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Flüchtlingskrise

starli schrieb:
schmidti schrieb:
Damit meine ich, dass es kein haltbarer Zustand ist, wenn z.B. hier in drei meiner Nachbarorten Sporthallen durch Flüchtlinge belegt sind und dadurch Vereine einen großen Teil ihrer Trainings- und Spielflächen verlieren, und zum Teil sogar Schulen ihren Sportunterricht stark umplanen und nicht selten sogar einschränken müssen.
Oder anders gesagt: "Verreck doch, Flüchtling, mir egal, ich will hier Tennis spielen" .... ?

Aber es stimmt, da mich das mit den Sporthallen nicht betrifft, kann ich das nicht subjektiv genug beurteilen ..
Schon mal nachgedacht, dass jemandem seine Stunde Tennis oder Hallenfussbal mit Kumpels genau so viel bedeutet wie dir (oder mir) das Skifahren? Ich versuche mir mal deine Reaktion vorzustellen, wenn du am kommenden We an der Talstation am Stubaier ankommen würdest und dort alles geschlossen ist, weil man die Talstation für das Unterbringen von Migranten braucht (ich gebe zu, der Vergleich ist weit hergeholt, aber im Prinzip geht es um das selbe).

Interessanter Link:
http://kaernten.orf.at/news/stories/2733954/

Gegen 1.00 Uhr wurde der 32-jährige Mann aus Altenmarkt in Salzburg wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung mit seinem Pkw im Ortsgebiet von Lendorf (Bez. Spittal) angehalten. Am Beifahrersitz befand sich eine 31-jährige Frau. Der Mann verweigerte die Herausgabe seiner Fahrzeugdokumente und gab auch keine Auskunft über seine Identität.

Als er schließlich versuchte, den Wagen von innen zu versperren, wurde er von den Beamten unter Anwendung von Körperkraft wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen. Im Zuge der weiteren Erhebungen wurde auch seine Identität festgestellt. Ein Alkotest wurde von ihm verweigert. Beim Einsatz wurde ein Polizeibeamter geringfügig verletzt.
Was um alles in der Welt hat der Raser aus Salzburg mit dem Titel des Topics zu tun? Zum Vergleich (Quelle: Deutsche Wirtschaftsnachrichten; Link auf Seite 4 in diesem Topic):
Man muss nur an die österreichische Grenze schauen, wo die Flüchtlinge stumm an den hilflosen Polizisten vorbeilaufen, als diese sie um ihre Pässe bitten.
Da muss man sich schon die Frage stellen, ob man als Bürger hier noch gleichberechtigt ist. Klar ist es falsch was der Typ da gemacht hat und er hatte bestimmt auch einen guten Grund den Alkotest zu verweigern :twisted: , aber eigentlich war er nicht gewalttätig, er wollte sich nur im eigenen Wagen einsperren und wurge deshalb von Polizisten so brutal aus dem Auto gezerrt dass sich ein Polizist dabei verletzt hat! Und die Migranten laufen gleichzeitig an Polizisten vorbei ohne sich auszuweisen, während daneben geseztestreue EU Bürger brav im Stau stehen und sich kontrollieren lassen.

Wenn wir schon dabei sind: als vor zwei Wochen die erste grössere Gruppe illegaler Migranten an der kroatisch - slowenischen Grenze ohne Papiere einreisen wollte, wurde sie am Anfang von einem Polizeikordon daran gehindert. Zusammen mit den Migranten kam auch eine Gruppe slowenischer und kroatischer 'Aktivisten' aus so einer NGO an die Grenze um die Polizisten zu überreden, die Migranten ins Land zu lassen. Es kam zum Handgemende und am kommenden Tag stand gross in den Medien, dass 'an der slowenischen Grenze mit Tränengas gegen Flüchtlinge vorgegangen wurde'. Noch am gleichen Tag kam eine Erklärung, fast Entschuldigung, von der slowenischen Polizei: der Pfefferspray wurde nur gegen einen slowenischen oder kroatischen Aktivisten angewendet, als der versucht hatte die Polizisten zur Seite zu schieben. Ach so, dann ist ja alles in Ordnung! Gegen eigene Bürger - oder die aus dem EU Nachbarland - Pfefferspray anzuwenden ist OK, Hauptsache nicht gegen die Migranten. Den eigenen Bürger, der nicht gewalttätig ist, aber keine Papiere zeigen will, aus dem Auto zu zerren ist in Ordnung, die Migranten nach Papieren zu fragen traut man sich nicht. Sehr sehr bedenkliche Entwicklung, ich könnte mit Vergleichen ad infinitum weitermachen, z.B. warum muss ich eine Autobahnvignette kaufen und mich an jede idio*****e IgL 100er halten, die Herrschaften spazieren aber bei Bedarf von Budapest nach Wien mitten auf der Autobahn ohne dass ihnen ein Haar deswegen gekrümmt wird ...
 
