Coronavirus 2019-nCoV

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Aber schon mit anderer Testdichte und Dunkelziffer!
Inwieweit das jetzt wie viel ausmacht, darüber kann man bestimmt trefflich streiten.
 
Bei der "heiligen" 50er-Inzidenz bin ich auch skeptisch ob man die erreicht, und vor allem ob man sie dann hält. In Israel (da ist nicht mal richtig Winterwetter) und Irland hat das nur ein paar Wochen gedauert bi man es wieder mit einem Lockdown versucht hat.

Was ist eigentlich mit dem Balkan? Man hört ja nichts, aber die Zahlen fallen ganz ordentlich. Wenn das ohne Lockdown passiert dann ist das hier wohl politisch unerwünscht.
 
Jan Tenner schrieb:
Aber schon mit anderer Testdichte und Dunkelziffer!
Inwieweit das jetzt wie viel ausmacht, darüber kann man bestimmt trefflich streiten.

vermutlich (streiten...) - wobei man gerade dort damals die Testkapazitäten ausgenutzt hat... und auf Kreisebene liegen derzeit die Inzidenzwerte ueber 700.
 
albe-fr schrieb:
Jan Tenner schrieb:
Aber schon mit anderer Testdichte und Dunkelziffer!
Inwieweit das jetzt wie viel ausmacht, darüber kann man bestimmt trefflich streiten.

vermutlich (streiten...) - wobei man gerade dort damals die Testkapazitäten ausgenutzt hat... und auf Kreisebene liegen derzeit die Inzidenzwerte ueber 700.
In der Region wo ich wohne starben bei der ersten Welle 60 Leute auf 550 positive Tests, das wäre eine Mortalitätsrate von über 10 % und das in 6 Lkr, eine so hohe Mortalitätsrate ist einfach nur utopisch. Eine Studie geht davon aus das zum Teil 20mal mehr Kinder und Jugendliche Corona schon hatten in der Region. Unsere Region war jetzt auch wieder mit lange Zeit ganz vorne dabei bei den Inzidenzen und es war nie schlimmer als wie in der ersten Welle.
 
ThomasZ schrieb:
Pistencruiser schrieb:
molotov schrieb:
Ich schreib nix mehr zu den Maßnahmen, aber mit Intelligenz, Vernunft und vor allen Dingen Angemessenheit hat das nix zu tun. Jetzt muss ich mit meiner Frau getrennt zu den Nachbarn gehen, die spinnen. Was ich die grad heißen könnte, kann man schriftlich nur schwer ausdrücken...

Nach Möglichkeit sollst du überhaupt nicht zu den Nachbarn gehen - ob mit oder ohne deine Frau - es sei denn Ihr leistet Hilfe bei der Versorgung, etc....
Ist das so schwer zu begreifen? Es geht nicht um alleine oder zu zweit, sondern das Signal lautet schlicht: Bleibt gefälligst mit dem Arsch zu Hause und trefft euch möglichst nicht mit anderen Leuten. Das ist der Hintergrund so ziemlich ALLER Maßnahmen - aber wenn du das nach 9 Monaten noch nicht begriffen hast seh' ich auch für die nächsten Monate schwarz. Weiter viel Spass beim Schaum vom Mund abwischen.

Die, die es bis jetzt nicht interessiert hat, wird man mit allen Verschärfungen nicht erreichen. Mit den immer härteren Maßnahmen bestraft man nur die, die sich die ganze Zeit dran gehalten haben.

Genau das ist das Problem. Drum wird die Verschärfung auch nichts bringen.

Und solang alle noch zur Arbeit müssen geht es nicht groß runter, siehe zB Berchtesgaden!

Eben in einem Interview hat es einer gut ausgedrückt:"Mit den Maßnahmen nun ist das wie offener Vollzug mit 15 km Radius bei dem man nur zur Arbeit darf."

Die Politik macht nur Politik für die Generation 60 plus und die Wahl dieses Jahr mit Wahlkampf ist auch nicht förderlich.
 
Was habt ihr denn alle für Jobs dass es den Arbeitgebern nicht möglich ist unter Inkaufnahme von evtl. Produktivitätseinbußen die Arbeit Corona-konform zu organisieren?

christopher91 schrieb:
(...)

