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Der Euro

Ich schrieb über einen Planungswettbewerb. Das findet lange bevor irgend welche Firmenaufträge ausgeschrieben oder gar vergeben werden statt.
Das Vergabethema ist dann natürlich noch mal ein Kapitel für sich :wink:

Mir ist schon klar, dass es nicht das selbe ist.
Aber schlussendlich ist es eben auch ein bewusstes oder unbewusstes Versagen des Systems.
Warum gewinnt dann gerade das Projekt, das im vorgegebenen Kostenrahmen gar nie realisiert werden kann!
 
TPD schrieb:
Warum gewinnt dann gerade das Projekt, das im vorgegebenen Kostenrahmen gar nie realisiert werden kann!
Das entspricht der gängigen Vergabepraxis im öffentlichen Bereich. Zwar heisst es immer wieder, dass nicht zwangsläufig der billigste Anbieter den Zuschlag bekommen muss, wenn es begründete Zweifel gibt, dass er die gefordete Leistung nicht in der gebotenen Qualität liefern kann. Aber so was zieht in vielen Fällen dann eine Klage des unterlegenen Unternehmens nach sich, was dann das gesamte Projekt verzögert oder gar gefährdet, weil Fristen für Zuschüsse oder genehmigte Haushaltsmittel verfallen. Also wird in der Praxis der billigste Heimer genommen, das macht am wenigsten Ärger.

Und denk bloß nicht, in der freien Wirtschaft läuft es besser. Überall wird nur auf den Preis geschaut, Qualität ist nebensächlich und kann von denen, welche die Entscheidungen im Einkauf oder Management treffen, oft auch gar nicht beurteit werden. Außerdem gibt es auch dort Entlohnungssysteme, die falsche Anreize setzen. Etwa dem Einkäufer eine Provision gewähren, wenn er vermeintlich "günstiger" einkauft. Den Ärger haben dann am Ende die Techniker, die den Schrottt freigeben sollen, oder die wegen Serienschwankungen Probleme mit der gesamten Fertigung bekommen. Oder am Ende müssen die Kunden den Fehler ausbaden, wenn Bauteile wegen zu "günstiger" Qualität vorzeitig den Geist aufgeben. Ich habe selbst schon erleben müssen, wie eine komlettes Geschäftsfeld an die Wand gefahren wurde, weil der Einkauf bei einem Cent-Artikel gespart hatte, was bei Stückzahlen unter 10.000 pro Jahr überhaupt keinen Sinn macht. Als wir den Fehler gefunden hatten, war es bereits zu spät. Da war das Produkt bereits im Markt "verbrannt".
 
Das entspricht der gängigen Vergabepraxis im öffentlichen Bereich.
Da hast Du absolut recht.
Nur frage ich mich eben schon was das soll, dass man eigentlich weiss dass es nicht gut kommt, aber man aus Angst vor einem juristischen Konflikt und Verzögerungen dann trotzdem diesen Anbieter wählt...
Aber es ist leider auch so, dass durch die WTO-GATT die Gewichtung des Preises so gut wie vorgegeben ist und man da keinen grossen Handlungsspielraum hat...

Ich habe nirgendwo behauptet, dass in der Privatwirtschaft alles besser läuft. Aber da ist es zumindest das Geld der Firma bzw. Aktionäre (Ja ich weiss, dass die Pensionskassen die grössten Aktionäre sind ;) ). Jedoch beim Staat sind es Steuergelder und damit ist sorgfältig umzugehen.
 
Wovon redet ihr denn jetzt?
Planungswettbewerbe, Vergabe von Planungsleistungen, Firmenaufträge Bau, Firmenaufträge Lieferleistungen, GU Vergaben, GÜ Vergaben ....?

Es stimmt im Übrigen nicht, dass eine Vergabe nach verschiedenen Kriterien (nicht nur Preis) grundsätzlich problematisch sein muss.
Bei GU, GÜ, Planungsleistungen etc. kann man mit einer Matrix arbeiten, hat aber dann oft etwas längere Verfahren zu durchlaufen, um das Ganze revisionssicher zu gestalten. So ist es grundsätzlich möglich und wird auch regelmäßig praktiziert.
Im Baubereich bei der gewerkeweisen Vergabe macht aber meist (wenn es nicht allzu spezielle Leistungen sind) eigentlich nur der Preis als alleiniges Kriterium Sinn, da sich die Leistung dort meistens genau genug beschreiben lässt.
 
