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Die Vermessung der Pisten

Wenn man eine breite Piste so unterteilen könnte, dass man mit einem unpräparierten Stück dazwischen zwei eigenständige Pisten hätte, kann man die von mir aus gerne 2x zählen. Schließlich ist dann auch oft zwischen dem linken und dem rechten Rand die Piste gefühlt eine ganz andere (unterschiedliche Steilheit usw.).

Wenn man die Pistenkilometeranzahl vergrößern will, indem man mehrere parallele Abfahrten hinzufügt, wäre das m.E. zig mal sinnvoller und abwechslungsreicher als eine einzige Piste einfach 3x zu zählen. Allerdings sollte man dann richtig rechnen, nicht so wie am Mölltaler, wo man im Sommer eine breite Piste in 3 virtuelle unterteilt und deren Länge dann noch x3 nimmt...
 
starli schrieb:
Wenn man eine breite Piste so unterteilen könnte, dass man mit einem unpräparierten Stück dazwischen zwei eigenständige Pisten hätte, kann man die von mir aus gerne 2x zählen. Schließlich ist dann auch oft zwischen dem linken und dem rechten Rand die Piste gefühlt eine ganz andere (unterschiedliche Steilheit usw.).
Besser hätte ich das nicht ausdrücken können, denn genauso empfinde ich das auch! Wo sollte man auch sonst die grenze ziehen?
 
Ich war dieses Jahr das erste Mal seit 15 Jahren (damals ein Tag) im Hochzillertal. Man kann da förmlich fühlen, dass die Pisten-km nicht stimmen kann.
 
Besteht Interesse, dass ich den Artikel abfotografiere und poste?!
@Mod.: Darf man das? Ist das rechtlich in Ordnung?!
 
Male eine knifflige Frage für diejenigen wo nur fix in Länge denken und von Breite nichts wissen wollen.
Skigebiet A hat zwei fast paralelle Schlepper. Der einte ist 1.2 km lang der andere 1.6. Rechts und Links ausserhalb der Schlepper hat es jeweils eine Piste, zwischen den beiden Schleppern hat ab Bergstation des kürzeren auch noch eine Piste Platz. In dem Bereich hat es also 4.0km Piste.
Das Skigebiet leistet sich eine neue KSB auf dem Trasse des längeren Schleppers. Dadurch dass die Trassen beiden Schlepper wegfallen kann man den Hang nun auf der ganzen Breite durchgängig präparieren und gewinnt so an Pistenfläche.
Frage: Wieviel km Piste bietet das Skigebiet in dem Bereich nach dem Neubau an?
 
Ich glaue nicht, dass konstruierte Fälle weiterhelfen, das vernünftig zu qualifizieren.
Genau so könnte man Fragen was wäre, wenn die eine der beiden Pisten doppelt so breit wie die andere wäre. Wenn dann die Lifttrasse wegfiele - zählten die Kilometer dann dreifach?
Da kann man beliebig viele Beispiele bringen - und doch wird keine objektive Beurteilung gelingen.

Ich bin daher nach wie vor der Meinung, dass die Längenangabe kein sinnvolles Instrument ist, um die Breite einer Piste zu würdigen. Wenn die Skigebiete ernst genommen werden wollen, müssen sie sich eben etwas besseres, ehrlicheres überlegen.
 
Ich finde diese Diskussion auch wieder sehr interessant. Unsereins weiß ja, dass mit den Kilometerangaben in den Skigebieten unverschämt getrickst wird. Der Ottonormal-Winterurlauber weiß dies aber nicht. Und wie auch schon gesagt, sind die Pistenkilometerangaben mit das wichtigste Entscheidungskriterium für die Destinationswahl. Eigentlich wäre das doch mal eine Sache für Stiftung Warentest, dem ganzen auf den Grund zu gehen. Zudem finde ich den Vorschlag eines Pistensiegels eines unabhängigen Kommission auch sehr brauchbar - so könnte sich das ein oder andere Skigebiet auszeichnen. Bis das auf die Beine gestellt ist, werden aber noch Jahre ins Land ziehen.

