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Erstmal vielen Dank für die hilfreichen Stellungnahmen, welche auch jeweils für sich Argumente hervorbringen, über die ich mir Gedanken machen kann. Zum einen passt die 60D wirklich von der Preisklasse her. Andererseits kann ich das mit der Haptik bestätigen. Die 30D meines Vaters wirkt in der Hand ganz anders als eine 450D (ist übrigens über Facebook innerhalb von einem Tag verkauft gewesen).
Die 5D MKII von meinem Schwager habe ich auch schon bespielt und wäre insbesondere hinsichtlich der Zeit gerechtfertigt, die ich mir mittlerweile für einzelne Fotos nehme (Freundin musste am windigen Aussichtspunkt über 1h ausharren, bis ich meine Fotos von der Bucht von Lissabon im Kasten hatte), da bin ich aber nicht bereit, das Geld für hinzulegen.

Zum Thema Live View
Live View ist ein Ding was ich nicht habe und auch nicht vermisse.
Also selbst beim Stadtbummel habe ich manuell fotographiert. Und wenn ich dann ISO fest bei 100 habe, Weißabgleich auf Sonne, und dann noch Blende und Belichtungszeit variiere, komme ich selbst gar nicht mehr um Live View rum, damit ich weder zu dunkel noch zu hell fotographiere (Wolken vs. Bäume rechts oben). Ich speicher JPG+RAW und das hier ist die JPG!
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Dann hat die 450D zudem starke Probleme beim Autofokus während Zwielicht bzw. Dunkelheit. Also habe ich manuell zusammen mit Live View fokussiert: 10 fach vergrößert die Gitterkonstruktion der Bahnsektion und manuell am LCD-Monitor fokussiert (ok, Blende hätte höher als 8 sein dürfen)
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Zum Thema 60D vs. 7D
Dann geht es ja weiter mit den 19 Kreuzsensoren, über die Dual-Prozessoren, dem Autofokus-System der 1er (Highlight der Verfolgungsmodus über alle 19 Messfelder!), Dual-Layer Belichtungsmesser , 100% Sucher usw usw...
Bleibt die individuelle Frage, ob mir das ganze 400,- Mehrpreis wert ist bzw. ich diese benötige. Dachstein stellte dies ja bereits davor schon in Frage.
Vor zwei Jahren hätte ich das wahrscheinlich auch bei einem Vergleich EOS 450D und 60D (bzw. Vorgänger) gedacht. Ich werde es wie mit der Suche nach meinem Fotorucksack machen (Calumet wollte mir, "Snowboarder, der sich auf einer Eisplatte auf den Rücken hauen könnte" einen von dieser israelischen Firma geben, die auch schusssichere Westen anbieten; 1000 Töpfe empfahl den jetzigen Flipside, wollte aber das doppelte wie Amazon):
Mit dem Vorteil, im Hafen zu wohnen, habe ich nicht nur die Wahl innerhalb von 15 min. bei 2-3 Blödmärkten, 2 Geizmärkten und 2 Medimaxmärkten reinzuschauen, sondern auch professionelle Beratung bei 1000 Töpfe, Wiesenhavern und Calument einzuholen. Vorteil von 1000 Töpfe und Calumet, dass die oft auch generalüberholte Geräte mit Garantie anbieten. Also werde ich mir bei beiden Läden die 60D und 7D anschauen, mir genau die von Chaos genannten Vorteile der 7D beim Fachmann ansprechen und zeigen lassen, und dann einige Zeit warten (spätestens im Januar brauch ich eine neue DSLR), bis Amazon oder irgendwer eine von beiden in einer Aktion günstig anbietet. Sprich wenn die 7D im Vorweihnachtsgeschäft auf einmal für 1000,- angeboten wird...
 
Foto-Irrer schrieb:
Also selbst beim Stadtbummel habe ich manuell fotographiert. Und wenn ich dann ISO fest bei 100 habe, Weißabgleich auf Sonne, und dann noch Blende und Belichtungszeit variiere, komme ich selbst gar nicht mehr um Live View rum, damit ich weder zu dunkel noch zu hell fotographiere (Wolken vs. Bäume rechts oben). Ich speicher JPG+RAW und das hier ist die JPG!

Ich denke, für so was habe ich eine Anzeige im Sucher, die mir die korrekte Belichtung mitteilt. Und wenn man dann am Histogramm sieht, dass was nicht passt, dann halt korrigieren und dann passt es meistens. Rest ist PS...

