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Coronavirus 2019-nCoV

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:dankeschoen:
Tyrolens schrieb:
Einige interessante Aussagen:
:arrow:
Sicher ist, dass nun eine Phase beginnt, in der man alles normalisieren muss.
Werden wir uns an den Mundschutz gewöhnen müssen?

Im Alltag nicht, in der Patientenbetreuung schon, und dort ist das auch gut: Hätte man bei der Betreuung von Patienten mit respiratorischen Infekten bisher konsequent einen Mundschutz verwendet, hätte es weniger nosokomiale Infektionen, aber auch keinen so massiven Mehrbedarf und weniger Probleme mit Versorgungsengpässen gegeben.

Nach Einführung der MNS-Pflicht gab es im BKLH Lienz keine einzige nosokomiale Übertragung.
 
3303 schrieb:
Jetzt öffnet IT seine Grenzen offenbar früher uneingeschränkt als AT CH und D....
https://www.tagesschau.de/ausland/italien-corona-einreisen-101.html
Nur - wie sieht es in umgekehrter Richtung aus? ...

Bei uns in D besteht die Reisewarnung bis 15.06. zum jetzigen Stand bei Wiedereinreise nach Ö/D 14-tägige Quarantäne.
Noch gestern hat Herr Kurz betont, dass eine Grenzöffnung nach Italien nicht in Sicht ist.
Bin gespannt wie die Entwicklung weitergeht, wir wollten an Pfingsten mit Großfamilie wie jedes Jahr nach Dorf Tirol in unser Stammhotel.
Natürlich haben wir storniert ( auch Risikopersonen dabei) und wissen derzeit garnicht ob Hotel öffnen würde.
Es wären noch 2 Wochen dahin, bis bei uns die Pfingstferien beginnen ( BaWü).
Es ist wirklich ein unsägliches Theater.....wobei wir so oder so mit den Risikopersonen nicht fahren würden. Aber vielleicht ja Teile der Großfamilie....
 
Tag 67

In der Heimat gestrandet, das geht auch: https://www.gmx.ch/magazine/news/coronavirus/stueck-deutschland-schweiz-marc-haengt-exklave-buesingen-fest-34637852 So viel zum Thema Grenzen und Kontrollen und sie wissen was sie tun.

Da habe ich ja gestern in ein Tolles Wespennest gestochen, hat aber Spaß gemacht. Es gibt doch echt noch Menschen auf dieser Welt, die einfache Zusammenhänge nicht verstehen, aber daran glauben, irgendwann an die Viertel Milliarde ran zu kommen und dann viel zu viel Steuern zahlen müssten.
Ihr Geld ist nicht weg, mein Freund, es hat nur ein anderer.
Amschel Meyer Rothschild
(1744 - 1812), deutscher Adliger und Bankier
Nur dass das Eine mit dem Anderen immer zusammen hängt wollen viele nicht wahr haben. Als kleiner Tipp: die Wikitabelle mal komplett lesen und kundig machen, wie diese teil unvorstellbaren Vermögen zu Stande gekommen sind. Zu Platz 1-3 sage ich nur Spargel, Westfleisch und Rumänien mit all den schicken Folgekosten, die jetzt über die anderen Kassen abgerechnet werden, also nicht jene, in die arme Milliardär einzahlen, sondern Max und Andrea Mustermann.
Aber wenn dann doch mal etwas ein wenig angepasst wird um dieses Produkt wieder wirtschaftlich herzustellen, steht Platz 27 schon parat:
Bei der Rechnungsstellung der Folgekosten ist das aber immer böser Sozialismus, bei der Mitnahme der Gewinne die gute Marktwirtschaft. Wenn es dann ganz schief geht, wird ein Hilfspaket geschnürt, Lohnersatzzahlungen eingeführt um dann die Dividenden nicht zu Gefährden:
Damit sind wir auch schon bei Platz 5, 9 und 10 in der Wikiliste angekommen. Hier ist aber noch mal extra genau hinzuschauen, aus welcher Quelle der Grundstock des Reichtums stammt. https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Quandt#Zeit_des_Nationalsozialismus

Den Rest überlasse ich jetzt euch, ich geh jetzt in den Wald.

