• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Die große Klima-Diskussion

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Pancho schrieb:
Du meinst sicher 180 Grad…

360° ist das gleiche in Grün :wink: :wink:. Wenn sie schon bei der Energiewende kläglich versagen, liefern sie immerhin genügend Munition für sarkastische Bemerkungen und, wie man von einer Friedenspartei erwarten darf, auch in andere Krisenregionen :wink: :wink: :wink:
 
j-d-s schrieb:
Das spricht eine klare Sprache - und entweder man hält es für wichtig, möglichst wenig Co2 auszustoßen, dann kann man nur für Atomkraft sein. Oder man hält es eben für nicht ganz so wichtig, dann kann man es auch lassen.

Die spannende Frage ist, wusste man 2002, als man das Atom-Ausstiegsgesetz beschlossen hat, dass es ohne Gas, Öl oder Kohle nicht geht, weil mit Sonne und Wind alleine in unseren Breiten alleine selbst nach dem heutigen Stand der Technik kein stabiles Netz zu bezahlbaren Kosten betrieben werden kann? Hat man also die Öffentlichkeit bewusst über die wirtschaftlichen Folgen und die Kosten im unklaren gelassen oder wusste man es einfach nicht besser? Und egal, wie die Antwort auf diese Frage ausfällt, wieso soll ich deren Aussagen heute Glauben schenken, wenn sie ihre weiteren Pläne verkünden und erzählen, wie toll unsere Zukunft demnächst aussehen wird?
 
NeusserGletscher schrieb:
j-d-s schrieb:
Das spricht eine klare Sprache - und entweder man hält es für wichtig, möglichst wenig Co2 auszustoßen, dann kann man nur für Atomkraft sein. Oder man hält es eben für nicht ganz so wichtig, dann kann man es auch lassen.

Die spannende Frage ist, wusste man 2002, als man das Atom-Ausstiegsgesetz beschlossen hat, dass es ohne Gas, Öl oder Kohle nicht geht, weil mit Sonne und Wind alleine in unseren Breiten alleine selbst nach dem heutigen Stand der Technik kein stabiles Netz zu bezahlbaren Kosten betrieben werden kann? Hat man also die Öffentlichkeit bewusst über die wirtschaftlichen Folgen und die Kosten im unklaren gelassen oder wusste man es einfach nicht besser? Und egal, wie die Antwort auf diese Frage ausfällt, wieso soll ich deren Aussagen heute Glauben schenken, wenn sie ihre weiteren Pläne verkünden und erzählen, wie toll unsere Zukunft demnächst aussehen wird?

Mal nicht nur schwarz / weiss sehen. Selbst wenn man bei 100% regenerativ (über Sonne und Wind) an einigen Wintertagen noch konventionelle Kraftwerke braucht heisst das noch lange nicht, das es Quatsch ist auf soviel regenerativ umzusteigen wie möglich (für die anderen 360? Tage).

Zur Atomkraft: Es gibt bis heute WELTWEIT noch KEIN EINZIGES echtes Endlager. Und das nicht ohne Grund. Oder nimmst Du den strahlenden Müll zur Dir??
Die Kosten die uns noch allen dazu ins Haus stehen werden heftig sein. Und wie man sieht (England) sind die Kosten eines Neubaus (der wegen der Sicherheit früher oder später immer kommt) unabsehbar!
Wenn man die Baukosten und die Kosten der Entsorgung auf den Strom umrechnen würde (wurde nie gemacht) ist die Atomkraft völlig unrentabel!!
Von den Risiken mal abgesehen.
 
Vorgestern habe ich mich über das niedrige Niveau in der Diskussion bei "Hart aber fair" aufgeregt.
Heute muss ich hier im Forum feststellen, dass man dieses Niveau noch locker unterbieten kann.
Die üblichen Verdächtigen wollen unbedingt wieder Karussell fahren.
 
Was mich wirklich langsam kirre macht - hier wie im Großen draußen - diese Grundhaltung für die NeusserGletscher (entschuldige, dass ich dich herauspicke, aber du bietest gerade alles) gerade zu Bilderbuchmäßig als Beispiel dient: "Ich find das Neue (und die Neuen) schlecht, drum soll sich bitte bloß nix ändern. Und wenn dabei die Welt drauf geht? Dann hab ich wenigstens noch mein schönes Leben gehabt und muss mich nicht bewegen. Mir sind die nachfolgenden Generationen wurscht - ich kann mir immer irgendwie alles schönreden. Hauptsache es ändert sich nix. Ich hab auch keine Ideen, wie man es besser machen könnte, schimpf nur rum und das Wichtigste: Hauptsache, es ändet sich nix."

