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Coronavirus 2019-nCoV

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carvster| schrieb:
Der nächste Lockdown in Bayern, diesmal der Landkreis Rotall Inn.

Schön, dass der Landrat es extra betonen musste, dass es wohl in nem Flüchtlingsheim anfing und dass die Zahlen ja nur so hoch seien, weil wir ja an Österreich angrenzen (heißt seine CSU hat alles perfekt gemacht aber die anderen waren Schuld). :rolleyes:
Außerdem ist die Verordnung mal wieder in Teilen so schwammig formuliert, dass man teilweise nicht weiß, ob etwas jetzt erlaubt ist oder nicht (ist aber keine Überraschung).
 
Der Ladenbesitzer kann hier sein Hausrecht geltend machen. Alles korrekt. Es geht um den Schutz der Mitarbeiter und anwesenden Kunden. Bin ich wirklich krank drohe ich auch nicht gleich mit Anzeige. Wenn ich dann schlau bin, rufe ich als chronisch Kranker vorher an und frage nach wie ich an meine Backwaren komme - und schreie nicht gleich mit Anzeige! Nur weil ich das in einem Youtube-Video so gesehen habe. Die Anzeige läuft eh ins leere.

Achso.....also muss man jetzt mehrere Tage vorher bei dutzenden Läden, Gastronomie usw anfragen (Email dauert oft recht lange, bis eine Antwort kommt .... falls überhaupt und ich weiß nicht, ob jeder kleine Laden ständig telefonisch erreichbar ist), ob man eventuell irgendwann da einkaufen kann oder wie?
Warum können die, die laut schreien, dass man die Regeln akzeptieren muss, eigentlich nicht auch ALLE Regeln akzeptieren. Also auch die Regel, dass Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen mit einem Attest befreit sind.

Es ist zum Kotzen, dass alle von Solidarität reden, aber die Schwächsten in der Gesellschaft werden bewusst ignoriert und bekommen eben KEINE Solidarität. :sauer:
Was gefälschte Atteste angeht. Mag sein, dass es Leute gibt, die sich ein Attest ausdrucken (auch wenn ich davon ausgeh, dass das nur wenige sind).

Sollten wir nach der Logik dann nicht auch alle Autoführerscheine verbieten, weil es vielleicht ein paar gibt,
die sich ihren Führerschein fälschen oder wie??? Oder Bargeld verbieten, weil manche Falschgeld drucken......... :rolleyes:
 
Ich halte es auch für äußerst bedenklich, wenn man Menschen die bewiesenermaßen keine Maske tragen können (das kann ein Arzt sicher besser beurteilen als irgendein Ladenangestellter) aktiv ausgrenzt. Auch die müssen ja einkaufen gehen können.

Sich dann auch noch dafür auf die Schulter zu klopfen, ist völlig daneben.

Spechti schrieb:
starli schrieb:
Spechti schrieb:
Für die Maskenverweigerer mal etwas zum nachdenken:

Corona Infektionen/100.000 Einwohner in den letzten 2 Wochen:

Brüssel: 1700
Wallonien: >2000

Die höchsten Werte in Europa. Belgiens Gesundheitsminister gibt unumwunden zu das die Lage außer Kontrolle geraten ist! Verdopplung der Intensivpatienten mit Corona etwa alle 7 Tage.
Soweit ich das gerade gegoogelt hab, gibt es in Belgien sehr wohl Maskenpflicht. D.h. trotz Maskenpflicht auch hier keinerlei Auswirkungen, die Zahlen steigen trotzdem stark. Wie halt in AT und anderen Ländern auch. Maskenpflicht also sinnlos. Bzw. steigen die Zahlen doch erst seit der Maskenpflicht wieder so stark. Nanü ...

