Pancho schrieb:
Wenn der Klügere immer nachgibt, haben wir die Weltherrschaft der Idioten.
:lol: Äh, haben wir die nicht längst? Nicht nur beim Klimawandel, sondern auch bei Gesellschaft, Politik, Banken und Wirtschaft gibt es in vielen Bereichen Fehlentwicklungen, die seit Jahrzehnten bekannt sind. Warum wurde denn der nahe Osten auf Betreiben der Großmächte destabilisiert, warum spielt man bei der Produktion von Lebensmitteln den Global Playern in die Hände anstatt eine kleinteilige und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben? Warum gibt es immer wieder von den Großmächten angeheizte Konflikte und Kriege, nur damit die ihre Vorherrschaft ausbauen oder stabilisieren können? Während hierzulande die Politiker dazu noch Beifall klatschen. Natürlich nur, wenn die "richtige" Seite Krieg führt. Sonst spucken sie Gift und Galle. Weltherrschaft der Idioten bringt es auf den Punkt. Die haben wir längst.
Lustig auch, wie sich beim Klimawandel nun alle über von der Industrie gekaufte "Experten" aufregen. Ist das denn bei Gentechnik, der Deregulierung der Banken und Wirtschaft und bei Neoliberalismus auch nur eine Spur anders?
Schön, dass die BBC nun offen zugibt, dass sie ihren Kunden Informationen vorenthält und einseitig Partei ergreit. Das hat schon etwas vom Orwellschen Wahrheitsministerium. Und letztendlich verfahren alle Medien so. Nur machen sie das in der Regel auf eine Weise, dass es auf den ersten flüchtigen Blick nicht auffällt. Im sogenannten "Qualitätsjournalismus" wird schon lange nicht mehr zwischen Meinung und Berichterstattung unterschieden. Gegenpositionen, die nicht zur Redationslinie bzw. der politischen Ausrichtung des Verlages passen, werden entweder unter den Teppich gekehrt oder in einer Weise erwähnt, die sie von vorne herein in einem schlechten Licht erscheinen lässt.
Das gefährliche an dieser Entwicklung ist, dass man damit die Bevölkerung Schritt für Schritt entmündigt. Denn wenn ich nur noch gefilterte Informationen erhalte, dann habe ich eine geringere Chance, mir selbst eine eigene Meinung zu bilden. Und anders als in der Mathematik, in der 1+1=2 ergibt, sind die meisten gesellschaftlich relevanten Fragen eben nicht so einfach zu beantworten. Daher gehört zu einer demokratischen Willensbildung unbedingt dazu, auch die Gegenpositionen oder Alternativen zu hören. Wer die von vorne herein ausblendet, der betreibt nichts anderes als die Errichtung einer Diktatur und eines Totaliarismus, in dem nur noch eine Einheitsmeinung zugelassen wird. In letzter Konsequenz ist so etwas Faschismus in Reinkultur, in dem in letzter Konsequenz auch Menschen, die eine andere Meinung als der Mainstream vertreten, ausgegrenzt werden oder andere Nachteile drohen.