Und sonst? Nix, wie immer.
 
Politik wie in Italien eben immer schön alles auf andere abschieben. Das war schon am 10. März so, Italien hat entschieden dass sie zu machen und durchsetzen konnten es dann die Nachbarstaaten.
Nachdem der Kurz gestern gesagt hat dass der 15.6. für Italien nicht in Frage komme hat sich der Conte gedacht "du kannst mich mal" und hat den Ball dem Gegenüber zugespielt nun kann der Kurz selber schauen wie er das alleine anstellt.

Die Schweiz wird was Italien betrifft und diese den 3.6. wirklich halten garantiert mitmachen, denn Entscheidungen welche in irgend einer Form gegen ein anderes Land gerichtet sind kommen alleine aus ideologischen Gründen ganz sicher nicht in frage.

Mal sehen wie es weiter geht. EU = Europäische Uneinigkeit
 
Fab schrieb:
Habe nicht nur auf die vorhandenen ideologischen Gräben hingewiesen - bin ja auch konkret geworden (Immobilienbeispiel/Sozialtransfers 996Milliarden).
Stimmt, bist du, leider verbunden mit dem unangemessenen Verweis auf "ihr" (wer bitte soll das sein?):
Fab schrieb:
Die Sozialquote am BIP liegt bei ca. 30%. Letztes Jahr betrug die soziale Umverteilung 996 Milliarden € - was wollt ihr denn noch?
Du beziehst dich anscheinend auf die Sozialleistungsquote in D. Dann schauen wir mal genauer hin. Sie lag 2017 bei 966 Mrd. €. Und wofür?
  • 741 Mrd. € (76%) Versicherungsähnliche Leistungen (Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Unfall-, Pflegeversicherung, Sonstige), auf die durch Beitragszahlung individuelle Ansprüche entstehen
  • 89 Mrd. € (9%) Grundsicherung, Sozialhilfe u.ä.
  • 78 Mrd. € (8%) Öffentlicher Dienst (Pensionen, etc.)
  • 52 Mrd. € (5%) Familienförderung (Kinder- und Elterngeld)
  • 44 Mrd. € (5%) Kinder-/Jugendhilfe
(Beträge und Quoten gerundet, Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2019)

Also 84% der Sozialleistungsquote sind Leistungen, von denen der Beitragszahler selbst profitiert (76% Versicherungsleistungen, 8% indirekte Kosten öffentlicher Leistungen). Damit ist die Sozialleistungsquote als Umverteilungsindikator doch völlig ungeeignet. Die Ausgaben für Grundsicherung liegen lediglich bei 3% vom BIP.

Fab schrieb:
Unkonkret Vemögen anderer Leute verteilen ist halt bequem dahergesagt.

Ich räume gern ein, kein fertiges Rezept zu haben. Das liegt allerdings weniger an Bequemlichkeit als daran, dass ich nicht Teil der aktiven Politik bin und deshalb etwas andere Prioritäten habe. Aber mal ein paar Ansätze:

Einkommen und Vermögen ist aus meiner Sicht nicht Selbstzweck, sondern hat eine gesellschaftliche Funktion. Die Allmende funktioniert nicht und Marktwirtschaft mit möglichst frei entscheidenden Akteuren ist jedem zentralistischen Dirigismus überlegen, was Effizienz angeht. Für den Schutz schwacher Teilnehmer sorgt sie dagegen nicht. Ebensowenig schützt sie Demokratien vor einer problematischen Machtkonzentration durch Anhäufung großer Vermögen.

Eine gut funktionierende Gesellschaft braucht einen effizienten und effektiven Staat, der Würde, Freiheit und Teilhabe für alle gewährleistet, indem er Rahmenbedingungen schafft und durchsetzt. Im Kern geht es um geschickte Anreizsysteme: Belohnt wird, was der Gesellschaft (und Umwelt) nützt, belastet wird, was ihr schadet. Und da haben wir schlicht Nachholbedarf.