Aufhebung der generellen Maskenpflicht zum 1.10.20 inkl. deutlicher Lockerungen der Vorgaben im privaten Bereich, ab etwa 1 Woche später massivst steigende Fallzahlen, 26 Tage später eine vollends außer Kontrolle geratene Pandemie. Aber ja, kann natürlich nur eine unfassbar blöde zeitliche Koinzidenz sein oder das eintreten der Vorhersagen von Epidemiologen zu den kassierten Maßnahmen.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/corona-belgien-verabschiedet-sich-von-der-maskenpflicht-16969891.html

Das Danke war ein falscher Tipper auf den Zitierbutton

Aha, und woher kommen dann die quasi zeitgleichen, auch massivsten Anstiege im Rest Europas, wo es gar keine Lockerungen gab?

Also diese Argumentation hier ist mal völlig aus der Luft gegriffen. Eigentlich wäre es eher verwunderlich gewesen, wenn es überall anders Anstiege gäbe, nur in Belgien nicht.

Tyrolens schrieb:
Ich befürchte, diese Annahme hat sich als Irrtum erwiesen.

Bei Bars kann man vielleicht diskutieren, bei Restaurants halte ich das aber für abwegig. Aus den Clusteranalysen aus der Österreich, von der AGES, wissen wir, dass etwa 4% der Fälle auf die Gastronomie zurückzuführen sind.
Insgesamt gesehen bringen viele der gegenwärtigen Maßnahmen wenig bis gar nichts, weswegen sie auch die Anstiege nicht stoppen oder verlangsamen.

Daher muss man sich grundlegend überlegen: Wo sind Orte, wo Menschen längeren Kontakt miteinander haben, und wie können wir die verhindern? Richtig, Menschen infizieren sich, wenn sie längeren Kontakt zueinander haben.

Das geht effektiv nur indem man Kontaktsperren (nicht: Ausgangssperren/Ausgangsbeschränkungen, denn alleine durch vor-die-Haustür-gehen wird niemand infiziert) erlässt, d.h. man müsste generell jeden Kontakt von mehr als 15 Minuten zwischen Angehörigen von mehr als zwei Haushalten verbieten. Das gilt dann überall gleichermaßen, im Freien, im Privaten, in Restaurants, usw.

Eine Kontaktsperre bringt mehr als so ziemlich alle anderen Maßnahmen - das war auch das Entscheidende im März/April - und schädigt die Wirtschauft weitaus weniger.
 
j-d-s schrieb:
Das geht effektiv nur indem man Kontaktsperren (nicht: Ausgangssperren/Ausgangsbeschränkungen, denn alleine durch vor-die-Haustür-gehen wird niemand infiziert) erlässt, d.h. man müsste generell jeden Kontakt von mehr als 15 Minuten zwischen Angehörigen von mehr als zwei Haushalten verbieten. Das gilt dann überall gleichermaßen, im Freien, im Privaten, in Restaurants, usw.

Was ist in dich gefahren? Das sind ja ultraharte Maßnahmen, die du da forderst? Da hätte ich jetzt Bedenken, ob das im Augenblick verhältnismäßig ist...
 
Daher muss man sich grundlegend überlegen: Wo sind Orte, wo Menschen längeren Kontakt miteinander haben, und wie können wir die verhindern? Richtig, Menschen infizieren sich, wenn sie längeren Kontakt zueinander haben.

Das geht effektiv nur indem man Kontaktsperren (nicht: Ausgangssperren/Ausgangsbeschränkungen, denn alleine durch vor-die-Haustür-gehen wird niemand infiziert) erlässt, d.h. man müsste generell jeden Kontakt von mehr als 15 Minuten zwischen Angehörigen von mehr als zwei Haushalten verbieten. Das gilt dann überall gleichermaßen, im Freien, im Privaten, in Restaurants, usw.

Eine Kontaktsperre bringt mehr als so ziemlich alle anderen Maßnahmen - das war auch das Entscheidende im März/April - und schädigt die Wirtschauft weitaus weniger.

Eine radikale Kontaktsperre würde wahrscheinlich verheerende psychische Folgen haben, die schlimmer sein könnten als die möglichen Folgen der aktuellen Maßnahmen und der fast schon Kriegsrhetorik, die die Politik verwendet.

