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Die große Klima-Diskussion

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.......Du vergisst, dass Geld selten einfach nur auf irgendwelchen Konten schlummert......
Hab ich nicht :D
Mein Hinweis auf den Binnenmarkt war für "Florian86" gedacht, der es offenbar für kriminell hält.
Die Mieterträgen beispielsweise eines von einem Deutschen in den Niederlanden gekauften Hauses werden im "Steuerparadies" NL versteuert.
Doppelbesteuerungsabkommen! legal!

Die hiesigen Linksdenker sollten mal ins Grübeln kommen, wie es liberale Nachbarstaaten wie CH u. NL schaffen, dass bei deutlich niedrigeren Abgaben ihre Staaten u. Sozialsysteme deutlich besser funktionieren.
 
Die hiesigen Linksdenker sollten mal ins Grübeln kommen, wie es liberale Nachbarstaaten wie CH u. NL schaffen, dass bei deutlich niedrigeren Abgaben ihre Staaten u. Sozialsysteme deutlich besser funktionieren.
Vielleicht indem einfach solidarischer in die Sozialsysteme eingezahlt wird und sich nicht wie in Deutschland so ziemlich alle Besserverdienenden aus den solidarischen Umlagesystemen verabschieden?
 
icedtea schrieb:
Auch/selbst wenn es nur ein Zwischenlager wäre; als ergänzende Maßnahme könnte es ja kaum schaden
Ich hielte es für nachhaltiger und auch sinnvoller die Beträge die für eine eventuelle CO2 - Verklappung angedacht wären besser in klimaneutrale Stromzeugungsanlagen, Leitungen und Speicher zu stecken denn so verschieben wir wieder mal nur das Problem.
 
Fab schrieb:
Mein Hinweis auf den Binnenmarkt war für "Florian86" gedacht, der es offenbar für kriminell hält.

Also für kriminell halte ich das aktuelle System nicht, ich stell es nur in gewissen Punkten in Frage. Mit dem Problem der legalen Abwanderung des Geldes innerhalb des Binnenmarktes hast Du natürlich völlig Recht. Aber auch hier könnte man in Frage stellen, ob in einem Binnenmarkt auch gemeinsame Steuerregelungen sinnvoll wären. Dass das aber völlig unrealistisch ist, ist mir natürlich schon klar.

Wo Du bei mir "kriminell" rausliest würde mich aber schon noch interessieren.
 
NeusserGletscher schrieb:
Besser nur 10% reduzieren und die Firmen bleiben im Land, oder 50% reduzieren, und die Emissionen werden nur ins Ausland verlagert.
Ich denke bei der von Dir vermutlich primär ins Auge gefassten deutschen Autoindustrie werden ohnehin die Umweltauflagen der weltweiten großen Absatzmärkte bestimmen wohin die Reise geht sprich deutlich verbreitetere Produktpalette für einerseits die USA und dem mehr oder weniger umweltbewussteren Rest der Welt.
Den "Schutzschirm" der deutschen Regierung bez. der Autobauer kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen denn ich erinnere mich noch gut an das Geheule und Gejammere als Österreich als eines der ersten Länder die Katalysatorausrüstungspflicht für Neufahrzeuge einführte. Da war abgesehen vom Arbeitsplatzverlust und der Drohung zukünftig nicht mehr bei österreichischen Zuliefern einzukaufen bis hin zur Ankündigung man werde sicher keine Extraproduktionslinie für die Ösis einrichten alles zu hören; letztlich waren das alles nur Luftnummern denn wenn nötig "können" die alle Flexibilität. :ja: Für häufige Modellmodifikationen und neue Modelle reicht´s bei denen ja auch... :mrgreen:

Hier würde auch die aktuell angedachte Handelsbeschränkung Chinas die seltenen Erden betreffend massive Auswirkungen haben wobei ich hoffe das China einerseits gegenüber den Europäern fair bleibt aber das gegenüber der USA auch durchzieht um Trump´s unfaire Handelspolitik jetzt mal wirksam einzubremsen. Wär ja mal gespannt wie seine Wähler reagieren wenn sie bei einem Boykott keine lithiumionenakkubetriebenen Geräte mehr zu kaufen kriegten - vom Smartphone angefangen bis zum Akkuschrauber; dazu dann noch ne Ladung USA - Staatsanleihen auf den Markt werfen (die Chinas Staatsbank in großer Menge besitzt) und Trump liefe zukünftig nur mehr inkognito rum weil ihn seine Ex - Wähler sofort an die nächstbeste Wand nageln würden... :ja: :rofl:
 
Petz schrieb:
Ich denke bei der von Dir vermutlich primär ins Auge gefassten deutschen Autoindustrie werden ohnehin die Umweltauflagen der weltweiten großen Absatzmärkte bestimmen wohin die Reise geht sprich deutlich verbreitetere Produktpalette für einerseits die USA und dem mehr oder weniger umweltbewussteren Rest der Welt.
Versteh grad nicht, was Du damit sagen möchtest. PKW tragen in Deutschland nur zu ca. 12% zu den CO2 Emissionen bei, Haushalte und Kleinverbraucher zu ca. 16%. Energiewirtschaft (incl. privatem Verbrauch), Industrie und Warentransport sind für ca. 2/3 der Deutschen CO2 Emissionen verantwortlich.

