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Gletscher-Abschmelzung

Die Gletscher schmelzen jetzt zwar ab, aber wer sagt das die Gletscher in 20 Jahren nicht zurück kommen? Es wurde bewiesen dass Ende des 19.Jahrhunderts die Gletscher kleiner gewesen sein müssen als heute.
:arrow: Es kann sein das die Gletscher TROTZ Klimaerwärmung wieder größer werden.
 
Florian schrieb:
Die Gletscher schmelzen jetzt zwar ab, aber wer sagt das die Gletscher in 20 Jahren nicht zurück kommen? Es wurde bewiesen dass Ende des 19.Jahrhunderts die Gletscher kleiner gewesen sein müssen als heute.
:arrow: Es kann sein das die Gletscher TROTZ Klimaerwärmung wieder größer werden.

So ist es, endlich mal einer der Optimistisch hier was ausspricht :) am Titlis z.B wuchs der Gletscher in den 70er-80er Jahre. Ende 80er, anfangs Neunziger Jahre begann der Gletscher wieder zu schrumpfen, ich hoffe zumindest das es in 20 Jahren wieder umgekehrt sein wird, für alles Gletscher welche gerade am schmelzen und nicht am wachsen sind :wink:

MFG TITLIS
 
klar möglich ist alles, aber die wahrscheinlichkeit spricht dagegen, da es momentan nicht nur wärmer wird sondern auch die winterniederschläge tendenziell geringer ausfallen
 
Anbei habe ich hier noch eine ganz tolle Seite im Web über die Bayerischen Gletscher gefunden! Ausführlicher gehts wirklich nicht mehr! :) hier der Link dazu: http://www.lrz-muenchen.de/~bayerischegletscher/index.htm
Sehr interessant für jeden Gletscherliebhaber. Ebenso beweisst sich hier die Aussage von Florian und mir :wink:

MFG TITLIS
 
Florian schrieb:
Es wurde bewiesen dass Ende des 19.Jahrhunderts die Gletscher kleiner gewesen sein müssen als heute.
...
:roll:

Ganz sicher nicht!
 
Gletscher schmelzen weltweit immer schneller

Der Klimawandel lässt die Gletscher weltweit immer schneller abschmelzen. Das geht aus einem Bericht des UNO-Umweltprogramms hervor.

"Die durchschnittliche Abschmelze hat sich zwischen 2004/2005 und 2005/2006 mehr als verdoppelt", heisst es in dem Bericht, der sich auf Daten des Welt-Gletscher Beobachtungsdienstes (WGMS) in Zürich stützt.

Die Organisation, die weltweit 30 verschiedene Eisfelder überwacht, schätzt den durchschnittlichen Eisverlust seit 1980 auf 11,5 Meter pro Gletscher. Nur vier Prozent der untersuchten Gletscher hätten in dieser Zeit an Masse dazugewonnen.

"Es scheint, dass es eine Tendenz zur Beschleunigung gibt, ohne dass ein Ende abzusehen ist", sagte WGMS-Leiter Wilfried Haeberli. Als Ursache dafür nannte die Organisation den weltweiten Klimawandel, angetrieben durch die zunehmende Zahl umweltschädlicher Treibhausgase in der Atmosphäre.

Am stärksten abgeschmolzen ist demnach der norwegische Breidalblikkbrea, wo allein 2006 3,1 Meter gefrorenen Wassers verschwanden. 2005 seien es nur 30 Zentimeter gewesen. Der österreichische Grosse Goldbergkees und der Ossoue-Gletscher in den französischen Pyrenäen verloren mit 1,6 und fast 3 Metern 2006 ebenfalls stark.

Auch die Schweizer Gletscher gehen immer weiter zurück. Zurückzuführen ist dies laut der Akademie der Naturwissenschaften auch auf die ungewöhnlich geringen Niederschläge zwischen Oktober 2006 und April 2007.
(sda)
 
Es wurde bewiesen dass Ende des 19.Jahrhunderts die Gletscher kleiner gewesen sein müssen als heute.

So ein Unsinn... Von wem denn bitte? Möchte wissen, wie Du das aus der HP der Akademie der Wissenschaften herauslesen kannst.
Ende des 19. Jahrhunderts war der letzte Höchststand nach Ende der sog. "Kleinen Eiszeit" um 1850 noch relativ präsent, der sehr gut erforschte Vernagtferner bspw. rückte in sog. "surges" um mehrere 100 m pro Jahr vor, was den besorgten Bewohnern von Vent einige Sorgen bereit haben mag (vgl. katastrophale Ausbrüche des Rofener Eissees um 1848...).
 
@ hagelschlag

sieh dir doch mal das Gletscherarchiv an, da kann man auch noch bei vielen Bildern die Seitenmoränen sehen. Dessen Höchststand war so um 1850.

Aber grundsätzlich hast Du recht. Die Gletscher waren schon mal noch viel kleiner. Auch in den letzten 2000 Jahren mal! Weis jetzt aber nicht wann dies ca war

MFG
Mannerl
 
Emilius3557 hat recht.
M. W. war 1864 Gletscherhöchstand am ende der kl. Eiszeit (1850).

Die beiden letzten Niedrigststände waren im 14. Jhdt. und im sogenannten Klimaoptimum der Römerzeit.