Es lebe die Anarchie! Wir halten uns zukünftig einfach alle an gar keine Gesetzte mehr. Dann wird alles gut...

Mann, an den Grenzen herrscht Chaos. Das ist eine Ausnahmesituation. Wie kann man das mit Alkoholkontrollen im Straßenverkehr vergleichen. Gehts noch...
 
So jede Diskussion führt ja irgendwie vom Hundersten ins Tausendste und man kommt keinen Millimeter weiter. Dennoch spricht miki vielen aus der Seele (bin ich mir sicher).

Was ich oben schon mal versucht habe anzudeuten - kein Mensch diskutiert öffentlich die grundsätzliche Frage, ob wir (in Westeuropa, also alle EU Länder) diese Kulturkreise in unseren Ländern überhaupt wollen?! Eine Diskussion MUSS möglich sein ohne dass gleich wieder mit der Nazi Argumentation begonnen wird.

Ich brauche kein Meinungsforschungsinstitut um folgende These aufzustellen:
Eine große Mehrheit will Migration aus diesen Kulturkreisen in dieser Zahl hier überhaupt nicht haben.

Trifft diese These zu, müsste die Volksvertretung rasch nach Lösungen suchen, um den Großteil (also 90% oder mehr) schnellstmöglich wieder los zu werden anstatt überhaupt zu versuchen sie zu integrieren. Dahin müssten alle Anstrengugnen laufen, mit schnellen, konsequenten Verfahren. Auf Humanismus zu pochen, dafür ist es längst zu spät (These II).

Ich jedenfalls kenne keinen, der für diese Migration steht. Und ich wünsche mir eine öffentliche Diskussion, denn der Rechtsruck ist hinter 4 Wänden längst geschehen, und der Unmut wird immer größer wenn die Sorgen nicht öffentlich gehört werden (wollen).
Es werden hier viele Links gepostet mit Artikeln für die keiner Zeit hat diese zu lesen. Ich möchte euch aber diesen hier ans Herz legen:
http://www.huffingtonpost.de/2015/09/28/jorg-baberowski-deutschland-meinungsdiktatur_n_8206768.html
Ein Kommentar des Berliner Historikers Prof. Dr. Jörg Baberowski, den ich voll und ganz unterschreibe.
 
Also ich kann mich nur mit einem Teil von miki's Aussagen identifizieren. Manche wie die untere kann ich zwar denklogisch nachvollziehen, aber überhaupt nicht teilen.

miki schrieb:
starli schrieb:
schmidti schrieb:
Damit meine ich, dass es kein haltbarer Zustand ist, wenn z.B. hier in drei meiner Nachbarorten Sporthallen durch Flüchtlinge belegt sind und dadurch Vereine einen großen Teil ihrer Trainings- und Spielflächen verlieren, und zum Teil sogar Schulen ihren Sportunterricht stark umplanen und nicht selten sogar einschränken müssen.
Oder anders gesagt: "Verreck doch, Flüchtling, mir egal, ich will hier Tennis spielen" .... ?

Aber es stimmt, da mich das mit den Sporthallen nicht betrifft, kann ich das nicht subjektiv genug beurteilen ..
Schon mal nachgedacht, dass jemandem seine Stunde Tennis oder Hallenfussbal mit Kumpels genau so viel bedeutet wie dir (oder mir) das Skifahren? Ich versuche mir mal deine Reaktion vorzustellen, wenn du am kommenden We an der Talstation am Stubaier ankommen würdest und dort alles geschlossen ist, weil man die Talstation für das Unterbringen von Migranten braucht (ich gebe zu, der Vergleich ist weit hergeholt, aber im Prinzip geht es um das selbe).