Und solang alle noch zur Arbeit müssen geht es nicht groß runter, siehe zB Berchtesgaden!

(...)


Whistlercarver schrieb:
Das kotzt mich auch so langsam an. Es sollen alle arbeiten gehen und sich in der Firma ungeregelt aufhalten. Wo wird den schon die Maskenpflicht streng gehandhabt in der Firma? Wenn die ersten 10% gekündigt wurden deswegen, dann kann der Chef nicht mehr so leicht die Leute rausschmeißen ohne den laden komplett dicht zu machen.
Wenn ich aber arbeiten gehe habe ich auch außerhalb der Arbeit wieder viel mehr Kontakte. 1 mal die Woche tanken, Einkaufen, Vesper beim Bäcker und Metzger holen. Mittagessen evtl. wieder bei einem anderen Metzger holen oder Imbissbude.
(...)

In der ersten Welle wurden bei uns die Arbeitsplätze in grün, gelb und rot eingeteilt. Für rot galt schon immer Maskenpflicht, seit Herbst auch für die Grünen, die Kantinen sind zu.

Wir haben uns im Sommer den A**** aufgerissen und Entwickler- und Testplätze virtualisiert, Prozesse geändert, weil klar war, was auf uns zukommt.

Was jetzt immer noch nicht virtuell geht, muss mit Maske gemacht werden, die Kollegen müssen sich absprechen, dokumentieren, Chefs müssen unterschreiben, dass Präsenz "business essential" ist.

Klar, das geht nicht für alle Arbeitsplätze, aber es zeigt mir, dass da schon noch was geht, wenn sich die Chefs und pfiffige Mitarbeiter was einfallen lassen.

Aber auch ich fühle mich im Homeoffice "eingesperrt" und hoffe, dass es bald vorbei ist. Aber immer nur jammern, "das geht nicht", das hilft auch nicht. Hier wurde ja schon Loriot zitiert.
 
Tobi-DE schrieb:
Aber auch ich fühle mich im Homeoffice "eingesperrt" und hoffe, dass es bald vorbei ist. Aber immer nur jammern, "das geht nicht", das hilft auch nicht. Hier wurde ja schon Loriot zitiert.

Werd doch Erzieher, Lehrer, Pfleger oder dergleichen (enger Kontakt mit vielen Menschen). Dann lernst du das jetzige Homeoffice schnell zu schätzen.
 
Ich war ja schon im Homeoffice bevor es cool war und vermisse nur meine Geschäftsreisen zu Kunden etwas.

Aber von vielen Verwandten und Freunden höre ich dass sich Arbeitgeber immer noch mit Homeoffice sehr schwer tun. Meine Schwester z.B. hat einen klassischen Bürojob im erweiterten Verkaufsbereich, den man perfekt von daheim machen kann, was sie auch gerne würde. Aber ihr Chef behauptet das ginge in der Firma nicht einfach so. Bei anderen Mitarbeitern in einem anderen Büro in einer anderen Stadt geht es aber völlig problemlos, da anderer Chef.
 
@Tobi-DE: Das war nicht auf meinen Job bezogen sondern die große Gesamtheit. Ich durfte aber auch erst erstmals im November ins Home Office weil es bis dahin keine Laptops mit Zugangstoken gab. In der ersten Welle war ich komplett an der Arbeit. Mittlerweile ist dies zum Glück besser.
Im öffentlichen Dienst war Home Office vor Corina hallt quasi nicht existent.

Und generell fand ich wurde das Thema bis November im öffentlichen Dienst nicht Ernst genommen.

Deine Firma scheint da fortschrittlich zu sein.
 
Tobi-DE schrieb:
Was habt ihr denn alle für Jobs dass es den Arbeitgebern nicht möglich ist unter Inkaufnahme von evtl. Produktivitätseinbußen die Arbeit Corona-konform zu organisieren?
Im Handwerk nur schwer möglich und auf der Baustelle nur schwer umsetzbar. Es gibt halt schwere Arbeiten die müssen auf engsten Raum ausgeführt werden da ist es schlicht nicht möglich die 1,5m Abstand einzuhalten. Bei den Büroarbeitsplätzen ist es kein Thema, teils Homeoffice, teils alleine im Baucontainer, teils Einzelbüros oder Zweimann mit großen Abstand und Glasscheibe. Dass die Meister im Homeoffice waren kam gar nicht gut an, Deswegen sind wir jetzt angehalten im Büro oder auf der Baustelle zu sein. Im Moment genießen alle (>500) Zwangsurlaub.
 
