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Coronavirus 2019-nCoV

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Ähm@albe-fr (Post vor 15min) gegen die hab ich rein gar nix, aber wenn die eng aufeinander Hocken, dann ist auch die Ansteckungsgefahr höher. Das soll jetzt keinen runterputzen, ohne die Arbeiter aus Osteuropa würde nämlich nix gehen, vor allem der Niedriglohn haut ned hin. also mal als Beispiel hier in D ist der Mindestlohn so bei 9,40€ oder sowas, hab grad keinen genauen Wert. Und in Rumänien sinds 3,00€ oder sowas pro Stunde, da würde ich auch lieber nach D rüber machen und quasi das dreifache einfahren.
Ich kenn hier Firmen, da ginge ohne Mitarbeiter aus Ungarn und anderen osteuropäischen Staaten nicht viel, eben nach dem Motto billig und willig. Weil für die ist das ein kleines Vermögen, wenn die hier am Schlachthof arbeiten dürfen und das lässt sich auf viele andere Betriebe im Lebensmittelgewerbe ausweiten. Und einen Job dort will ja kaum noch wer machen, bzw. man muss lang suchen bis man mal gute Betriebe findet, weil eben nicht gerade Fürstlich bezahlt
Aber warum es genau in den Schlachthöfen jetzt wieder ausbricht, wo ja eigentlich eh strenge Hygienevorschriften gelten sollten erschließt sich mir nicht, da ferkeln wohl einige intern vor sich hin oder eben, die Maxime, dass man mit Schnupfen einfach weiterarbeitet soweit es geht (und das Covid19 zeichnet sich ja bei vielen quasi dadurch aus, dass es "nur" einen Grippalen Infekt auslöst). Also vllt. wusste es derjenige nicht, dass er das hat und hat dann welche mit angesteckt und die wiederum die nächsten.usw.

mFg Widdi
 
Ich denke schon, dass DE Zahlen um 500 pro Tag erreichen könnte; dann würden wir uns ca. auf dem derzeitigen Niveau von AT und CH bewegen und damit könnte man wahrscheinlich gut Arbeiten; die Zahl schwirrt mir auch schon länger im Kopf rum.

Den Ansatz mit der Überwachung auf Kreisebene finde ich in Ordnung; über den Grenzwert kann man wohl diskutieren.

Wenn es irgendwo eskaliert muss man wahrscheinlich lokal zu Maßnahmen auch zur Einschränkung der Mobilität greifen, um erneutes "superspreading" zu verhindern.
 
Wurde soweit ich weiß im betroffenen Landkreis Coesfeld gemacht, dass der lokale Ausbruch auch lokal bleibt und das ist durchaus richtig! Aber wieso stecken sich jetzt ausgerechnet in einem Lebensmittelbetrieb plötzlich so viele an? Das riecht nach menschlichem Versagen! Aber dass wir jetzt plötzlich einen R-Wert von 1,1 haben sollen, das mag vllt. für die Kreise stimmen wo die lokalen Cluster auftauchten aber ned fürs ganze Land, wie vom RKI behauptet! Z:B: solls bei mir im Kreis auf heute angeblich 4 Infektionen gegeben haben, es waren aber Laut Zeitung nur 2 (Stand vom Vortag). Also 1+1=4, auch wenn ich in Mathe nie gut war, aber das sind für mich 2 Fälle und nicht mehr.

mFg Widdi
 
bamigoreng schrieb:
Das ganze Land wurde ins kalte Wasser geworfen bezüglich E-Learning und viele hatten dafür nicht mal das nötige Equipment.

Damit magst du vermutlich sogar recht haben, aber das ist doch eher ein Grund dies zu ändern. Zumindest in meinem Bundesland laufen die Vorbereitungen dafuer fuer das kommende Schuljahr vernuenftige Vorbereitungen zu schaffen, dass es besser wird. Das KM-BW geht meines Wissens davon aus, dass fuer das kommende Schuljahr, als ab Oktober dieses Jahres wechselnd zwischen Präsenz- und Online-Unterricht vorgegangen wird. Dies wird fuer die Lehrer eine Mammutaufgabe werden.
 