Fab schrieb:
Zur Immobilie ein Beispiel aus dem wirklichen Leben und nicht aus dem für sozialistische Umtriebe:
Deine Immobilie erfährt eine meinetwegen deutlich Wertsteigerung binnen 5 Jahren von sagen wir 25% = 100.000€. Die Restlaufzeit deines Baukredits ist noch 15 Jahre.
Du willst aber schlicht drin wohnen. Willst du zum Verkauf gezwungen werden, nur um eine Wertsteigerungssteuer bezahlen zu müssen? Das soll gerecht sein?
Nö, so muss es aber auch nicht sein: Selbstgenutztes Immobilienvermögen lässt sich ohne Verkauf besteuern. Es gibt Alternativen, die jetzt schon praktiziert werden, wie die Umkehrhypothek oder Immobilienverrentung.

Fab schrieb:
Oder hast du gar die Idee Betriebsvermögen umzuverteilen?
Bei Betriebsvermögen könnte der Staat als stiller Teilhaber auftreten, so dass sich am Bestand zunächst nichts ändert. Kein Grund also, diese steuerlich zu privilegieren oder feudale Konzentration zu ermöglichen.

Fab schrieb:
Bitte nicht zu vergessen, es sind die Leute die was schaffen, die viele Gewerke bezahlen und damit am Leben halten. Wenn die entmutigt werden, dann kommt es zu Ausweichverhalten.
Völlig einverstanden. Funktionierende Anreizsysteme sind notwendig. Nicht jeder kooperiert allein aus innerem Antrieb. Es ginge mir darum, Anreize so zu steuern, dass gesellschaftlich erwünschte Effekte eintreten:

  • Schlaue Ideen oder größerer Einsatz für eine gute Sache: Wer damit reicher wird, liebend gern (allerdings bitte nicht beliebig reich, wegen dann problematischer Machtkonzentration).
  • Was auch ohne drohendes Ausweichverhalten ordentlich bezahlt gehört: Leistungen am Menschen (Pflege), Erntehelfer, Paketzusteller, Gastronomiekräfte, uvm.
  • Was abgeschöpft gehört: Betriebsgewinne durch Ausnutzung prekärer Arbeitsverhältnisse (siehe Schlachthöfe aktuell), leistungsloser Vermögenszuwachs bei Immobililen (z.B. nach Aufwertung eines Stadtteils durch Bau einer U-Bahn-Linie, oder durch Spekulation in Innenstadtlagen mit jahrelanger Nichtnutzung), etc.

Klar wird dann einiges teurer und wir Privilegierten werden etwas abgeben müssen von dem, woran wir uns so gewöhnt haben. Und manches müsste effizienter und humaner werden (in der Autoproduktion dreht man lieber eine Karosserie um, bevor jemand über Kopf arbeitet, aber Salat geerntet wird komplett unmechanisiert in ständig gebückter Haltung). Glücklicherweise haben Menschen Ideen und können sich mit etwas Zeit auf Veränderungen einstellen, es kann also Vieles besser werden, wenn man wirklich entschlossen ist. Wäre halt mal ein Besinnen auf Prioritäten und die Zukunft, die wir uns wünschen.

Fab schrieb:
Dann arbeiten die halt beispielsweise nicht mehr 10-12 Stunden am Tag - und stehen noch sowohl Dependancen in Bangalore und dem SiliconValley telef. zur Verfügung (Zeitzonen). Eure potentiellen Ausplünderungsobjekte haben auch schon eine Idee von einer veränderten work-life-balance. Dann werdet ihr euch umschauen.
Sehe ich gelassen, denn in dem Sektor kenne ich mich einigermaßen aus. Es gibt die Einzelfälle erfolgreichen Offshore-Sourcings, allerdings auch viele Rückschläge durch kulturelle Diskrepanzen, Know-How-Verlust (oder schlicht Diebstahl von Betriebsgeheimnissen). So einfach verlagert sich nichts und wo immer sich eine erfolgreiche Offshore-Industrie etabliert (Bangalore), steigen die Löhne und Kostenvorteile schwinden. Die Steuerlast mag weiterhin niedrig sein, dann allerdings auch die Leistungsfähigkeit des Staates. Vielleicht sollten das einfach noch mehr Leute ausprobieren, dann würden sie anschließend mehr schätzen, was wir hier haben. Gilt ebenso auch fürs Silicon Valley. Da haben wir mittlerweile nicht nur eine krasse Spaltung der Gesellschaft, sondern auch hohe Löhne selbst für mäßiges Talent im Technologiesektor (die Lebenshaltungskosten sind aber auch extrem hoch).

