muss mindestens noch eine Zehnerpotenz rein, damit man einfach so weitermachen kann.

Du hast offensichtlich überhaupt nicht verstanden worauf ich hinaus wollte :!: Es geht hier absolut gar nicht um den immernoch hanebüchenen Vergleich zur normalen Grippe oder darum, dass 2% wenig wären :!:
Ich bin nicht blöd, 2% aller Deutschen wären knapp 2 Millionen Tote...natürlich ist das inakzeptabel.

Mir ging es eher um folgendes:
Wann und ob wir den Impfstoff tatsächlich haben ist nicht absehbar. Die aktuellen Maßnahmen sind maximal über Wochen bis wenige Monate haltbar und dann :?: Dann hatten wir 2 Monate fast leere Krankenhäuser und wenig infizierte, das ist gut, aber was passiert dann :?: Wir haben dann immernoch keinen Impfstoff, die Leute wollen sich dann aber vielleicht überhaupt nicht mehr an die Maßnahmen halten...die Selbstmordrate könnte steigen, Gewaltverbrechen generell zunehmen, Massenarbeitslosigkeit etc.

Angenommen wir hätten in einem Jahr den Impfstoff, halten die aktuellen Maßnahmen aber nur noch 2 Monate durch, was passiert dann in den restlichen 10 Monaten :?:
Kann es nicht möglich sein, dass wir weniger strenge Maßnahmen die zwar zunächst zu mehr Toten führen können, durchhalten können, bis wir den Impfstoff haben und wir dann am Ende besser wegkommen :?:
Wenn wir ein Jahr mit z.B. 5000-10000 neuen Fällen pro Tag rechnen, sollten wir das in den Krankenhäusern stemmen können. Dann wären wir im schlimmsten Fall bei 3,5 mio. Infizierten und 70000 Toten...das wäre furchtbar.
Aber was käme dabei raus, wenn wir nur zwei Monate durchhalten und dann 10 Monate gar nichts mehr geht. Dann sterben in diesen 10 Monaten vielleicht deutlich mehr als 70000, vielleicht davon die Hälfte durch Verbrechen oder Selbstmorde.

Ich sage ja, ich will das nicht entscheiden, aber ein wirkliches Ziel das man aktuell verfolgen möchte sehe ich nicht. Und damit meine ich nicht, wir wollen möglichst wenig Tote, das ist ja wohl eh klar.
Man sieht doch, dass der Unmut langsam aber sicher jetzt schon größer wird und es ist quasi noch keine Zeit vergangen. Wenn sich das nach einigen Wochen schon so langsam ankündigt, wo stehen wir dann im fünfachen der zeit?
Die ursprünglichen 90% Zustimmung zu den aktuellen Maßnahmen sind inzwischen auch schon auf nur noch 80% gesunken...in ein paar Tagen.
 
wetterstein schrieb:
Erstaunlich: Der Mainstream verteidigt Trump:
Corona-Verantwortung der WHO: Trump hat ausnahmsweise recht
Trumps Wutrede gegen die WHO ist stillos, hat aber einen wichtigen Kern: Die mutmaßliche Corona-Kungelei der Weltgesundheitsorganisation mit Peking muss dringend aufgeklärt werden.


Sollten in der WHO Erkenntnisse von Ärzten aus Taiwan tatsächlich aus politischen Gründen unter den Tisch gekehrt worden sein – dann ist aller Druck aus Washington gerechtfertigt, um diesen Skandal aufzuklären.
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-corona-verantwortung-der-who-trump-hat-ausnahmsweise-recht/25741310.html?ticket=ST-5197125-dMxeFatOqpyZufhFaqv0-ap1
Das mit China war ja abzusehen. Das ist und bleibt eine Diktatur, und was der KP nicht passt wird passend gemacht. Denen glaube ich gar nichts. Die wollten das ja am Anfang selber unter den Tisch kehren, hat aber nicht so ganz geklappt. Nur der Donald wollte das auch tun. Hat auch nicht geklappt. Und jetzt brauchen alle, die vor den Trümmern ihrer Entscheidungen stehen, einen Schuldigen. Mal sehen, wer da noch nachfolgt.