Wenn du der Meinung bist (ich weiß die eigentliche Aussage kam nicht von dir), dass die lieber sterben sollen (bald ja erfrieren) statt, dass Du deinen Freizeitsport nicht machen kannst, dann frag ich mich, ob du mal drüber nachgedacht hast was Du hier gerade versuchst zu argumentieren. Ich jedenfalls verzichte lieber aufs Skifahren als Menschen verrecken zu lassen bzw leiden zu lassen. Klar sind das Einschränkungen, klar nervt mich das, wenn es aber um Menschenleben geht, sorry, da würde ich auch auf Teile meines Gehaltes verzichten (Flüchtlingsabgabe eventuell?) oder auf meine Freizeitbeschäftigung. Bei einem
Unfall halte ich ja auch an und helfe, unabhängig davon ob ich dann das nächste Bundesligaspiel verpasse oder zum Fußball oder zu wer weiß was zu spät komme. Ist das trotzdem nervig, ja. Aber ganz ehrlich, das erwarte ich einfach von jedem gut erzogenen Menschen egal ob Christ, Jude, Moslem oder sonstwas. Die Argumentationslinie diesbezüglich führt bei mir nur zum Kopf schütteln.

Hinsichtlich, dass es einfach zu viel Flüchtlinge sind und sich da große Probleme ergeben werden, agreed. Auch die ethnische Zusammensetzung ist problematisch. Aber dein Turnhallenargument, sorry, aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar. Das die Flüchtlinge nicht 2 Jahre in den Turnhallen wohnen können ist auch klar und wäre auch wirklich unhaltbar, aber jetzt mal Einschränkungen sind wohl verkraftbar.
 
starli schrieb:
schmidti schrieb:
Damit meine ich, dass es kein haltbarer Zustand ist, wenn z.B. hier in drei meiner Nachbarorten Sporthallen durch Flüchtlinge belegt sind und dadurch Vereine einen großen Teil ihrer Trainings- und Spielflächen verlieren, und zum Teil sogar Schulen ihren Sportunterricht stark umplanen und nicht selten sogar einschränken müssen.
Oder anders gesagt: "Verreck doch, Flüchtling, mir egal, ich will hier Tennis spielen" .... ?

Aber es stimmt, da mich das mit den Sporthallen nicht betrifft, kann ich das nicht subjektiv genug beurteilen ..
Wäre Dein Standpunkt also: "Ihr könnt gerne alle hier herkommen, wenn nötig werden wir für Flüchtlinge all unsere Sporthallen (= alle, die nicht in Privatbesitz sind) zur Verfügung stellen."?
Und Tennishallen sind im übrigen zumeist in Privatbesitz, weswegen die erstmal nicht betroffen sein werden. Ich beziehe mich hier eher auf Turn-, Handball-, Badminton- oder Tischtennisvereine, die das eben in Sporthallen anbieten, die nicht ihnen sondern der Stadt/dem Kreis/dem Land/dem Staat gehören.


miki schrieb:
Schon mal nachgedacht, dass jemandem seine Stunde Tennis oder Hallenfussbal mit Kumpels genau so viel bedeutet wie dir (oder mir) das Skifahren? Ich versuche mir mal deine Reaktion vorzustellen, wenn du am kommenden We an der Talstation am Stubaier ankommen würdest und dort alles geschlossen ist, weil man die Talstation für das Unterbringen von Migranten braucht (ich gebe zu, der Vergleich ist weit hergeholt, aber im Prinzip geht es um das selbe).
Du wirst es nicht glauben miki, aber genau den selben Vergleich hatte ich auch schon im Kopf, als ich starlis Antwort gelesen habe. Und Talstationen inklusive Garagierunshallen als Notunterkünfte zu nutzen, wäre zumindest nicht komplett abwägig, wenngleich hier natürlich viel zu große wirtschaftliche Interessen dran hängen.


A330 schrieb:
Unfall halte ich ja auch an und helfe, unabhängig davon ob ich dann das nächste Bundesligaspiel verpasse oder zum Fußball oder zu wer weiß was zu spät komme.
Ein schlechterer Vergleich ist Dir gerade wohl nicht eingefallen, denn vom Gesetz her ist man bekanntlich dazu verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten!

Generell hört sich Deine Antwort @A330 fast so an, als würde Dir jeder Tote auf dieser Erde zutiefst ans Herz gehen. Wenn es so ist, dass du in allen Fällen hilfst, wo Menschenleben in Gefahr sind, müsstest Du ja jedem hungernden Menschen in Afrika sein träglich Brot und Wasser finanzieren..