Mein Anliegen wäre also - und damit zurück zur Corona-Lage - sich der Tendenz des weiteren Auseinanderdriftens der Gesellschaft entgegenzustellen. Diese Entwicklung sollte sich nicht durch unverschuldete Einkommensausfälle verschärfen, während anderswo Verluste ausbleiben bzw. sogar zusätzliche leistungslose Gewinne entstehen.

Auch wenn wir so weit noch nicht sind: Das in Kalifornien schon befürchte Szenario, bewaffnete Hungernde würden in Gated Communities plündern, kann niemand jemals ernsthaft wollen.
 
Oliver.O schrieb:
Es gibt Alternativen, die jetzt schon praktiziert werden, wie die Umkehrhypothek oder Immobilienverrentung.
Ich habe jetzt nicht den ganzen Post im Detail gelesen - aber dieses Argument hat mich auf der Stelle elektrisiert. Das Instrument der Umkehrhypothek ist die beste Methode, den Leuten die Substanz aus der Tasche zu ziehen. Schau Dir mal die Konditionen an, zu denen Du eine Umkehrhypothek bekommst. Letztlich ist die Umkehrhpothek eine Wette u.a. auf Deine Lebenswérwartung - und wie bei jeder Wette gewinnt im Ergebnis immer die Bank. Es hat schon seinen Grund, daß die bei uns ein Schattendasein führt. Dann lieber gleich eine Enteignung - da schreibt das GG wenigstens eine Entschädigung vor.
 
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gfm49 schrieb:
Das Instrument der Umkehrhypothek ist die beste Methode, den Leuten die Substanz aus der Tasche zu ziehen. Schau Dir mal die Konditionen an, zu denen Du eine Umkehrhypothek bekommst. Letztlich ist die Umkehrhpothek eine Wette u.a. auf Deine Lebenswérwartung - und wie bei jeder Wette gewinnt im Ergebnis immer die Bank.

Probleme mit sehr ungünstigen Konditionen haben wir in so ziemlich allen Bereichen der Finanzindustrie (nimm' nur die Lebensversicherung). Leider auch begünstigt durch mangelnde Vorkenntnisse bei deren Kunden. Ein besser strukturierter Wettbewerb könnte den Zustand allerdings auch hier verändern.
 
maskenaffäre teil 2
Der Folgeauftrag
Was man verschweigt: Der Sanitätsbetrieb hat bei der Oberalp noch eine zweite, weit größere Bestellung von Schutzbehelfen getätigt. Es geht dabei um 25 Millionen Euro.
...
Konkret geht es dabei um rund 40 Millionen Euro.
...
Die Gretchenfrage aber ist jetzt: Was passiert mit der 25-Millionen-Euro-Lieferung?
Die gesamte Ware steht seit zwei Wochen am Flugplatz in Xiamen in China abholbereit.
...
https://www.salto.bz/de/article/14052020/der-folgeauftrag
Ja, das Geld hat jetzt wohl ein anderer. Aber selber lesen, lohnt sich.

Und da sind sie:
In Italien ist die Zahl der Corona-Toten am Samstag auf 153 gesunken. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn des Lockdowns.

In Italien sind in den letzten 24 Stunden 153 Corona-Infizierte gestorben.

Das ist die niedrigste Zahl seit dem 10. März, also seit Beginn des Lockdowns.

Zwischen Freitag und Samstag wurden in Italien 875 Neuinfektionen registriert, davon 399 aus der Lombardei, die nach wie vor der Corona-Hotspot in Italien bleibt.