Und die Wahrheit ist viel komplexer. Und manchmal muss man einen Schritt tun, von dem man schon im voraus weiß, dass er noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist, aber eber der Weg dorthin. Aber das ist offensichtlich schon eine Stufe zu komplex...

Stillstand ist aber Tod. Die Welt verändert sich ständig. Und man kann sich immer überlegen - will ich Pilot oder Passagier sein. Schon vom Skifahren her weiß ich: Passagier ist scheiße, hat mir mein Kreuzband zerdeppert.
 
Firn77 schrieb:
.........................................

Und die Wahrheit ist viel komplexer..................
Echt - jetzt hör aber auf. :D

Du ignorierst wie in .de der CO2-Emissionen gesunken sind - und im Alleingang wird keiner das Klima retten.
Zu Verrücktheiten jedwelcher Art besteht kein Anlass.
 
Fab schrieb:
- und im Alleingang wird keiner das Klima retten.
Zu Verrücktheiten jedwelcher Art besteht kein Anlass.
Eben, soll doch erstmal die dritte Welt anfangen. 192 Länder erzeugen 98% der Emissionen. Deutschland sollte den letzten Schritt machen.
 
welcher Alleingang? Auch viele andere Länder sind sehr aktiv dabei, ihren CO2 Ausstoß bzw. dessen Anstieg zu verringern.

Zum Thema Gegen Seilbahn aber für Windräder: eine Seilbahn hat meist einen touristischen Nutzen, Windräder werden benötigt, um die CO2 arme Energieproduktion zu ermöglichen - deshalb sind manche Menschen dann halt gegen eine Seilbahn, aber für Windräder in der selben Gegend.

Ich finde Neussergletscher Argumente und Aussagen verständlich. Nur sehe ich das Problem, dass die letzten 20 bis 30 Jahre einfach versäumt wurde, die Grundlagen zur Energiewende bzw. CO2 armen Energieproduktion aufzubauen und nun muss man, um die Klimaziele 2050 zu erreichen, halt eher schneller und hektischer den Wandel voranbringen. Dass dies dann auch negative Konsequenzen haben kann, ist leider der Sache geschuldet. Aber nun noch 20 Jahre auf das Wunder oder den technischen Durchbruch zu warten, um dann in 10 Jahren alles umzustellen, das kann ich mir nicht vorstellen, dass dies funktioniert (auch wenn dem Menschen sehr lange eingeredet werden kann, noch ein wenig warten, dann wird alles besser...)
 
Fab schrieb:
und im Alleingang wird keiner das Klima retten.
Zu Verrücktheiten jedwelcher Art besteht kein Anlass.
Eben. Nur keine Verantwortung übernehmen, nur nichts riskieren, nichts auslösen, was vielleicht im Schritt eins unangenehm sein könnte.
Witzig, wie schnell meine These sofort wieder belegt wird ;-)
 
j-d-s schrieb:
In Bezug auf die Atomkraft ist weltweit übrigens Konsens, dass die unbedingt notwendig ist, um Co2-Emissionen schnell und in großem Umfang zu reduzieren. Nur in Deutschland (heute auch nicht mehr wirklich), Österreich und Italien herrscht da eine Hysterie. Diese drei Länder sind aber global und auch europäisch stark in der Minderheit.

Ist das so? Wenn ich mir ansehe, wie es zb um Frankreichs Atomkraftwerke steht und das ist immerhin Europas Atom-Nation Nummer eins, dann sieht das für mich anders aus.
In den letzten 20 Jahren wurde in Frankreich nur ein einiges neues AKW gebaut, Flamanville 3, erste öffentliche Ankündigung 2004, Baubeginn 2007 und bis heute nicht abgeschlossen. Inbetriebnahme vielleicht Mitte 2025. Das wären dann so um die 21 Jahre. In den kommenden 21 Jahren werden in Frankreich nahezu alle AKW ihre Lebensdauer erreicht haben und vom Netz genommen werden. Aber wo werden die Nachfolger gebaut? Wurde schon angekündigt, dass Frankreich ca. 40 neue AKW bauen wird, in den kommenden 21 Jahren und wie man gedenkt, das hin zu bekommen? Investitionssumme aktuell so um die 520 Mrd Euro, Tendenz stark steigend. Bisher gibt es nur politisch motivierte Ankündigung und scheinbar werden 6 neue AKW geplant, die im Idealfall zwischen 2035 und 2042 ans Netz gehen sollen. Dass sich das schon rein rechnerisch nicht ausgeht, sollte offensichtlich sein.