Darum soll es mir aber auch überhaupt nicht gehen, es geht mir viel mehr darum, dass einfach eine unendliche Zahl an Flüchtlingen ins Land gelassen wird, obwohl nicht mal ansatzweise geklärt ist, wie es mit denen weitergehen soll. Die Sporthallen sind ja offiziell auch nur Notunterkünfte, die möglichst schnell wieder für ihren ursprünglichen Zweck zur Verfügung stehen sollen. Da frage ich mich dann aber z.B., wie eine optimale Flüchtlingsunterkunft bzw. die gesamte Eingliederung von Flüchtlingen denn aussehen soll - belastbare Pläne diesbezüglich gibt es ja scheinbar nicht. Ja es werden Zelt- und Containerstädte gebaut, aber es sollen alleine in diesem Jahr 1 Mio. ankommende Flüchtlinge sein - das ist mal eben die Größenordnung von Köln, die auf einmal ein Dach über dem Kopf braucht.

Deswegen: Ich habe definitiv nichts gegen Flüchtlinge, meine Kritik bezieht sich viel mehr darauf, wie von oberster Stelle mit dieser Problematik umgegangen wird. Aber angeblich würden wir es ja schaffen. Ich bin gespannt!
 
Stäntn schrieb:
Ich brauche kein Meinungsforschungsinstitut um folgende These aufzustellen:
Eine große Mehrheit will Migration aus diesen Kulturkreisen in dieser Zahl hier überhaupt nicht haben.

Trifft diese These zu, müsste die Volksvertretung rasch nach Lösungen suchen, um den Großteil (also 90% oder mehr) schnellstmöglich wieder los zu werden anstatt überhaupt zu versuchen sie zu integrieren. Dahin müssten alle Anstrengugnen laufen, mit schnellen, konsequenten Verfahren. Auf Humanismus zu pochen, dafür ist es längst zu spät (These II)..

Natürlich ist es nicht verboten, etwas nicht zu wollen, und auch nicht, darüber zu diskutieren. Diskutiert werden muss aber auch über mögliche Konsequenzen dieses Wollens.

Es stellt sich daher die Frage, ob das Wollen einer großen Mehrheit automatisch auch die hier angeführten Konsequenzen (Grenzen dicht) nach sich ziehen sollen (dürfen).
(Achtung Ironie:) In diesem Forum dürfte wohl die Mehrheit gegen den Klimawandel eingestellt sein. Der Klimawandel wird zumindestens mit relevanter Wahrscheinlichkeit durch Luftverschmutzung verursacht. Große Luftverschmutzer sind die USA, Indien und China. Daher ist es legitim, in diesen Ländern einzumarschieren und alle Fabriken zu sprengen. (Natürlich nicht, ohne die dort Beschäftigten dort mit Nachdruck das Verlassen derselben empfehlen).

Oder anders formuliert:
These 1: in Deutschland ist die Mehrheit gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, es ist daher legitim, dass Deutschland seine Grenzen gegenüber Flüchtlingen dicht macht (und diese mit Gewalt verteidigt).
These 2: in Österreich ist die Mehrheit gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, es ist daher legitim, dass Österreich seine Grenzen gegenüber Flüchtlingen dicht macht (und diese mit Gewalt verteidigt).
These 3: in Ungarn....
....
These 7: in der Türkei ist die Mehrheit gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, es ist daher legitim, dass die Türkei ihre Grenzen gegenüber Flüchtlingen dicht macht (und diese mit Gewalt verteidigt).

Resultat: in Deutschland ist die Mehrheit gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, daher ist es legitim, Syrien einzukesseln und zuzusehen, wie Unschuldige abgeschlachtet werden.

Geht nicht, also muss man sie hereinlassen.
Aber was passiert dann?

