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NeusserGletscher schrieb:
Vor allem kommt Schweden ohne all die selbsternannten Sitten- und Tugendwächter aus, die glauben, sich zu Herren ihrer Mitmenschen aufspielen zu können.
Die braucht es in Schweden nicht, weil in Schweden auch so fast durchgängig allgemeiner Konsens ist "ja nicht auffallen" (Jantelag) => tun, was "von oben" empfohlen wird.
 
NeusserGletscher schrieb:
Und auch für Dich zum X-ten Mal. Schweden hat bis heute keine Maskenpflicht, keine geschlossenen Restaurants, keinen Lockdown. Keine allabendliche Panikmache mit den neuesten Corona-Zahlen. Kein Denunziantentum und keine Blockwarte, die sich zu Sittenwächtern ihrer Mitbürger aufspielen. Die Maßnahmen in Schweden kann man an einer Hand abzählen.
Und an dich zum x-ten Mal die gleiche Frage:
Wie oft warst du in deinem Leben in Schweden? Warst du seit März in Schweden?
Ich war diesen Sommer 3 Wochen dort und es läuft komplett anders ab, als du es hier schreibst. Aber auf meine Frage hast noch nie geantwortet, schreibst lieber ein paar Tage später wieder den selben falschen Mist.
 
Christian Heinrich schrieb:
@NeusserGletscher: Ich bin aus der Diskussion mit Dir raus. Wer meint, mit politisch ganz klar konnotierten Worte wie "Denunziantentum" und "Blockwarte" argumentieren zu wollen, hat jegliche Diskussionsebene verlassen.
Die Konflikte hier sind exemplarisch für das, was uns in den nächsten Wochen noch bevorstehen könnte. Schaut euch die aktuellen Ausschreitungen in Neapel und Rom an. Ich glaube nicht, dass sich ein zweiter, längerer Lockdown ohne weiteres durchsetzen lassen wird.
 
Das Alpinforum ist nicht repräsentativ. In der Gesamtheit der Bevölkerung sind die Mehrheitsverhältnisse was die Einstellung zu Maßnahmen angeht deutlich anders als hier. Das bestätigt quasi jede Umfrage, meine persönliche Wahrnehmung im Umfeld sowieso.

Einen zweiten Lockdown sehe ich noch nicht zwingend. Wir haben es in der Hand. Ich bin, wie schon zuvor vom Kollegen ausgeführt, ebenfalls noch relativ gelassen und optimistisch. Das rührt u.a. auch aus dem ersten Absatz dieses Postings. :wink:
 
Südtirol schrieb:
Schaut euch die aktuellen Ausschreitungen in Neapel und Rom an. Ich glaube nicht, dass sich ein zweiter, längerer Lockdown ohne weiteres durchsetzen lassen wird.
Und deshalb ist es jetzt notwendig, sich privat an die Gebote zu halten, damit wir eine solche Situation, die niemand will und die fraglos eine enorme gesellschaftliche Sprengkraft hätte, abwenden können. Niemand will einen Lockdown, es liegt aber in unserer aller Hand...
 
Christian Heinrich schrieb:
Und deshalb ist es jetzt notwendig, sich privat an die Gebote zu halten, damit wir eine solche Situation, die niemand will und die fraglos eine enorme gesellschaftliche Sprengkraft hätte, abwenden können. Niemand will einen Lockdown, es liegt aber in unserer aller Hand...
Immer noch ist meine Frage offen, warum es nicht zuzumuten ist, dass sich insbesondere die Risikogruppen durch angemessene Masken o.ä. selber schützen.
 
Eigentlich ist diese Frage nicht offen. Sie wurde hier durchgekaut, im Video in meiner Signatur wird kurz darauf eingegangen, die überwiegende Mehrheit der Fachleute hat dazu einen Konsens gefunden... mir kommt diese Frage vor, als würde sie einer stellen, der 6 Monate geschlafen oder auf einer Expedition am Nordpol war, sorry.

Kurz: es geht nicht so, wie es deine Frage impliziert.

Einige Regierungen haben diesen Weg zunächst eingeschlagen (Schutz der Risikogruppen + Durchseuchung des Rests).
Es hat nirgends funktioniert.
 
Warst du schon mal in einem Pflegeheim? Hast du Umgang mit Menschen im Alter von 80plus? Dann kannst du diese Frage selbst beantworten.
Und noch mal: Auch junge Menschen haben schwere Verläufe.


Nicht wegen der Quelle erschrecken. Die Zitate sind richtig wiedgergegeben:

https://www.oe24.at/coronavirus/virologin-schlaegt-alarm-die-kontrolle-geht-verloren/451427185


Passt zur obigen Aussage, dass man aus Verlegenheit sagt, es handle sich um Haushaltscluster. Tatsächlich ist es ein Restaurantcluster, aber keiner kann es rückverfolgen. Oder eben und das betrifft uns Skifahrer besonders: Es ist ein Öffi-Cluster. Irgendeiner der Passagiere war infektiös.
 
