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Coronavirus 2019-nCoV

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Tyrolens schrieb:
Ist schon verwunderlich, dass nach fast einem Jahr das Contact Tracing noch immer nicht funktioniert.
In AUT liegt die Aufklärungsquote derzeit bei unter 60%. So kann das doch nicht funktionieren.

Vielleicht geht es einfach nicht besser. Vieles lässt sich gar nicht ermitteln:

- Kurzkontakte im Vorbeigehen (Supermarktkasse, rote Fussgängerampel, Nahverkehr, und, bevor es hier einer vermisst, natürlich auch Seilbahnen).

- Vielleicht spielen auch Kontaktinfektionen eine Rolle. Wozu sonst die Aufrufe zur Handhygiene. Und dann müsste man alle suchen die die letzten 24h die selbe Türklinke benutzt haben.

- Ganze Infektionsketten bleiben durch symptomlose oder sehr leichte Verläufe unentdeckt. Klassiker: Ein Massentest im Schlachthof und 80 Infizierte, bis dahin hat keiner was gemerkt.

- Personen die Kontakte tatsächlich oder absichtlich vergessen.
 
Tyrolens schrieb:
...
Die No COVID Strategie wird fast überall kritisiert. Was dabei unter geht: Die Differenzierung nach Landkreisen/Bezirken wäre schon gut (sofern man die Bezirke halbwegs gut abschotten kann). ...
Genau das ist doch der Punkt. Man müsste ja wie die Chinesen einzelne Ausbrüche radikal abriegeln und mit ebenso radikalen Ausgangssperren verbinden. Das auch für berufliche Zwecke. Niemand darf mehr raus. Ich erinnere mich noch an einen sehr interessanten Bericht aus Wuhan, wo Arbeiter, die in der Stadt zu tun hatten, dann nicht mehr heraus durften. Die haben dann lange in einer Tiefgarage ausgeharrt. Irgendwann nach einer Zeit fand man dann ein Hotel, wo sie die Zeit der Abriegelung abgesessen haben. All das müsste man ohne Vorankündigung auch bei uns durchziehen, wenn man Zero-COVID ernsthaft will. Und ich glaube nach wie vor nicht daran, dass das bei uns gesellschaftlich und rechtlich durchsetzbar wäre.
 
Theo schrieb:
Anteil Mutation D etwa 6% / Portugal etwa 60%
Quelle: TV Heute Sendung.

Blöd... nur 6%...
Bitte genau erklären was der Vorteil von 6% und der Nachteil von 60% oder umgekehrt sein soll. Was ist an den 6% blöd?
Wenn du die höhere Zahl ( sowie es die meisten Entscheidungsträger gerade tun ) sowieso nur dazu nehmen willst um weiter LD für immer zu spielen dann hat sich das ganze aber eh erledigt.
Na das liegt doch auf der Hand. Hätten wir 60% Mutationen wäre das ein starkes Indiz oder sogar der Nachweis erbracht, dass die doch nicht so viel gefährlicher sind.
 
Ich will jetzt nicht alles zitieren, auf was ich antworte, sonst verletzt ihr euch beim scrollen... :D

Skifam:
Das Konzept ist weitestgehend politikfrei. Es beschreibt Erkenntnisse und Entwickelt mögliche Lösungen. Vieles wirkt erstmal verstörend, das verstehe ich.
Ich bin mir sicher, dass es keine verdeckte Umsturzabsicht ist.

christopher91 schrieb:
Das Konzept...
(...)
...wobei ich hoffe dies erleben wir in unserem Leben nicht nochmal.
Der Ansatz ist in dieser Form relativ neu, die Erkenntnisse der Modellierung sind es ebenfalls. Die von dir geäußerte Kritik äußern die Verfasser auch und mahnen Verbesserungen deutlich an. Die Berechnungen (siehe das Waagebild bei Priesemann) deuten an, dass es auch beim Ist-Zustand schon gehen würde, nur eben mit mehr Mühe.

Wurzelsepp schrieb:
Was ich der Politik eher als "Hauptfehler" vorwerfen würde, wäre die fehlende Perspektive.
(...)
das ist gut und Recht, aber gefühlt kann man nicht nur fordern, man sollte auch etwas anbieten.
Da stimme ich dir zu! Ich glaube aber es ist eine Mischung. Teilweise konnten sie es nicht wissen, teilweise war es Versagen. Im Verlauf der Pandemie ist es immer mehr zu Versagen "mutiert". Genau diese klaren Ansagen wären hier die Motivation. Leider drückt sie sich aber wieder um klare Ansagen. Jetzt soll gelockert werden, niemand sagt aber klar, was das kosten wird bald wieder. Denn alles deutet darauf hin, dass als Folge die Freude kurz, aber die Enttäuschung bald folgt und teuer und lange werden könnte. Deine Kritik ist auch mein Hauptpunkt. Dieses Konzept möchte das ändern, und ist auch in dieser Hinsicht klar. Deswegen sagte ich, es wär endlich mal sowas, wie ein Konzept...