These A: In Deutschland (Österreich,....) ist die Mehrheit gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, trotzdem beschließen die verantwortlichen Politiker, aus humanitären Gründen Flüchtlinge aufzunehmen.
These B: Die Mehrheitsbevölkerung ist darüber (aus möglicherweise durchaus nachvollziehbaren Gründen) so erbost, dass diese Politiker in der nächsten Wahl abgewählt und durch rechte oder rechtsradikale Politiker ersetzt werden.
These C: die unerwünschten Migranten werden von der Staatsgewalt arretiert und nach ?? deportiert, was wahrscheinlich nicht ohne exzessive Gewaltanwendung möglich ist.
These D: Im Zuge der dadurch entstehenden Änderungen ist die EU mit offenen Grenzen und Reisefreiheit Geschichte und es kommen vielleicht auch Presse-, Meinungs- oder andere Freiheiten im Land auf der Strecke;

Möglicherweise stehen wir am Beginn einer Entwicklung, die unsere bisher gewohnte Welt massiv verändern wird, und recht viel Lösungsmöglichkeiten fallen mir nicht ein.
Am ehesten noch:
Europa, USA und Russland einigen sich raschest auf ein gemeinsames Vorgehen in Syrien und im Irak. glz. auch in der Ukraine mit Kompromissen für alle Beteiligten, z.B. Krim darf bei Russland sein, ev. auch Teile der Ostukraine, Ukraine bekommt dafür Gas-Garantie aus Russland und massive Finanzhilfe aus der EU, Assad bleibt Präsident/Dikator eines Rumpf-Syriens, der Rest unter UNO-Protektorat und Putin wird mit Schulterklopfen wieder in die G8 aufgenommen.
Wenn jemand von Euch Frau Merkel trifft, dann könnte er Ihr da das vorschlagen, sie soll das mit den beiden anderen besprechen..... :wink:
 
Schmidti schrieb:
Wäre Dein Standpunkt also: "Ihr könnt gerne Alle hier herkommen, wenn nötig werden wir für Flüchtlinge all unsere Sporthallen (= alle, die nicht in Privatbesitz sind) zur Verfügung stellen."?

Du wirst es nicht glauben miki, aber genau den selben Vergleich hatte ich auch schon im Kopf, als ich starlis Antwort gelesen habe. Und Talstationen inklusive Garagierunshallen als Notunterkünfte zu nutzen, wäre zumindest nicht komplett abwägig, wenngleich hier natürlich viel zu große wirtschaftliche Interessen dran hängen.


A330 schrieb:
Unfall halte ich ja auch an und helfe, unabhängig davon ob ich dann das nächste Bundesligaspiel verpasse oder zum Fußball oder zu wer weiß was zu spät komme.
Ein schlechterer Vergleich ist Dir gerade wohl nicht eingefallen, denn vom Gesetz her ist man bekanntlich dazu verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten!

Generell hört sich Deine Antwort @A330 fast so an, als würde Dir jeder Tote auf dieser Erde zutiefst ans Herz gehen. Wenn es so ist, dass du in allen Fällen hilfst, wo Menschenleben in Gefahr sind, müsstest Du ja jedem hungernden Menschen in Afrika sein träglich Brot und Wasser finanzieren..
!

Musste mal ein paar Sachen rauslöschen, der Übersichtlichkeit halber.

1) "Alle herkommen" und "die die da sind unterzubringen" sind 2 paar Schuhe und keiner hat hier (im Forum) gesagt, kommt doch alle her. Wir haben aber nunmal ein Unterbringungsproblem, also wie löst man das? Die hier sich selbst überlassen geht, ist aber nicht mit dem Selbstverständnis unseres Grundgesetzes vereinbar oder mit der Grundrechtscharta. Und auch nicht mit meinen persönlichen Wertvorstellungen. Muss die Einreise weiterer Flüchtlinge verhindert werden? Ja, aber das hat mit dem Problem "stelle ich die Turnhalle zur Verfügung" nichts zu tun.

2) Und bezüglich des Unfalls ist es ein perfektes Beispiel. Ich wusste, dass dann gleich einer sagt, hier 323c StGB unterlassene Hilfeleistung etc.. Gibt aber auch Fälle wo man das nicht muss, siehe zB Sauerland, der beim löschen eines LKW half (Thread "Feuer"). Nichts desto Trotz, würde ich auch ohne die Strafbewährung des 323c StGB helfen, so wie ich auch einer alten Oma über die Strafe helfen würde. Das Beispiel macht also durchaus Sinn.