Ich bin der Ansicht, dass das Einzige, was langfristig Sinn machen würde ist, wenn möglich Abstand zu halten, alltägliche Hygiene (wie Hände waschen, niemanden Anniesen oder Anhusten.....was eigentlich sowieso selbstverständlich sein sollte) und meinetwegen im ÖPNV eine Maskenempfehlung sowie eine VON ALLEN akzeptierte Ausnahmeregelung wie es sie eigentlich schon geben würde.
Sämtliche strengeren Maßnahmen (Lockdown, Ausgangsbeschränkungen, wer weiß was sich die Regierung von den Nachbarländern noch abschaut.......Ausgangssperre vllt?...) können unmöglich mehrere Monate oder gar Jahre durchgezogen werden, weil der Mensch nunmal soziale Kontakte, frische Luft, Bewegung usw braucht, um gesund zu sein. Solche Maßnahmen mögen in einer Diktatur (bsp China) vllt gut funktionieren, aber niemals längerfristig in einer Demokratie.

Wichtig ist, dass die Solidarität/Rücksicht für ALLE gleichermaßen gilt, also wie schonmal erwähnt, dass Befreite auch respektiert werden (und nicht ausgesperrt, angefeindet, angegriffen oder wie an manchen Schulen dass befreite Schüler von der Klasse separiert werden, in den Pausen in festgelegten Bereichen stehen müssen, usw....).
 
Ich sags mal so: Alles andere ist Wischiwaschi und wird meiner Einschätzung nach nichts oder nur sehr wenig bringen. Die Zahlen in den Bereichen, die man noch beschränken könnte, sind einfach zu gering. Das allermeiste dürfte im Privaten Bereich stattfinden und daher können auch nur Maßnahmen dort was bringen.

Eine "radikale" Kontaktsperre meine ich nicht, das was ich vorschlage ist weniger radikal als die während des Lockdowns (da war es max. 1 Person aus fremden Haushalten; die Bundesländer mit Ausgangssperre/Ausgangsbeschränkung waren sogar wesentlich radikaler als das, ohne dass es mehr gebracht hätte), und Treffen über 15 Minuten, dann bspw. im Freien mit 1,50 Meter Abstand und mehr Leuten gehen ja. Und Arbeit/Schule bleibt natürlich als Ausnahme weiter bestehen mit den bisherigen Regelungen, für Kunden/Besucher gilt natürlich überall die Beschränkung auf max. 2 Haushalte pro Gruppe.

Wenn man jetzt keine Maßnahmen macht, welche die Kontakte an sich beschränken (und nicht irgendwelche Bereiche wo man sagt "könnte ja was bringen", wobei nach den Analysen die Zahlen dieser Bereiche eher niedrig sind), dann macht man eben in 2-3 Wochen den kompletten Lockdown. Und dann reißt man halt die Wirtschaft komplett mit.

Alternativ könnte man freilich auch nichts tun oder Wischiwaschi-Maßnahmen (wie Restaurants schließen, oder gleich noch Museen, Zoos etc.), aber dann bleiben die Zahlen eben bestenfalls so wie sie sind.
 
j-d-s schrieb:
Bei Bars kann man vielleicht diskutieren, bei Restaurants halte ich das aber für abwegig. Aus den Clusteranalysen aus der Österreich, von der AGES, wissen wir, dass etwa 4% der Fälle auf die Gastronomie zurückzuführen sind.


Das habe ich auch gedacht. Bis das aufgeklärt wurde und zwar insofern, als dass das nur die zuordenbare Fälle sind. Wenn einer nicht weiß, dass er sich im Restaurant infiziert hat, dann wird der Fall als Haushaltscluster eingeordnet. Kann also sein, dass die Vorsichtsmaßnahmen in den Restaurants überhaupt nicht funktionieren, weil sie zwar viele Fälle produzieren, diese aber nicht rückverfolgbar sind.
Im ÖPNV gibt es auch keine Cluster. Auch das kann daran liegen, dass niemand weiß, ob nicht gerade ein Infizierter mit gefahren ist. Sowas kann man vermutlich nur über App Systeme nachverfolgen.
 
