Coronavirus 2019-nCoV

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Wursti schrieb:
www.bbc.com/mediacentre/2020/bbc-launches-biggest-education-offer-ever

In GB zeigt die BBC nun 3 Stunden Grundschulunterricht pro Tag im TV.
Gute Idee, wäre auch für Deutschland was.

P.S.: Ein weiterer Eintrag, der vor einem Jahr noch undenkbar gewesen wäre. Dass es eine gute Idee erscheint, 6- bis 10-jährige vor dem Fernseher zu parken.
Ich habe mich schon länger gefragt, warum man das Fernsehen nicht für Gottesdienste genutzt hat? Man hätte doch den unzähligen (öffentlich-rechtlichen) Sendern dutzendweise Sendeslots zur Verfügung stellen können, in denen auch Gottesdienste mit Lokalbezug möglich gewesen wären. Es ist bei aller Relegionsfreiheit mMn immer noch eine Scheiß-Idee, unbedingt noch Präsenzgottesdienste abhalten zu müssen.
 
Eigentlich wollte ich ja was zu Simulationen und Supermärkten sagen, da gibt es schöne Paper zu...

Aber dann kam Söder dazwischen:

In Kinderbetreuungseinrichtungen und an Schulen wird es bis Ende Januar nur eine Notbetreuung geben, wie Söder weiter sagte. Für alle Schülerinnen und Schüler werde es von Montag an weiterhin nur Distanzunterricht geben. Die Weihnachtsferien würden nicht verlängert. Um ausgefallenen Unterricht nachholen zu können, werde es in diesem Jahr aber im Februar keine Faschingsferien geben, kündigte der Ministerpräsident an.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/soeder-schulen-bleiben-zu-faschingsferien-fallen-aus,SLJ3bl6

Man könnte auch sagen, "um sicher zu verhindern, dass zu den Ferien Familien nach Österreich in den Urlaub gehen, egal wie dann die Inzidenzen dort sind".

Die meisten Geschäfte in Bayern bleiben zwar weiter zu, Einzelhändler dürfen laut Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ab Montag aber zumindest "Click & Collect" anbieten.

Vielleicht eine Folge der angekündigten "Selbstverbrennung" des Rosenheimer Einzelhändlers. Prima geklärt, kann er "aufmachen" ohne ins Gefängnis zu müssen...

Den Oberhammer finde ich aber das hier:

Das Ministerium bittet deshalb die Schulen, am kommenden Montag, wenn der Unterricht wieder beginnt, "Spitzenlasten zu vermeiden und die Lernplattform nur sehr zurückhaltend zu nutzen. In den nachfolgenden Tagen könne der Einsatz von mebis sukzessive gesteigert werden."
(...)
Die Schulen sollen sich gestaffelt nach Zeiten einloggen dürfen. Je nach Schulnummer also um 8:15 Uhr, um 8:30 Uhr und so weiter.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/mebis-michael-piazolo-raet-von-nutzung-am-montag-ab,SLItAXj

Muss Prof. Piazolo aufpassen, am Ende wird er Frau Humls Schicksal teilen:

Melanie Huml (CSU) muss ihren Posten als bayerische Gesundheitsministerin räumen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte nach einer Video-Schalte des bayerischen Kabinetts Humls Wechsel in die Staatskanzlei an, wo sie Europaministerin werden soll.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/soeder-versetzt-gesundheitsministerin-huml,SLJYUV4
 
molotov schrieb:
Es agt ja keiner dass die schlecht modellieren kann, aber vielleicht verfügt sie auch nicht über den nötigen Input.
ich habe es schon mal geschrieben das eine ist Rationalität, vllt sind da die Einschränkungen richtig das andere ist Psychologie und da bin ich fest überzeugt, dass die Grenzen längst erreicht sind.
Also hast du für Bewertungen der Lage besseren Input? Dann her damit, lass dir doch mal in die Karten schauen! Nur die eigene Wut scheint mir da nicht viel besser zu sein als Quelle...
Im übrigen kann man sehr gut Interview und Statements von Priesemann und Meyer-Hermann googlen und nachvollziehen, was seit Anfang der Pandemie von den Prognosen dann auch so eingetroffen ist. Insbesondere die Aussagen Mitte/Ende November über Dauer und Wirksamkeit des Lockdowns, wenn man ihn so gestaltet wie geschehen, sind sehr aufschlussreich.
 