3) Klar finde ich jeder Tote ist einer zu viel, ich hoffe da denkt der überwiegende Teil der Mitmenschen auch so. Wenn du nicht so denkst, musst Du das mit dir selber ausmachen. Und um dein Gewissen zu beruhigen, ich spende regelmäßig nach Afrika. (Hilfe zur Selbsthilfe) Was das mit dem Thema zu tun hat, erschließt sich mir aber nicht so ganz.
 
http://www.welt.de/wirtschaft/article125903204/U-Boote-und-Panzer-made-in-Germany-sind-begehrt.html

Ich habe da gerade eine Idee!
Wir sollten einen Großteil der Kosten für Unterbringung, Verpflegung und spätere Integration der Flüchtlinge den weltweiten Rüstungskonzernen in Rechnung stellen. Immerhin verdienen sie Milliarden mit ihren "Produkten" die auch in den Konfliktregionen Nordafrikas und des nahen und mittleren Ostens zum Einsatz kommen und dort für Tod und Vertreibung sorgen.

Die USA und Russland wären die Hauptadressaten ... denn die "Politik" beider Staaten hat in den letzten Jahren zur Destabilisierung der Lage dort beigetragen.
Wie gesagt, nur eine Idee ... die aber niemals Wirklichkeit werden wird !
http://www.nelcartoons.de/files/humanitaere-katastrophe-waffenexport-pix.jpg http://www.tornante.pf-control.de/blog1/wp-content/uploads/waffenexport.jpg
 
A330 schrieb:
1) "Alle herkommen" und "die die da sind unterzubringen" sind 2 paar Schuhe und keiner hat hier (im Forum) gesagt, kommt doch alle her. Wir haben aber nunmal ein Unterbringungsproblem, also wie löst man das? Die hier sich selbst überlassen geht, ist aber nicht mit dem Selbstverständnis unseres Grundgesetzes vereinbar oder mit der Grundrechtscharta. Und auch nicht mit meinen persönlichen Wertvorstellungen. Muss die Einreise weiterer Flüchtlinge verhindert werden? Ja, aber das hat mit dem Problem "stelle ich die Turnhalle zur Verfügung" nichts zu tun.
Das hat bisher keiner, richtig, deswegen habe ich es ja auch als Frage formuliert und gefragt, ob das Geschriebene starlis oder Deinen Standpunkt widerspiegelt. Wenn es das nicht (in vollem Umfang) tut, ist das ja völlig okay. Anders herum hatte starli mich ja auch gefragt, ob meine These sich so formulieren ließe wie er das getan hat. Dass das nicht der Fall ist, dürfte hoffentlich deutlich geworden sein.
Und ja, für einen gewissen Zeitraum ließen sich nicht nutzbare Sporthallen sicherlich verkraften. Das Problem, was ich sehe, ist jedoch, dass dieser Zeitraum durchaus sehr sehr lange werden könnte. Deshalb sind wir uns in dem Punkt, dass nicht unendlich Flüchtlinge ins Land kommen können, ja durchaus einig, denn je mehr kommen, desto länger werden auch Sporthallen als Notunterkünfte dienen müssen (da wäre der von Dir bemängelte Zusammenhang). Die Vereine, die direkt von gesperrten Sporthallen betroffen sind, wissen aktuell nämlich selber nicht, wann die Flüchtlinge eine "richtige" Unterkunft bekommen und der Verein die Halle wieder nutzen kann.
 
Hört mir bloss mit dem ganzen Gschwerl auf. Ich hab ja nix dagegen, wenn welche aus Syrien und anderen Krisenländern flüchten, aber leider wollen die alle irgendwie nach Deutschland. Wobei die Kanzlerin daran auch eine gewisse Mitschuld hat, klar die lassen sich auf die "Einladung" nicht lang bitten.
Selber rennen bei mir in der Firma 3 Asylanten rum, 2 davon sind heut einfach nicht gekommen. Der Nigerianer krank, weil er sich den Magen verdorben hat (war aber gestern noch sehr munter, komischerweise). Den seh ich bei der Anfahrt fast immer. Also in dem Fall halt nicht Ihn sondern sein Radl. Der Syrer, der normal sehr zuverlässig ist war heut auch nicht da.

Ka verpennt, vergessen oder keine Lust, oder whatever. Wobei der ja noch der beste von den 3 ist (Arbeitsmäßig), da er samt Familie nach D geflohen ist und zumindest Ambitionen hat sich hier ein neues Leben aufzubauen, gegen den kann ich echt nix sagen.