NeusserGletscher schrieb:
Pilatus schrieb:
Genau. Darum ist es ja auch nötig, dass Leute, die nicht zur Risikogruppe gehören, ebenfalls mitmachen. Wenn sich nur die Risikogruppe schützt, dann ist ja in erster Linie die Nicht-Risikogruppengeschützt, was ja nicht besonders zielführend ist. Und darum brauchen wir halt Regeln.
Pädagogik auf Vorschulalter-Niveau ohne jegliche wissenschaftliche Evidenz.

Ich gebe mir Mühe dass auch du mich verstehst :mrgreen:

Die fehlende Evidenz ist falsch. Die passive Schutzwirkung von Masken ist seit Jahrzehnten etabliert. Die aktive Schutzwirkung (inklusive FFP2- & FFP3-Masken, by the way) ist weniger gut untersucht, aber anzunehmen.

Und mit dem Goldstandard einer randomisiert-kontrollierten Studie wird man die Maskenfrage nie beantworten können. Oder kennst du ein geeignetes Studiendesign?
 
Pancho schrieb:
Eigentlich ist diese Frage nicht offen. Sie wurde hier durchgekaut, im Video in meiner Signatur wird kurz darauf eingegangen, die überwiegende Mehrheit der Fachleute hat dazu einen Konsens gefunden... mir kommt diese Frage vor, als würde sie einer stellen, der 6 Monate geschlafen oder auf einer Expedition am Nordpol war, sorry.

Kurz: es geht nicht so, wie es deine Frage impliziert.

Einige Regierungen haben diesen Weg zunächst eingeschlagen (Schutz der Risikogruppen + Durchseuchung des Rests).
Es hat nirgends funktioniert.
Ja, ich verstehe es nicht. Wenn sich die Risikogruppen nicht an die Schutzmaßnahmen halten, einverstanden. Aber es wäre theoretisch und auch praktisch möglich. Jeder, der ein Altenheim besucht, trägt zu 100% der Zeit eine FFP2-Maske und wird rausgeschmissen, wenn er das nicht tut.

Wenn man sich halt darauf verlässt, dass die Gesellschaft dann einfach einen Lockdown macht, gut, dann muss man sich ja nicht mehr selber vorsehen.
 
... und wer kümmert sich um die Risikopersonen?

- Pflegepersonal mit 8 Std. FFP2 Makse, schließlich haben diese ja auch Kontakt nach Außen, Ehepartner, Kinder, etc.?
- Die Risikopersonen sollen sich gegenseitig pflegen?
- Wir kassernieren die Pflegekräfte?

... sicher alles theoretisch und praktisch ganz einfach möglich :?
 
Südtirol schrieb:
Aber es wäre theoretisch und auch praktisch möglich.
Wie hier schon erwähnt, abgesehen von den Alten- und Pflegeeinrichtungen pflegen derzeit ca. 4,7 Mio. Angehörige 2,9 Mio. Pflegebedürftige in häuslicher Umgebung. Wie sieht da dein Tipp für die praktische Maßnahme aus? Besuchsverbote für private Haushalte, also Abschottung aller Menschen, die zuhause Angehörige pflegen? FFP2/3-Maskenpflicht zuhause rund um die Uhr, damit den Freiheitliebenden das temporäre Maskentragen im Supermarkt, ÖPNV etc. nicht zugemutet werden muss?
Dazu gibt es noch weitere Millionen Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, aber dennoch intensiv am öffentlichen Leben teilnehmen, wie Diabetiker, Herz-Kreislauf-Kranke usw.
Unsere Gesellschaft ist mit den Risikogruppen und Nicht-Risikogruppen viel zu verzahnt, als dass man Risikogruppen vom Rest separieren könnte. Der einzig wirksame Schutz besteht darin, das Infektionsrisiko in der Öffentlichkeit möglichst niedrig zu halten und momentan ist der einzige gangbare Weg, die Infektionszahlen selbst niedrig zu halten.
 