Tobi-DE schrieb:
...Muss Prof. Piazolo aufpassen, am Ende wird er Frau Humls Schicksal teilen:...
Wäre Piazolo ein CSU-Minister, wäre er schon längst abserviert. Da er aber von den FW ist, kann Söder nicht autonom agieren, sondern benötigt die Zustimmung von Hubsi A.
 
Mt. Cervino schrieb:
Viola Priesemann? Das ist doch die Dame die sich in komplizierten mathematischen Modellen verliert aber nicht mal 2+2 zusammenzählen kann unter Verwendung des gesunden Menschenverstands.
Leider fehlt diesen Mathematikern und Statistikern oft ein pragmatischen Denken und das Ableiten und erkennen offensichtlicher Zusammenhänge,
ach ja, alle doof ausser ich...

...da weiss man garnicht wo man anfangen soll.

Ersten, sie ist weder Mathematikerin oder Statistikern sonder Physikerin und ich vermute, dass sie das kleine Einmaleins beherzt, auch wenn du das anzweifelst. Auch hatte ich bei ihr nicht den Eindruck, dass sie - wie hier im Forum oder bei Astrophysikern üblich - mal eben sagt "auch, eine Größenordnung, darauf kommt es nicht an. Ich habe sie gestern ein den Tagesthemen gesehen, da hat sie vermutlich wirklich nicht das beste Bild abgegeben, aber man hat ihr auch die falschen Fragen gestellt, sie ist nicht dafuer zuständig Empfehlungen abzugeben sondern Modelle durchzurechnen und die Auswirkungen von Parameteraenderungen zu kommentieren. Das hat sie gar nichtmal schlecht gemacht und dabei versucht es allgemeinverständlich zu halten.

Mt. Cervino schrieb:
Das Problem bei der Anwendung der mathematischen Modelle ist jedoch, dass wenn eine der Annahmen oder Variable in den Modellen nicht stimmt (und das sind Annahmen und keine Wirklichkeiten!), das Modell in eine völlig falsche Richtung läuft.

dieses Problem gibt es bei vielen mathematischen Modellen, Wettervorhersagen, Meeresströmungen und die Papierzufuhr zu schnellen Druckern, um nur ein Paar Probleme zu nennen an denen ich z.B. schon gearbeitet habe. Man nennt es den Butterfly effect, kleine Änderungen der Eingansparameter verursachen unvorhersehbare Fehler. Bei den hier behandelten Modellen geht es um probabilistische dynamische Systeme, hier lassen sich die Auswirkungen von Änderungen an den Eingangsparametern meist relativ gut behandeln, meist bekommt man sogar Aussagen Konfidenzintervalle finden. Und gerade was die Modell fuer die Verbreitung respiratorischer Infektionskrankheiten betrifft, findet die Forschung daran ja nicht erst seit Covid19 statt.
 
Jan Tenner schrieb:
Wursti schrieb:
www.bbc.com/mediacentre/2020/bbc-launches-biggest-education-offer-ever

In GB zeigt die BBC nun 3 Stunden Grundschulunterricht pro Tag im TV.
Gute Idee, wäre auch für Deutschland was.

P.S.: Ein weiterer Eintrag, der vor einem Jahr noch undenkbar gewesen wäre. Dass es eine gute Idee erscheint, 6- bis 10-jährige vor dem Fernseher zu parken.
Ich habe mich schon länger gefragt, warum man das Fernsehen nicht für Gottesdienste genutzt hat? Man hätte doch den unzähligen (öffentlich-rechtlichen) Sendern dutzendweise Sendeslots zur Verfügung stellen können, in denen auch Gottesdienste mit Lokalbezug möglich gewesen wären. Es ist bei aller Relegionsfreiheit mMn immer noch eine Scheiß-Idee, unbedingt noch Präsenzgottesdienste abhalten zu müssen.

Als jemand, der 20m von einer katholischen Kirche in der Innenstadt entfernt wohnt (Glücklicherweise ein Exemplar ohne Glockenläuten) kann ich das nur absolut bestätigen.
Da wird weiterhin zusammengestanden, umarmt und abgebusselt.
Warum das Seelenheil von Gottesgläubigen wichtiger ist als das Seelenheil von Skifahrverrückten hat sich mir noch nicht erschlossen. :mrgreen:
 
Ich würde sogar bei der Messe in der Church of Powder freiwillig darauf verzichten zu singen, wenn es der Infektionsvermeidung dienlich ist :D
 
Wursti schrieb:
www.bbc.com/mediacentre/2020/bbc-launches-biggest-education-offer-ever

In GB zeigt die BBC nun 3 Stunden Grundschulunterricht pro Tag im TV.
Gute Idee, wäre auch für Deutschland was.