Die Zahl der Intensivpatienten ist auf unter 800 gesunken (775), das sind 33 Patienten weniger als noch am Freitag.
https://www.tageszeitung.it/2020/05/16/weniger-corona-tote/
 
Kann sich die Lombardei die Bussi-Begrüßung nicht abgewöhnen, oder woran liegt das :?
Ich verstehe das nicht :nein:
 
Absolut nicht nachvollziehbar für mich, was da in der Lombardei abgeht....auch werden die Zahlen nur zögerlich besser...
 
Menja schrieb:
Absolut nicht nachvollziehbar für mich, was da in der Lombardei abgeht....auch werden die Zahlen nur zögerlich besser...

Ich verstehe das dort auch nicht. Es ist wirklich sehr seltsam.
 
Ist auch sehr seltsam das ganze, wieso hats bei den Neuinfektionen um die Hälfte in einer einzigen Region. Irgendwas muss doch da schief laufen. BTW. was das mit den Biergärten betrifft ich werds mir live mal anschauen kommende Woche. Aber ich denk mal dass, da mehr Lockerungen kommen, je mehr Druck aus der Bevölkerung kommt und der wächst deutlich mittlerweile, desto schneller müssen unsere Herren und Damen Politiker reagieren. Bei mir im Landkreis das gleiche Kuriosum plötzlich sollens 9 Neuinfektionen gewesen sein kurz bevor die Biergärten öffnen. Zufall? Ich will ja keinem was unterstellen, bei den Tests ist ja auch viel Zufallsprinzip dabei. Gestern als es noch ne Zeit hin war kein Fall. Dazu waren soweit ich weiß einige der provisorischen Teststationen im Landkreis zeitweise zu, weil es sich ned lohnt. Also man testet nicht, dann testet man wieder und findet die Fälle. Alles ein einziges Herumeiern, ne klare Linie wie in Österreich fehlt bei uns in D, sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene. Ich hab irgendwie den Verdacht, man rührt im Lostopf (in dem Fall in den Tests um) und nimmt das was einem grad passt heraus: Seriös ist das nicht!

Da verliert man nur noch weiter den Überblick. Hat jetzt nix mit Aluhut und co zu tun, aber irgendwie kommt mir das suspekt vor. Weil Tagelang kein Fall, dann 9 neue (Heimatlandkreis) Und von großen Schlachthöfen weiß ich bei mir im LK nix. Hier gibts ja auch keine großen Fleischfabriken, das meiste sind kleine und Mittlere Betriebe und da wenn was ist könnens mitunter einpacken! Dank Wiesenhof sind einige Landkreise in Richtung Bayerwald über die "magische" Grenze von 50 neuen Fällem pro Woche im LK gekommen (die Begrenzung find ich eh zu streng, 75 oder gar 100 neue auf 100000 Einwohner wäre eher ne Grenze, die passt: Quelle: Schlachthöfe, aber da wird ja wie in der Lebensmittelindustrie üblich gern auf Billige Werkarbeiter zurückgegriffen (Schlachthöfe sind da schlimmer als Großbäckereien). Und die gehen halt auch mit nem Schnupfen noch arbeiten! Nur wenn der Schnupfen dann sich nachträglich als (Leichte) Covid-19(84)-Infektion rausstellt, dann hat man den Salat! Wenn du jetzt da ne Reihentestung machst, hast halt dann den Wert schnell überschritten, obwohl ja in Großmetzgereien eigtl. höhere Hygienestandards gelten sollten, als z.B: in einer Bäckerei, weil da hast halt eben keine zerlegten Tiere und entsprechend empfindliches Fleisch sondern eher zusammengemischte Teige, die meist eh nur aus Wasser, Mehl und Hefe bestehen und je nach Sorte anderen Zutaten, das wird dann danach auch gebacken, also da lebt dann kein Virus mehr. Aber Werkarbeiter in ner Großmetzgerei kein Problem: Facharbeiter und Produktionsbedingter Mehlstaub in einer Bäckerei: Großes Problem, obwohl das Zeug eh noch gebacken wird, bevor es eine Station weiter wandert!