Pistencruiser schrieb:
molotov schrieb:
Ich schreib nix mehr zu den Maßnahmen, aber mit Intelligenz, Vernunft und vor allen Dingen Angemessenheit hat das nix zu tun. Jetzt muss ich mit meiner Frau getrennt zu den Nachbarn gehen, die spinnen. Was ich die grad heißen könnte, kann man schriftlich nur schwer ausdrücken...

Nach Möglichkeit sollst du überhaupt nicht zu den Nachbarn gehen - ob mit oder ohne deine Frau - es sei denn Ihr leistet Hilfe bei der Versorgung, etc....
Ist das so schwer zu begreifen? Es geht nicht um alleine oder zu zweit, sondern das Signal lautet schlicht: Bleibt gefälligst mit dem Arsch zu Hause und trefft euch möglichst nicht mit anderen Leuten. Das ist der Hintergrund so ziemlich ALLER Maßnahmen - aber wenn du das nach 9 Monaten noch nicht begriffen hast seh' ich auch für die nächsten Monate schwarz. Weiter viel Spass beim Schaum vom Mund abwischen.
glaube du kannst schwer beurteilen wie viel Leute ich in den letzten 9 Monaten getroffen habe, ohne deine Kontakte zu kennen steht die Chance dass meine Kontaktzahl niedriger war. Also bitte setz dich wieder und urteil nicht über mich.
 
Pilatus schrieb:
https://www.t-online.de/region/berlin/news/id_89209970/charite-wegen-corona-in-personalnot-aerzte-sollen-in-der-pflege-helfen.html

Also wo sind die ganzen Intensivbetten in Deutschland hin? Soweit sind wir in der Schweiz zum Glück nicht :surprised:

Der Artikel bezieht sich doch nur auf Berlin?
Aber schon komisch, dass Merkel genau erwähnte das sich mit dem Leiter der Charité unterhalten wurde. In anderen Krankenhäusern mag es ganz anders aussehen.

Irgendwie hört die Regierung immer nur auf dieselben Experten.
 
christopher91 schrieb:
Der Artikel bezieht sich doch nur auf Berlin?
Aber schon komisch, dass Merkel genau erwähnte das sich mit dem Leiter der Charité unterhalten wurde. In anderen Krankenhäusern mag es ganz anders aussehen.
Theoretisch möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Hier im Kreis sind Kliniken jedenfalls am Anschlag. Abseits von großen Ballungszentren und den ganz großen Hotspots. Und der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, lügt uns natürlich auch nur einen in die Tasche, um dich zu ärgern, wenn er behauptet, dass die Intensivstationen am Anschlag sind.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-christian-lindner-und-dietmar-bartsch-kritisieren-verschaerfung-des-shutdowns-a-03fca45b-1905-4244-a1ed-cb6f8f66a991

christopher91 schrieb:
Irgendwie hört die Regierung immer nur auf dieselben Experten.
Ich Wette, du könntest spontan noch nicht mal benennen, welcher Experte die Kanzlerrunde gestern beraten hat...
 
christopher91 schrieb:
Pilatus schrieb:
https://www.t-online.de/region/berlin/news/id_89209970/charite-wegen-corona-in-personalnot-aerzte-sollen-in-der-pflege-helfen.html

Also wo sind die ganzen Intensivbetten in Deutschland hin? Soweit sind wir in der Schweiz zum Glück nicht :surprised:

Der Artikel bezieht sich doch nur auf Berlin?
[...] In anderen Krankenhäusern mag es ganz anders aussehen.
Woanders sieht es nicht besser aus. Bei uns in der Umgebung (Nürnberg) sind 12 von 15 Covid-Intensiv-Stationen voll. (05.01.2020, 23:45) In den drei anderen sind auch nur noch wenige Betten frei (Lage ändert sich dauernd, mal ist das eine KH voll, dann das andere, aber im Durchschnitt kommt das mit 10-12 vollen Cov-I-Stationen hin).
Aber auch im Rettungsdienst ist viel los (z.B. durch Verlegungen): Die Fahrzeuge der Ehrenamtlichen (vorgehaltenen für Katastrophenschutz und Sanitätsdienste oder als Ersatz) wurden im Dezember an den Wochenenden besetzt und genutzt, auch heute gab es wieder einen Mangel an KTWs, weswegen gebeten wurde, die Ehrenamtsfahrzeuge (so lange wie möglich) zu besetzen.