Sparsame Autos sind nett. Aber sie werden an den CO2 Emissionen ebenso wenig etwas ändern wie ein aus ideologischen Gründen immer wieder in Spiel gebrachtes Tempolimit.

Und in Anbetracht der Tatsache, dass der Anteil Deutschlands am weltweiten CO2 Ausstoß bei unter 3% liegt, während China und die USA alleine schon für über 40% der weltweiten CO2 Emissonen verantwortlich sind, lässt hier jegliche Diskussion über Deutsche Klimaziele absolut lächerlich erscheinen.

Der einzige Effekt, den wir mit einer Überregulierung erzielen werden ist, dass Industrie und Fachkräfte aus dem Land getrieben werden, wenn die Politik aus blankem Populismus hier den Menschen die Luft zum Atmen nimmt.
 
NeusserGletscher schrieb:
Versteh grad nicht, was Du damit sagen möchtest.
Da ging es mir nicht um die Emmissionen der Autos bezogen auf die BRD selbst sondern ich dachte Du spielst auf die sich generell immer weiter verschärfenden Abgasvorschriften an. In dem Falle denke ich das in erster Linie nicht die EU sondern vor allem Asien da die Vorreiterschaft übernehmen wird. Einerseits steht China unter gewaltigem eigenem Handlungsdruck aufgrund der Atemluftqualität in Ballungszentren und weil sie aus der von ihnen deshalb sehr gepushten Elektromobilitätstechnologie auch wirtschaftlich profitieren möchten wird das Ansteckungseffekte in jenen Teilen der Welt haben wo die Chinis direkt oder indirekt Einfluß haben. Wenn die europäische Autoindustrie dann dort mit ihren Produkten nicht mithalten kann wird sie dort sehr rasch weg vom Fenster sein und natürlich auch die Arbeitsplätze; die History der deutschen Solarzellenproduktion sollte uns da ein sehr warnendes Beispiel sein.
 
Sollte China nur noch E-Mobile zulassen dann nicht wegen der Luftqualität sondern um seinen Markt abzuschotten. Die Luft wird dort haupsächlich durch Hausbrand und Industrie verpestet. Automobile, die heutige Abgasnormen erfüllen, sind da eher nicht beteilligt.

Aber die Autoindustrie jammert immer, wenn Abgasnormen verschärft werden. Das hat seit den 1970ern Tradition, seit dem in Kalifornien erstmals Vorschriften zur Begrenzung der Emissionen erlassen wurden. Kurz darauf wurde die Abschaltevorrichtung (defeat device) erfunden.
 
NeusserGletscher schrieb:
Sollte China nur noch E-Mobile zulassen dann nicht wegen der Luftqualität sondern um seinen Markt abzuschotten.
Egal aus welchen Gründen würde das auch der europäischen E - Mobilität den längst nötigen herben Tritt in den Allerwertesten verschaffen denn der chinesischen Markt ist nicht nur zu wichtig um von den Produzenten einfach links liegengelassen zu werden sondern würde auch jene Produktionszahlen bringen um die E - Auto Preise deutlich zu senken... :ja:
 
Das wird man über kurz oder lang noch sehen welches Interesse China daran besitzt, dass die E-mobilität herstellerübergreifend(!) Günstiger wird. Und zu glauben dass die guten Europäer dann auf der Sonnenseite stehen ist schon arg naiv.
 
Wie sich die E - Mobilitätspreise entwickeln werden hängt von der Marktsituation ab; nachdem ich denke das China selbst sicher auch versuchen wird eigene E - Autos international zu vermarkten würde das die Preise dann sicher drücken wenn alle anderen Produzenten ebenfalls groß einsteigen. Von Sonnenseite für die europäischen Produzenten kann sicher nicht die Rede sein; die müssten aufgrund des völlig verschlafenen Einstiegs schon froh sein wenn ihre weltweiten Markanteile längerfristig nicht massiv zurückgingen.
 