Dann wär da noch der Afghane, der statt seine Arbeit zu machen, lieber mit einem zufällig vorbeikommenden Landsmann geratscht hat, natürlich auf Afghanisch etc. Also da bin sogar Ich mal eine Rauchen gegangen, obwohl strikter Nichtraucher, weil mich das genervt hat. Als die beiden immer noch geratscht haben, bin ich selber auch Ratschen gegangen, mir hat der Schädel wg. deren Gelaber gebrummt, ok aber nebenher meine Sachen geholt etc.
Wenn man schon ne Arbeitsmöglichkeit hat, auch wenns der letzte Depperljob ist, dann sollte man das als Flüchtling auch nutzen, und nicht irgendwie machen was man will.

Wobei es bei denen eh halt auf den einzelnen Menschen an sich an kommt. Es gibt welche, die wollen hier ein neues Leben anfangen, es gibt aber auch welche, die die Flucht hierher als langen Urlaub sehen.
Wenn es nach mir ginge nur noch wirkliche Kriegsflüchtlinge rein lassen, die auch noch Familie haben und auch nur bis zu einem Bestimmten Maß. Ich mein wäre hier in D Krieg, würde ich auch flüchten, ist ja menschlich, bevor man in Kriegswirren erschossen wird, wandert man aus.

Aber es gibt auch viele Wirtschaftsflüchtlinge. Ein Kollege von mir (Albanischer Herkunft) regt sich darüber auf, dass vom Balkan auch viele kommen und wenn sich sogar der drüber aufregt (Ok der kam vor Jahren mit einem Arbeitsvisum nach D, ist also Gastarbeiter) dann ist die Lage ernst!

Über die Beterei vom Afghanen will ich mal kein Wort verlieren, für das hab ich Verständnis.
Ich sag ja nix dagegen wenn der zu seinem Morgengebet geht, das ist kulturell bedingt, so lang die Arbeit, die der machen sollte nicht darunter leidet.

mFg Widdi
 
Pistencruiser schrieb:
Ich finde so unrecht hat Petz in diesem Punkt nicht. Die Menschen kommen in der Erwartung, dass Ihnen Hilfe in ihrer jetzigen Situation zuteil wird. Diese Hilfe sollen sie bekommen. Das kann, ja muss man aber damit verknüpfen, dass Sie sich den hier gültigen Gesetzen, Regeln und gesellschaftlichen Normen unterzuordnen haben. Die gelten schließlich auch für mich als Bürger dieses Landes ( der halt zufällig hier geboren wurde), ob die mir nun alle passen oder nicht.
Nicht nur das denn wenn es nach mir ginge müsste jeder inländische Bürger anlässlich der Staatsbürgerschaftsverleihung mit Erreichen der Volljährigkeit ebenso diese Erklärung unterschreiben. Der Begriff "Verleihung" sagt ja eigentlich und richtigerweise aus das eine Staatsbürgerschaft kein ersessenes Recht sein sollte (wie aktuell leider gehandhabt) sondern damit auch Regeln verknüpft sind um diese auch behalten zu können. Damit schaffte ich auch die Möglichkeit im Falle von wiederholten gravierenden Handlungen wider die Erklärung auch den Entzug der Staatsbürgerschaft und den Verlust der Bürgerrechte aussprechen zu können. Dadurch wären dann chronische Verhetzer - und Diskriminierer sehr schnell im wahrsten Sinne des Wortes stillzulegen... :ja:

Bergwanderer schrieb:
Wir sollten einen Großteil der Kosten für Unterbringung, Verpflegung und spätere Integration der Flüchtlinge den weltweiten Rüstungskonzernen in Rechnung stellen. Die USA und Russland wären die Hauptadressaten ... denn die "Politik" beider Staaten hat in den letzten Jahren zur Destabilisierung der Lage dort beigetragen.
Vor allem sollten die betroffenen Länder (dazu gehört leider auch die BRD) auch zumindest den Großteil der Flüchtlinge aufnehmen und sich gefälligst selbst das Geld von ihren Konzernen holen...
 