Theo schrieb:
Bitte genau erklären was der Vorteil von 6% und der Nachteil von 60% oder umgekehrt sein soll. Was ist an den 6% blöd?
Wenn du die höhere Zahl ( sowie es die meisten Entscheidungsträger gerade tun ) sowieso nur dazu nehmen willst um weiter LD für immer zu spielen dann hat sich das ganze aber eh erledigt.
Wenn wir jetzt schon 60% bei den beobachteten sinkenden Zahlen hätten, wüssten wir dass unsere Maßnahmen so wie sie sind gut genug auch für die Mutation sind.

Das mit den Zonen ist ein wackeliger Punkt in dem Konzept, @3303. Der Ansatz ist durch klare Belohnungsanreize (Bei 10 habt ihr normales Leben...) auf China-Methoden zu verzichten. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das Menschenbild da nicht zu optimistisch ist.
 
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wenn gut verkauft, die No Covid Strategie auch einen großen Rückhalt in der Bevölkerung erhalten würde.

aber:
A) wer soll das glaubwürdig verkaufen?
Frau "Bei Impfstoffbeschaffung im Grunde „nichts schiefgelaufen“"
Herr „Man würde mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren.“
Herr - alle anderen sind schuld

B) werden die es sowiso nicht tun, da arbeitet die Industrie-Lobby schon gewaltig dagegen, die kann ja noch nicht mal Home-Office wo möglich und dann noch ein paar Wochen komplett dichtmachen, no-go. Obwohl mit 80% vom Vorjahresumsatz bei voller Kurzarbeit könnte man da ja vielleicht auch mal locken. :lol:
 
Zustimmung. Sie verstehen es nicht mal...

Wirtschaftswissenschaftler befürworten das Konzept, der des "Links-Grün-Versifftseins" unverdächtige Fuest vom IFO-Institut ist einer der Verfechter.
 
Hotelbetten wären bei uns jedenfalls genügend frei und die werden dzt schon vom Staat bezahlt.

Es kann auch sein, dass man Einreisequarantäne strenger prüfen muss. In Südkorea müssen Einreisende zwingend in ein Quarantänehotel.
 
Die wahren Superspreader! :mrgreen:

t8j0n.jpg
 
Geil ist auch wenn da steht: schützen sie sich, zahlen sie kontaktlos.

Und dann muss man einen Pin eingeben :biggrin:
 
Tyrolens schrieb:
Hotelbetten wären bei uns jedenfalls genügend frei und die werden dzt schon vom Staat bezahlt.

Es kann auch sein, dass man Einreisequarantäne strenger prüfen muss. In Südkorea müssen Einreisende zwingend in ein Quarantänehotel.

Einfach nur kassieren ist für die Touristiker leichter als eine Gegenleistung zu liefern. Es hat schon einen Grund warum die Großhoteliers alle schön still sind und währenddessen für viel Geld renovieren.
 
Gute Entwicklung im Ludwigshafener Asylheim. Der Betroffene mit der Mutation scheint der einzige Infizierte zu sein.
Besonders vor dem Hintergrund, dass dort im Frühjahr alle schon mal infiziert waren macht das Hoffnung...
 
hch schrieb:
Einfach nur kassieren ist für die Touristiker leichter als eine Gegenleistung zu liefern. Es hat schon einen Grund warum die Großhoteliers alle schön still sind und währenddessen für viel Geld renovieren.

Und in Südafrika Golfurlaub machen :roll:
 
Die Woche war ja wieder sehr spannend hier... ;)

Ich glaube zu den Folgen des Lockdowns gehört auch Amnesie.

"Wir wollen klare Ziele, Wenn-Dann-Regeln!"

Moment, die hatten wir doch? Es gab die bayerische Corona Ampel. Hat nur nix gebracht.

https://www.regierung.oberbayern.bayern.de/presse/aktuelle_meldungen/2020/am28/

Für die Schulen wurde auch so ein Plan definiert, Wechselunterricht ab x, Distanzunterricht ab y...

Auch Eichstätt und Tirschenreuth wurde nicht in einen Topf geworfen, war pro Landkreis.

Dann sind halt so skurile Dinge passiert, das wir als Familie die Freunde in Neuburg noch besuchen durften, sie uns in Eichstätt nicht.