Widdi schrieb:
Wurde soweit ich weiß im betroffenen Landkreis Coesfeld gemacht, dass der lokale Ausbruch auch lokal bleibt und das ist durchaus richtig! Aber wieso stecken sich jetzt ausgerechnet in einem Lebensmittelbetrieb plötzlich so viele an? Das riecht nach menschlichem Versagen! Aber dass wir jetzt plötzlich einen R-Wert von 1,1 haben sollen, das mag vllt. für die Kreise stimmen wo die lokalen Cluster auftauchten aber ned fürs ganze Land, wie vom RKI behauptet! Z:B: solls bei mir im Kreis auf heute angeblich 4 Infektionen gegeben haben, es waren aber Laut Zeitung nur 2 (Stand vom Vortag). Also 1+1=4, auch wenn ich in Mathe nie gut war, aber das sind für mich 2 Fälle und nicht mehr.

mFg Widdi

Den Grund des Ausbruchs ausfindig zu machen ist genau die Aufgabe; dass ein Infizierter im Wohn- und Arbeitsumfeld der Leute dort zum superspreader wird, ist für mich plausibel. Da liegt der Hund begraben :(

Zur Auswirkung auf den bundesweiten R-Wert; unsere Mathematiker hier ans Werk bitte :wink:
 
icedtea schrieb:
Zur Auswirkung auf den bundesweiten R-Wert; unsere Mathematiker hier ans Werk bitte :wink:

die bestverständliche Erklaerung dazu ist aus meiner Sicht wohl: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Corona-Pandemie-Die-Mathematik-hinter-den-Reproduktionszahlen-R-4712676.html

Ich halte die Reproduktionszahl fuer ein mäßig gutes Kriterium, da sie selbst bei vernachlaessigbaren Fallzahlen jederzeit wieder über 1 oder gar zwei steigen kann. Solange wie ausreichend testen, halte ich die Zahl der aktiv Infizierten fuer deutlich aussagekräftiger. Die Kontaktbeschränkungen wurden in .de bei ~30 K Infizierten verhängt und derzeit sind wir wohl bei ~25 K. Dieser Wert müsste aus meiner Sicht unter 1 K gedrückt werden um effizient zur Verfolgung einzelner Infektionsherde zurückzukommen.
 
bamigoreng schrieb:
Es gibt Sachen welche man nur im Frontalunterricht lernen kann

auch damit bist du ziemlich alleine - Frontalunterricht ist eine Unterrichtsform des letzten Jahrhunderts, das wir zumindest in meinem Universum seit 20 Jahren verlassen haben.
 
albe-fr schrieb:
...
Dies wird fuer die Lehrer eine Mammutaufgabe werden.

Eher eine gewaltige Umstellung. All der Elektronikkram kommt in die Schule. Da stehen viele im Lehramt auf verlorenem Posten. Das geht halt alles nicht so wie es immer schon war. Schlimmer ist eigentlich, das an vielen Stellen gerade in Deutschland die Internetversorgung, gelinde gesagt, beschissen ist. Wegen den Strahlen und so wurden ja fast keine Funkmasten aufgestellt und das Glasfaser ist ja auch noch in De nicht sehr weit verbreitet. Macht die Sache nicht leichter.

Der Spaß mit dem Fußball startet auch in reduzierter Form, Dynamo Dresden hat es erwischt und alle machen dort noch mal 2 Wochen Homeoffice. https://www.spiegel.de/sport/fussball/corona-in-der-fussball-bundesliga-der-fall-dynamo-dresden-koennte-alle-saisonplaene-zunichte-machen-a-45ba2ae5-e709-48bf-afec-b21870299670
 
albe-fr schrieb:
icedtea schrieb:
Zur Auswirkung auf den bundesweiten R-Wert; unsere Mathematiker hier ans Werk bitte :wink:

die bestverständliche Erklaerung dazu ist aus meiner Sicht wohl: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Corona-Pandemie-Die-Mathematik-hinter-den-Reproduktionszahlen-R-4712676.html

Ich halte die Reproduktionszahl fuer ein mäßig gutes Kriterium, da sie selbst bei vernachlaessigbaren Fallzahlen jederzeit wieder über 1 oder gar zwei steigen kann. Solange wie ausreichend testen, halte ich die Zahl der aktiv Infizierten fuer deutlich aussagekräftiger. Die Kontaktbeschränkungen wurden in .de bei ~30 K Infizierten verhängt und derzeit sind wir wohl bei ~25 K. Dieser Wert müsste aus meiner Sicht unter 1 K gedrückt werden um effizient zur Verfolgung einzelner Infektionsherde zurückzukommen.