mfg Widdi
 
Oliver.O schrieb:
..................................
Du beziehst dich anscheinend auf die Sozialleistungsquote in D.
Damit meine ich schlicht die Umverteilungswirkung der Sozialleistungen aus dem Bundeshaushalt, den Länderhaushalten, den Sozialhaushalten der Kommunen und der Arbeitgeberanteile.
Was du anreißt, bezeichne ich mal als Versicherungsleistungen (z.B. der Arbeitnehmeranteil an der Rentenvers.) Das meine ich nun wirklich nicht

Fab schrieb:
Zur Immobilie ein Beispiel aus dem wirklichen Leben und nicht aus dem für sozialistische Umtriebe:
Deine Immobilie erfährt eine meinetwegen deutlich Wertsteigerung binnen 5 Jahren von sagen wir 25% = 100.000€. Die Restlaufzeit deines Baukredits ist noch 15 Jahre.
Du willst aber schlicht drin wohnen. Willst du zum Verkauf gezwungen werden, nur um eine Wertsteigerungssteuer bezahlen zu müssen? Das soll gerecht sein?
Nö, so muss es aber auch nicht sein: Selbstgenutztes Immobilienvermögen lässt sich ohne Verkauf besteuern. Es gibt Alternativen, die jetzt schon praktiziert werden, wie die Umkehrhypothek oder Immobilienverrentung.
Deine "Alternativen" sind nix wie eine Enteignung, bestenfalls eine Teilenteignung. Ich habe noch eine gute Erinnerung an die Immobilienqualität in Erfurt 1990. Die Steinschlaggefahr in der Erfurter Altstadt war größer als in der Watzmann-Ostwand bei Regen. Das hab ich auch einer PdS-Wahlkämpferin unter allgemeinem Gelächter an den Kopf geworfen.
Wie man als junger Mensch von diesem Irrsinn träumen kann - nicht zu verstehen. Wohinn das führt wenn sich irgendwelche Hinterzimmerfunktionäre das Eigentum krallen kann man doch wissen.

Fab schrieb:
Oder hast du gar die Idee Betriebsvermögen umzuverteilen?
Bei Betriebsvermögen könnte der Staat als stiller Teilhaber auftreten, so dass sich am Bestand zunächst nichts ändert. Kein Grund also, diese steuerlich zu privilegieren oder feudale Konzentration zu ermöglichen.
Stille Teilhaber, die wie ein Krebsgeschwür wuchern - viel Spaß dabei.
Stichpunkt feudal:Finde grad die sozialistischen Staaten a la DDR u. UdSSR wirkten auf mich wie verwilderte Monarchien :D Die hatten fast identische Strukturen zu einem mittelalterlichen Staatsaufbau.

Fab schrieb:
Bitte nicht zu vergessen, es sind die Leute die was schaffen, die viele Gewerke bezahlen und damit am Leben halten. Wenn die entmutigt werden, dann kommt es zu Ausweichverhalten.
Völlig einverstanden. Funktionierende Anreizsysteme sind notwendig. Nicht jeder kooperiert allein aus innerem Antrieb. Es ginge mir darum, Anreize so zu steuern, dass gesellschaftlich erwünschte Effekte eintreten:
..............................
Jetzt fehlt nur noch der "Neue Mensch".
Möglicherweise merkst du gar nicht wie arrogant du daherkommst. Du weißt ja ganz genau wie es geht. Aber das hatten sozialistische Träumer schon immer an sich. Dich sollte man mittels Zeitmaschine in den "real existieren Sozialismus", so hieß das seinerzeit, transferieren. Du hättest es denen aber gezeigt wie es geht.


