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Der Euro

Bergwanderer schrieb:
Das Bild sagt gar nix, weil Satire.
Das Bild sagt gar nix, außer dass es von einem Brexit-Befürworter gemacht worden scheint.
Das Bild sagt gar nix, weil du da allerlei möglichen Beschreibungen hinschreiben kannst und es irgendwie für eine Gruppe Menschen passend wirken könnte. Genauso aussagekräftig wie Horosokope.
 
noisi schrieb:
Bergwanderer schrieb:
Dein Mitteilungsbedürfnis scheint wirklich groß zu sein.
Trägst du, abgesehen vom Einstellen von Links, eigentlich auch mal etwas sinnvolles bei?
Definiere doch bitte mal, was Du mit "sinnvolles" meinst ! Hinweise zu Webseiten von Ökonomen oder einem inhaltsvollen Artikel in der Wirtschaftspresse können bei den Themen EURO oder EU durchaus sinnvoll sein. Dies trifft auch auf eine gute Karikatur zu.

Oder hätte ich bei "Neues aus Zermatt-Cervinia" die beiden Links vorgestern, mit den Bildern von der Baustelle der 3S-Bahn am KMH, ausführlicher kommentieren sollen?
Ich gelobe aber Besserung und werde mich in Zukunft mit dem posten von Links gerne etwas zurückhalten. :wink:
 
Bergwanderer schrieb:
Definiere doch bitte mal, was Du mit "sinnvolles" meinst !
Ich für meinen Teil bin eigentlich nicht hier im Forum unterwegs um mich dann auf andere Seiten zu klicken...
Ansonsten: ein paar Sätze zu dem worauf du verlinkst fände ich auch nicht verkehrt.
Mich persönlich stört einfach das (sehr häufig) viele deine Posts bis auf den Link selbst inhaltlich leer sind.
 
Dein Mitteilungsbedürfnis scheint wirklich groß zu sein.
Trägst du, abgesehen vom Einstellen von Links, eigentlich auch mal etwas sinnvolles bei?
noisi wieder ganz schön noisi. :)
Du hast vergessen, auf Deine langjährige Forenmitgliedschaft und Kontakte hinzuweisen, mit denen Du Deine Meinungen gerne heilig redest.
Und dann kann man das auch anders ausdrücken. Du willst mir hier jetzt nicht erzählen, dass Du bloß am "nur-verlinken" des Bergwanderers Kritik üben willst (übrigens wie ich finde, berechtigt). ;)

Ich sehe auch nicht, dass es den Beiträgen des Bergwanderers an "Sinnvollem" mangelt, was auch immer Du damit meinst im Bereich "Unterhaltung | Entertainment Off Topic".

@Bergwanderer:
Bei Artikeln vielleicht das Wesentliche zitieren, Bilder einbinden.
 
Bergwanderer schrieb:
Neues zur Entwicklung der Staatsverschuldung in Italien, der TARGET 2-Risiken und der Erpressbarkeit der weiteren EURO-Mitgliedsstaaten.

https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/italien-bleibt-auf-kurs-und-die-bundesbank-raeumt-ein-dass-target-2-doch-ein-problem-ist/

Ich hoffe die kurze Beschreibung des Artikelinhalts ist ausreichend ... :wink:
Du musst auch mal die Kommentare an dem Artikel lesen (und verstehen). Erpressbarkeit ist hier das völlig falsche Wort am falschen Platz. Die Analyse ist grundfalsch, denn zu einem ganz überwiegenden Teil (man könnte fast schreiben Alleinschuldig!) ist Deutschland an der Misere im Euroraum verantwortlich.

Deutschland hat den "größten Niedriglohnsektor" aufgebaut und damit alle Regeln im Euroraum "gerissen". Dies führte in der Folge und nach allen logischen Grundsätzen dazu, dass unsere ExportÜberschüsse ins unermessliche gestiegen sind und im Umkehrschluss sich alle abnehmenden Länder ver-, bzw. überschuldet haben (im Target System).

Die logische Schlussfolgerung zur Lösung dieser Krise ist so einfach wie auch postitiv: Die Löhne in Deutschland müssen jährlich um 5-8% steigen. Dadurch wird die Binnenwirtschaft angekurbelt und der Export gebremst - gleichzeitig belebt es den Arbeitsmarkt (mehr Geld = mehr Konsum = mehr Waren = mehr Produktion, = mehr Arbeitsplätze).

Das Umhergockeln der deutschen Wirtschaft mit "wir sind Exportweltmeister, bätsch" ist umso unerträglicher, wenn man verstanden hat, wir irrsinnig dumm das alles ist. Man muss sich als Deutscher wirklich schämen über unsere Manager, Wirtschaftsprofessoren (Vater Abraham!) und Politiker....
 
biofleisch schrieb:
Deutschland hat den "größten Niedriglohnsektor" aufgebaut und damit alle Regeln im Euroraum "gerissen".

Wir sind halt nicht nur Exportweltmeister, sonder auch Weltmeister in der Besteuerung von Arbeitseinkommen, Niedriglohnweltmeister und Weltmeister im Abwürgen der Binnenkonjunktur.