Wie du auch schon festgestellt hast, muss man sich überlegen, ob man so manches Feature wirklich braucht. Die Ansicht von früher, dass eine Kamera eine Lebensanschaffung ist, ist heute nicht mehr korrekt. Spätestens nach 2 bis 3 Jahren ist der Nachfolger da, der das ursprüngliche Gerät um Längen übertrifft, das Altgerät wird man dann kaum mehr zu einem vertretbaren Preis los. Gebraucht sind die Preise im Keller. Im Grunde ist selbst eine moderne D SLR zum Wegwerfprodukt avanciert. Verschluss im Eimer? Zahlt sich nicht mehr aus, also neue kaufen und alte in die Tonne. Daher meine ich, dass es durchwegs legitim ist, hier Geräte zu kaufen, die ein passendes Preis Leistungsverhältnis haben. Das gesparte Geld kann dann immer noch in Glas für die Kamera gut angelegt werden - die Optiken funktionieren nämlich auch am Nachfolgemodell.

Bei Nikon läuft es beispielsweise so: die kleinen Modelle haben alle keinen AF Motor eingebaut, gehen also nur mit AF-S Objektiven. Wenn du noch alte Objektive hast, brauchst du zwangsweise eine dreistellige oder die D7000. Hier herrscht Zwang zum Geldausgeben (was ich nicht mag). Dann kommt noch ein Problem. Hast du MF Objektive? Braucht also eine Kamera mit AI-S Unterstürzung. Jetzt ist man bereits sehr im Hochpreissegment festgenagelt.

Solange man aber diese Spezifikationen nicht benötigt, kann man getrost zu einer D5100 oder einer D7000 greifen, die meines Erachtens die Brücke zwischen Praxistauglichkeit und Preis recht gut schlagen.
Für meine Zwecke werde ich also Geld in die Hand nehmen müssen - und mir, wenn mich meine D200 verlässt, eine D300/D700 oder Nachfolger kaufen müssen, weil ich fürs Mikroskopieren beispielsweise eine Kamera brauche, die AI-S unterstützt. Eine D3 würde ich hier aber nie in Betracht ziehen, weil sie einfach für das, was ich brauche, zu viel kann und kostet.

Übrigens - schon die Nikon 1 gesehen?

Wenn nicht: Klick!

MFG Dachstein
 
Danke für die Meinung. Nikon kommt aus dem Grund nicht in Frage, da ich in der Familie diverse Hochpreisobjektive für Canon zur Verfügung habe, wovon man auch einen Kleinwagen kaufen könnte (und ich hoffe, die Besitzer bald mal von den Automatikprogrammen wegzubekommen).

Durch Deinen Post bin ich aber auf ein evtl. Problem gekommen. Meine EOS 450D wird von jemandem gekauft, die von analog auf digital umsteigen will und die für ihre Canon-SLR schon Objektive hat. Ausser der steigenden Brennweite (Crop-Faktor der DSLR?) haben sie und ich im Internet nichts von Problemen gefunden, die dabei auftreten können. Oder sind Euch welche bekannt?
 
Foto-Irrer schrieb:
Danke für die Meinung. Nikon kommt aus dem Grund nicht in Frage, da ich in der Familie diverse Hochpreisobjektive für Canon zur Verfügung habe, wovon man auch einen Kleinwagen kaufen könnte (und ich hoffe, die Besitzer bald mal von den Automatikprogrammen wegzubekommen).

Es war hier einfach nur ein Beispiel - jeder von uns wird vermutlich bei seinem System bleiben - will aber einfach mal drauf aufmerksam machen, dass man sich gut überlegen soll, für was man Geld ausgibt.

Wegen den Problemen: grundsätzlich sollten keine zu erwarten sein - jedoch muss sich der Käufer eben im klaren sein, dass er eine Gebrauchte kauft und dass, je nach bisheriger Behandlung und Verschlussabläufen früher oder etwas später mit einer Reparatur zu rechnen sein wird, die sich meist nicht mehr rechnet. Ist der Verschluss im Eimer, oder die Elektronik hat eine Macke, haben wir meist einen wirtschaftlichen Totalschaden. Das ist eben zu bedenken.

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Wie du auch schon festgestellt hast, muss man sich überlegen, ob man so manches Feature wirklich braucht. Die Ansicht von früher, dass eine Kamera eine Lebensanschaffung ist, ist heute nicht mehr korrekt. Spätestens nach 2 bis 3 Jahren ist der Nachfolger da, der das ursprüngliche Gerät um Längen übertrifft, das Altgerät wird man dann kaum mehr zu einem vertretbaren Preis los.
Dann dauert das bei den DSR länger als bei den Kompakten. Dort sind die Intervalle tw. unter einem Jahr!
 