Danke für den Link; mit dem was ich mir schon angelesen hatte, habe ich es wohl grob verstanden.
Lt. z.B. Morgenpost sind wir derzeit bei rund 20k aktiv Infizierten; wenn man darauf warten wollte diese Zahl auf unter 1.000 zu bringen, bevor es Erleichterungen gibt :naja:
Dann würde ich es auch so sehen, dass die Kollateralschäden schlimmer wären :ja:
Aber Lauterbach und du nehmen es lieber in Kauf, dass Verschwörungstheoretiker, Impfgegner und Rechtsextremisten wie Rattenfänger durch die Straßen laufen und Leute mit Ängsten mit ihren abstrusen Argumenten mitnehmen, weil sie keine Perspektive sehen:?:
Das können wir gerade glaube ich gar nicht brauchen, dass Dogmatiker Dogmatikern in die Hände spielen :!:
 
bamigoreng schrieb:
albe-fr schrieb:
bamigoreng schrieb:
Es gibt Sachen welche man nur im Frontalunterricht lernen kann

auch damit bist du ziemlich alleine - Frontalunterricht ist eine Unterrichtsform des letzten Jahrhunderts, das wir zumindest in meinem Universum seit 20 Jahren verlassen haben.

Das mag vielleicht in der Erwachsenenbildung stimmen, aber bei Kindern ist (auch das) utopisch.

nein, gerade dort hat der "Frontalunterricht" ausgedient - der spielt seine Stärken aus meiner Sicht derzeit nur noch in der Grundausbildung von Studenten im Bereich der Mathematik aus, eine hohe Eigeninitiative der zu Unterrichtenden vorausgesetzt.
 
albe-fr schrieb:
bamigoreng schrieb:
albe-fr schrieb:
auch damit bist du ziemlich alleine - Frontalunterricht ist eine Unterrichtsform des letzten Jahrhunderts, das wir zumindest in meinem Universum seit 20 Jahren verlassen haben.

Das mag vielleicht in der Erwachsenenbildung stimmen, aber bei Kindern ist (auch das) utopisch.

nein, gerade dort hat der "Frontalunterricht" ausgedient - der spielt seine Stärken aus meiner Sicht derzeit nur noch in der Grundausbildung von Studenten im Bereich der Mathematik aus, eine hohe Eigeninitiative der zu Unterrichtenden vorausgesetzt.

Albe wieder zurück, man liest es zu genüge.
In deiner linken Akademikerzelle ist vieles anders als im Rest der Republik, so viel ist sicher.
Ich -unterrichte- meine Tochter jetzt schon seit schon seit ca. 10 Wochen zu Hause. Neben einem Job der Systemrelevant ist, hab also noch mehr zu tun als sonst. Homeoffice morgens, nebenher eine Telko nach der anderen, dann nachmittags in die Kanzlei, 6-8 Stunden Besprechung. Nacharbeit danach.

Ihr Gutmenschen könnt mich mal. Bin übrigens auch in BaWü, aber ..
 
bamigoreng schrieb:
Wie steht es um die kognitiven Fähigkeiten welche das Kind nur im Frontalunterricht erlernen kann?

also aus meiner Sicht lernen Kinder so etwas eher in der Gruppenarbeit aber garantiert nicht im Frontalunterricht!
 
Ich weiss ja nicht, wie es um Deine Kinder steht, aber bei meinem Kind, in der sechsten Klasse, findet Präsenzunterricht in der Schule statt. Frontalunterricht ist nur ein kleiner Teil davon. Und dabei lernen die Kinder auch Sozialkompetenz. Dies ist relativ schwierig am PC zu erlernen. Ein Ausfall von ein paar Wochen ist verkraftbar, aber schon jetzt merkt man eine Veränderung. Nicht zum Guten. Das merken wohl die Kinder auch selber und freuen sich hier sehr, übermorgen wieder in die Schule gehen zu dürfen, obwohl ja sonst gerne über die Schule gewettert wird. Höchste Zeit also, den Kindern wieder einen vernünftigen Lebensinhalt und Lernchancen zu geben und dabei das Risiko eines Anstiegs der Infektionszahlen halt wohl oder übel in Kauf zu nehmen!
Ich selber durfte vor sechs Jahren auch lernen, dass die Schule von heute nicht mehr der Frontalunterricht-Schule entspricht, wie ich sie damals besucht hatte.
 
bamigoreng schrieb:
de facto ist es eine Diktatur-light und keine Demokratie mehr.
Ernsthaft? Ich verstehe ja wirklich recht häufig die Argumente der Maßnahmegegner und war bis vor kurzem auch der Meinung, dass einige Lockerungen kommen müssten, die wir in DE jetzt haben haben, sogar deutlich mehr als erwartet.
Aber ich verstehe es wirklich nicht, weshalb sich eigentlich jeder Maßnahmegegner mit solch populistischen Aussagen selbst disqualifiziert.
Das zeigt allerdings, dass es sich tatsächlich um die Ränder unserer Gesellschaft handelt, welche gegen die Maßnahmen sind.