Die Schweiz hat aktuell noch 5 von 7 AKW laufen. Das jüngste davon wurde 1985 in Betrieb genommen, wird also so um 2034 vom Netz genommen werden. Ab 2034 wird die Schweiz somit ohne AKW da stehen. Das muss auch gar nicht verwundern, weil die Schweiz 2017 per Volksabstimmung(!) den Atomausstieg beschlossen hat.

Inwiefern deckt sich das also mit deiner Aussage, dass jedes Land in Europa, mit Ausnahme der 3 von dir erwähnten, die Zukunft in Atomenergie sieht?


Ich bin der letzte, der gegen Atomenergie ist. Aber dass dieses Thema geschlossen ist, war schon in den 70er Jahren klar.
 
Firn77 schrieb:
Was mich wirklich langsam kirre macht - hier wie im Großen draußen - diese Grundhaltung für die NeusserGletscher (entschuldige, dass ich dich herauspicke, aber du bietest gerade alles) gerade zu Bilderbuchmäßig als Beispiel dient: "Ich find das Neue (und die Neuen) schlecht, drum soll sich bitte bloß nix ändern. Und wenn dabei die Welt drauf geht? Dann hab ich wenigstens noch mein schönes Leben gehabt und muss mich nicht bewegen. Mir sind die nachfolgenden Generationen wurscht - ich kann mir immer irgendwie alles schönreden. Hauptsache es ändert sich nix. Ich hab auch keine Ideen, wie man es besser machen könnte, schimpf nur rum und das Wichtigste: Hauptsache, es ändet sich nix."

Das ist eine Fehlinterpretation. Grundsätzlich habe ich überhaupt nichts gegen Windräder, Solarparks, Wärmepumpen oder Elektroautos. Ich sehe nur eine einfache Anforderung: Es muss nur funktionieren und bezahlbar sein. Denn wenn das am Ende nicht funktioniert oder zu teuer wird, dann sind wir als Land nicht mehr wettbewerbsfähig. Energiepolitik ist kein "wünsch Dir was" sondern schlicht ein "so ist es".

Alle mir bekannten technischen Varianten sind zwar theoretisch denkbar, führen aber zu enormen Investitionen, Ressourcenverbrauch und damit Kosten. Als Knackpunkt sehe ich dabei die saisonale Speicherung.

Mir ist überhaupt nicht klar, wie man Überschüsse aus dem Sommer für ein paar Monate speichern kann, um dann im Winter davon zu profitieren. In diesem Video zur Vorbereitung auf die Volksabstimmung in der Schweiz im letzten Jahr wird zum Beispiel als eine Variante angeführt, für eine vollständige Energiewende müsse die Schweiz noch neunmal den Staudamm Grande Dixence bauen. Mir ist schon nicht ganz klar, wo man in der Schweiz noch neun Staudämme dieser Größenordnung bauen könnte. Aber in Deutschland, wo unser Energiebedarf unter Berücksichtigung der höheren Energieeffizienz am Ende mehr als 10x von dem der Schweiz betragen wird, kann es nicht funktionieren. Wir haben schlicht nicht genügend Täler in den Alpen, die wir fluten könnten, um 90 Staudämme dieser Art zu bauen.

Und all die schönen Machbarkeits-Studien, die ich bislang dazu gesehen habe, haben einen ganz entscheidenden Makel: Am Ende zahlt man für eine Kilowattstunde Energie einen Preis und den habe ich noch nirgendwo gelesen. Vielleicht kann hier mal jemand aus dem Forum aushelfen und mir eine Studie zeigen, wo nachvollziehbar alles durchgerechnet ist und an deren Ende steht: Im Jahr 2050, nach dem Vollzug des Ausstiegs aus allen fossilen Energieträgern und der Kernenergie, kostet die Kilowattstunde Energie inflationsbereinigt gegenüber 2024 den Betrag X.