Hallo,
Foto-Irrer schrieb:
Ausser der steigenden Brennweite (Crop-Faktor der DSLR?) haben sie und ich im Internet nichts von Problemen gefunden, die dabei auftreten können. Oder sind Euch welche bekannt?
mit Canon-Objektiven sollte es keine Probleme geben. Anders ist das bei älteren Fremdobjektiven, insbesondere von Sigma. Als ich meine erste 300D gekauft habe, hatt ich noch ein Suppenzoom von Sigma, das nicht mit dem Body konnte (ergab immer "Error 99" - heißt übersetzt "irgendetwas geht nicht" :lol: ). In meinem Fall war ein Chiptausch gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr möglich; ging aber nicht bei allen Objektiven.

Näheres hier (eigenartigerweise steht meines da gar nicht dabei, wurde aber damals erfolgreich umgerüstet).
 
für alle Canon- und Nikon-User vielleicht ganz interessant, jetzt findet demnächst das Calumet-Oktoberfest in verschiedenen Städten statt:
http://www.calumetphoto.de/eng/veranstaltungen/oktoberfest2011.cfm
insbesondere die kostenlose Sensorreinigung ist ja interessant und wenn einer mal die Kamera ordentlich durchschaut, es gibt aber auch verschiedene Seminare und Vorträge.

Für Calumet auch ungewöhnlich günstig, dass die EOS 5D Mark II für 1.829,- angeboten wird, also nur ca. 40,- teurer als Amazon.
 
Dachstein schrieb:
Gratis Sensorreinigung? Wie machen die das - Feuchtreinigung? Aber wozu, ich reinige meinen Sensor generell selber, weil das letzte Mal ist der Sensor verdreckter zurückgekommen als er vorher war.

MFG Dachstein
Canon macht für seinen "Clean & Check"-Service selber sogar Werbung. Kostet sonst so 50,- bei zertifizierten Werkstätten in Hamburg. Ich hatte im Thread Kamera-Workshop hier schonmal nachgefragt, ob man sowas nicht selber machen kann. Da waren die Warnhinweise für einen Techniklaien eigentlich eindeutig, was er seiner DSLR antun kann.
 
Die ganze Sensorreinigungsleier ist eigentlich nur Abzocke von den Herstellern. Einen Sensor reinigt man, wenn man geübt ist, in etwa 3 Minuten. Das Kit dafür kostet bei meinem Fotohändler 20 Euro, damit kann man 4 Mal reinigen. Je Reinigung also 5 Euro. 45 Euro für 3 Minuten Arbeit... Ein Schelm, wer böses denkt.

Fakt ist: Wischer mit der Reinigungsflüssigkeit beträufeln, zwei mal drüberwischen der Längs nach, trocknen lassen (der mitgelieferte Reinigungsalkohol verdunstet rückstandsfrei) - fertig. Ach ja, sonst gibt es ja auch noch die Fotoluft aus dem Blasebalg. Auch damit kann man gefahrlos jeglichen nicht fest sitzenden Dreck wegblasen... Für sowas zahl ich sicher nicht 50 Euro und warte drauf eine halbe Ewigkeit!

MFG Dachstein
 
alles klar, ich hab einen online-Shop gefunden, der die EOS 60D für 644,- Euro anbietet :mrgreen:
http://www.i-camera-online.com/product_info.php?info=p2168_canon-eos-60d-digitalkamera---slr-mit-live-view-modus---18-0-megapixel.html
Schön auf deutsch, man kann auch Selbstabholer machen, nur sind die beiden Filialen in Südostasien :mrgreen:
Da kommt ja auch noch bestimmt irgendwelcher Zoll oder Mehrwertsteuer rauf.

Ansonsten kapier ich momentan die Preisirrsinn-Werbung vom MM nicht, indem Leute wieder für blöd verkauft werden. Nichts desto trotz, hat der Newsletter eine 60D Kit im Angebot für 899,-. Braucht jemand noch ein 18-55mm Objektiv???
http://www.mediamarkt.de/multimedia-prospekt/#/seite/9
 
Dachstein schrieb:
Es sei denn du bist experimentierfreudig. ;)
das dachte ich mir auch :mrgreen:

Bin aber momentan wieder unentschlossen, weil ich mittlerweile eine weitere Meinung gehört habe, dass die 600D ausreicht und in puncto Bildqualität sogar einen Deut besser als 60D und 7D sein soll.