spinne08 schrieb:
@ Neusser Gletscher: Ist deine Idee "Weitermachen wie bisher?" Auch wenn D einen geringeren Anteil hat, als andere Staaten, ist Nichtstun die schlechteste Alternative.
Blinder Aktionismus ist auch keine Lösung. :wink: Zumindest sollte man seine Anstrengungen darauf konzentrieren, wo es kurzfristig am meisten bringt. Wenn die Verstromung von Kohle 30% am Deutschen CO2 Haushalt ausmacht, dann hat man hier einen Hebel, mit dem man schnell etwas ändern kann. Natürlich sollte man auch den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, aber dieser Argument kann ich mittlerweile nicht mehr hören. Das ist genau so abgedroschen wie die Aussage, wir müssen mehr in Bildung investieren. Das höre ich nun seit Jahrzehnten, ohne dass Deutschland im internationalen Vergleich seinen Platz in nenneswertem Umfang verbessert hätte. Wie wäre es mal damit: Der Staat baut den ÖPNV aus und dann erst wird entsprechend dem Ausbau der Individualverkehr verteuert? :twisted: Aber wenn ich sehe, wie lange es mittlerweile dauert, eine neue Bahnlinie zu bauen oder einfach nur die Kapazität einer bestehenden Bahlinie zu erweitern, dann wird das in den nächsten 20 Jahren nichts. Vor allem, weil regelmässig die Anwohner wegen so was auf die Barrikaden gehen. Das ist ein typisches Problem von Wohlstandsbürgern, denen es einfach zu gut geht. Vor hundert Jahren war man froh, wenn die Bahn ins Dorf kam. So manches Dorf verdankt seine Gründung der Bahn. Heute gehen die Bewohner genau dieser Ortschaften wegen jedem Zug auf die Barrikaden.

Weltweit würde es viel bringen, Brandrodungen und Waldbrände zu verhindern. 25% Anteil am weltweiten CO2 Ausstoß sollten Argument genug sein.

Ich weiß, das wollen natürlich diejenigen nicht hören, die jetzt Morgenluft wittern und ihre eigene Agenda auf die Tagesordnung bringen möchten. Aber irgendwann muss man sich entscheiden, was wichtiger ist. Das Weltklima oder die eigene Ideologie.
 
Bei Neusser Gletschers letztem Beitrag ist viel wahres dabei. Vor allem die Attitüde, für Klimaschutz zu sein, aber nicht vor der eigenen Haustür :wink:
Ich sag es ja immer wieder mal: Nicht alles was du sagst teile ich, aber da ist einiges bedenkenswertes dabei :top:
 
icedtea schrieb:
Vor allem die Attitüde, für Klimaschutz zu sein, aber nicht vor der eigenen Haustür :wink:
Eines der Haupthindernisse zum vermehrten Einsatz CO2 - neutraler Elektroenergie seh ich in der Durchsetzbarkeit der nötigen Nord - Süd Stromleitungen die nicht nur zum Energietransfer nach Südwestdeutschland gebraucht würden sondern auch um Pumpspeicherkraftwerke als Stromspeicher nutzen zu können - international würde es sich auszahlen einige Wasserkraftwerke in den Alpen zu Pumpspeicherwerken upzugraden da in der BRD dafür die Topographie zuwenig hergibt.
Und "natürlich" kämpfen meist genau jene am aktivsten dagegen die von ihrer politischen Gesinnung her eigentlich absolute Befürworter sein müssten... :stupid: :sauer:
 
Petz schrieb:
icedtea schrieb:
Vor allem die Attitüde, für Klimaschutz zu sein, aber nicht vor der eigenen Haustür :wink:
Eines der Haupthindernisse zum vermehrten Einsatz CO2 - neutraler Elektroenergie seh ich in der Durchsetzbarkeit der nötigen Nord - Süd Stromleitungen die nicht nur zum Energietransfer nach Südwestdeutschland gebraucht würden sondern auch um Pumpspeicherkraftwerke als Stromspeicher nutzen zu können - international würde es sich auszahlen einige Wasserkraftwerke in den Alpen zu Pumpspeicherwerken upzugraden da in der BRD dafür die Topographie zuwenig hergibt.
Und "natürlich" kämpfen meist genau jene am aktivsten dagegen die von ihrer politischen Gesinnung her eigentlich absolute Befürworter sein müssten... :stupid: :sauer:

Genau das ist der Punkt; Ökostrom haben wollen, aber die Leitungen nicht :?
Macht irgendwie wenig Sinn, vor allem in Gegenden, in denen ohnehin schon landschaftlich nicht mehr viel zu retten ist, und das sind in Deutschland schon recht viele :wink:
 
Kommt drauf an. Ich kann zB verstehen, dass man dagegen ist, wenn mit billigen Atom-Nachtstrom die Speicher in den Alpen befüllt werden, um ihn dann als billigen "Öko"strom zu verkaufen.
Das ist momentan nämlich ein lukratives Geschäftsmodell bspw der TIWAG.
 
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