Im Spätmittelalter war der Zermatter Gornergletscher 5 km kürzer als heute u. endete direkt am Fuß des Monte Rosa. In Findeln war auf 2000 m ein Weinberg. Das heutige Sommerskigebiet am Theodulpass war eisfrei. Dort befanf sich eine Zollstation des Herzogtums Savoyen.
 
Das trifft allerdings nur auf die Gebirgsgletscher zu, die polaren Gletscher waren jedenfalls noch nie so klein wie heute (zumindest in Historischer Zeit).
 
@mannerl,
ich brauche keine bücher, ich kenne den gosaugletscher sehr gut und dort sieht man das auch gut.
 
lt AV österreich sind die österreichischen gletscher im letzten jahr wieder massiv geschrumpft. bericht folgt
 
stavro_ schrieb:
Montblanc-Gletscher wächst stark
Aha! Dann hat der Eindruck auf der Toula-Variantenabfahrt also nicht getäuscht! Hier musste man zu einer bestimmten Stelle steil weit hinunterfahren, wo es vor wenigen Jahren noch flach dahin ging. Ich konnte es mir auch nur so erklären, dass der Gletscher dicker geworden ist.
 
Was ist eigentlich aus der Theorie geworden, das der Golfstrom abschwächt und es in Europa wieder normales Klima gibt?

Habe mal gehört das wäre nicht mehr aktuell und demletzt habe ich wieder das Gegenteilige gehört.
 
ein Wort liebe ich in jedem Bericht:

"Spekulation"

es gibt einfach keine hundert prozentig belegbaren Fakten (und kommt mir nicht mit eindrucksvollen Bildern von Al Gore oder Studien oder sonst was...). Es ist einfach für die Wissenschaft nicht belegbar bzw. vorhersehbar, zu sagen: so wird das Klima.

Ich hab mir dieses für und wieder jetzt so lange angeschaut, Studien studiert, Filme angeschaut, Dokumente gelesen. Es kann heute keiner sagen wie das Wetter in 3 Tagen ist. Woher wollen unsere verehrten Wissenschaftler denn dann die genaue Klimaentwicklung vorhersehen? Klar kann man sagen dass es voraussichtlich wärmer wird... Aber wie warm? Wie kalt? Mit welchen Folgen?
nein, das kann man nicht....

Basta!
 
Gletscherschwund erreicht höchsten Wert seit fünf Jahren

Das "Ewige Eis" baute im letzten Jahr stark ab. Vor allem im Kauner- und Ötztal ist der Rückgang gravierend.

Der Schwund der österreichischen Gletscher hat im vergangenen Jahr den höchsten Wert seit fünf Jahren erreicht. Ähnlich wie in den Jahren 1998 und 2003 gingen alle vom Österreichischen Alpenverein (OeAV) beobachteten Gletscherenden zurück. Rekordhalter war der Weißsee Ferner im Tiroler Kaunertal mit 96,5 Metern.

Temperaturen zu hoch
Im Gletscherhaushaltsjahr 2006/07 gab es eine ununterbrochene Reihe von zwölf Monaten, in denen die Monatsmittelwerte der Temperatur durchgehend über dem 30-jährigen Mittelwert lagen. Der Winter war mit einer Abweichung von plus 3,2 Grad ungewöhnlich warm, sowie im Zentralalpenraum und südlich des Alpenhauptkammes deutlich zu trocken und Schnee arm.

So hatte etwa der April 2007 ein Temperaturmittel ostalpenweit um 5,5 Grad, im westlichen Ostalpenbereich bis zu 6,2 Grad über den Normalwerten. Auch das glaziale Sommerhalbjahr begann mit deutlich überhöhten Temperaturmittelwerten im Mai und Juni, daher schon früh im Jahr mit Regenniederschlägen bis in die Hochlagen.

Aus 82 Messwerten wurde für das Haushaltsjahr 2006/07 ein mittlerer Längenverlust von 22,2 Metern ermittelt. Das war nur 0,7 Meter weniger als im bisher gletscherabträglichsten Jahr 2003, in dem dieser Wert 22,9 Meter betrug. Die in den vergangenen Jahren zunehmenden Auflösungen der Gletscherzungen großer Gletscher setzten sich verstärkt fort.

Ötztaler Alpen stark betroffen
Die größte Rückzugslänge am Weißsee Ferner wurde gefolgt vom Schalfferner (Ötztaler Alpen) mit 87,0 Metern und vom Niederjoch Ferner (Ötztaler Alpen) mit 84,0 Metern. Fünf Gletscher schmolzen um mehr als 40 Meter, 15 Gletscher um mehr als 30 Meter zurück. Die großen Längenverluste häuften sich bei den Ötztaler Gletschern: Sechs von acht Zungen, die über 40 Meter und acht von 15 Zungen, die über 30 Meter kürzer wurden, lagen in den Ötztaler Alpen.

Im Gegensatz zu den Längenänderungen zeigten die gemessenen Profillinien uneinheitliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr: Die drei vermessenen Profillinien auf der Pasterzenzunge ergaben bei vergrößerten Einsinkbeträgen unterschiedlich veränderte Jahreswege, was die AV-Experten zum Teil auf die unterschiedliche Anzahl der Messpunkte zurückführten.

Die "Linie 6" am Hintereisferner ergab etwa nur geringe Abnahme der Fließbewegung und Eisdicke. Die Profillinien, die an drei Gletschern der Ankogelgruppe gemessen wurden, zeigten verstärkte Einsinkbeträge der Eisoberfläche.
Quelle: APA
 
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