Die Zahlen sind in der Schweiz mittlerweile sehr niedrig- richtig. Aber in deiner Quelle, die du ja auch selbst auf WhatsApp postet, steht doch sogar, dass am Wochenende nicht alles gemeldet wird. Sprich jetzt eine einzelne Zahl vom Wochenende zu nehmen, ist falsch- du machst es trotzdem. Ändert an der Sache, dass die Zahlen sehr niedrig sind nichts, zeigt aber, dass du auf wahrheitsgerechte Zahlen keinen Wert legst. Ich wiederhole mich- schade, dass sich alle Gegner so schnell selbst disqualifizieren. Ermöglicht hier quasi keine vernünftige Diskussion.
 
bamigoreng schrieb:
Viel Geschrei um fast nichts? Die Bevölkerung hat KEIN Mitsprache und Demonstrationsrecht während der Notrecht Zeit,
ich bin ja nich bin der Schweiz. Hier gibt es Demonstrationen. Da demonstrieren Leuten für ihre angeblich aufgehobenen Grundrechte. Die ja offensichtlich nicht aufgehoben sind, sonst könnten sie nicht demonstrieren.
Laut diverser Nachrichten gab es auch in der Schweiz Demos. Ich gehe nicht davon aus, dass die Teilnehmer erschossen wurden.

Noch schlimmer finde ich diese Aussage als Lehrerin "Das Recht auf Grundschulunterricht ist auch nicht außer Kraft gesetzt, der Unterricht findet nur anders statt als gewohnt."
Der aktuelle Unterricht ist oder besser gesagt war ganz bestimmt nicht auf dem gleichen Niveau wie vor Corona. Für die guten Schüler, welche meist auch ein gutes unterstützendes Elternhaus haben, mag es einen kleineren Unterschied gemacht haben, aber für die sonst schon schwachen Schülern wird das alles andere als förderlich gewesen sein.
Das ganze Land wurde ins kalte Wasser geworfen bezüglich E-Learning und viele hatten dafür nicht mal das nötige Equipment. Damit war das Recht ganz klar nicht erfüllt, alleine schon von der Qualität her. "Der Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen Grundschulunterricht ist gewährleistet."

Ja, die Ungleichheiten werden vermutlich verschärft und das ist blöd. Allerdings wundere ich mich doch, dass sich gerade jetzt so viele für die Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten intessieren. Das tut es sonst doch auch nicht. Die Krise macht die Ungerechtigkeiten deutlicher, die waren vorher aber auch schon da. Und nach der Pandemie werden sie wieder kaum jemanden interesssieren.
Wenn du dich so um die ausreichende Bildung sorgst, dann setzt du dich sicher auch sonst für eine Schulpflicht ein? In der Schweiz gibtb es ja keine Schulpflicht, nur eine Bildungspflicht. Den Anspruch auf Schulunterricht muss man nicht wahrnehmen, Homeschooling ist erlaubt. Wer Angst hat, dass seine Kinder von den anderen verdorben werden oder man ihnen etwas über die Evolution erzählt, kann seine Kinder selbst beschulen.
Wie setzt du dich denn bisher für diese Kinder ein? (Das ist eine rhetorische Frage. Ich gehe davon aus, dass dich das überhaupt nicht interessiert und jetzt einfach als Vorwand fürs Jammern dient.)

Du kannst hier öffnentlich deine Meinung schreiben. Sieht so aus, als wäre mit den Grundrechten alles in Ordnung.
 
albe-fr schrieb:
bamigoreng schrieb:
Es gibt Sachen welche man nur im Frontalunterricht lernen kann

auch damit bist du ziemlich alleine - Frontalunterricht ist eine Unterrichtsform des letzten Jahrhunderts, das wir zumindest in meinem Universum seit 20 Jahren verlassen haben.

Ja. Und gerade Frontaluntrricht ließe sich gut per Video machen.