Fab schrieb:
Dann arbeiten die halt beispielsweise nicht mehr 10-12 Stunden am Tag - und stehen noch sowohl Dependancen in Bangalore und dem SiliconValley telef. zur Verfügung (Zeitzonen). Eure potentiellen Ausplünderungsobjekte haben auch schon eine Idee von einer veränderten work-life-balance. Dann werdet ihr euch umschauen.
Sehe ich gelassen, denn in dem Sektor kenne ich mich einigermaßen aus. Es gibt die Einzelfälle erfolgreichen Offshore-Sourcings............
Du hast meinen Text nicht verstanden. Auch ein Phänomen, daß ich bei jungen Leuten zunehmend bemerke. (Ich riskier sehenden Auges einen Shitstorm mit den jungdynamischen Skifahrern hier ;D ) Seltsam: Die Welt erklären, aber etwas komplizierteren Texten nicht folgen können.
Ich probiers nochmal etwas schlichter. Es geht überhaupt nicht um Outsourcing, Firmenverlagerunt etc.
Ich sprach konkret von dem Leiter einer Entwicklungsabteilung irgenwo zw. Frankfurt u. Heidelberg. Einem Gutverdiener, der tgl. die genannten 10-12 Stunden arbeitet. Da er aber auch einen Bereich in Bangalore leitet und mit einem weiteren in San Jose, Calif. kooperieren muss, steht er halt zur Kommunikation zur Verfügung. Deswegen mein Hinweis auf die Zeitzonen.
Diesem Gutverdiener willst ja hoch besteuern. Warum sollte er dann diese Arbeitleistung aufrechterhalten. Das hab ich mit
"Eure potentiellen Ausplünderungsobjekte haben auch schon eine Idee von einer veränderten work-life-balance. Dann werdet ihr euch umschauen." gemeint.

Mein Anliegen wäre also - und damit zurück zur Corona-Lage - sich der Tendenz des weiteren Auseinanderdriftens der Gesellschaft entgegenzustellen. Diese Entwicklung sollte sich nicht durch unverschuldete Einkommensausfälle verschärfen, während anderswo Verluste ausbleiben bzw. sogar zusätzliche leistungslose Gewinne entstehen.

Auch wenn wir so weit noch nicht sind: Das in Kalifornien schon befürchte Szenario, bewaffnete Hungernde würden in Gated Communities plündern, kann niemand jemals ernsthaft wollen.
Bei einer sozialen Umverteilung wie in D ist dein USA-Vergleich schlicht absurd.
Auch deine Behauptung des "Auseinanderdriftens der Gesellschaft" stimmt in dieser Eindeutigkeit nicht
 
Fab schrieb:
Oliver.O schrieb:
..................................
Du beziehst dich anscheinend auf die Sozialleistungsquote in D.
Damit meine ich schlicht die Umverteilungswirkung der Sozialleistungen aus dem Bundeshaushalt, den Länderhaushalten, den Sozialhaushalten der Kommunen und der Arbeitgeberanteile.
Was du anreißt, bezeichne ich mal als Versicherungsleistungen (z.B. der Arbeitnehmeranteil an der Rentenvers.) Das meine ich nun wirklich nicht
"Sozialquote 30% vom BIP" und "996 Mrd. € Umverteilung" waren deine Behauptungen und die waren schlicht falsch, wie ich nachgewiesen habe. Erst um den Faktor 10 überhöhte Horror-Zahlen nennen und dann sagen, war nicht so gemeint? Da gibt's offensichtlich ein Problem mit Fakten.

Da der Rest weiter aus dem ideologischem Graben kommt, auf die Sache nicht wirklich eingeht und stattdessen versucht, mit wüsten Spekulationen die Person anzugreifen, gehe ich darauf nicht näher ein. War halt ein Versuch. Wer da gerade besonders arrogant rüberkommt, mag jeder für sich selbst beurteilen. Übrigens: Wenn du selbst feststellst, nicht so gut verstanden zu werden, könnte es ja auch an deiner Kommunikation liegen. Vielleicht sind kontextfreie Andeutungen einfach nicht die beste Idee und der Empfänger ist vielleicht auch nicht ganz so blöd, wie du so gern annimmst. Ansonsten fällt mir nur ein: Komm runter, der Krieg ist lange vorbei.
 