3303 schrieb:
Es stimmt im Übrigen nicht, dass eine Vergabe nach verschiedenen Kriterien (nicht nur Preis) grundsätzlich problematisch sein muss.
Bei GU, GÜ, Planungsleistungen etc. kann man mit einer Matrix arbeiten, hat aber dann oft etwas längere Verfahren zu durchlaufen, um das Ganze revisionssicher zu gestalten. So ist es grundsätzlich möglich und wird auch regelmäßig praktiziert.
Klar macht man das vernünftigerweise so, aber zum einen dauert das Verfahren länger, wie Du schon geschrieben hast, zum anderen kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Wettbewerber das Ergebnis angreifen werden, womit eine weitere Verzögerung eintritt, auch wenn das Ergebnis in letzter Instanz bestätigt wird - und damit ist die ursprüngliche Kostenindikation auch schon wieder überholt.
 
https://www.fuw.ch/article/snb-hat-wohl-am-devisenmarkt-interveniert/ https://www.cash.ch/news/politik/starker-franken-interventionen-am-devisenmarkt-sind-das-kleinere-uebel-1376830
Mit den zunehmenden Spannungen im Handelsstreit zwischen den USA und China und den sich abzeichnenden Vorboten einer globalen Rezession, wertet der CHF gegen den EURO in den letzten Wochen wieder merklich auf. Da wird der nächste Skiurlaub in der Schweiz leider wieder teurer! Trotz der Interventionen der SNB an den Währungsmärkten.
Dafür kann @ski-chrigel nebst Junior preiswerter in Tirol Urlaub machen! :wink:
 
Gut dass ich gerade eine Wocher Zermatt gebucht habe 8) Am Ende sind es 50€ mehr, da sterbe ich nicht davon.
 
@Bergwanderer: So wie die Sache derzeit liegt müssten sich Euro/CHF gegenüber dem Dollar gleich bewegen da der grösste Handelspartner der Schweiz der Euro-Raum ist. Der Euro bleibt gegenüber dem Dollar aber ziemlich gleich, nur der CHF bewegt sich von den beiden weg.
Das ist ein eindeutiges Zeichen dass das Ganze null und nichts mit den Handelsstrewitigkeiten auf der Welt zu tun hat sondern dass die Schweizerische Nationalbank den Kurs des CHF einmal mal künstlich nach oben manipuliert um den beiden Grossbanken ein paar Milliarden in der Arsch zu schieben.

Nicht das ich ein Fan vom derzeitigen US-Präsidenten wäre, aber langsam habe ich wirklich dass Gefühl dass der noch der einzige auf der Welt ist wo die Schweizer Banken, wenn sie es weiter so übertreiben, eines Tages gehörig in die Schranken weisen wird und damit dann endlich den CHF wieder auf einen normalen Kurs runter sausen lässt.
 
Hier mal einige Charts und ein lesenswerter Artikel aus der "Welt" zum "dahinsiechenden" EURO und den daraus resultierenden Folgen.
Da wird nicht nur der Urlaub in der Schweiz und den USA teurer, diesmal ist es auch eine große Herausforderung für die auf günstige Energie angewiesene deutsche Wirtschaft. Es bleibt und wird spannend ... :wink:

https://twitter.com/Schuldensuehner/status/1546496003053846528?cxt=HHwWgICwyfn6oPYqAAAA
https://twitter.com/Schuldensuehner/status/1545757569167261697?cxt=HHwWgoCwsbiU0fMqAAAA
https://twitter.com/Schuldensuehner/status/1545755076601470976?cxt=HHwWgICzqa2D0PMqAAAA
https://www.welt.de/finanzen/geldanlage/plus239866449/Schwacher-Euro-beschleunigt-Deutschlands-Abstieg-Folgen-des-Wechselkurs-Verfalls.html
 
Überhaupt die Frage, welche Anlagenform die sich abzeichnende Krise gut zu überstehen mag.
Any Ideas? :-)
 
Kris schrieb:
Überhaupt die Frage, welche Anlagenform die sich abzeichnende Krise gut zu überstehen mag.
Any Ideas? :-)

Bei einem Umfeld/einer Kombination aus 2000 bis 2003, 2008/2009 und obendrauf noch die 70er, würde ich mal nachschaun, welche Anlageklasse sich zwischen 1971 und 1980 am besten entwickelt hat. Die kannst Du schon mal berücksichtigen.
 
Die EZB muss gezwungen werden, die Leitzinsen sofort um mehrere Prozentpunkte zu erhöhen. Das würde den Euro sofort stärken und die Inflation sofort senken.