Denn am Ende entscheidet alleine der Preis, ob Deutschland wettbewerbsfähig sein wird oder ob am Ende symbolisch bei uns die Lichter ausgehen.

Vielleicht kannst Du mir ja helfen, meine Wissenslücken zu schließen.
 
NeusserGletscher schrieb:
Firn77 schrieb:
Was mich wirklich langsam kirre macht - hier wie im Großen draußen - diese Grundhaltung für die NeusserGletscher (entschuldige, dass ich dich herauspicke, aber du bietest gerade alles) gerade zu Bilderbuchmäßig als Beispiel dient: "Ich find das Neue (und die Neuen) schlecht, drum soll sich bitte bloß nix ändern. Und wenn dabei die Welt drauf geht? Dann hab ich wenigstens noch mein schönes Leben gehabt und muss mich nicht bewegen. Mir sind die nachfolgenden Generationen wurscht - ich kann mir immer irgendwie alles schönreden. Hauptsache es ändert sich nix. Ich hab auch keine Ideen, wie man es besser machen könnte, schimpf nur rum und das Wichtigste: Hauptsache, es ändet sich nix."

Grundsätzlich habe ich überhaupt nichts gegen Windräder, Solarparks, Wärmepumpen oder Elektroautos. Ich sehe nur eine einfache Anforderung: Es muss nur funktionieren und bezahlbar sein. Denn wenn das am Ende nicht funktioniert oder zu teuer wird, dann sind wir als Land nicht mehr wettbewerbsfähig. Energiepolitik ist kein "wünsch Dir was" sondern schlicht ein "so ist es".
Bin ich bei dir. Dafür braucht es aber auch einen politischen, wie gesellschaftlichen Willen. Und der hat nun mal viel mit Veränderung zu tun. Und die wird von Menschen wie dir viel zu oft mit Angst konnotiert.
NeusserGletscher schrieb:
Alle mir bekannten technischen Varianten sind zwar theoretisch denkbar, führen aber zu enormen Investitionen, Ressourcenverbrauch und damit Kosten. Als Knackpunkt sehe ich dabei die saisonale Speicherung.
Das ist natürlich mit den Stauseen utopisch, da bin ich ganz bei dir. Aber es werden doch längst andere Speichervarianten erforscht und auch schon umgesetzt. Die thermische Flüssigspeicherung z.B. https://www.handelsblatt.com/technik/thespark/greentech-wie-alte-kohlemeiler-bei-der-energiewende-helfen-koennen/29199310.html
Wenn man endlich mal konsequent und in gewisser Hinsicht auch pragmatisch nach vorne gehen würde, dann kämen auch die Entwicklungen schneller. Aber da braucht es ein gesellschaftliches Wollen, Optimismus. Wir haben gerade die geringste Kohleverstromung seit den 60er Jahren. Der Anteil von Atomstrom aus dem Ausland liegt bei unter 1 %. Es geht doch jetzt schon ganz gut.
Wir sind doch DAS Ingenenieurland. Lasst uns Milliarden in die Forschung pumpen, das kommt immer noch günstiger als ein ungebremster Klimawandel.
 
Weil hier grad mal wieder über die hohen Kosten der Energiewende gesprochen wird:

Die Lager sind voll mit PV-Modulen, der Preis ist lächerlich gering. Mwst-Befreiung gibt es noch dazu, bis zumindest 2025. Hier in Österreich sitzen die Energieversorger auf einem riesigen Haufen Geld und wollen massiv in den Ausbau investieren. Es hakt aber an der Politik (Bund vs. Länderkompetenzen) und Bürgerinitiativen, die das große Ganze nicht sehen wollen und jede Anlage inkl. Netzausbauprojekten torpedieren.
Es gab vor einigen Jahren unter einer umstrittenen Regierung die Idee, großen Infrastrukturprojekten eine "Überholspur" betreffend Verfahren möglicher Einspruchsmöglichkeiten zu geben, wenn sie von großem nationalen Interesse seien.

Die PV auf unserem Hausdach war die beste Investition ever. Mit 9.3kWp habe ich selbst im Jänner 87% des Gesamtenergieverbrauchs unseres Hauses bilanziell gedeckt (Luftwärmepumpe). Dieses Jahr kommt noch ein 10kwh-Speicher dazu, dann wird aus dem "bilanziell" ein "direkt".
 