Jan Tenner schrieb:
Wie hier schon erwähnt, abgesehen von den Alten- und Pflegeeinrichtungen pflegen derzeit ca. 4,7 Mio. Angehörige 2,9 Mio. Pflegebedürftige in häuslicher Umgebung. Wie sieht da dein Tipp für die praktische Maßnahme aus? Besuchsverbote für private Haushalte, also Abschottung aller Menschen, die zuhause Angehörige pflegen? FFP2/3-Maskenpflicht zuhause rund um die Uhr, damit den Freiheitliebenden das temporäre Maskentragen im Supermarkt, ÖPNV etc. nicht zugemutet werden muss?
Dazu gibt es noch weitere Millionen Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, aber dennoch intensiv am öffentlichen Leben teilnehmen, wie Diabetiker, Herz-Kreislauf-Kranke usw.
Unsere Gesellschaft ist mit den Risikogruppen und Nicht-Risikogruppen viel zu verzahnt, als dass man Risikogruppen vom Rest separieren könnte. Der einzig wirksame Schutz besteht darin, das Infektionsrisiko in der Öffentlichkeit möglichst niedrig zu halten und momentan ist der einzige gangbare Weg, die Infektionszahlen selbst niedrig zu halten.
Warum nicht FFP2-Masken tragen, wenn man sich in der Umgebung einer zu pflegenden Person aufhält?

Infektionszahlen niedrig halten, das wird halt jetzt in der Herbst- und Winterzeit nicht funktionieren, sofern nicht tatsächlich strikte Kontaktsperren kommen. Aber man sollte davon auch die Nebenwirkungen berücksichtigen, und da denke ich durchaus an steigende Suizidzahlen bei alleine lebenden Menschen.
 
Christian Heinrich schrieb:
Südtirol schrieb:
Schaut euch die aktuellen Ausschreitungen in Neapel und Rom an. Ich glaube nicht, dass sich ein zweiter, längerer Lockdown ohne weiteres durchsetzen lassen wird.
Und deshalb ist es jetzt notwendig, sich privat an die Gebote zu halten, damit wir eine solche Situation, die niemand will und die fraglos eine enorme gesellschaftliche Sprengkraft hätte, abwenden können. Niemand will einen Lockdown, es liegt aber in unserer aller Hand...

Das würde ich ganz grundlegend in Frage stellen. Wenn wirklich "niemand" einen Lockdown wollte, käme er sicher nicht. Es ist ja nicht so, dass der Lockdown vom Himmel fällt oder gottgegeben wäre. Nein, der wird von der Regierung verhängt.

Man kann auch wie Schweden, egal wie hoch die Zahlen sind, dennoch keinen Lockdown machen. So kann er zu 100% verhindert werden. Nur so.

Langfristig wird es dazu eh keine Alternative geben. Corona wird nicht verschwinden und auch ein Impfstoff wird nicht sofort alles lösen. Mag sein dass manche dann halt jedes Jahr 2 Lockdowns für ne tolle Idee halten, aber das wird man nicht durchhalten können.
 
NeusserGletscher schrieb:
Die Maßnahmen in Schweden kann man an einer Hand abzählen.

Die Maßnahmen in D auch: A (1), H (2), A (3) + in einigen Bereichen noch Sperrstunde. Versammlungsbeschränkungen gibt es auch in D und Schweden. Aber bei uns ist ja soooo schlimm und in Schweden sooooo toll :roll: Klingt alles eher nach Mythos für mich ...
 
Südtirol schrieb:
dass sich insbesondere die Risikogruppen durch angemessene Masken o.ä. selber schützen.

Hast du da konkrete Vorschläge? zum Beispiel für
- die 24jährige mit Mukoviszidose, die nicht stundenlang eine ffp3-Maske tragen kann
- den 10jährigen mit Down-Syndrom, inklusive Herzfehler und kognitiven Einschränkungen, der sich den MNS einfach
immer runter reißt
- den 72 jährigen mit COPD und Sauerstoffgerät
- den 3jährigen, der wegen einer Autoimmunerkrankung Immunsuppressiva bekommt


was ist da dein Vorschlag? Alle mitsamt Angehörigen und Pflegekräften einsperren? Damit du während des Einkaufens keinen MNS tragen musst?
 
In solchen Fällen können doch die pflegenden Personen Masken tragen, die auch andere schützen!
 
Die Diskussion ist sinnlos. J-d-s und Südtirol kann man nicht überzeugen. Und wenn ihre Strategie brutal scheitert, würden die behaupten, man habe es „halt nicht richtig gemacht“. Die Demokratie hält ein paar Idioten aus.

j-d-s schrieb:
Wenn wirklich "niemand" einen Lockdown wollte, käme er sicher nicht. Es ist ja nicht so, dass der Lockdown vom Himmel fällt oder gottgegeben wäre. Nein, der wird von der Regierung verhängt.

Tja, darum wird denke ich auch nicht mehr ein Lockdown wie im Frühjahr kommen. Dafür wirds aber weniger Geld geben vom Staat und die Kunden trotzdem ausbleiben. Bereits wurde angekündigt, dass man nicht mehr alle Betriebe retten will. Kleine Einzelhändler und Gastronomen werden sich den Lockdown noch zurückwünschen.
 
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