Da der Test bei Traumflieger zwischen 60D vs. 550D/7D war, muss ich mich nochmal informieren, was die 600D denn mehr hat als die 550D.

(by the way: Amazon hat mit dem neuen Media Markt-Prospekt SOFORT mitgezogen und die 600D inkl. 18-55mm Objektiv auf 629,- Euro reduziert)
 
Um eine weitere Internetseite zu nennen, bei der du Test zur 7D und 60D lesen kannst, würde ich dir the-digital-picture.com empfehlen. Ist halt auf Englsich aber alles gute verstehen.

Überlegung wäre für mich auch eine gebrauchte 5D Mark I zu kaufen, gibt es in der Regel interessante Angebote auf www.dslr-forum.de
 
Letztendlich wurde es die 600D.

War mit SD-Karte bei den Roten und hab identische Motive mit 18 und 55mm bei selben Einstellungen mit 60 und 600D abgelichtet (7D hat Compact Flash, war aber eh schon allein wegen der Gehäusegröße für mich aus dem Rennen). Bedienung der beiden kannte ich schon von 450 und 30D. Hab in meinen Augen keinen Unterschied beim Bild auf dem Rechner gesehen. Für die 60D sprachen insbesondere bei der Handhabung der deutlich schnellere Autofokus und der deutlich größere Sucher. Dann gibt es natürlich noch weitere Sachen (hab Diskussionen im DSLR-Forum gelesen), wie z.B. Akkukapazität und komfortabere Bedienung durch das Wählrad und das Schulterdisplay. Interessant aber auch die geschätzte Lebensdauer des Verschlusses von 30.000 Auslösungen bei der 600D (hab bei der 450D fast 20.000 Auslösungen in 2 1/2 Jahren gemacht) vs. angeblich 120.000 garantierte Auslösungen der 60D. Die Wasserwaage der 60D benötige ich doch nicht, da das einblendbare Gitternetz der 600D reicht.
Des Weiteren gefiel mir das kleinere und leichtere Gehäuse der 600D und auch die Haptik war mir nicht so wichtig.

Und dann natürlich der Preis, wobei es das Angebot der 60D oder 600D inkl. 18-55mm Objektiv nur bis heute gab.
600D Kit = 629,-
60D Kit = 899,- (zwar besser in der Handhabung, aber 1/3 teurer :!: :!: :!: bei selber Bildqualität)
7D = 1.399,- (ok, wäre bei Amazon billiger gewesen)

Noch was zum Plastik-Kitobjektiv von Canon. Eigentlich wollte ich das ziemlich schnell bei Amazon reinstellen da ich das 28-75mm von Tamron habe, welches auch spürbar lichtstarker ist. Allerdings gibt es bei Amazon eine Menge positiver Bewertungen zu diesem günstigen Canon-Objektiv, welches zwar einen billigen Plastik-Eindruck macht, aber doch hochwertig sein soll. Werde mal ein paar identische Vergleichsaufnahmen bei 28 und 55mm machen, da ich für das Tamron noch 350,- bekommen könnte. Wobei bisher schon auffällt, wie laut der Fokus ist und wieviel lichtstärker besonders bei Innenaufnahmen das Tamron ist.
 
Ich denke, es war für dich die richtige Entscheidung. Meines Erachtens muss man sich nicht mit unnötiger Technik belasten, die man sowieso nicht braucht. Und schlussendlich macht sich das am Konto bemerkbar. Investiere das, was du gespart hat lieber in eine Festbrennweite. Denn nur Brennweitenspielereien machen nur selten ein gutes Bild aus. Ich habe zwar auch gerne meine Zooms, nur muss ich sagen, dass seit ich das 35er habe, es eigentlich zu meinem Lieblingsobjektiv geworden ist, und es ermöglicht einem mitunter eine ganz andere, natürliche Sicht auf die Dinge.

Also viel Spaß mit deiner neuen 600er und gut Licht!

MFG Dachstein
 
...aber die 60D ist doch viel schwerer, die kann man doch ruhiger halten! Ganz klarer Fehlkauf. :D
Nee Spaß, man muß nicht immer Mercedes fahren. Obwohl ich eine 1D MIII habe nehme ich im Urlaub immer die 400D mit- da einfach kompakter und leichter.
Und einen netteren Crop.
@Irrer kauf Dir für das gesparte Geld mal ein Hochformatgriff- das wird Dir gefallen.
 
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