Auch der Tirol Blog hat das Thema wieder aufgegriffen:Wie Skigebiete mit den Pistenkilometern lügen
 
Theo schrieb:
Male eine knifflige Frage für diejenigen wo nur fix in Länge denken und von Breite nichts wissen wollen.
Skigebiet A hat zwei fast paralelle Schlepper. Der einte ist 1.2 km lang der andere 1.6. Rechts und Links ausserhalb der Schlepper hat es jeweils eine Piste, zwischen den beiden Schleppern hat ab Bergstation des kürzeren auch noch eine Piste Platz. In dem Bereich hat es also 4.0km Piste.
Das Skigebiet leistet sich eine neue KSB auf dem Trasse des längeren Schleppers. Dadurch dass die Trassen beiden Schlepper wegfallen kann man den Hang nun auf der ganzen Breite durchgängig präparieren und gewinnt so an Pistenfläche.
Frage: Wieviel km Piste bietet das Skigebiet in dem Bereich nach dem Neubau an?
Mindestens 10, wenn nicht 20km :)
 
Die ganze Diskussion hier bestätigt mir meine Meinung; Einzig richtige Vorgehensweise wäre es die Pistenfläche anzugeben. Selbst wenn man sich durch die ha- Zahl an sich evtl. nicht viel vorstellen kann, kann man aber die Skigebiete untereinander besser vergleichen als jetzt, wo jeder rechnen kann wie er will.
Selbsverständlich muss ich voraussetzten das korrekte Angaben von den Skigebieten gemacht werden.
Aber selbst hier wären "Schummler" durch z.B. Google Earth leichter zu entlarven als jetzt.
 
Und wenn man sich einfach online den Pistenplan anschaut? Dort sieht man ja wie viele verschiedene Pisten es im Gebiet gibt. Wer hat schon lust den ganzen Tag die selbe 20km lange Piste zu fahren? Dann lieber 20 verschiedene Pisten mit nur 15km länge. Da hab zumindest ich deutlich mehr davon.
 
Hast starli's Beispiel (Mölltaler Gletscher) mal auf Pistenplan angeschaut? Der sieht sehr interessant aus, letztendlich ist es aber trotzdem nur eine Piste aufm Gletscher.
 
Ich denke bei Pistenkilometern, wie wohl die meisten, eher schlicht. Für mich ist das die gedachte gerade :D Linie in der Pistenmitte. Da ist eine annähernd korrrekte Angabe keine Zauberei. (Siehe Obersaxen und Z). 164 Km statt richtigerweise 64 Km wie in Moritz ist eine Gaunerei. Wäre spannend wenn ein Skipasskäufer, evtl mit Hilfe einer Verbraucherorganisation, die Bahnen wg. Betrugs verklagt.

Pisten sind manchmal breit manchmal schmal. Das mittelt sich schon irgendwie. Flächenangaben in Hektar oder wie in USA üblich acres sind so unanschaulich, dass das niemand einordnen kann.
 
Arlbergfan schrieb:
Eigentlich wäre das doch mal eine Sache für Stiftung Warentest, dem ganzen auf den Grund zu gehen.
Der österreichische "Konsument" hat ja bei dem damaligen Stubai-Fall keine Intenetion gehabt, das groß auf zu nehmen. Und mittlerweile sind die ja selbst so blöd und übernehmen bei den Skipasstests Ende November die gelogenen Höhenmeterangaben von Kals-Matrei...

@Vergleichbarkeit: Gut find ich auch die Angabe der Pistenanzahl, die wäre mir fast wichtiger als die Länge. Da kann man dann auch nicht schummeln und breite Abfahrten mehrfach rechnen (auch wenn auch das teilweise gemacht wird). Warum mir die Länge da egal ist: Bei einer Angabe von z.B. 10 Abfahrten ist es komplett nebensächlich, wie lang die sind. Sind die 3 km (also offizielle Angabe 30 Pistenkm), fahr ich jede Piste einmal pro Tag, und es wird mir nicht langweilig. Sind die 1 km, kann ich die jeweils 3x am Tag fahren (also offizielle Angabe 10 Pistenkm), und aufgrund der Abwechslung der vielen Pisten wird mir dann auch nicht langweilig...
 