P.S.: Ein weiterer Eintrag, der vor einem Jahr noch undenkbar gewesen wäre. Dass es eine gute Idee erscheint, 6- bis 10-jährige vor dem Fernseher zu parken.

Gibt es schon seit viele Monaten bei ARD-alpha:

https://www.br.de/mediathek/rubriken/themenseite-schule-daheim-100

https://www.br.de/alphalernen/neu-portal-alpha-lernen-100.html
 
Jan Tenner schrieb:
Das Erreichen der 20.000er Marke bei den Pro-Tag-Neuinfektionen hat sie jedenfalls sehr viel treffender vorausgesagt als du im vergangenen Herbst.
Also kannst du auch nicht nicht 2+2 zusammenzählen? Scheitert es da schon bei 1+1?
Aber lassen wir mal die These stehen, dass führende Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut absolute Dummchen sind....

Wer wird denn da gleich ausfallend und persönlich werden?
Ich bin mir gar nicht sicher wer das Merkelsche Weihnachtszenario vorhergesagt hat und welche Glaskugel da bemüht wurde ;).
Aber wenn das Viola Priesemann war, dann lag sie einmal mehr gehörig daneben:
Ende September wurden 19.200 Neuinfektionen für Weihnachten vorhergesagt, wenn man keine weiteren Einschränkenden Maßnahmen unternehmen würde.
Letztlich hatten wird diese Zahl schon am 31. Oktober überschritten, also 4 Wochen nach der Verkündung der Prognose und knapp 8 Wochen vor Weihnachten, an dem das vorausgesagte Ereignis hätte eintreten sollen. An Weihnachten lagen wir bei fast 33.000 Neuinfektionen wobei die 30.000er Grenze bereits mehrfach in den 2 Wochen vor Weihnachten gerissen wurde. Und das alles trotz Lockdown Light im November/Dezember plus weiter verschärftem Lockdown im Dezember.
Wenn damit die September Prognose nicht mal komplett daneben lag, dann versteh ich die Welt nicht mehr.

Und das ist es, was ich damit sagen möchte. In den seltensten Fällen treffen die mathematischen Vorhersagen in Zusammenhang mit Corona ein. Das Geschehen ist zu dynamisch, neu, unbekannt und von der aktuellen Entwicklung beeinflusst, als ob man es zuverlässig voraussagen könnte.
Es ist ok, das man diese Modelle durchrechnet, aber man muss sie mit Vorsicht genießen, da sie meist stark vom realen Geschehen abweichen, und man darf diese Modellrechnungen nicht als die absolute Wahrheit propagieren.
 
@ Viola Priesemann: Ihr Lieblingsargument ist ja wenn die Zahlen weit genug unten sind können die Gesundheitsämter alles wieder verfolgen und alles bleibt gut. Und da gibt es doch inzwischen ganz viele Beispiele (Israel, Irland, und im Sommer eigentlich ganz Europa) wo es nicht funktioniert hat.

Ich könnte mir vorstellen dass die Dunkelziffer unterschätzt wird. Wenn jeder zweite Fall erkannt wird (sehr optimistisch) und jeder zweite Kontakt erfolgreich isoliert wird (unmöglich bei Ansteckungen im öffentlichen Raum, tatsächlich oder absichtlich vergessenen Kontakten, vielleicht auch mal Kontaktinfektionen über Gegenstände) bleiben 75% der Übertragungen unbeeinflusst.
 
Mt. Cervino schrieb:
Ich bin mir gar nicht sicher wer das Merkelsche Weihnachtszenario vorhergesagt hat und welche Glaskugel da bemüht wurde .
Aber wenn das Viola Priesemann war, dann lag sie einmal mehr gehörig daneben
Priesemann hatte korrekt vorausgesagt, dass man die 20.000 nicht erst Weihnachten, sondern viel früher erreicht. Du dagegen hast die 20.000-Prognose für Weihnachten als überzogene Horror-Prognose abgetan.
 
Nagelt mich jetzt bitte nicht drauf fest, aber wenn ich es richtig erinnere basierte die Merkel'sche Weihnachtsprognose auf einem stabilen R-Wert von 1,1. Der war dann leider zwischenzeitlich auf 1,4 hochgegangen mit den entsprechenden Effekten.

Wenn Sie die 30.000 vorhergesagt hätte, wäre Sie ja von manchen hier nicht nur geteert und gefedert worden, sondern was weiß ich noch :naja:

Ich hatte das damals auch nicht glauben wollen, um ehrlich zu sein.
 