Firn77 schrieb:
...................................................
Wir haben gerade die geringste Kohleverstromung seit den 60er Jahren. Der Anteil von Atomstrom aus dem Ausland liegt bei unter 1 %. Es geht doch jetzt schon ganz gut......................
Ach!
Hab ja oben geschrieben über das Absinken der CO2-Emissionen geschrieben, übrigens um ca 37% seit 1990, zitier mich mal selber
Fab schrieb:
Du ignorierst wie in .de der CO2-Emissionen gesunken sind...
Das hast du aber weggelassen, weil es dir so besser in denn Kram passt, als du mich zitiert und so nebenbei persönlich angegriffen hast. Aber ohne persönliche Diskreditierung kommt ja deinesgleichen gar nicht aus.

Das bezeichne ich als doppelzüngig.
 
Fab schrieb:
Das hast du aber weggelassen, weil es dir so besser in denn Kram passt, als du mich zitiert und so nebenbei persönlich angegriffen hast. Aber ohne persönliche Diskreditierung kommt ja deinesgleichen gar nicht aus.
Ist es nicht vielmehr so, dass du der Einzige bist, der hier diffamiert? Sei es Louis Klamroth, oder Katha Schulze, oder jetzt halt mich. Keine Ahnung, wer "Meinesgleichen" sein soll. Grün hab ich auf jeden Fall noch nie gewählt, kann sie aber als klar erkennbare, streitbare Partei gut akzeptieren.

Ich habe lediglich ein gesellschaftliches Phänomen beschrieben, für das du erneut das beste Beispiel lieferst, in dem du schon wieder Veranwortung auf andere ablagerst. Kann man machen. Ist nur nicht so schlau, weil kaum zielführend.
 
Firn77 schrieb:
Wir sind doch DAS Ingenenieurland. Lasst uns Milliarden in die Forschung pumpen, das kommt immer noch günstiger als ein ungebremster Klimawandel.

Wir WAREN einst einmal DAS Ingenenieurland. Bis wir mit Bologna unsere Anforderungen abgesenkt und nebenbei immer mehr Bullshit-Studiengänge aufgelegt haben, um eigentlich studierunfähigen Menschen irgendein Mickey-Mouse Diplom hinterherzuwerfen anstatt sie einen ordentlichen handwerklichen Beruf lernen zu lassen. Wenn überhaupt, dann sehe ich Innovationen bei der Speicherung von Energie in China oder halt in jenen Ländern, die noch Wert auf eine solide Schul- und Hochschulausbildung legen. Traurig, aber die Energiewende und die aktuell hohen Energiepreise sehe ich nur als den "schwarzen Schwan", der nun schonungslos alle Versäumnisse der letzten Jahrzehnte bei Bildung, Infrastruktur, Arbeitsmarkt etc. offen legt.

stephezapo schrieb:
Die PV auf unserem Hausdach war die beste Investition ever. Mit 9.3kWp habe ich selbst im Jänner 87% des Gesamtenergieverbrauchs unseres Hauses bilanziell gedeckt (Luftwärmepumpe). Dieses Jahr kommt noch ein 10kwh-Speicher dazu, dann wird aus dem "bilanziell" ein "direkt".

Dieser Januar war besonders warm. Wenn wir mal einen dunklen, kalten Januar haben, das Dach nicht nach Süden zeigt, aus welchen Gründen verschattet wird, das Haus nicht energetisch saniert wurde, mehrere Parteien unter dem Dach leben oder kein Keller vorhanden ist, um den Speicher aufzustellen, funktioniert das ganze schon nicht mehr halb so gut.

Im Prinzip zeigt Dein Beispiel das ganze Dilemma der Energiewende. Wenn die Voraussetzungen stimmen und alles gut läuft, dann benötigst Du im Idealfall keine Kilowattstunde Energie von außen. Läuft es mal nicht so gut, dann musst Du die gesamte Energie aus dem Netz ziehen. Da "im Netz" die Sonne dann genau so wenig scheint, müssen wir Deinen Speicher zweimal aufstellen: einmal bei Dir im Keller und ein zweites Mal irgendwo "im Netz".
 
Wer glaubt Klimaschutz gibt es zum Nulltarif, der hat es nicht verstanden.
Und wenn man alle Lösungen ablehnt die auch Nachteile haben, wird man nie etwas ändern.

Nur langfristig gesehen wird nichts tun noch sehr viel teurer mit noch krasseren/grösseren Nachteilen.
Aber was schert es uns? Trifft doch eh nur die nächste Generation...
 