Fab schrieb:
Wäre spannend wenn ein Skipasskäufer, evtl mit Hilfe einer Verbraucherorganisation, die Bahnen wg. Betrugs verklagt.
Keine Chance - denn wie oben bereits erwähnt: es wird mit "Pistenkilometern" geworben, nicht mit "Kilometern Piste".

"Pistenkilometer" sind eben die Kilometer, die man auf einer Piste zurücklegen kann - wie Straßenkilometer vs. Kilometer Straße. Auf einem Flugplatz kann man auf 2,5 km Asphalt auch 2,8 "Asphaltkilometer" zurücklegen (Beispiel: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Top_Gear_test_track-en.svg) oder auf 10 km asphaltierter Strecke 30 "Asphaltkilometer" usw ...
 
Der Sachlage wirklich gerecht werden würde nur eine Mischangabe aus europäischem und amerikanischem Usus, also Pistenfläche (wo soll da das Problem sein? Die Pisten sind klar begrenzt. Es ist halt keine Vergleichbarkeit zwischen amerikanischen und europäischen Gebieten gegeben, aber das wäre verschmerzbar) plus Pistenlänge (am Besten 1x pro Piste mittig in der Falllinie, alles andere öffnet Schummeleien Tür und Tor). Evtl. ergänzt um die Anzahl der Pisten.
 
Eigentlich wollte ich mit meine zwei vorigen Beispielen nur aufzeigen wie schwierig es ist eine genaue und gleichzeitig faire Umsetzung zu machen. Es ist schlicht und einfach schier unmöglich. Die saeilbahnverbönde haben ja Richtlinien wie es zu handhaben ist. Es müsste also eigentlich nur kontrolliert werden ob dies Richtlinien eingehalten werden. Mir ist es an und für sich egal ob alle lügen, solange alle genau gleich lügen. Die Zahl würde zwar nicht stimmen aber ein besserer Vergleich wäre möglich.

Zu einem der genannten Vorschläge und dessen Probelm bei der Flächenrechnung.
Die Pisten sind klar begrenzt.
Wir, und einige andere gebiete, können sich ja rühmen ein paar nette Abfahrtsvarianten zu haben nei welchen mit einer Stange so ziemlich der beste Weg vorgegeben wird. Fragt sich jetzt nur wie breit das Ding denn ist. Jeweils von der Stange rechts und links 15 oder 20 Meter rechnen gibt im Durchschnitt eine 30 oder 40 Meter breite Piste. Fahren kann man da aber teilweise auf mehreren Hundert Metern breite. Was jetzt?

Das einize was halbwegs klappen könnte wäre wenn jede Unternehmung jede Piste mit den Daten ( Länge in der Mitte gemessen, minimale Breite, maximale Breite, Gesamtfläche, minimale neigung, maximale Neigung, Durchnschnittsneigung ) im Internet oder gedruckter Form angeben müsste. Vieviel das lesen würden ist dann wieder eine andere Sache.

Bis das soweit ist muss man sich halt anders helfen. Kronplatz und Obergurgl geben ja beide fast die identische km Anzal an. Die einten haben 24 Bahnen mit 40000p/h, die anderen 32 Bahnen mit 70000p/h. Also entweder haben die einen weniger Pisten oder am anderen Ort kann man nicht mal mehr umfallen weil es zuviele Leute hat. Wenn man solche Zahlen ein bisschen anschaut sieht man schon bei der Planung der Skiferien wer es ein bisschen weniger genau nimmt.
 
Ganz einfach: Routen gar nicht zählen, hat ja auch nix mit präparierter Fläche zu tun, die 99% der Leute interessiert.
Man könnte bei Routen ja die direkte Linie als Länge oder die Anzahl angeben, schließlich ist beim Variantenfahren die theoretische Fläche weniger entscheidend.
 
Eine Klage gegen einige Skigebiete wäre schon mehr als angebracht.
Das ist doch mehr als Betrug. :?:
 
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