Natürlich geht das so wie jetzt nicht auf Dauer, das will doch auch niemand.
In Niedersachsen darf nichts Neues erarbeitet werden und nicht benotet werden.
Wenn es abwechselnd Präsenzunterricht gibt kann auch wieder was Neues gemacht werden. Und das Üben findet halt zu Hause statt. Was nicht ausschließlich ein Nachteil ist.

Wir Lehrer lernen ja gerade auch einiges dazu. Und manches von dem, was ich jetzt mache, werde ich sicher beibehalten.
Beispiel: Die 5. Klässler hatten gerade in Physik etwas über Reihen- und Parallelschaltung gelernt. Als nächstes wäre eine Sicherheitsschaltung (2 Taster in Reihe) dran gewesen. Dafür bringe ich normalerweise meine Heckenschere mit und bekomme sie halt nicht an. Egal welchen Taste ich drücke: es geht nicht. (Manchmal glauben die Kinder echt, dass ich das nicht hinbekomme und das Ding deshalb mit habe :mrgreen: )
Naja, so live im Unterricht sagt halt ein Kind wie es geht. Für alle anderen ist das dann erledigt.
Diesmal hatte ich meine Unfähigkeit das Ding einzuschalten in einem Video festgehalten. Und ALLE Kinder
mussten antworten.
Als nächstes sollen sie den zugehörigen Schaltplan zeichnen. Ich habe sie gebeten, nicht irgendwo abzugucken, weil ich alle eingereichten Schaltungen nachbaue. Und natürlich dürfen die falsch sein, ist ja sonst langweilig.
Also, die Beteiligung jedes Einzelnen ist deutlich höher. (Okay, mein eigener Arbeitsaufwand auch. Aber...ich MUSS das ja nicht so machen und darum fühlt sich das nicht so wirklich nach Arbeit an.)
Klar erreicht man nicht alle. Aber das ist auch im regulären Unterricht so.
Und: Manche Eltern bekommt man jetzt vielleicht eher dazu, mal ihre Elternpflicht auszuüben. Die Aufgaben zu Hause werden nicht wie Hausaufgaben betrachtet sondern als Erfüllung der Schulpflicht. Wenn da gar nichts kommt, gibt es Post vom Ordnungsamt.
Ich habe 2 von 12 Kindern, die ich nicht erreiche bzw die sich nicht zurückmelden. (Und das bei überwiegend sog. bildungsfernen Familien.) Bei einem davon ist es Verweigerung. (Auch der Eltern. „jo, er macht ja sonst auch seine Hausaufgaben nicht“.) Und bei dem anderen erreiche ich das Kind nicht, die Eltern spreche meine Sprache nicht.
Aber die Schwester hat schon wieder Unterricht bei uns. Die wird nun beauftragt, die Brüder mitzubringen.
(Und wenn das nicht klappt, stehe ich vor der Haustür.)

Nö, ist nicht so schlimm mit dem „Online-Unterricht“ wie anfangs befürchtet.
Schlimmer ist gerade der Präsenzunterricht der 10. Klässler. :roll: Nach irgendwelchen Medienberichten sind die ja soooo froh, wieder zur Schule zu dürfen. Nunja, unsere nicht. Sie sind maximal unmotiviert und machen in erster Linie Lärm. (Okay, bei mir nicht. :D )
 
Also auch wenn die Online Lehrveranstaltung in meinen Augen immernoch nur zu maximal 50% an eine Präsenzveranstaltung ran kommt...man kann dadurch immerhin noch etwas lernen.
Was mich allerdings bei uns an der Hochschule ziemlich nervt...man muss in der aktuellen Zeit so oder so schon mehr selbst machen, wenn dann allerdings die Hälfte der Profs keinen Bock hat Online Vorlesungen zu machen und meint nur Fragestunden anbieten zu müssen und man als Student komplett alles selbst zu Hause lernen soll während der Prof dann mehr Freizeit hat, vergeht mir da schon ziemlich die Lust :nein:

Mit der Hälfte an Fächern in denen ich Online Vorlesungen habe komme ich bisher ganz gut klar, aber die andere Hälfte noch komplett selbstständig zu erarbeiten wird mir dann doch ein wenig zu viel. :rolleyes:
Und ich will mir wegen dem ganzen Mist hier auch definitv nicht meine Masternote versauen, nur um auf Teufelkommraus in der Regelstudienzeit auf einen Arbeitsmarkt zu drängen der die nächsten Monate eh erstmal ziemlich bescheiden sein wird.