Man könnte ja anstelle des Speichers im Netz erstmal Gaskraftwerke nehmen. Die werden abgeschaltet, wenn genug Strom über PV und Wind kommt.
Überschüssigen Strom sollte man perspektivisch in Gas oder Wasserstoff umwandeln, dass man ja wie gehabt relativ gut lagern kann.
 
NeusserGletscher schrieb:
Firn77 schrieb:
Wir sind doch DAS Ingenenieurland. Lasst uns Milliarden in die Forschung pumpen, das kommt immer noch günstiger als ein ungebremster Klimawandel.

Wir WAREN einst einmal DAS Ingenenieurland. Bis wir mit Bologna unsere Anforderungen abgesenkt und nebenbei immer mehr Bullshit-Studiengänge aufgelegt haben, um eigentlich studierunfähigen Menschen irgendein Mickey-Mouse Diplom hinterherzuwerfen anstatt sie einen ordentlichen handwerklichen Beruf lernen zu lassen. Wenn überhaupt, dann sehe ich Innovationen bei der Speicherung von Energie in China oder halt in jenen Ländern, die noch Wert auf eine solide Schul- und Hochschulausbildung legen. Traurig, aber die Energiewende und die aktuell hohen Energiepreise sehe ich nur als den "schwarzen Schwan", der nun schonungslos alle Versäumnisse der letzten Jahrzehnte bei Bildung, Infrastruktur, Arbeitsmarkt etc. offen legt.

stephezapo schrieb:
Die PV auf unserem Hausdach war die beste Investition ever. Mit 9.3kWp habe ich selbst im Jänner 87% des Gesamtenergieverbrauchs unseres Hauses bilanziell gedeckt (Luftwärmepumpe). Dieses Jahr kommt noch ein 10kwh-Speicher dazu, dann wird aus dem "bilanziell" ein "direkt".

Dieser Januar war besonders warm. Wenn wir mal einen dunklen, kalten Januar haben, das Dach nicht nach Süden zeigt, aus welchen Gründen verschattet wird, das Haus nicht energetisch saniert wurde, mehrere Parteien unter dem Dach leben oder kein Keller vorhanden ist, um den Speicher aufzustellen, funktioniert das ganze schon nicht mehr halb so gut.

Im Prinzip zeigt Dein Beispiel das ganze Dilemma der Energiewende. Wenn die Voraussetzungen stimmen und alles gut läuft, dann benötigst Du im Idealfall keine Kilowattstunde Energie von außen. Läuft es mal nicht so gut, dann musst Du die gesamte Energie aus dem Netz ziehen. Da "im Netz" die Sonne dann genau so wenig scheint, müssen wir Deinen Speicher zweimal aufstellen: einmal bei Dir im Keller und ein zweites Mal irgendwo "im Netz".

@Ingenieurland: könnte aber auch dran liegen, dass zu lange an den alten Technologien festgehalten wurde. Statt in neue Technologien zu investieren, versucht man lieber, aus den bestehenden, bekannten Technologien weiterhin genug raus zu holen.

@Dilemma der Energiewende: stimmt. Ich fände es daher besser, dass man garantierte Einspeiseleistungen (sorry, ist sicher nicht der passende Begriff, aber ich hab nur den Bullshit-Studiengang schlechthin studiert (BWL) ;-) ) verlangen muss - wie die dann produziert werden, ist Aufgabe des Betreibers (z.B. ein Windpark gekoppelt mit einem Gaskraftwerk und noch ein paar Akkuspeichern). Durch das Besteuern des CO2 Ausstoßes kann dann auch sicher gestellt werden, dass die alten Anlagen einfach weiter betrieben werden. Und klar, muss man auch einen kleinen Obolus für das bereitstellen des Extrakraftwerks einrechnen.
 
Nur ein Beispiel:

Der aktuelle BMW X1 20d verbraucht laut ADAC Test 5,5l Diesel auf 100km. Das sind gerechnet mit 9,8 kWh/Liter Diesel ein Verbrauch von 53,9 kWh/100km
Der aktuelle BMW iX1 verbraucht laut ADAC Test 19,9kWh. Bei besseren Fahrleistungen.

Der Diesel verbraucht das 2,7 fache des Elektroautos!

Und jetzt kommen alle und lehnen das E-Auto ab weil die Reichweite geringer ist - im Ernst???
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben