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Die große Klima-Diskussion

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NeusserGletscher schrieb:
Nun, deswegen habe ich auch geschrieben, wie es aktuell bei meiner Heizung aussieht. Selbstverständlich kann man bei einer Flächenheizung die Vorlauftemperatur halbieren.

Ach komm, ein bisschen Mühe kannst Du dir bei der Argumentation schon geben. Deine Aussage hast Du ursprünglich getätigt, um zu widerlegen, dass WP "vieeeel" effizienter sind als fossile Heizungen. Diese Aussage stimmt auch weiterhin. Und plötzlich ist es doch nur *deine* Heizung :rolleyes:
In diesem Jahrzehnt? Bei dieser Regierung? Vergiss es.
Welche Regierung brauchen wir denn? Hast Du da einen heißen Tipp?

Panacea schrieb:
Dazu kommt der enorme Vorteil, dass Wärmepumpen mit Strom betrieben werden, den müssen wir nicht von Diktatoren einkaufen.

Derzeitige Bestrebungen gehen dahin, LNG von Katar bzw. den USA einzukaufen, um damit Strom zu produzieren. Da sind wir moralisch sicher auf der richtigen Seite :lol:
Bullshit - nur ein Bruchteil des Gases soll zur Verstromung genutzt werden und das lässt sich kurzfristig nicht ändern.
Das war unsere Strategie (noch mit dieser anderen Regierung) der Brückentechnologie. Das Ziel ist eben genau NICHT Strom aus fossilen Energieträgern zu produzieren.

Panacea schrieb:
.... trotzdem bleibt es ein Extremfall und stellt nicht die Regel dar.

Die überwiegende Zahl der Wohngebäude wurde nach älteren oder keinem Energiestandard errichtet. Da steht in vielen Fällen erst einmal eine Kernsanierung an, um überhaupt die Voraussetzungen zu schaffen, damit man eine Wärmepumpe einsetzen kann. Und das bei extrem gestiegenen Baukosten, Materialmangel und sinkenden Realeinkommen und -einnahmen.

Auch hier sehe ich nicht, wie wir ohne grundsätzlich geänderte Rahmenbedingungen hier schnell etwas ändern können.


Gut, neue Gebäude und Zukunft ausgeblendet heißt: früher war alles so, wie es früher war - jetzt ist zu spät und weil Du keine Option siehst, hören wir auf?
Welche Rahmenbedingungen müssen denn deiner Meinung nach geändert werden um "hier schnell etwas ändern können"?

In dieser Diskussion geht es doch ums Klima, oder?
Ansonsten können wir auch weiterhin über unser persönliches Heizsetup berichten und über die Politik schimpfen, aber das geht dann wohl meist am Thema vorbei...
 
Jetzt geht das schon wieder los...
 
Panacea schrieb:
- Du wählst deine anekdotische Vorlauftemperatur die *insbesondere in der Zukunft* immer weniger repräsentativ sein wird.
- Vorlauftemperaturen können in vielen Fällen niedriger sein, bei Neubau sind sie es fast immer

Ähm, will ja deine Aura nicht zerstören, aber was machen die rund 80-90% der Häuslebauer, welche keinen Neubau haben?

Dürfen die ihr Haus dann weg schmeißen und neu bauen? Welche Ressourcenverschwendung wäre das?

Eine Wärmepumpe kann - mit Betonung auf KANN! sich nur dann lohnen, wenn das Haus so weit gedämmt ist, dass eine deutlich niedrigere Vorlauftemperatur ausreicht. Die allermeisten Altbauten (siehe oben) können aber nicht so weit abgedichtet werden.
Denn das würde die Bausubstanz empfindlich schädigen (Schimmel im Fachwerk und anderen Materialien). Zudem sind die Kosten und der Ressourcenverbrauch für diese Aufwendungen extrem hoch.

Eine "Flächenheizung statt eines Radiators reicht da bei weitem nicht. Wer das behauptet, hat schlicht keine Ahnung und wird bald entweder im kalten sitzen, oder sich bei den Zusatzkosten zum Zuwärmen noch umschauen.
 
biofleisch schrieb:
Panacea schrieb:
- Vorlauftemperaturen können in vielen Fällen niedriger sein, bei Neubau sind sie es fast immer

ÄDie allermeisten Altbauten (siehe oben) können aber nicht so weit abgedichtet werden.
Denn das würde die Bausubstanz empfindlich schädigen (Schimmel im Fachwerk und anderen Materialien). Zudem sind die Kosten und der Ressourcenverbrauch für diese Aufwendungen extrem hoch.

Auch bei Neubauten ist das Dämmen mit dem heute üblichen Dämmaterialien eine schwierige Frage.
Wir haben vor und während des Hausbaus 2017/18 extrem viel angeschaut und mit x Fachfirmen beraten, was die richtigen Materialien sind. Guckt Euch mal Neubauten überall bei Euch an nach 5 Jahren oder 10 Jahren. Je nach Materialien haben die grosse Probleme: nicht nur innen Schimmel, sondern da reicht aussen der Blick an die Fassaden...
Viele Dämmmaterialien halten offiziell 10 Jahre, sind selbst höchst fragwürdig umweltfreundlich und sind danach Sondermüll (was sind sie dann an der Fassade bitte?, von der Klimabilanz in der herstellung: keine Ahnung - ist die positivste Annahme), verhindern jegliches Atmen.. der anderen Baustoffe.

Fehler werden oft schon bei der Wahl der Steine gemacht... wenn dann noch die übliche Dämmung rankommt ... viele Patienten in Neubauten haben Atemwegsprobleme, Schleimhauterkrankungen etc gerade in den ersten Jahren. darüber redet niemend. Geiz ist geil erst recht im Mietwohnungs- und Eigentumswohnungsbau, der spätere Bewohner hat keine Ahnung, zahlt und hat ja die Probleme - der Investor ist weit weg oder ganz weg.

Es ist eben nie so einfach wie es medial und politisch dargestellt wird, warum auch, die das tun haben nicht den blassesten Schimmer und wollen nur Eurer Bestes...: Euer Geld und bieten dafür:
0 Kompetenz.

Wir haben uns dann für Ton/Dämmsteine + einen innovativen Dämmputz entschieden und siehe da: das Raumklima ist nachweissbar gut trotz Lüftungsanlage.
Das mag primär am Anfang etwas teurer sein, ist aber langlebiger und gesünder und spart auch ein wenig Energie. (ohne Sondermüll)

Von der üblichen Dämmung und Betonsteinen kann ich nur abraten.

Bei Altbauten gilt das hier vorher schon gesagte ganz besonders.
 
Jetzt ist wieder großes Tauwetter angesagt und wir haben momentan einen verhältnismäßig hohen Anteil an Kunstschnee auf den Pisten.
Mich würde mal interessieren ob die Mengen an Kunstschnee auf dem Berg einen Einfluss auf das Hochwasser haben.
In Kombination mit starken Niederschlägen (Regen) oder einer zusätzlich natürlichen Naturschnee Schicht, die dann zusammen abschmilzt, müsste es doch zumindest lokal einen Unterschied machen.
Ich führe dem System ja mehr potenzielles Schmelzwasser hinzu, dass es ohne den Kunstschnee nicht geben würde.
 
Ganz lokal betrachtet vielleicht schon. Aber angesichts dessen, dass in den Alpen die Pistenflächen nur etwa 1-2% der Gesamtfläche ausmacht und längst nicht alle Pistenflächen beschneit sind, kann ich mir kaum vorstellen, dass das mehr als einen marginalen Einfluss auf Hochwasserereignisse hat.
Ich denke nicht, dass der Inn zB Hochwasser führ, NUR weil der Kunstschnee im tiroler Oberland schmilzt.
Aber interessante Frage!
 
Ich glaube persönlich auch, dass das ungefähr so einen Einfluss hat, wie das Pinkeln in den Rhein am Mannheimer Ufer auf den Pegel in der Kölner Altstadt. Zumal das Wasser für die Beschneiung ja auch noch vorher dem System entnommen wird, also lediglich, gemessen am Gesamtvolumen, sehr geringe Mengen Wasser auch noch nur puffert.
 
Pancho schrieb:
Ich glaube persönlich auch, dass das ungefähr so einen Einfluss hat, wie das Pinkeln in den Rhein am Mannheimer Ufer auf den Pegel in der Kölner Altstadt. Zumal das Wasser für die Beschneiung ja auch noch vorher dem System entnommen wird, also lediglich, gemessen am Gesamtvolumen, sehr geringe Mengen Wasser auch noch nur puffert.

https://wiski.tirol.gv.at/hydro/#/Wasserstand?station=201319
Was hat SFL für ein Gesamtvolumen an Speicherseen?
 
:D Hab die Woche irgendwo, leider ziemlich uninteressiert, quasi das Gegenteil gelesen. Evtl. fällt mir der Artikel nochmal in die Hände, dann schau ich genauer hin.

Da wurde von einem Wisenschaftler geschrieben, daß das was im untersuchten Skigebiet jährlich an Niederschlag fällt, das Mehrhundertfache ist, was für Beschneiung eingesetzt wird.
Der Einfluß auf die Ökologie sei jenseits des Messbaren.
 
Das wäre jetzt gefühlt auch intuitiv meine erste, völlig unwissenschaftliche, Vermutung gewesen... Auch möglich, dass man da kleinteilig differenziert die Dinge betrachten muss.
 
Beim Abschmelzen ist ja auch noch die Frage, was vielleicht im Tal wieder gesammelt und zurück in die Speicherteiche gepumpt wird. So kann es sein, dass der Einfluss effrktiv 0 ist.
 
Bei uns in Salzburg, nördlich der Alpen rinnen ständig gewaltige Mengen an Wasser den Bach hinunter. Über die lächerlichen Kunstschneemengen braucht man sich keine Sorgen machen. Noch dazu, wo die nicht so schnell abschmelzen wie Naturschnee.
 
Skifahren über die Weihnachtsferien selbst mit Schneekanonen nicht mehr garantiert.

