GIFWilli59 schrieb:
Tiob schrieb:
Ich bin immer wieder erstaunt, dass sich die Erde bisher nur um 1,5 Grad erwärmt hat, wenn man bedenkt, wie viele Treibhausgase wir über Jahrzehnte in die Luft geblasen haben. Die Erde ist erstaunlich belastbar.
Es ist allerdings wohl so, dass die Erwärmung langsamer ist, als der Anstieg der CO2-Konzentration. D. h. selbst, wenn man ab sofort keine Klimagase mehr imitieren würde, würde die Erwärmung noch einige Zeit weiterlaufen.
ist nicht mehr state-of-the-art meinung führender klimatologen
https://www.livescience.com/planet-earth/climate-change/yes-we-can-still-stop-the-worst-effects-of-climate-change-heres-why
"Nowadays, scientists use more comprehensive and elaborate models that treat our carbon emissions more realistically, allowing components of the ocean, atmosphere and biosphere to interact with the atmosphere to determine where emitted carbon actually goes.
So what do these more comprehensive models predict happens when we stop emitting carbon? The thermal inertia of the oceans still leads to delayed warming. But the oceans continue to draw carbon from the atmosphere and the atmospheric CO2 concentration — and therefore, the greenhouse effect — decreases, causing cooling. This negative "carbon cycle inertia" almost perfectly offsets the positive thermal inertia, and the net inertia of the system is very close to zero.
We call the additional warming that will occur once we stop polluting the "zero emissions commitment" (ZEC), and it appears to be very close to zero. The ZEC suggests we're committed only to the warming we've already caused with historical emissions. The ZEC being close to zero is the reason we can define a "carbon budget," or the amount of carbon there is left to burn to keep warming below some specified level. It is the source of the well-known warning that we must reduce carbon emissions by 50% by 2030 and reach zero emissions by 2050 to keep warming below the critical 1.5 C mark."
"Heutzutage verwenden Wissenschaftler umfassendere und ausgefeiltere Modelle, die unsere Kohlenstoffemissionen realistischer behandeln und Komponenten des Ozeans, der Atmosphäre und der Biosphäre mit der Atmosphäre interagieren lassen, um zu bestimmen, wohin der emittierte Kohlenstoff tatsächlich gelangt.
Was also sagen diese umfassenderen Modelle voraus, wenn wir aufhören, Kohlenstoff zu emittieren? Die thermische Trägheit der Ozeane führt immer noch zu einer verzögerten Erwärmung. Aber die Ozeane ziehen weiterhin Kohlenstoff aus der Atmosphäre, und die atmosphärische CO2-Konzentration - und damit der Treibhauseffekt - nimmt ab, was zu einer Abkühlung führt. Diese negative "Trägheit des Kohlenstoffkreislaufs" gleicht die positive thermische Trägheit fast vollständig aus, und die Nettoträgheit des Systems geht gegen Null.
Wir nennen die zusätzliche Erwärmung, die eintritt, wenn wir mit der Verschmutzung aufhören, die "Null-Emissions-Verpflichtung" (ZEC), und sie scheint sehr nahe bei Null zu liegen. Die ZEC deutet darauf hin, dass wir nur für die Erwärmung verantwortlich sind, die wir mit unseren historischen Emissionen bereits verursacht haben. Da die ZEC nahe bei Null liegt, können wir ein "Kohlenstoffbudget" definieren, d. h. die Menge an Kohlenstoff, die noch verbrannt werden kann, um die Erwärmung unter einem bestimmten Wert zu halten. Daher stammt die bekannte Warnung, dass wir die Kohlenstoffemissionen bis 2030 um 50 % reduzieren und bis 2050 auf Null reduzieren müssen, um die Erwärmung unter der kritischen Grenze von 1,5 °C zu halten.
Übersetzt mit
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