Oder in Ingolstadt war Distanzunterricht, in Eichstätt nicht. Kinder aus Ingolstadt in Eichstätter Gymnasien durften im die Schule, ihre Nachbarn nicht.

Das Ganze dann noch mal 16, für jedes Bundesland.

Konsequenz: "Wir wollen einheitliche Regeln, das ist doch total unlogisch!"

IMHO führt nur das "Impfangebot" für alle aus dem moralischen Dilemma ("massive Einschränkungen für alle wegen drastischen Folgen für wenige?").

Jeder der will, kann sich schützen. Wer nicht will, trägt das Risiko.

Und ja, ich glaube auch, das eine Inzidenz von 10 leichter zu halten ist als eine von 50. Hat für mich was vom Milch warm machen. Herdplatte auf "Boost" und Du musst ganz schön aufpassen, das nix überkocht... ;)

Aber auch hier schlägt die Amnesie zu, waren im Sommer nicht Grenzwerte mit einer 25 mal en vogue? "Viel zu niedrig und unrealistisch! Es sollte nach Krankenhausauslastung geregelt werden!"

Ich hoffe auf die Saisonalität und die Impfung, ich fürchte den Wahlkampf, ich Träume vom Mai in Hintertux.
 
molotov schrieb:
Gute Entwicklung im Ludwigshafener Asylheim. Der Betroffene mit der Mutation scheint der einzige Infizierte zu sein.
Besonders vor dem Hintergrund, dass dort im Frühjahr alle schon mal infiziert waren macht das Hoffnung...

Das würde bedeuten, dass Antikörper auch gegen die Mutation wirken. Dies ist auch gut für die Impfstoffe.

hch schrieb:
Tyrolens schrieb:
Hotelbetten wären bei uns jedenfalls genügend frei und die werden dzt schon vom Staat bezahlt.

Es kann auch sein, dass man Einreisequarantäne strenger prüfen muss. In Südkorea müssen Einreisende zwingend in ein Quarantänehotel.

Einfach nur kassieren ist für die Touristiker leichter als eine Gegenleistung zu liefern. Es hat schon einen Grund warum die Großhoteliers alle schön still sind und währenddessen für viel Geld renovieren.

Das kann man sich hier von weit weg gar nicht vorstellen, aber wenn ihr das so sagt wird es so sein. Ist ja plausibel was ihr von den Hilfen erzählt.

In Deutschland sieht das aber wohl anders aus.
 
molotov schrieb:
Gute Entwicklung im Ludwigshafener Asylheim. Der Betroffene mit der Mutation scheint der einzige Infizierte zu sein.
Besonders vor dem Hintergrund, dass dort im Frühjahr alle schon mal infiziert waren macht das Hoffnung...

Ja gute Nachrichten...

Bin ja in Mannheim aufgewachsen, eigentlich genau genommen eine Stadt zusammen mit Ludwigshafen, nur halt andere Rheinseite und anderes Bundesland. Beide Städte verbindet seit jeher wie bei vielen Doppelstädten eine freundschaftlich gelebte Hassliebe.

Da die Brücken eh saniert werden, kam jetzt auf Mannheimer Seite (derb scherzhaft, so ist man da) die Forderung auf, gleich Zugbrücken vorzusehen, dann könnte man das Pfälzer Pack bei Bedarf zukünftig per Knopfdruck auf der anderen Seite halten....

:D :D :lol:
 
Pancho schrieb:
Wenn wir jetzt schon 60% bei den beobachteten sinkenden Zahlen hätten, wüssten wir dass unsere Maßnahmen so wie sie sind gut genug auch für die Mutation sind.

Echt? Kann man m.E. so nicht sagen, es kommt doch auf die Entwicklung an:

Beispiele (fiktiv, da ich die bundesweiten Zahlen nicht kenne): mit unterstellt Mutation jetzt = 60% ... funktioniert aber auch mit anderen Anteiligkeiten m.E. vom Prinzip her gleich.

vor 2 Wochen 50000 Tsd Fälle davon 40000 alt und 10000 Mutation (20%)
Jetzt 30000 Tsd Fälle davon 12000 alt und 18000 Mutation (60%)
-> dann steigen die gesamten Fälle trotz der aktuellen Maßnahmen rasch wieder an, da Maßnahmen nicht zu Eingrenzung der Mutation reichen und die dominanter wird

oder

vor 2 Wochen 50000 Tsd Fälle davon 30000 alt und 20000 Mutation (40%)
Jetzt 30000 Tsd Fälle davon 12000 alt und 18000 Mutation (60%)
-> dann sinken die gesamten Fälle bei Beibehaltung der aktuellen Maßnahmen weiter, nur langsamer, da die Mutation immer stärkeren Anteil hat, bei allerdings auch sinkenden absoluten Mutationszahlen

oder

vor 2 Wochen 50000 Tsd Fälle davon 20000 alt und 30000 Mutation (60%)
Jetzt 30000 Tsd Fälle davon 12000 alt und 18000 Mutation (60%)
-> dann sinken die Fälle bei Beibehaltung der aktuellen Maßnahmen weiter relativ deutlich, da Maßnahmen gegen alt und Mutation wirken.


Allgemein wird wohl von der ersten Varianten und mit Einschränkungen der zweiten ausgegangenen. Macht das ganze leider blöder als in der 3 Variante, die m.E. die meissten Chancen auf Öffnung ohne Reue bietet.
 
Pancho schrieb:
Da die Brücken eh saniert werden, kam jetzt auf Mannheimer Seite (derb scherzhaft, so ist man da) die Forderung auf, gleich Zugbrücken vorzusehen, dann könnte man das Pfälzer Pack bei Bedarf zukünftig per Knopfdruck auf der anderen Seite halten....
Da ist er, der Mannheimer Minderwertigkeitskomplex, weil die BadischeASF mal von Mannheim nach Ludwigshafen gezogen ist... :D :lol: 8)

Grüße aus Karlsruhe und sorry für OT
 
Schneefuchs schrieb:
Tyrolens schrieb:
Ist schon verwunderlich, dass nach fast einem Jahr das Contact Tracing noch immer nicht funktioniert.
In AUT liegt die Aufklärungsquote derzeit bei unter 60%. So kann das doch nicht funktionieren.

Vielleicht geht es einfach nicht besser. Vieles lässt sich gar nicht ermitteln:

- Kurzkontakte im Vorbeigehen (Supermarktkasse, rote Fussgängerampel, Nahverkehr, und, bevor es hier einer vermisst, natürlich auch Seilbahnen).

- Vielleicht spielen auch Kontaktinfektionen eine Rolle. Wozu sonst die Aufrufe zur Handhygiene. Und dann müsste man alle suchen die die letzten 24h die selbe Türklinke benutzt haben.

- Ganze Infektionsketten bleiben durch symptomlose oder sehr leichte Verläufe unentdeckt. Klassiker: Ein Massentest im Schlachthof und 80 Infizierte, bis dahin hat keiner was gemerkt.

- Personen die Kontakte tatsächlich oder absichtlich vergessen.

Mhh...bei uns heißt es, besser geht es nicht. Andere Länder machen es einfach.
Komisch, dass es bei ihnen anscheinend schon funktioniert. Also ist die Frage, ob der Wille vorhanden ist bzw. ob man ggf. Kompromisse (Datenschutz) eingehen will.

Mir kommt es allmählich so vor, als würden wir uns nur im Kreis drehen.
Es werden die Maßnahmen kritisiert und auf die Politik ein großer Druck derart ausgeübt, dass wirklich effiziente Maßnahmen nicht durchgeführt werden. Letztendlich führt es genau dazu, was kritisiert wird und die Situation wird kaum besser. Man versucht sich deshalb einfach bis zum warmen Frühjahr so durch zu wurschteln und hofft dann im Herbst, dass genügend geimpft wurden und die Impfung gut genug wirkt.

Es wurde ja sogar hier schon zugegeben, dass man Herbst letzten Jahres anders handeln hätte müssen, obwohl zu diesem Zeitpunkt damit keiner der Kritiker hier einverstanden gewesen wäre. Jetzt sagt die gleichen "ja, es wäre jetzt zwar wahrscheinlich auch sinnvoll, aber nicht durchsetzbar". Im Prinzip können die Kritiker genauso wenig über ihren Schatten springen wie die Politiker. Und wir drehen uns weiter im Kreis/im Lockdown.

In der Arbeit heißt es auch schon "ach, wir haben ja schon unter 50, da brauchen wir nicht mehr so stark Homeoffice machen"....man merkt, dass viele die ganze Situation, die Dynamik, die Probleme noch nicht ansatzweise verstanden haben oder gar nicht verstehen wollen. Da wird nur auf die aktuellen Zahlen und die unmittelbare Auswirkungen der Schließungen geschaut. Einen langfristigen Zusammenhang und somit Lösungsansätze kann man so nicht erkennen.
 
Und woran liegt letzteres? An der mangelnden Kommunikation der Regierung. Immer nur Maßnahmen verkünden aber null Erklärungen.
 
Steinmeier will wenn es die Lage zulässt, vorallem Jugendlichen ihre Rechte zurück geben, normalerweise müsste es ja möglich sein falls man eh jede Woche für die Schule getestet wird das man dann auch mal wieder Partys und Clubs zulässt.
 
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