Jan Tenner schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
Ich bin mir gar nicht sicher wer das Merkelsche Weihnachtszenario vorhergesagt hat und welche Glaskugel da bemüht wurde .
Aber wenn das Viola Priesemann war, dann lag sie einmal mehr gehörig daneben
Priesemann hatte korrekt vorausgesagt, dass man die 20.000 nicht erst Weihnachten, sondern viel früher erreicht. Du dagegen hast die 20.000-Prognose für Weihnachten als überzogene Horror-Prognose abgetan.
Da würde mich mal eine Quelle interessieren, wo sie das Ende September gesagt hat (nicht erst Ende Oktober wo die 19.000 eh schon gerissen waren).
Ich bezog mich auf das Merkel Statement (dem ja laut dir wohl das Priesemann berechnete Szenario zugrunde lag) von Ende September, bei dem 19.200 Neuinfizierte für Weihnachten vorausgesagt wurden, im Falle, dass es in Zukunft keine Einschränkungen geben würde (und das ja das Argument für den Lockdown Light war).
 
Mt. Cervino schrieb:
Jan Tenner schrieb:
Das Erreichen der 20.000er Marke bei den Pro-Tag-Neuinfektionen hat sie jedenfalls sehr viel treffender vorausgesagt als du im vergangenen Herbst.
Also kannst du auch nicht nicht 2+2 zusammenzählen? Scheitert es da schon bei 1+1?
Aber lassen wir mal die These stehen, dass führende Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut absolute Dummchen sind....

Wer wird denn da gleich ausfallend und persönlich werden?
Ich bin mir gar nicht sicher wer das Merkelsche Weihnachtszenario vorhergesagt hat und welche Glaskugel da bemüht wurde ;).
Aber wenn das Viola Priesemann war, dann lag sie einmal mehr gehörig daneben:
Ende September wurden 19.200 Neuinfektionen für Weihnachten vorhergesagt, wenn man keine weiteren Einschränkenden Maßnahmen unternehmen würde.
Letztlich hatten wird diese Zahl schon am 31. Oktober überschritten, also 4 Wochen nach der Verkündung der Prognose und knapp 8 Wochen vor Weihnachten, an dem das vorausgesagte Ereignis hätte eintreten sollen. An Weihnachten lagen wir bei fast 33.000 Neuinfektionen wobei die 30.000er Grenze bereits mehrfach in den 2 Wochen vor Weihnachten gerissen wurde. Und das alles trotz Lockdown Light im November/Dezember plus weiter verschärftem Lockdown im Dezember.
Wenn damit die September Prognose nicht mal komplett daneben lag, dann versteh ich die Welt nicht mehr.

Und das ist es, was ich damit sagen möchte. In den seltensten Fällen treffen die mathematischen Vorhersagen in Zusammenhang mit Corona ein. Das Geschehen ist zu dynamisch, neu, unbekannt und von der aktuellen Entwicklung beeinflusst, als ob man es zuverlässig voraussagen könnte.
Es ist ok, das man diese Modelle durchrechnet, aber man muss sie mit Vorsicht genießen, da sie meist stark vom realen Geschehen abweichen, und man darf diese Modellrechnungen nicht als die absolute Wahrheit propagieren.

auf diese Wahrheit wirst du hier nie ne Antwort bekommen 😉

https://m.tagesspiegel.de/politik/dann-halt-party-im-grossraumbuero-die-lockdown-verlaengerung-ist-hart-aber-gefaehrlich-inkonsequent/26771962.html?utm_referrer=android-app%3A%2F%2Fcom.google.android.googlequicksearchbox%2F
 
icedtea schrieb:
Nagelt mich jetzt bitte nicht drauf fest, aber wenn ich es richtig erinnere basierte die Merkel'sche Weihnachtsprognose auf einem stabilen R-Wert von 1,1. Der war dann leider zwischenzeitlich auf 1,4 hochgegangen mit den entsprechenden Effekten.