Man sieht also, dass vieles schon an/über der Kapazitätsgrenze ist. Aber das Ärzte als Pflegekräfte aushelfen sollen würde bei uns noch nicht überlegt.

Inzidenzen:
Nbg: 280 Nbg. Land:
Erlangen: 110 Er-Höchstadt: 250
Fürth: 274
 
Jan Tenner schrieb:
christopher91 schrieb:
Der Artikel bezieht sich doch nur auf Berlin?
Aber schon komisch, dass Merkel genau erwähnte das sich mit dem Leiter der Charité unterhalten wurde. In anderen Krankenhäusern mag es ganz anders aussehen.
Theoretisch möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Hier im Kreis sind Kliniken jedenfalls am Anschlag. Abseits von großen Ballungszentren und den ganz großen Hotspots. Und der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, lügt uns natürlich auch nur einen in die Tasche, um dich zu ärgern, wenn er behauptet, dass die Intensivstationen am Anschlag sind.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-christian-lindner-und-dietmar-bartsch-kritisieren-verschaerfung-des-shutdowns-a-03fca45b-1905-4244-a1ed-cb6f8f66a991

christopher91 schrieb:
Irgendwie hört die Regierung immer nur auf dieselben Experten.
Ich Wette, du könntest spontan noch nicht mal benennen, welcher Experte die Kanzlerrunde gestern beraten hat...

Das mag sein, dass das Personal am Anschlag ist aufgrund der Länge der ganzen Sache. Laut DVI Intensivregister sind aber noch viele Betten frei. Ist nach wie vor regional wohl sehr unterschiedlich.

Ähh doch hat Merkel oft genug in der PK erwähnt das es u.a. wieder Oberguru Drosten war.
 
Jan Tenner schrieb:
christopher91 schrieb:
Der Artikel bezieht sich doch nur auf Berlin?
Aber schon komisch, dass Merkel genau erwähnte das sich mit dem Leiter der Charité unterhalten wurde. In anderen Krankenhäusern mag es ganz anders aussehen.
Theoretisch möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Hier im Kreis sind Kliniken jedenfalls am Anschlag. Abseits von großen Ballungszentren und den ganz großen Hotspots. Und der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, lügt uns natürlich auch nur einen in die Tasche, um dich zu ärgern, wenn er behauptet, dass die Intensivstationen am Anschlag sind.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-christian-lindner-und-dietmar-bartsch-kritisieren-verschaerfung-des-shutdowns-a-03fca45b-1905-4244-a1ed-cb6f8f66a991

Naja, laut seiner eigenen Webseite sind 10.776 Betten frei und 5.678 belegt mit Coronapatienten (https://www.divi.de/divi-intensivregister-tagesreport-archiv/viewdocument/5363/divi-intensivregister-tagesreport-2021-01-05).

Und ja, wir hatten das mehrfach, "Lockdown damit man in der schlimmsten Pandemie seit 100 Jahren nur reguläre Intensivbetten benutzen muss und nicht auf Reserven zurückgreifen muss" ist extrem. Ich verstehe nicht, wieso man den Anspruch haben sollte, in einer Krise, einer Ausnahmesituation, dennoch darauf zu bestehen, die regulären Kapazitäten müssten um jeden Preis aureichen und man dürfe auf keine Fall auf die Reserven zurückgreifen.

Ich gehe übrigens stark davon aus, dass bei sämtlichen Zahlen zu Intensivbetten in den Medien die Reservekapazität nicht mitgezählt wird - um eben dieses Anspruchsdenken, das seien gar keine echten Kapazitäten, die man auf keinen Fall benötigen müssen dürfe, zu untermauern.

Aber es macht doch einen großen Unterschied, ob man im Krankenhaus umschichten muss, Reservebetten nutzen muss und Pfleger mehr arbeiten müssen - oder ob Menschen durch Triage abgewiesen werden müssen. Oder würde mir da jemand widersprechen?
 
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