Gleitweggleiter schrieb:
Verstehe den Sinn der Grenzsperren eh nicht so ganz. Wenn sich ein wenig betroffenes Land gegen ein stärker betroffenes abschirmt (so zB Mecklenburg-Vorpommern), OK. Aber mittlerweile sind doch die Länder weitgehend ähnlich betroffen (Ausnahme sicherlich immer noch Norditalien). Zumindest DE/AT/CH sollten doch etwa gleich betroffen sein und fahren auch zu ähnlichen Zeiten wieder hoch (AT als Vorreiter).
Darum geht es nicht, das ist alles nebensächlich. Es geht um Bilder in den Nachrichten. Siehe das in Kufstein, macht sich einfach gut, so eine Meldung im Verkehrsfunk: Seehofer schützt die deutsche Grenze! Nur wenn er das wirklich gemacht hätte, also auch Kontrollen am Füssener Grenztunnel und an der Grenze bei Scharnitz, wären alle seine Spezis nicht mehr störungsfrei an ihr Wochenendhaus am Gardasee gekommen. Das wäre dann nicht so gut für die Wahlergebnisse gewesen.

Gleitweggleiter schrieb:
Geht es um die Nachvollziehung von Infektionsketten? Den Punkt verstehe ich, aber das sollte doch grenzüberschreitend organisierbar sein. Wenn eine Kette von Tirol nach Vorarlberg wandert müssen sich die Behörden auch lokal abstimmen. Das muss auch gehen wenn was nach Bayern reinschwappt. Eventl. könnte man auch die Apps, wenn es die gibt, verschalten oder gleich EU-weit aufsetzen.
Die Kommunikation Island-Tirol lief zwar nicht so gut, aber da lag das Problem ja beim Empfänger in Tirol bzw. lokal im Paznaun ;)
Oh, grenzüberschreitend? Der Herr Söder ist ja schon nicht in der Lage, sich mit anderen Berufskollegen in Deutschland abzustimmen. Und nun soll er sich auch noch mit Platter, Kompatscher und Ugo Rossi abstimmen? (Das ist jetzt nur mal der Brennerkorridor) Das geht schief, aber gewaltig wenn man den Geltungsdrang von diesen Personen zur Kenntnis nimmt.

Gestern lief noch eine recht interessante Reportage in der RAI, die ist aber noch nicht in der Mediathek zum Abruf bereit gestellt. Hier die kurze Zusammenfassung:
Gespenstische Leere
Corona in Venedig und Bergamo
Dienstag 14 April 2020

Die Lagunenstadt Venedig menschenleer: Die Corona-Krise bewirkt ein ebenso faszinierendes wie verstörendes Bild. In der Stadt, die üblicherweise vom Massentourismus schier erdrückt wird, sind Plätze und Gassen wie leergefegt - und das Wasser in den Kanälen so klar wie schon lange nicht.
Mit Sondergenehmigung bereisen die Reporter Markus Frings und Marco Polo Venedig und den vom Virus besonders betroffenen Norden Italiens.
Sie sind mit Schutzmasken und Handschuhen ausgerüstet und filmen Sicherheitskontrollen, nächtliche Desinfektionstrupps in den Straßen, befragen Virologinnen und Virologen, Kleinunternehmer und Bürger.
Wir zeigen, wie sich eine Familie in Bozen mit der ungewöhnlichen Situation – ohne Schulunterricht, ohne Ausflüge, ohne Sport und Spiel im Freien - arrangiert hat.
Kommt man nach Wochen mit dem Ausnahmezustand zurecht? Oder geht zunehmend mehr in die Brüche?
Vielleicht kommt das noch unter dieser Quelle: http://www.raisudtirol.rai.it/de/index.php und Mediathek anklicken.
Was mich nur sehr irritiert hat, das bei dieser Reportage von den gezeigten Carabinieri und anderen Ordnungshütern fast immer irgend welche Schutzmasken fehlten.
 
Echt, der eine Reporter in Venedig hieß wirklich Marco Polo :?: 8O 8) :lol:
 
icedtea schrieb:
Echt, der eine Reporter in Venedig hieß wirklich Marco Polo :?: 8O 8) :lol:
Wie das Leben so spielt... Das kommt vor.
 
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