Wir können alles, ausser Flughäfen fristgerecht fertigstellen. :wink:
 
Es hat eben Tradition in Deutschland, billig zu arbeiten....

Bauprojekte werden ja zu Beginn auch meist zu billig kommuniziert, um sie zum Laufen zu bringen. Ist man von vornherein bei Kosten und Terminen realistisch, wird das oft nicht akzeptiert. Wir brauchen das alles offenbar...

Beim BER kamen offenkundig erhebliche, weitere Faktoren hinzu.
 
3303 schrieb:
Es hat eben Tradition in Deutschland, billig zu arbeiten....
Ganz und gar nicht, Made in Germany war einmal ein Qualitätssiegel. Früher haben aber auch öfters Fachleute Entscheidungen getroffen. Heute treffen Leute Entscheidungen, die fachlich dazu überhaupt nicht qualifiziert sind und die nicht einmal ansatzweise die Tragweite ihrer Entscheidungen überblicken können. Deswegen geht es ja auch mit dem Euro rasant bergab.
 
3303 schrieb:
Bauprojekte werden ja zu Beginn auch meist zu billig kommuniziert, um sie zum Laufen zu bringen...
Das ist so nicht richtig, bezogen auf meist. Bei den großen und/oder bekannten Projekten die diesbezüglich in den Schlagzeilen sind und waren sicherlich(BER, S21, Elphi).
Wenn natürlich die Leistungen immer weiter aufgebläht werden im Laufe des Projekts, gar die Politik noch mitmischt oder auch schlecht geplant wird dann nimmt das Unheil seinen Lauf.

Es geht definitiv anders, auch in D...
 
eMGee schrieb:
Es geht definitiv anders, auch in D...
Man muss sich dann aber als Projektleiter gegenüber vielen Beteiligten durchsetzen, realistische Kosten und Zeiten beharrlich vertreten und spätere, kostenrelevante Änderungen zu verhindern wissen. Bei Sanierungen oft ein ehrgeiziges Unterfangen, besonders wenn viele Beteiligte mitreden wollen.
Es gibt da bei den Projekten, die im öffentlichen (politischen) Focus stehen häufig starken Gegenwind, wenn man mit realistischen Annahmen startet. Die Befürworter haben die Sorge, dass die Öffentlichkeit skeptisch wird und sehen lieber kurze Zeiten und niedrige Summen (Stichwort: „beschlussfähiger Betrag“) Die Gegner verwenden die Zahlen dann für ihre Gegenargumente.
Viele Zuwendungsgeber akzeptieren nicht, wenn man die zu erwartende Preissteigerung bis zur Ausschreibung und Vergabe einarbeitet, sondern verlangen Zahlen auf Basis des Zeitpunktes, an dem die Kostenberechnung erstellt wird. Kostenpuffer und Eventualpositionen werden ebenfalls nicht akzeptiert.....

Große Fehler werden oft gemacht, indem erste Kostenschätzungen komplexer Vorhaben als belastbar angesehen werden.

Manchmal skurril ist es bei den öffentlichen Wettbewerben, da werden oft hochtrabende Entwürfe geliefert und dann wird einfach der Kostenrahmen der Auslobung hingeschrieben, obwohl der völlig unrealistisch ist. Die Planer sagen dann, dass sie mit einem Entwurf, der im Kostenrahmen realisierbar wäre, den Wettbewerb nicht gewinnen könnten.

Fakt ist, dass ein erheblicher Anteil der öffentlichen Projekte zurzeit teurer wird. Auch viele Straßen, Brücken etc.

Wenn man frei als Bauherr und gleichzeitig Planer sowie möglichst ohne großen politischen Einfluss und idealer Weise an einem Neubau arbeiten kann, sieht die Sache natürlich ganz anders aus.

Wie es in der Wirtschaft ist, weiß ich nicht. Vermutlich aber wesentlich besser...

OK / wir sind off topic...
 
3303 schrieb:
Wie es in der Wirtschaft ist, weiß ich nicht. Vermutlich aber wesentlich besser...
Oh, da kann ich aushelfen. In der freien Wirtschaft ist es heute oft auch nicht besser. Das Management kommt mit völlig unrealistischen Vorstellungen daher und jeder Praktiker weiß, dass die Vorgaben kompletter Unsinn sind. Nur macht keiner die Klappe auf, weil die kleinen Herrgötter auf Kritik meist sehr empfindlich reagieren. Meiner Meinung verdanken wir diesem Mechanismus den Diesel-Skandal, wo man von vorne herein viel zu kleine Tanks für Ad Blu verbaut hat oder auch das aktuelle Desater mit Boeings 737 Max, wo eher eine Neukonstruktion als ein Redesign angesagt gewesen wäre. Oder schau Dir mal an, wie der Vorstand von Bayer mit der Übernahme von Monsanto das Geld seiner Aktionäre verbrennt und Arbeitsplätze gefährdet. Das die Privatwirtschaft automatisch sorgfältiger plant ist ein wohgepflegtes Märchen.
 