Ein Forschungsteam um Dr. Erika Hiltbrunner vom Departement Umweltwissenschaften der Universität Basel hat nun berechnet, inwiefern sich dieses Skigebiet künftig mit technischer Beschneiung das Weihnachtsgeschäft und eine mindestens 100-tägige Skisaison bewahren kann.

Zusammenfassung

Steigende Lufttemperaturen bedrohen die Schneesicherheit der Skigebiete. Die meisten Skigebiete sind auf technische Beschneiung angewiesen, um den Mangel an natürlichem Schnee auszugleichen. Der erhöhte Wasserverbrauch für die Beschneiung kann jedoch zu Konflikten mit der Wassernutzung in anderen Sektoren wie der Wasserkrafterzeugung oder dem Hotelgewerbe führen. Wir haben die künftige Schneesicherheit (Wahrscheinlichkeit einer ununterbrochenen 100-tägigen Skisaison und betriebsfähiger Weihnachtsferien) des Schweizer Skigebiets Andermatt-Sedrun-Disentis im 21. Jahrhundert bewertet, wo derzeit 65 % des Gebiets beschneit werden. Unsere Projektionen basieren auf den aktuellsten Szenarien des Klimawandels für die Schweiz (CH2018) und dem Modell SkiSim 2.0 mit einem Beschneiungsmodul. Unverminderte Treibhausgasemissionen (Szenario RCP8.5) werden bis Mitte des einundzwanzigsten Jahrhunderts zu einem Mangel an natürlichem Schnee in Gebieten unterhalb von 1800-2000 m ü. M. führen. Jahrhunderts zu einem Mangel an natürlichem Schnee führen. Anfangs kann dieser Mangel durch Beschneiung vollständig ausgeglichen werden, doch gegen Ende des Jahrhunderts werden die Ergebnisse differenzierter. Während die Beschneiung eine durchgehende 100-Tage-Saison während des gesamten einundzwanzigsten Jahrhunderts gewährleisten kann, sind die wirtschaftlich wichtigen Weihnachtsfeiertage unter dem Szenario mit hohen Emissionen Ende des einundzwanzigsten Jahrhunderts zunehmend gefährdet. Die insgesamt hohe Schneesicherheit des Skigebiets wird durch einen erhöhten Wasserbedarf erkauft. Der Gesamtwasserverbrauch des Skigebiets wird bis zum Ende des Jahrhunderts um 79 % steigen (2070-2099 im Vergleich zu 1981-2010; Szenario RCP8.5), was bedeutet, dass neue Wasserquellen erschlossen werden müssen. Künftige Wasserbewirtschaftungspläne auf der Ebene des Wassereinzugsgebiets, die die Interessengruppen einbeziehen, könnten dazu beitragen, künftige Ansprüche auf Wasser in der Region zu lösen.

Snowmaking in a warmer climate: an in-depth analysis of future water demands for the ski resort Andermatt-Sedrun-Disentis (Switzerland) in the twenty-first century

Studie: https://doi.org/10.1007/s00484-022-02394-z
 
Pancho schrieb:
Ich glaube persönlich auch, dass das ungefähr so einen Einfluss hat, wie das Pinkeln in den Rhein am Mannheimer Ufer auf den Pegel in der Kölner Altstadt.
ich glaube, dass du da um mehrere Größenordnungen, mindestens 5 daneben liegst. soviel Leute findest du nicht, die in Mannheim in den Rhein pinkeln...
 
Fab schrieb:
:D Hab die Woche irgendwo, leider ziemlich uninteressiert, quasi das Gegenteil gelesen. Evtl. fällt mir der Artikel nochmal in die Hände, dann schau ich genauer hin.

Da wurde von einem Wisenschaftler geschrieben, daß das was im untersuchten Skigebiet jährlich an Niederschlag fällt, das Mehrhundertfache ist, was für Beschneiung eingesetzt wird.
Der Einfluß auf die Ökologie sei jenseits des Messbaren.
Das sehe ich bei den Niederschlagsmengen, z.B. in den Nordalpen, ähnlich: https://kachelmannwetter.com/de/regensummen/deutschland/kalibrierte-summe-jahr/20221231-0550z.html
 
skifam schrieb:
https://www.derstandard.de/story/2000141094353/forscher-e-autos-werden-schnell-wieder-verschwinden

Klimawandel deutlich machen inkl. Milliarden Flüchtlingen aber Elektroenergie und Batterie als Speicher kritisch sehen.....

Skifam. es reicht nicht, deine lustigen Posts jetzt zu kommentieren, du musst es auch so tun das irgendjemand versteht was du uns sagen willst ??? Ob wir den Artikel wirklich diskutieren müssen weiß ich nicht, dass haben ja schon vernichtenderweise die Kommetatoren unter dem Artikel getan ... den Rest mit Flüchtlingen & Co. verstehe ich nicht, da muss du wohl noch mal nacharbeiten .... oder bin nur ich zu doof ??
 
Du bist zu doof :wink:
Und hör auf mit deinem Getrolle, du Äffchen. ;-)
 
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