Wenn Sie die 30.000 vorhergesagt hätte, wäre Sie ja von manchen hier nicht nur geteert und gefedert worden, sondern was weiß ich noch :naja:

Ich hatte das damals auch nicht glauben wollen, um ehrlich zu sein.
Ich habe das damals auch nicht geglaubt, aber trotzdem lag die Prognose völlig daneben, weil die Zahlen noch deutlich stärker gestiegen sind und das obwohl sogar der Lockdown Light und der richtige Lockdown eingeführt wurden, der in dem ursprünglichem Szenario (19.200 an Weihnachten) gar nicht enthalten war.
Aber genau das ist es ja, was ich meine. Die ganzen Modelle und Prognose die immer als Wahrheit hingestellt werden liegen auch alle (fast) immer komplett daneben.
Der von icedtea angesprochene geänderte R-Wert ist ja ein gutes Beispiel dafür. Man stützt sich auf eine Annahme, definiert eine Variable und berechnet das Modell. Aber schon das Abweichen einer Annahme (Variable) wie z. B. dem R-Wert hebelt das Modell völlig aus und liefert Ergebnisse die mit der Realität nichts mehr zu tun haben. Und in den Modellen gibt es x Variablen und nicht nur eine. Und dazu ein dynamisches Geschehen und Abhängigkeiten...
Wer das nicht versteht (und auch nicht die damit zusammenhängende Konsequenz) kann gerne weiterhin glauben, dass man hier "richtige" Prognosen abgeben kann.
Ich glaube es nicht. Man kann Tendenzen vorhersagen allenfalls noch Größenordnungen, alles andere ist zu weit hergeholt.
 
Jan Tenner schrieb:
Bei aller Aufregung um die schleppende Impfstoffbeschaffung, die Bestellungen scheinen noch nicht mal der Flaschenhals zu sein.
Von dem bereits gelieferten Impfstoff konnten offenbar erst 24% verimpft werden:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/corona-news-am-dienstag-die-wichtigsten-entwicklungen-zu-sars-cov-2-und-covid-19-a-a93dae8c-913e-43bf-a191-d951b0806c1d

Wenn der Impfstoff nicht mehr verimpft werden konnte, weil er zuvor in Camping Kühlboxen zerstört wurde so wie durch den bayerischen Dilettantismus :D

Aber im Ernst, 50% werden ja aufgehoben für die zweite Dosis. Dennoch wurde also erst die Hälfte des möglichen verimpft. Nun dauert es in Altenheimen mit mobilen Impfteams länger. Wären die Impfzentren schon offen wäre schon mehr verimpft.
 
Jan Tenner schrieb:
Bei aller Aufregung um die schleppende Impfstoffbeschaffung, die Bestellungen scheinen noch nicht mal der Flaschenhals zu sein.
Von dem bereits gelieferten Impfstoff konnten offenbar erst 24% verimpft werden:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/corona-news-am-dienstag-die-wichtigsten-entwicklungen-zu-sars-cov-2-und-covid-19-a-a93dae8c-913e-43bf-a191-d951b0806c1d
Das ist auch schon wieder überholt (Artikel von gestern).
Natürlich ist noch nicht alles verimpft was geleifert wurde aber viele zwischenzeitlich verimpfte Dosen wurden noch nicht korrekt zurückgemeldet:
Das RKI hat ein Meldesystem eingerichtet um die Impfungen zu erfassen, aber einige Bundesländer weigern sich das System zu nutzen und melden per E-Mail zurück, was dann nicht in dem Meldesystem abgebildet wird :(.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus223815014/Meldesystem-fuer-Impfungen-Bundeslaender-verweigern-die-Benutzung.html?

Weiterhin sind in Bayern Impfstoffe unbrauchbar geworden, weil man sich dort etwas dumm angestellt hat:
Impfstoff-Logistik in Bayern
Kühlbox mit Bierdosenhalter: Bayern zerstört fahrlässig wertvollen Impfstoff

https://www.focus.de/politik/deutschland/impfstoff-logistik-in-bayern-kuehlbox-mit-bierdosenhalter-bayern-zerstoert-fahrlaessig-wertvollen-impfstoff_id_12840039.html
 
j-d-s schrieb:
Ich gehe übrigens stark davon aus, dass bei sämtlichen Zahlen zu Intensivbetten in den Medien die Reservekapazität nicht mitgezählt wird - um eben dieses Anspruchsdenken, das seien gar keine echten Kapazitäten, die man auf keinen Fall benötigen müssen dürfe, zu untermauern.

Also wenn bei dieser Anzahl „freier“ Betten schon der Arzt als Pfleger ans Bett muss, dann kann ja wohl von Reservekapazität nicht die Rede sein.

Anhand des bekannterweise in Deutschland bescheidenen Pflegeschlüssels habe ich ja schon vor längerem vermutet, dass viele der ausgewiesenen Intensivbetten in Deutschland nicht für die Langzeit-Intensivpflege von überdurchschnittlich aufwändigen COVID-Patienten geeignet sind.
 
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