Tyrolens schrieb:
... Sowas kann man vermutlich nur über App Systeme nachverfolgen.
Dann muiß einem die App aber auch sagen, wann und wo der Kontakt war. Das verindert aber der heilige Datenschutz. Inzwischen wird das ja auch diskutiert, daß die App somit weitgehend nutzlos ist - was man früher hätte wissen können.
 
Tyrolens schrieb:
Im ÖPNV gibt es auch keine Cluster. Auch das kann daran liegen, dass niemand weiß, ob nicht gerade ein Infizierter mit gefahren ist. Sowas kann man vermutlich nur über App Systeme nachverfolgen.

Aber eigentlich sollten die Kontakt-Tracer schon wissen ob unbekannt Infizierte überdurchschnittlich viel ÖPNV nutzen oder nicht, selbst wenn es der jeweiligen Verfolgung nicht weiterhilft.

Übrigens funktionieren die Entfernungserkennung über Bluetooth in engen, verwinkelten Räume wie in Straßenbahnen oder Bussen noch mal deutlich schlechter als sie eh schon ist. Was die Apps in diesem Umfeld (ganz abgesehen vom Datenschutzproblem) noch viel sinnloser macht als sie eh schon sind.
 
j-d-s schrieb:
Eine "radikale" Kontaktsperre meine ich nicht, das was ich vorschlage ist weniger radikal als die während des Lockdowns (da war es max. 1 Person aus fremden Haushalten; die Bundesländer mit Ausgangssperre/Ausgangsbeschränkung waren sogar wesentlich radikaler als das, ohne dass es mehr gebracht hätte), und Treffen über 15 Minuten

Woher kommen eigentlich die 15 min, die es dir so angetan haben? Wieso nicht 10 oder 20? Oder 13, 17....?
 
Ein Kommentar, zu dem ich nichts hinzuzufügen habe:
Die spanische Regierung hat sich auf die zweite Corona-Welle wider besseres Wissen nicht vorbereitet – weder gesetzlich, noch im Gesundheitswesen.
Die jetzige Situation war vorherzusehen. Doch die Regierung ließ fast acht Monate verstreichen, ohne die Gesetzeslage so anzupassen, dass gezielte Eingriffe ohne Ausnahmezustand für ein ganzes Land möglich sind. Hinzu kommt, dass Sánchez Corona-Hilfsgelder an die Regionen vergab, ohne zu überprüfen, wohin sie fließen. Madrid etwa hat 1,7 Milliarden Euro bezogen, ohne, wie zugesagt, das Netz der Kontaktverfolger auszubauen oder zusätzliches Personal im Gesundheitswesen anzuheuern.
Quelle: Corona-Alarmzustand in Spanien: Eine Krise braucht Demokratie (taz.de)
 
Was ist hier los? Sind hier jetzt alle zu Lockdown-Hardlinern geworden....?
 
Pancho schrieb:
Was ist hier los? Sind hier jetzt alle zu Lockdown-Hardlinern geworden....?
Die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht nur in anonyme Zahlen schaut, sondern plötzlich eine Person aus seinem Umfeld kennt, die mit ersten Problemen im Krankenhaus liegt und man einen Eindruck bekommt was das bedeutet, könnte auch bei Forumsmitgliedern gestiegen sein.
 
Pancho schrieb:
j-d-s schrieb:
Eine "radikale" Kontaktsperre meine ich nicht, das was ich vorschlage ist weniger radikal als die während des Lockdowns (da war es max. 1 Person aus fremden Haushalten; die Bundesländer mit Ausgangssperre/Ausgangsbeschränkung waren sogar wesentlich radikaler als das, ohne dass es mehr gebracht hätte), und Treffen über 15 Minuten

Woher kommen eigentlich die 15 min, die es dir so angetan haben? Wieso nicht 10 oder 20? Oder 13, 17....?
Frag doch die Politiker oder Virologen, die sich das vor einem halben Jahr ausgedacht haben, warum sie ausgerechnet 15 Minuten gewählt haben.
 
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