@Petz

Die USA sind aufgrund ihrer geografischen "Insellage" fein raus. Kein Flüchtling aus Nordafrika oder dem nahen und mittleren Osten kommt da hin.
Und die - also die Amis - wissen das ganz genau :!: Nebenbei erwähnt nennen die das Geostrategie! :lol:

Russland ist durch die Türkei, den Kaukasus - Georgien, Azerbaijan usw. - und den Iran "abgeschirmt"! Die Russen wissen das ebenso ganz genau!
Also, wohin gehen die Flüchtlingsströme? Richtig! Ins wohlhabende Mitteleuropa. Am liebsten natürlich zum dritt- oder viertgrößten Waffenexporteur!
Manchmal ist es ganz einfach! 8)
 
schmidti schrieb:
miki schrieb:
Schon mal nachgedacht, dass jemandem seine Stunde Tennis oder Hallenfussbal mit Kumpels genau so viel bedeutet wie dir (oder mir) das Skifahren? Ich versuche mir mal deine Reaktion vorzustellen, wenn du am kommenden We an der Talstation am Stubaier ankommen würdest und dort alles geschlossen ist, weil man die Talstation für das Unterbringen von Migranten braucht (ich gebe zu, der Vergleich ist weit hergeholt, aber im Prinzip geht es um das selbe).
Du wirst es nicht glauben miki, aber genau den selben Vergleich hatte ich auch schon im Kopf, als ich starlis Antwort gelesen habe. Und Talstationen inklusive Garagierunshallen als Notunterkünfte zu nutzen, wäre zumindest nicht komplett abwägig, wenngleich hier natürlich viel zu große wirtschaftliche Interessen dran hängen.
Dann fahr ich halt ins nächste Skigebiet. Es war ja auch nicht die Rede, dass alle Sporthallen plötzlich als Flüchtlingslager verwendet werden? Irgendwo wird man wohl alternativ hinfahren können und eine geöffnet sein. Im Falle der Skigebiete würden sich die Flüchtlinge eher auf den Parkplätzen (-> Zeltplätze) niederlassen - dann müsste man halt auch in ein anderes Gebiet fahren oder mit dem Bus-Shuttle.

Es sollte den Flüchtlingen aber nicht zu bequem gemacht werden, so dass sie bestimmte Länder bevorzugen, m.E. sollte dann schon für alle EU-Länder der gleiche "Lebensstatus" gewährleistet sein. Aufgrund der südlicheren Lage und der großen, unbebauten Fläche würde sich doch Spanien gut für Flüchtlingslager eignen :)

Was die Integrationsfragen angeht - ich geh erst mal davon aus, dass Flüchtlinge, oder zumindest ein großer Teil davon, wieder in die Heimat zurückgehen, sobald die Verhältnisse dort wieder stabiler sind.
 
Was die Integrationsfragen angeht - ich geh erst mal davon aus, dass Flüchtlinge, oder zumindest ein großer Teil davon, wieder in die Heimat zurückgehen, sobald die Verhältnisse dort wieder stabiler sind.

Ich glaube ohne eine freundliche abschiebung wird das nicht passieren. Wenn die einmal gemerkt haben was für ein Luxus doch in den Ländern herrscht die nicht vom Islam geprägt sind dann werden die alles daran setzen hier zu bleiben. Ich könnte kotzen wenn ich sehe wie diese "Fachkräfte" sich hier benehmen. Wenn wir jetzt nicht die Polzei hätten , würden wir hier Zustände erleben wie in den Regionen aus denen die Flüchtlinge stammen... Wenn unsere jetzige Regierung nicht schnell ihren Kurs ändert dann schaufelt sie sich vermutlich das eigene Grab. Vieles was wir aktuell erleben schürt (meiner meinung nach verständlicherweise) den Hass und dann brauch es nur noch so ein paar Pegida-Trottel die ihre Halbwahrheiten verbreiten (eine unverschämtheit :bindagegen: :aerger: ) und schon haben wir einen braunen umschwung (zumindest in den neuen bundesländern).

Wenn ich mich nicht verhört habe hat es doch jetzt in Österreich prompt die Antwort gegeben.
Die rechtspopulistische FPÖ ist die große Gewinnerin der Landtagswahl in Oberösterreich. Die Partei konnte ihren Stimmenanteil verdoppeln
http://www.spiegel.de/politik/ausla...gt-in-oberoesterreich-stark-zu-a-1054977.html

Ich denke hier einfach mal laut, kann auch sein das es nie so eintreten wird. Aber für realitätsfern halte ich das nicht.
 
Bin ich mir auch sicher das man das bei den nächsten Wahlen merken wird, ganz klar.
 
Tja das Kind ist in den Brunnen gefallen
Das Rausholen wird sehr Schwer sein
 
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