Oliver.O schrieb:
Fab schrieb:
Oliver.O schrieb:
..................................
Du beziehst dich anscheinend auf die Sozialleistungsquote in D.
Damit meine ich schlicht die Umverteilungswirkung der Sozialleistungen aus dem Bundeshaushalt, den Länderhaushalten, den Sozialhaushalten der Kommunen und der Arbeitgeberanteile.
Was du anreißt, bezeichne ich mal als Versicherungsleistungen (z.B. der Arbeitnehmeranteil an der Rentenvers.) Das meine ich nun wirklich nicht
"Sozialquote 30% vom BIP" und "996 Mrd. € Umverteilung" waren deine Behauptungen und die waren schlicht falsch, wie ich nachgewiesen habe. Erst um den Faktor 10 überhöhte Horror-Zahlen nennen und dann sagen, war nicht so gemeint? Da gibt's offensichtlich ein Problem mit Fakten.........................
Ja, wir haben beide ein Problem mit den Fakten :D
Ich muss dir recht geben was die 30% bzw. 996 Milliarden betrifft. Ich könnte das Fass aufmachen und die immanenten Umverteilungseffekte hernehmen. Aber, wie ich geschrieben habe, mir gings um die wirkliche Umverteilung.
Ich schreib hier keine Doktorarbeit, sondern freihändig aus dem Gedächtnis.

Deine "um den Faktor 10 überhöhte Horror-Zahl" ist schlicht Fake.

Der Bundeshaushalt f. Soziales hatte (vor Corona) für 2020 Ausgaben f. 362 Mrd. € eingeplant.
Der Bundeszuschuss zur Rentenversicherung beträgt ca. 100 Mrd. = ca. 1/3 der Einnahmen. M. W. ist er nicht Teil des Sozialhaushaltes, sondern allgemeiner Teil des BH. Beschwören kann ichs nicht.
Heißt über den Daumen 100 Mrd. Arbeitgeberanteil.

Nicht zu vergessen die nicht so hohen Posten für Familien, Kinder, Arbeitslosenversicherung, Sozialgesetzbücher (Hartz),
Asyl (glaub summa summarum 25Mrd jhrl.) usw. - summiert sich auch.

Das zahlen vor allem die, die du "erleichtern willst."
 
Menja schrieb:
Bei uns in D besteht die Reisewarnung bis 15.06.
Eine Reisewarnung hat nichts Beschränkungen zu tun.

(Darum ist auch nicht nachvollziehbar, warum einige rumheulen, wie böse und gemein das ist. Obwohl...doch nachvollziehbar. Die heulen ja wie üblich bei maximaler Ahnungslosigkeit.)


Natürlich haben wir storniert ( auch Risikopersonen dabei) und wissen derzeit garnicht ob Hotel öffnen würde.
Es wären noch 2 Wochen dahin, bis bei uns die Pfingstferien beginnen ( BaWü).
Es ist wirklich ein unsägliches Theater.....wobei wir so oder so mit den Risikopersonen nicht fahren würden. Aber vielleicht ja Teile der Großfamilie....
Und so lange eine Reisewarnung besteht, kannst du kostenlos stornieren.
 
Schusseligkite schrieb:
Menja schrieb:
Bei uns in D besteht die Reisewarnung bis 15.06.
Eine Reisewarnung hat nichts Beschränkungen zu tun.

Wie darf ich das dann hier interpretieren? Zumindest das zuständige auswärtige Amt spricht selber von einer Reisewarnung. Es wäre extrem bitter, wenn die Hinweise und Warnungen nicht unterscheiden könnten.

[URL=https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reisenwarnung-europa/2337860]https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reisenwarnung-europa/2337860[/URL] schrieb:
Weltweite Reisewarnung gilt fort

Erstmals in seiner Geschichte hat das Auswärtige Amt am 17. März eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen. Grund hierfür sind der stark eingeschränkte internationale Luft- und Reiseverkehr sowie die Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und Einschränkungen, die viele Länder anlässlich der Ausbreitung von Covid-19 erlassen haben. Auch Rückreisemöglichkeiten sind häufig eingeschränkt.

Da diese Umstände fortbestehen, gilt die weltweite Reisewarnung fort – vorerst bis zum 14. Juni.
 
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