Leider wiederholt sie aber die Fehler von der Inflation 1919-1923: Staatsschulden weginflationieren.

Das führt immer in die Krise, da wäre sogar die Staatspleite noch besser.
 
Das ist doch seit dem Euro die Aufgabe der EZB. Die Staatsentschuldung läuft massiv seit 14 Jahren und da die immer gieriger werden und all das( Schuldenaufkauf
mit darauffolgendenr Geldmengenverxfachung) nicht mehr ausreicht, gibt's jetzt eine sogar im den Warenkorb von EU und statistischem Bundesamt messbare Inflation. Übrigens gibt es die schon seit vielen Jahren: der Immobilieboom ist nur zum Teil eine Blase zum Hauptteil zeigt er nur wie der Wert unseres euros schon abgenommen hat. Denn das teuerste was man in Leben erwirbt, ist eben nicht in diesen sogenannten Warenkorb der o.g....absurd aber wahr...
Italien, Spanien, Portugal , Frankreich, Belgien und auch noch Griechenland wären bei einem jetzt realwirtschaftlich begründeten Zinsanstieg sonst Pleite. Deshalb will die EZB ja Wege suchen für diese Länder den Zinsanstieg , der jetzt im Verhältniss viel höher ist als in D, zu begrenzen.
Mittel die es wohl bisher nie gab.
:wink:
Die haben da zig Glaskugeln mit angeschlossenem Finanzmarktinstrumente-3D Drucker im Keller. :nein: suchen nur z.Zr. Die Bedienungsanleitung bzw. Jemand der sie schreibt....
:wink:
Was müssen wir machen? Gold, Dollar, Öl, SFr, Immobilien?
Ist alles schon seit Jahren überbewertet. Vielleicht ausgewählte Aktien.
Ich empfehle hier aber eher Skifahren mit allem was dazu gehört.
Da hat man noch wirklich was vom Geld für Körper und Seele......
 
Was wäre, wenn?

Die Szenarien der Banken für einen sofortigen Gasstopp aus Russland
Europäische Aktien stürzen um 20 Prozent ab, Renditeaufschläge für Ramschanleihen steigen an, der Euro sinkt auf nur noch 90 US-Cents. Dies sind Vorhersagen von einigen Strategen im Fall eines Gasstopps aus Russland.

Gemäss diesem Artikel: https://www.cash.ch/news/politik/uk...inen-sofortigen-gasstopp-aus-russland-1988242


Der Euro crasht, eine (globale) Rezession wird immer wahrscheinlicher, der starke Dollar macht Schulden immer untragbarer und kostet auch US-Unternehmen Marge, die in Europa in Euro Geschäfte machen: die US-Notenbank Fed daher hat nicht mehr viel Spielraum, die Zinsen anzuheben anzuheben, ohne das immer fragilere internationale Finanzsystem zu crashen! Die Signale in Richtung Rezession werden immer eindeutiger: die Inflations-Erwartungen fallen immer weiter, der Ölpreis als Konjunktur-Indikator verliert heute mehr als -7% - und die Stimmung bei amerikanischen Klein-Firmen (die besonders nahe an der wirtschaftlichen Realität sind) ist so schlecht wie seit 13 Jahren nicht mehr. Daher "hat" die Fed wohl bald fertig mit den Anhebungen der Zinsen, sonst kollabiert das auf Schulden aufgebaute System.

Quelle: https://youtu.be/xOh5LqbSWIU Zeit: 14:26 Minuten
 
Hast du schon eine Short-Position mit europäischen Aktien aufgemacht? :wink:

Sind denn viele Banken etc. in USD verschuldet?
 
Die EZB muss gezwungen werden, die Leitzinsen sofort um mehrere Prozentpunkte zu erhöhen. Das würde den Euro sofort stärken und die Inflation sofort senken.

Wieso sollte das bei diesem besondern Fall helfen?

Die Wirtschaft ist ja nicht überhitzt, die Preissteigerungen kommen ja großteils von teurer werdenden Rohstoffen & unterbrochenen Lieferketten. Und einer der größen Preistreiber ist der Staat, Thema Energiesteuern, Mindestlohn usw.....

Wie sollen mit einem hohen Zinsniveau die (gewollten) Herausforderungen (Umstellung EE, Effinzienzsteigerungen) angegangen werden?

Siehe hier:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/s...olumne-a-1529af60-9e55-4a10-b9ea-24a9580fb438
 
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