SnowViizioon
Massada (5m)
Vor 30 Jahren musste da doch selbst im Sommer noch massig schnee sein.
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Ich widerspreche nur Deinem ersten Satz. Also ich sage ja nicht das es ein positives oder ausgeglichenes Haushaltsjahr war für den Gletscher. Aber ohne die schneereichen Winter 2013 und 2014, also wenn Du Dir die gesamte beige Fläche wegdenkst und durch Blankeis ersetzt, sähe es doch viele schlimmer aus, oder? Das war übrigens 2003 der Fall: 95% Blankeis. Das ist doch ein Unterschied.noisi schrieb:Der Saharafirn hat nichts verhindert. Das sind die Einnahmen vom Vorjahr, die haben mit diesem Haushaltsjahr nichts zu tun. Fakt ist, praktisch der gesamte Winterschnee ist abgeschmolzen, quasi die gesamte Gletscherfläche ist Ablationsgebiet.
Mit Alarmismus meine ich: An einen warmen Sommertag auf einen Gletscher schmelzendes Eis zu filmen war auch 1975 keine Kunst (und auch 1850, falls es schon technisch möglich gewesen wäre). Das ist Wetter. Die Frage ist nur an wie vielen Tagen im Sommer ist das so. Und ja, das sind heute, gerade auch dieses Jahr viel zu viele Tage. Das ist dann schon eher Klima. Wenn (extrapolieren ist immer gefährlich, auch wenn vieles darauf hindeutet) alles so weiter geht, wie die letzten 30 Jahre, werden wir zu unseren Lebzeiten das Ende des Schneeferners erleben und eine Marmolada 2045, die wohl ähnlich aussehen wird, wie der Schneeferner 2015.noisi schrieb:Und im Bezug auf Alarmismus, man sollte sich damit abfinden das ein großteil der Alpen in naher Zukunft praktisch eisfrei sein werden. Das was in einem gutem Jahr mal dazu kommt ist im nächsten Jahr doppelt und freifach wieder abgeschmolzen.
Wiede schrieb:Gibt es eigentlich schon erste Zahlen / Schätzungen, bzgl. den Masseverlusten auf Tirols Gletschern in diesem Sommer?
Es war ja fast so heiß wie 2003...![]()
Zur Wiederherstellung des maximalen Gletscherstandes der jüngeren Geschichte aus dem Jahr 1850 wären zwei bis drei Jahrhunderte mit regnerischen, kühlen Sommern und schneereichen Wintern erforderlich.
Selbst in den höchstgelegenen Bereichen auf 3.300 Metern ging bereits über ein Meter Eis verloren. Neuschneefälle der Kaltfront Anfang September unterbrachen zunächst die starke Abschmelzung. Das Venedigerkees im Obersulzbachtal an der Nordseite des Alpenhauptkammes aperte bis in Höhen von über 3.000 Meter aus. Die Eisschmelze an der Zunge und im Eisbruch erreichte ca. 3,5 Meter.
Infos: http://derstandard.at/2000023144333/Suedtirols-Gletscher-mit-Eisverlust-von-teils-ueber-drei-MeternSüdtirols Gletscher haben in den vergangenen zwölf Monaten starke Massenverluste hinnehmen müssen. Dies hätten die Erhebungen des Hydrographischen Landesamtes, der Universität Innsbruck und des Italienischen Gletscherkomitees gezeigt.
nicht anders als heutzutage: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Augsburger-waere-fast-erfroren-id31143227.htmlBergwanderer schrieb:meine Standardfrage: wie kam der in seiner "Ausrüstung" und Ledersandalen mal soeben auf rund 3.200 m ?
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