In der Wirtschaft wird halt hinter verschlossenen Türen mit Geld geheilt.

Meiner Meinung nach ist es aber auch ein Irrglaube der Politik dass man mit reellen Kosten nicht an die Öffentlichkeit gehen kann. Ich rede jetzt mal hauptsächlich von Großprojekten, bei denen die Summen eh schwer greifbar werden. Die breite Masse juckt doch bei Milliardenbeträgen für Rettungsschirme etc. nicht mehr, ob ein Bauprojekt nun 3,1 oder 5,4 Mrd. kostet. Hellhörig wird man nur dann, wenn man bei 2 anfängt und bei 8 landet.

Ich kann abschließend nur sagen dass es aus eigener Erfahrung auch im öffentlichen Bereich anders geht. Da muss das Zusammenspiel von Bauherr und Politik halt dann passen und im Idealfall findest noch Firmen die dir im Rahmen der Kostenberechnung anbieten ;-)
 
Manchmal skurril ist es bei den öffentlichen Wettbewerben, da werden oft hochtrabende Entwürfe geliefert und dann wird einfach der Kostenrahmen der Auslobung hingeschrieben, obwohl der völlig unrealistisch ist. Die Planer sagen dann, dass sie mit einem Entwurf, der im Kostenrahmen realisierbar wäre, den Wettbewerb nicht gewinnen könnten.

Aber dann haben die Beschaffungsspezialisten und Juristen des Auftraggebers versagt!
Ein höherer Preis lässt sich nur mit Änderungswünschen des Auftraggebers begründen.
Sonst ist das Angebot mit dem offerierten Preis zu liefern und der Auftraggeber muss den Preis halt über den Rechtsweg einfordern. Auch wenn es dieses Unternehmen in den Ruin treibt. Würde dies die öffentliche Hand konsequent durchsetzen, dann wäre ziemlich bald Schluss mit solchen unrealistischen Dumpingangeboten.
Wobei ich sehr stark annehme, dass es im Bauwesen eine Klausel gibt, die eine Überschreitung des Höchstpreises um x % erlaubt, da man diese Kosten nur sehr schwer schätzen kann.

Aber es ist tatsächlich so dass nach WTO-GATT der Preis viel zu stark gewichtet ist und man praktisch keine Chance hat, auch offensichtliche Dumpingangebote auszuschliessen. Da kann man effektiv erst nach der Zuschlagserteilung aktiv werden, wenn der Anbieter die offerierte Leistung nicht erbringt. Aber dann es ist es meistens schon zu spät...
 
Ich schrieb über einen Planungswettbewerb. Das findet lange bevor irgend welche Firmenaufträge ausgeschrieben oder gar vergeben werden statt.
Das Vergabethema ist dann natürlich noch mal ein Kapitel für sich :wink:

TPD schrieb:
Manchmal skurril ist es bei den öffentlichen Wettbewerben, da werden oft hochtrabende Entwürfe geliefert und dann wird einfach der Kostenrahmen der Auslobung hingeschrieben, obwohl der völlig unrealistisch ist. Die Planer sagen dann, dass sie mit einem Entwurf, der im Kostenrahmen realisierbar wäre, den Wettbewerb nicht gewinnen könnten.

Aber dann haben die Beschaffungsspezialisten und Juristen des Auftraggebers versagt!
Ein höherer Preis lässt sich nur mit Änderungswünschen des Auftraggebers begründen.
Sonst ist das Angebot mit dem offerierten Preis zu liefern und der Auftraggeber muss den Preis halt über den Rechtsweg einfordern. Auch wenn es dieses Unternehmen in den Ruin treibt. Würde dies die öffentliche Hand konsequent durchsetzen, dann wäre ziemlich bald Schluss mit solchen unrealistischen Dumpingangeboten.
Wobei ich sehr stark annehme, dass es im Bauwesen eine Klausel gibt, die eine Überschreitung des Höchstpreises um x % erlaubt, da man diese Kosten nur sehr schwer schätzen kann.

Aber es ist tatsächlich so dass nach WTO-GATT der Preis viel zu stark gewichtet ist und man praktisch keine Chance hat, auch offensichtliche Dumpingangebote auszuschliessen. Da kann man effektiv erst nach der Zuschlagserteilung aktiv werden, wenn der Anbieter die offerierte Leistung nicht erbringt. Aber dann es ist es meistens schon zu spät...
 
3303 schrieb:
Ich schrieb über einen Planungswettbewerb. Das findet lange bevor irgend welche Firmenaufträge ausgeschrieben oder gar vergeben werden statt
Darin liegt schon eines der Probleme - auch für den Planungswettbewerb gibt es ja meist einen groben Kostenrahmen. Bis dann endlich irgendwann die Vergabe ansteht - wenn man Pech hat noch nach langwierigen Einspruchsverfahren etc - können Jahre vergangen sein und die Preise sind schon deshalb davongelaufen. Trotzdem heißt es dann "Kostensteigerung um xy%".
 
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