spinne08 schrieb:
@ Neusser Gletscher: Ist deine Idee "Weitermachen wie bisher?" Auch wenn D einen geringeren Anteil hat, als andere Staaten, ist Nichtstun die schlechteste Alternative.
Blinder Aktionismus ist auch keine Lösung.

Zumindest sollte man seine Anstrengungen darauf konzentrieren, wo es kurzfristig am meisten bringt. Wenn die Verstromung von Kohle 30% am Deutschen CO2 Haushalt ausmacht, dann hat man hier einen Hebel, mit dem man schnell etwas ändern kann. Natürlich sollte man auch den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, aber dieser Argument kann ich mittlerweile nicht mehr hören. Das ist genau so abgedroschen wie die Aussage, wir müssen mehr in Bildung investieren. Das höre ich nun seit Jahrzehnten, ohne dass Deutschland im internationalen Vergleich seinen Platz in nenneswertem Umfang verbessert hätte. Wie wäre es mal damit: Der Staat baut den ÖPNV aus und dann erst wird entsprechend dem Ausbau der Individualverkehr verteuert?

Aber wenn ich sehe, wie lange es mittlerweile dauert, eine neue Bahnlinie zu bauen oder einfach nur die Kapazität einer bestehenden Bahlinie zu erweitern, dann wird das in den nächsten 20 Jahren nichts. Vor allem, weil regelmässig die Anwohner wegen so was auf die Barrikaden gehen. Das ist ein typisches Problem von Wohlstandsbürgern, denen es einfach zu gut geht. Vor hundert Jahren war man froh, wenn die Bahn ins Dorf kam. So manches Dorf verdankt seine Gründung der Bahn. Heute gehen die Bewohner genau dieser Ortschaften wegen jedem Zug auf die Barrikaden.
Weltweit würde es viel bringen, Brandrodungen und Waldbrände zu verhindern. 25% Anteil am weltweiten CO2 Ausstoß sollten Argument genug sein.
Ich weiß, das wollen natürlich diejenigen nicht hören, die jetzt Morgenluft wittern und ihre eigene Agenda auf die Tagesordnung bringen möchten. Aber irgendwann muss man sich entscheiden, was wichtiger ist. Das Weltklima oder die eigene Ideologie.