Außerdem wollte ich noch anmerken, dass ich es aus meiner Schulzeit noch gut weiß, wie erschreckend schlecht ein Großteil der Lehrkräfte mit simpelsten digitalen Geräten umgehen konnte. Es kann doch nicht sein, dass Lehrkräfte heutzutage teilweise nichtmal in der Lage sind einen PC mit Beamer vernünftig zu bedienen. Und als ich in der Kursstufe war und die Schule die ersten Smartboards angeschafft hatte, gab es glaub in der ganzen Schule nur einen oder zwei Lehrer die das Ding überhaupt bedienen konnten/durften. Man bin ich da froh aktuell nichtmehr verpflichtet in einer Schule zu sein sondern als Student die Situation wenigstens etwas entschärfen kann :lol:

Leid tuts mir aber echt für die Schüler, aber auch für viele Lehrer die sich wirklich bemühen und noch schwerer tun als sonst schon.
 
bamigoreng schrieb:
Mach Dich nicht wichtiger wie Du bist. Auch Du bist nur ein kleiner Fisch in einem grossen Aquarium wie wir alle :wink:
Nun, ich sehe ein, dass die Maßnahmen notwendig sind, auch wenn sie mir nicht passen. Dass sie notwendig sind aus Sicht von Entscheidern, die am Ende die Verantwortung übernehmen müssen. Ich verstehe, dass deswegen lieber etwas zu strenge Maßnahmen getroffen werden, da man keinen GAU erleben und verantworten möchte.
Deshalb bin ich mir meiner Rolle als kleiner Fisch durchaus bewusst. Ich muss das so hinnehmen, meinen Teil beitragen, dass sich das Virus langsamer verbreitetet und gut.Du hingegen schwimmst die ganze Zeit mit Vollgas gegen die Scheibe, postest stolz, dass du allen die Hände schüttelst etc., da du gewisse Regeln eben nicht verstehst und meinst, alle haben sich gegen dich verschworen.
Also zum Thema Fisch und Aquarium machst dir lieber mal noch n paar Gedanken, bevor du versuchst, auf den Putz zu hauen. Geht, wie man sieht, nämlich regelmäßig schief ;-)
 
albe-fr schrieb:
bamigoreng schrieb:
Wie steht es um die kognitiven Fähigkeiten welche das Kind nur im Frontalunterricht erlernen kann?

also aus meiner Sicht lernen Kinder so etwas eher in der Gruppenarbeit aber garantiert nicht im Frontalunterricht!
DIE Kinder gibt es halt nicht.
Ich selbst bin ein Produkt des traditionellen Frontalunterrichts. Als ich selbst noch mit Ausbildung von jungen Leuten zu tun hatte, hab ich selbst Frontalunterricht eher nicht gemacht (Vorgaben zur Didaktik hatte ich nicht) - m. E. zu passiv für die jungen Leute.
Bin ja selbst ein Leser und kein Hörer. Die "Hörer" kommen mit Frontalunterricht gut zurecht, die "Leser" nicht so gut.

Was mich aber irritiert, ist das Ergebnis der schönen neuen Schulformen u. Methoden. Schulabgänger die eine deutlich verminderte Lese- u. Schreibkompetenz aufweisen.
Nach dem Mauerfall (ich wohne ja nahe der ehemaligen Grenze) hatten wir ja auch junge Leute aus Sachsen u. Thüringen.
Mir ist sofort aufgefallen, daß die besser lesen, schreiben u. rechnen konnten

Später war ich oft regelrecht schockiert, daß junge Leute im Team Verständnisprobleme mit komplexen Texten haben.
Das geht nicht! So kann man nicht junge Menschen von der Schule lassen.

Ich gestehe daß ich, was Schule betrifft, gedanklich einen Salto rückwärts gemacht habe. Ein "Reaktionär" quasi :lach:
Wäre ich zuständig für die Grundschüler läge der Schwerpunkt auf lesen, schreiben, rechnen, lesen, schreiben, rechnen, lesen, schreiben, rechnen.... :D
Ganz altmodischer Drill (Drill nicht falsch verstehen). Wiederholen ist für Kinder wichtig.
Würde Grundschülern kein Wissen eintrichtern, sondern die Lernwerkzeuge an die Hand geben.
Die Tochter meines Nachbarn lernte mal in der Grundschule die Strukturen eines Landratsamtes! Idiotisch.



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